Programma
Torquato Tasso
Staatstheater Kassel - TIF
»Erkenn’ ich nur den Herrn, der mich ernährt,
Dem folg’ ich gern, sonst will ich keinen Meister.
Frei will ich sein im Denken und im Dichten,
Im Handeln schränkt die Welt genug uns ein.«
Am Hof des Herzogs von Ferrara gilt Torquato Tasso als der neue Stern am Dichterhimmel: Der junge Mann überreicht sein neuestes Werk dem adeligen Gönner und man dankt es ihm mit Kost, Logis und großen Worten. Doch in die Feierlichkeiten platzt der Staatssekretär Antonio Montecatino. Für den kalkulierenden Verstandesmenschen gilt der kreative Geist nur wenig – schnell geraten der kühle Diplomat und die feingeistige Künstlerseele verbal aneinander. Aus dem Wortgefecht wird ein Degenduell. Während der Hof die Auseinandersetzung als den Irrweg einer sensiblen Künstlernatur verdrängt, wächst sich die fatale Mischung aus Verehrung und Verachtung, die er durch seine Gönner erfährt, für Tasso zur existentiellen Bedrohung aus. Die Liebe zu Leonore, der Schwester des Herzogs, stürzt den Dichter in weitere Verwirrung. Die Prinzessin ist gleichermaßen fasziniert von Tassos poetischer Kraft wie abgeschreckt von seiner Unberechenbarkeit. Ein großer, aber gefährlicher Geist?
Aufstieg und Niedergang des italienischen Barockdich-ters Torquato Tasso waren für Goethe Ausgangspunkte für eine poetische Reflexion über das Verhältnis des fein-nervigen Künstlers zur Gesellschaft und den Mächtigen, die ihn finanzieren, aber oftmals nicht ver-stehen. Die
künstlerische Freiheit als höchstes Gut und die gleichzeitige Abhängigkeit von finanziellen Mitteln scheint aus heutiger Sicht drängend aktuell.
Dem folg’ ich gern, sonst will ich keinen Meister.
Frei will ich sein im Denken und im Dichten,
Im Handeln schränkt die Welt genug uns ein.«
Am Hof des Herzogs von Ferrara gilt Torquato Tasso als der neue Stern am Dichterhimmel: Der junge Mann überreicht sein neuestes Werk dem adeligen Gönner und man dankt es ihm mit Kost, Logis und großen Worten. Doch in die Feierlichkeiten platzt der Staatssekretär Antonio Montecatino. Für den kalkulierenden Verstandesmenschen gilt der kreative Geist nur wenig – schnell geraten der kühle Diplomat und die feingeistige Künstlerseele verbal aneinander. Aus dem Wortgefecht wird ein Degenduell. Während der Hof die Auseinandersetzung als den Irrweg einer sensiblen Künstlernatur verdrängt, wächst sich die fatale Mischung aus Verehrung und Verachtung, die er durch seine Gönner erfährt, für Tasso zur existentiellen Bedrohung aus. Die Liebe zu Leonore, der Schwester des Herzogs, stürzt den Dichter in weitere Verwirrung. Die Prinzessin ist gleichermaßen fasziniert von Tassos poetischer Kraft wie abgeschreckt von seiner Unberechenbarkeit. Ein großer, aber gefährlicher Geist?
Aufstieg und Niedergang des italienischen Barockdich-ters Torquato Tasso waren für Goethe Ausgangspunkte für eine poetische Reflexion über das Verhältnis des fein-nervigen Künstlers zur Gesellschaft und den Mächtigen, die ihn finanzieren, aber oftmals nicht ver-stehen. Die
künstlerische Freiheit als höchstes Gut und die gleichzeitige Abhängigkeit von finanziellen Mitteln scheint aus heutiger Sicht drängend aktuell.
Inszenierung: Gustav Rueb
Bühne und Kostüme: Daniel Roskamp
Bühne und Kostüme: Daniel Roskamp
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