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Samuel Barclay Beckett

*13.04.1906 in Dublin †22.12.1989 in Paris
irischer Schriftsteller

Werke mit Aufführungsterminen

Endspiel (Fin de partie) (Theaterstück) 1956
Glückliche Tage (Theaterstück) 1961
Warten auf Godot (En attendant Godot) (Theaterstück) 1952

weitere Werke:

Alle die da fallen (Hörspiel) 1956
Aschenglut (Hörspiel) 1959
Atem (Theaterstück) 1969
Cascando (Hörspiel) 1963
Damals (Theaterstück) 1974
Das letzte Band (Theaterstück) 1959
Drei Gelegenheitsstücke (Theaterstück) 1983
Katastrophe (Theaterstück)
Kommen und Gehen (Theaterstück) 1966
Nicht ich (Theaterstück) 1973
Spiel (Theaterstück) 1963
Spiel ohne Worte 1 (Theaterstück) 1957
Spiel ohne Worte 2 (Theaterstück) 1959
Tritte (Theaterstück) 1975
Was wo (Theaterstück) 1983
Worte und Musik (Hörspiel) 1963

Lebenslauf

Beckett wurde 1969 für sein Gesamtwerk mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er gilt als wichtigster Dramatiker der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und hat mit seinen Werken das moderne Theater mitgestaltet.

Samuel Beckett wurde am 13.04.1906 in Dublin geboren. Seine Kindheit ist überschattet von den Kämpfen zwischen Protestanten und Katholiken; Beckett selbst war Sohn einer protestantischen Familie. Während seiner Schulzeit fiel Beckett vor allem durch seine sportlichen Leistungen auf.
Nach dem Abitur 1923 studierte Beckett am Dubliner Trinity College Französisch und Italienisch, wodurch er ersten Kontakt zu diesen Ländern bekam und sie im Rahmen des Studiums auch bereiste.
Nach dem Studium, welches er als Jahrgangsbester abschloss, war Beckett für 2 Jahre Englisch-Lector an einer Pariser Eliteschule; hier lernte er viele Literaten kennen, u.a. James Joyce, der zeitlebens einen großen Einfluss auf Beckett hatte. In Paris machte Beckett auch seine erste schriftstellerischen Versuche. Seine erste Publikation war ein Aufsatz über Joyce sowie Übersetzungen in der englischsprachigen Zeitschrift ?transition?. In dieser Zeit lernte Beckett auch Deutschland kennen, wo er sich in seine in Kassel lebende Cousine Peggy verliebte.
1930 kehrte er zurück nach Dublin und lehrte bis 1932 am Trinity College Französisch. Diese Arbeit behagte ihm jedoch nicht und so reiste er bis 1937 durch Europa; Paris, London und Deutschland lagen auf seiner Route. Während dieser Wanderjahre entstanden die ersten Texte, so ?More Pricks than Kicks? und der erste Roman ?Murphy?. Beides fand jedoch keinen Erfolg und er fand lange keinen Verleger. In Paris schrieb er 1932 seinen ersten Roman ?Traum von mehr bis minder schönen Frauen?.
1933 stirbt seine Cousine, kurz darauf Becketts Vater; seine immer wieder auftretenden psychosomatischen Beschwerden werden stärker und er beginnt in London eine zweijährige Psychotherapie. Hier vollendete er den Sammelband ?Mehr Prügel als Flügel?. 1936 reiste Beckett durch Deutschland, beobachtet dort die Veränderungen durch das nationalsozialistische Regime und verurteilt dieses scharf. In Hamburg machte er sich mit der Kunstszene bekannt, studierte die Künstler der Künstlervereinigung ?Brücke?. So schaffte er sich Zutritt zu der noch existierenden modernen Kunstszene. Mit besonderer Erlaubnis gelang es ihm, in Berlin die noch ausgestellten Werke von Munch, Dix und Liebermann zu bewundern. Bei seiner letzten Deutschlandstation, München, war jedoch die politische Lage so angespannt, dass Beckett an kein Dokument oder Kunstwerk eines jüdischen oder von dem Nationalsozialismus verbotenen Künstlers mehr herankam. Die gesamte Situation schockierte Beckett dermaßen, dass er sich Ende 1937 endgültig in Paris niederließ; seine Entscheidung wurde durch die Liebe zu der Pianistin Suzanne Deschevaux-Dumesnil beeinflusst, die er 1961 ehelichte. 1940 schlossen sich Beckett und seine Lebensgefährtin der Résistance an; jedoch wurden sie denunziert und flohen nach Roussillon ins unbesetzte Südfrankreich. Hier arbeitete Beckett als Landarbeiter und schrieb nachts an seinem Roman ?Watts?, der letzte englischsprachige. 1945 kehrte das Paar nach Paris zurück. Nach einem Familienbesuch in Dublin arbeitete Beckett als Dolmetscher und Lagerverwalter für ein Lazarett des Irischen Roten Kreuzes in der Normandie. Zurück in Paris schrieb Beckett konsequent nun noch auf französisch, es entstehen z.B. 1947 das Theaterstück ?Eleuthéria?, 1951 die Romane ?Molloy? und ?Malone stirbt?, 1952 das Theaterstück ?Warten auf Godot? (Uraufführung 1953), 1970 der Roman ?Mercier und Camier? sowie vier Novellen und Kunstkritiken. 1961 erhielt Beckett den Internationalen Verleger-Preis. 1963 ? 1964 entsteht das Drehbuch zu ?Film?, im selben Jahr assisitierte Beckett in New York bei den Dreharbeiten.
1965 erfolgt die Uraufführung bei den Filmfestspielen in Venedig und erhält zahlreiche Preise. 1969 erhielt Beckett den Nobelpreis für Literatur.
In den darauffolgenden Jahren inszenierte Beckett zahlreiche seiner Werke und führte Regie, so 1971 ?Glückliche Tage? in Berlin. Anlässlich einer Solidaritätsveranstaltung für den inhaftierten Schriftsteller Václav Havel schreibt Beckett 1982 das Stück ?Katastrophe?.
1986 entstand der letzte Prosatext ?Immer noch nicht mehr?,
1988 das letzte Gedicht ?Comment dire?. Im Juli 1989 stirbt Becketts Frau Suzanne; Beckett stirbt am 22.12. desselben Jahres.
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