Atze Musiktheater, Foto: T. Müller-Heuser
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Atze Musiktheater

Atze Musiktheater, Foto: M. Dahlmann
Atze Musiktheater, Foto: M. Dahlmann
Atze Musiktheater, Steffi und der Schneemann (Foto: Jörg Metzner)
Atze Musiktheater, Steffi und der Schneemann (Foto: Jörg Metzner)

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Alle da!

Stück über Krieg, Flucht, Migration und kulturelle Vielfalt
Atze Musiktheater
Atze Musiktheater, Alle da! (Foto: Jörg Metzner)
Atze Musiktheater, Alle da! (Foto: Jörg Metzner)

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Inhalt


Die Inszenierung beruht auf der Buchvorlage „Alle da!“, in dem die Berliner Autorin Anja Tuckermann die Phänomene Identität, Migration und den Reichtum kultureller Vielfalt kindgerecht vermittelt. In einer collagenhaften Inszenierung stellt Regisseurin Göksen Güntel die Themen Krieg, Flucht und Umweltzerstörung in den Fokus, macht aber auch klar, dass fast jede Familie eine Migrationsgeschichte erzählen kann und wir alle da sind: Wir alle sind Erdenbürger und müssen gut auf unseren Planeten aufpassen. Wir alle sind hier in Berlin und müssen gut und sorgsam mit einander umgehen.

Göksen Güntels Inszenierung nimmt Kinder ernst und zeigt ihnen einen unverschleierten Blick auf die Wirklichkeit. Warum gibt es Kriege? Warum werden riesige Waldgebiete einfach abgebrannt? Was bringt Menschen dazu ihre Heimat zu verlassen und sich riesigen Strapazen auszusetzen? Wie kommen die Menschen in Europa und in Deutschland an? Ihre Inszenierung bringt uns die oft verdrängte Wirklichkeit ganz nahe, schafft Brücken der Kommunikation und stärkt die Fähigkeit zu Empathie. Auf einer zweiten Ebene werden aber auch unterschiedliche Sprachen, Religionen und Feste vorgestellt und farbenfroh in Szene gesetzt.

Drei junge Schauspieler*innen mit unterschiedlichen Wurzeln schlüpfen in ständig wechselnde Rollen, gestalten diese mit intensiven Monologen und tänzerischen Elementen. Dazu komponiert Carsten Klatte, der musikalische Leiter, einen Soundtrack aus Weltmusik, Hip Hop Beats und Sounds. Filmische Elemente und Live-Videos runden das temporeiche Bühnengeschehen ab.

Regisseurin Göksen Güntel ist stark inspiriert von Alexander Gerst, dem deutschen Astronauten und zitiert ihn u.a mit: „Es ist schon komisch, wenn wir uns unsere Erde von hier oben anschauen, wie zerbrechlich sie wirkt. Da ist es geradezu grotesk, was wir Menschen auf der Erde veranstalten.“ So wird ihre Inszenierung auch zu einem Appell nach mehr Menschlichkeit und einem besseren Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen.

Besetzung
ab 10 Jahren
Regie: Göksen Güntel.
Musikalische Leitung: Carsten Klatte.
Ausstattung: Franz Gronemeyer.
Dramaturgie und Regieassistenz: Klara Kroymann.
Licht und Ton: Aaron Vorpahl.
Es spielen: Dela Dabulamanzi, Atilla Oener, Moritz Ross.
Filmsequenz mit: Ibrahem Al Abed.
Videoschnitt: Leo Stachnik.

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