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Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen


Regierungsstraße 4-6
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 56 50 20
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-So 10.00-17.00 Uhr

Projekt Benutzeroberfläche STADT

26.10.2011 - 13.11.2011
Was wird passieren, wenn sich die avanciertesten Akteure der suburbanen Szene der STADT Magdeburg begegnen, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten? Sind sie imstande, sich untereinander zu verständigen und gegenseitig zu behaupten? Welche szenetypischen Arbeitsmittel (Cans, Caps, Marker, Tape etc.) und Methoden (sprühen, kleben, schneiden, crossen usw.) bringen sie ein? Diesen Oktober werden 11 Akteure aus dem Magdeburger Urban Art-Bereich den großen Ausstellungsraum der Oberen Tonne in Beschlag nehmen. Es sind Akteure, deren Arbeitsweisen für gewöhnlich kaum Berührungspunkte zum konventionellen Kunstbetrieb aufweisen und deren Arbeiten eher auf Straßenwänden, Plakaten, T-Shirts oder Platten-Cover wiederzufinden sind als in den Kunsthallen dieses Landes und deren Namen verschlüsselt, deren Gesichter unbekannt sind. Vorübergehend wird das Kunstmuseum zur Schnittstelle von Kunst und Subkultur. Nach mehreren Wochen Vorarbeit wird das Projekt Benutzeroberfläche STADT im Kunstmuseum am 26. Oktober 2011, um 19.00 Uhr eröffnet. Benutzeroberfläche STADT versucht den Perspektivenwechsel. Es geht nicht um die Oberfläche der STADT, es geht um STADT als mentale Zone, um das Magdeburg, das sich in den Köpfen ereignet. Benutzeroberfläche STADT öffnet sich als durchsichtiger Raum in die Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen junger Leute bis in die äußeren Verzweigungen persönlicher Geheimnisse, Sehnsüchte und Botschaften. Das Kunstmuseum stellt mit diesem Projekt die Frage, welchen Blick die Teilnehmenden, einerseits als Stellvertretende ihrer Generation andererseits als Stellvertretende ihrer "Zunft", auf "ihre" STADT und ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben. An welchen Möglichkeiten und Defiziten reibt sich ihre kreative Energie und welche Pläne träumen sie schon heute? Die einzelnen Arbeiten sind persönliche Statements einerseits, und kreative Handlungsalternativen andererseits über die STADT, in der die Akteure aufgewachsen sind, in der sie leben. Idee ist es nicht, bereits existierende Werke der Akteure auszustellen - vielmehr werden die Teilnehmenden als Einzelpersonen, innerhalb eines Kollektivs gemeinsam an einer Art begehbarem Stadtplan arbeiten, der aus Licht, Ton, Farbe, Skulptur und Film als vitaler Organismus agiert und zusammenwächst. Die Besucher werden aufgefordert zu einem Blick in die Zeit, zu Wanderungen in Räume, für welche die Benutzeroberfläche STADT den Zugang herstellt. Es sind Räume, deren Architekturen erst in der Zukunft Magdeburgs errichtet werden müssen, aber deren Pläne hier vorgelegt werden. Mit dem Projekt Benutzeroberfläche STADT begibt sich das Kunstmuseum unmittelbar ins kreative Milieu der Stadt. Das Projekt verbindet Aktion, Experiment und Studio, es liefert einen Gedankenpool für Formen und Charaktere.

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