LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Foto: LWL/Deiters-Keul
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LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Foto: Elisabeth Deiters-Keul
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LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Foto: LWL/Deiters-Keul
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Foto: LWL/Deiters-Keul

Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 5907 01
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-So 10.00-18.00 Uhr

Alles wird Kunst sein ... 100 Jahre LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster

09.03.2008 - 15.06.2008
Vor 100 Jahren, am 17. März 1908, wurde das "Landesmuseum der Provinz Westfalen" eröffnet. Sein Auftrag war es, westfälische Kunst und Kulturgeschichte zu sammeln, zu bewahren und zu zeigen. Heute hat das LWL- Landesmuseum ein internationales Prestige. Die Ausstellung "Alles wird Kunst sein Â…" zeichnet ein Jahrhundert ereignisreicher Sammlungsgeschichte mit Höhen und Tiefen anschaulich nach – von der berühmten Rede Kaiser Wilhelms II. wenige Monate vor der Eröffnung im Jahre 1908, bis hin zum anstehenden Um- und Neubau des Museums 100 Jahre später. Schon seit dem frühen 19. Jahrhundert hatten der Altertumsverein und der Kunstverein reiche Sammlungen angelegt. Während in den Anfangsjahren die ältere Kunst dominierte und zeitgenössische Werke vom Westfälischen Kunstverein gezeigt und gesammelt wurden, erwarb das Museum nach 1950 Werke der Moderne. Mit den Skulptur Projekten ging das Landesmuseum ab 1977 neue Wege in die Öffentlichkeit und erreichte weltweite Anerkennung. Ausstellungen wie "August Macke" (1987) und "1648 – Krieg und Frieden in Europa" (1998/99) verstärkten die internationale Ausrichung. Die Ausstellung spiegelt anhand von bedeutenden Gemälden die Sammlungsgeschichte des Museums wider: von Werken des Mittelalters über Renaissance und Barock bis hin zur Kunst der Moderne und der Gegenwart. Nach 1950 begann das Landesmuseum, systematisch moderne Kunst zu sammeln. So entstand die Moderne Galerie mit einem umfangreichen Gemäldebestand vom deutschen Impressionismus mit Liebermann, Slevogt und Corinth, dem Expressionismus (Brücke und Blauer Reiter mit besonderem Gewicht auf den aus Westfalen stammenden August Macke) über die Bauhauszeit und die Kunst der fünfziger Jahre bis zur internationalen Avantgarde. "Alles wird Kunst sein ..." stellt auch die wichtigsten Ausstellungen des Museums in Plakaten und Fotos vor. Wie das Museum vor 100 Jahren seine Kunst ausstellte, zeigt ein rekonstruierter Saal der ersten Präsentation von 1908 mit Skulpturen des Spätmittelalters. Erstmals dokumentiert wird die von den Nationalsozialisten durchgeführte Aktion "Entartete Kunst" von 1937. In einem Saal der Ausstellung werden Bilder der damals beschlagnahmten Werke gezeigt, darunter Graphiken, die das Museum zurückkaufen konnte.

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