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LVR-Industriemuseum - Schauplatz Ratingen - Textilfabrik Cromford

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Chapeau! 150 Jahre Hutgeschichte(n)

15.06.2014 - 28.06.2015
 

Ob für Arbeiter oder Müßiggänger, Kind oder Großmutter – bis in die 1960er Jahre gehörte der Hut selbstverständlich zur Garderobe. Ohne Kopfbedeckung fühlten sich weder Männer noch Frauen richtig angezogen. Hoch zu Kopf getragen, waren Hüte die wichtigsten Accessoires. Ob Tellerhütchen oder Wagenrad, Zylinder oder Homburg – nicht nur die Formen und Materialien haben sich mit dem modischen Wandel verändert, sondern auch die Garnierungen. Mal sind es exotische Federn oder Vogelköpfe, mal schillernde Seidenblumen oder auch ganze Obstgärten, mit denen die Hüte in den Werkstätten der Modistinnen verziert wurden.
"Chapeau! – 150 Jahre Hutgeschichte(n)" präsentiert nicht allein den Wandel der Hutmode, sondern auch gesellschaftlicher Konventionen, Benimm- und Anstandsregeln, die mit dem Huttragen verbunden waren. Das Hutlüpfen beim Grüßen war über lange Zeit für die Herren eine Selbstverständlichkeit, die allerdings immer wieder Proteste unter den Hutträgern hervorrief. Unter der breiten Palette von Kopfbedeckungen finden sich immer wieder welche, die mehr waren als modisches Accessoire oder Schutzkleidung vor Sonne oder Regen, Staub und anderen Gefahren.
So hat sich die Redewendung "unter die Haube bringen" bis heute gehalten, aber wo kommt sie her? Hüte können auch "Zeichenträgen" sein, wie zum Beispiel der Zylinder, der seine Karriere als "Revoluzzer" begonnen hat. Dass Kopfbedeckungen auch aktuell noch eine besondere Bedeutung haben können, zeigen die Caps, Boshis und Beanies von Jugendlichen in der Ausstellung. Sind Sie ein Hutträger, eine Hutträgerin? In der Mitmachstation haben Sie Gelegenheit dies auszuprobieren.
Mit über 100 Originalhüten, vielen Accessoires, historischer Grafik und Fotos seit 1850 sowie einem Film zur Hutherstellung spiegelt die Ausstellung den Wandel von Mode und Gesellschaft.

Öffnungszeiten:
Di-Fr 10.00-17.00 Uhr
Sa, So 11.00-18.00 Uhr
Eintritspreise:
4,-/3,- €