Cuvilliés-Theater, Residenz München, Bayerische Schlösserverwaltung (Foto: Philipp Mansmann, München)
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Bayerisches Staatsschauspiel - Altes Residenztheater (Cuvilliés Theater)

Antiquarium, Residenz München, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Antiquarium, Residenz München, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Residenzstr. 1
80333 München
Tel.: 0 89 29 06 71
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Spielplan

Begehren

von Josep Maria Benet i Jornet
26.01.2019
20:00 Uhr
Marstall
Inhalt
Ein Ehepaar in seinem Haus auf dem Lande. Inbegriff des häuslichen Friedens wie auch Beginn einer Vielzahl von Horrorfilmen. Sie und der Ehemann – sie haben sich eingenistet in der Bequemlichkeit der Zweisamkeit, die aus Gewohnheiten besteht und aus Abhängigkeiten.
Dieses sorgfältig über Jahre etablierte Gleichgewicht kann von außen leicht gestört werden. Ein Anruf, an dessen anderem Ende niemand ist, reicht bereits, um Gewissheiten infrage zu stellen. Derselbe fremde Mann, der immer wieder mit einer Panne neben seinem Auto mitten auf der Landstraße steht, löst Bedrohungsgefühle aus, bis die Frau ihn konfrontiert. In einem Diner treffen sie auf eine zweite Frau, während der Ehemann daheim wartet. Die hinzugekommene Frau erinnert sich an eine vergangene Beziehung; irritierend ihr Changieren zwischen Gegenwart und lang vergessener Vergangenheit. Zurück im Landhaus, ihrem eskapistischen Ort der Zweisamkeit, klingelt wieder das Telefon. Ist niemand dran, kocht die Zweisamkeit über, zielen die kleinen Verletzungen näher und näher ans Herz. Und plötzlich steht die Frau auf der Landstraße, neben dem Auto, mit Panne. Und der (Alp-)Traum hat sich in ihre somnambule Lebensrealität gestülpt. Eine Szenenfolge, immer wieder durchbrochen von Monologen der Figuren, angesiedelt auf einem Lost Highway im Nirgendwo, wo der Mensch mit sich allein sein muss und doch mit allen und allem in Verbindung steht. Eine mystische Erkundung des menschlichen Daseins.
"Begehren" legt uns Zuschauern bewusst in die Irre führende Fährten aus, beginnend mit den namenlosen Figuren, von denen wir nur wissen, was sie uns erzählen, deren Identitäten wie durch den Nebel von Erinnerungen erscheinen, die Motivationen undurchsichtig. Die Realität ihres Begehrens ist brüchig, Situationen im steten Kippen gefangen. Schizophrenie und Berechnung liegen fast deckungsgleich übereinander, Begehren und Vergessen ergänzen sich zu einem theatralen Vexierspiel, das immer wieder zwischen Thriller und Kammerspiel wechselt.
Die junge Regisseurin Mirjam Loibl zeigt mit dem Stück "Begehren" des Katalanen Josep Maria Benet i Jornet ihre zweite Arbeit im Marstall. Mit Dawn Kings "Foxfinder", einer düsteren Parabel über die Mechanismen einer Überwachungsgesellschaft, debütierte sie 2017 im Marstall des Residenztheaters.
Besetzung
Regie MIRJAM LOIBL
Bühne THILO ULLRICH
Kostüme ANNA MARIA SCHORIES
Musik CONSTANTIN JOHN
weitere Termine
Mi.
30.01.
20:00 Uhr
von Josep Maria Benet i Jornet | Sprechtheater
Ein Ehepaar in seinem Haus auf dem Lande. Inbegriff des häuslichen Friedens wie auch Beginn einer Vielzahl von Horrorfilmen. Sie und der Ehemann – sie haben sich eingenistet in der Bequemlichkeit der Zweisamkeit, die au... mehr

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