Architekturmuseum der Technischen Universität in der Pinakothek der Moderne, Foto: Martin Fengel
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Architekturmuseum der Technischen Universität in der Pinakothek der Moderne

Architekturmuseum der Technischen Universität in der Pinakothek der Moderne, Foto: Martin Fengel
Architekturmuseum der Technischen Universität in der Pinakothek der Moderne, Foto: Martin Fengel

Barer Straße 40
80333 München
Tel.: 089 2892 2493
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-So 10.00-18.00 Uhr
Do bis 20.00 Uhr

The good cause: Architecture of peace - divided cities

17.07.2014 - 19.10.2014

Kriege und Konflikte hat es zu allen Zeiten gegeben. Als Antwort auf diese Realität wurden Friedensmissionen, Wiederaufbaumaßnahmen und internationale Gesetze als Instrumente der Stabilisierung und Friedenssicherung nach Konflikten geschaffen. Dies ist sehr beeindruckend, doch der Weg zu einem dauerhaften Frieden ist mühsam und beschwerlich. Darüber hinaus können Wiederaufbau- und Städteplanungsstrategien alte Konflikte neu entfachen. Die Ausstellung »The Good Cause« zeigt mittels inspirierender Fallstudien aus Afghanistan, dem Kosovo, Südafrika, Ruanda, Israel und Palästina, wie Rekonstruktion aussehen könnte, wenn sie mit einem Blick für lokale Strukturen entworfen würde. Dies erfordert eine spezifische Einstellung und Strategie, wie z.B. Bescheidenheit, Kontextsensitivität, Vertrauen und das Augenmerk auf Kontinuität. Diese ‚Erfolgsfaktoren’ werden bei jeder Fallstudie untersucht.
Von der breiten Öffentlichkeit in Westeuropa wird dies häufig als eine entfernte Angelegenheit, weit weg vom täglichen Leben, wahrgenommen. Aber man sollte nicht vergessen, dass Deutschland als Nation in vielen bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt vertreten ist. Die Präsenz von deutschen Truppen in Friedensmissionen und die Auswirkungen von Flüchtlingsmigration auf Deutschland – und im Besonderen auf München – stellen einen direkten Bezug zu unserem täglichen Leben dar.
Ein separates Kapitel ist der Realität von geteilten Städten in Europa gewidmet, als Konsequenz von ethno-nationalen, gewaltsamen Konflikten. Ausgewählte Beispiele zeigen, wie ungelösten Konflikten mit gewaltlosen Mitteln entgegengewirkt und somit zu einer Beendigung der Aufteilung beigetragen werden kann. Die Ausstellung zeigt Planungs- und Architekturprojekte als Teil unterschiedlicher Strategien, als Bestandteil von Planungsstrategien in Belfast (Nordirland) und Nikosia (Zypern), die auf die Überwindung der Teilung zielen oder die Strategie, gemeinsam genutzte Räume für alle Gemeinschaften zu schaffen, wie beispielsweise in Mostar (Bosnien-Herzegowina) und Mitrovica (Kosovo). Andere Strategien zur Überwindung der Teilung beinhalten die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte, die bewahrt werden kann, oder die Schaffung von Projekten für eine gemeinsame Zukunft – als einer künftigen Entwicklung, die alle Bürger einbezieht. Nicht zuletzt schaffen Aktivisten, Künstler und Architekten ‚thirdspaces’ – dritte Räume –, virtuelle und reale Orte, die nicht als konfliktbezogen wahrgenommen werden.

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