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Musée de la Cathédrale

Domplatz 1
60311 Frankfurt/Main
Tel.: 069 13 37 61 86
Horaires d´ouverture
Mar-Ven 10.00-17.00 Uhr
Sam, Dim 11.00-17.00 Uhr

Reichsinsignien

11.02.2011 - 30.04.2012
  • Die 1913 nachgebildeten Reichsinsignien aus Kupfer, Glassteinen, Perlen und Email, Inv.-Nr. X26454, X26455, X26456 (c) hmf, Foto: U. Dettmar
In der Goldenen Bulle von 1356 bestimmte Kaiser Karl IV. Frankfurt zur Wahl- und Aachen zur Krönungsstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Seit 1562 wurden aus strategischen und logistischen Gründen alle Kaiser – mit drei Ausnahmen – in Frankfurt gewählt und gekrönt. Die kostbaren Reichsinsignien wurden dem Kaiser in der feierlichen Krönungszeremonie als Zeichen seines universalen christlichen Herrscheranspruchs überreicht. Während im Mittelalter die Könige die Reichsinsignien auf ihren Reisen mit sich führten, wurden sie seit 1562 in den Reichsstädten Aachen und Nürnberg verwahrt. Gesandte der beiden Reichsstädte überbrachten die Reichskleinodien zu jeder Krönung in feierlichem Geleit nach Frankfurt. Seit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 werden die Reichsinsignien in der Schatzkammer in Wien aufbewahrt. Deshalb ließ die Stadt Frankfurt am Main 1913 in Erinnerung an ihre alten reichsstädtischen Traditionen als Wahl- und Krönungsstadt Reichskrone, Reichszepter und Reichsapfel nachbilden. Die Bügelkrone wurde von Louis Beschor, die Gravuren und Grubenschmelzarbeiten von Prof. Gertenbach, die Emailplatten durch von Dassbach und die Fassungen von Peter Beschor ausgeführt. Zepter und Reichsapfel hat Prof. Bock kopiert. Die originale Reichskrone wurde wahrscheinlich zur Krönung Kaiser Ottos I. 962 angefertigt. Bügel und Kreuz stammen aus dem frühen 11. Jahrhundert. Die achteckige Grundform der Krone symbolisiert das himmlische Jerusalem, die zwölf Edelsteine an Stirn- und Nackenplatten die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel und die Emailplatten christliche Herrschertugenden. Der originale Reichsapfel wird Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhundert datiert und das Zepter in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts.
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