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Ein Volksfeind
Henrik Ibsen
Ein Umweltskandal direkt vor der Haustür! Tomas Stockmann, anerkannter Badearzt in einer aufstrebenden Kurstadt, hat ein Gutachten über die Qualität des Heilwassers in Auftrag gegeben. Unaufgeklärte Krankheitsfälle haben ihn dazu veranlasst. Und tatsächlich, das Wasser ist bakteriell verseucht.
Tomas sieht sich schon als Retter in die Annalen der Stadt eingehen, als er auf drastische Weise eines Besseren belehrt wird. Niemand scheint ein Interesse daran zu haben, das Gutachten zu veröffentlichen. Welche Kurgäste werden einer Badestadt treu bleiben, deren Heilwasser gesundheitsschädlich ist? Was würde das Ausbleiben der Gäste für die ökonomische Situation der Stadt bedeuten? Selbst die örtliche Zeitung, die sich dem kritischen Journalismus verpflichtet fühlt, schwenkt um. Als Tomas Stockmann eigens einen Versammlungsraum anmietet, um das Gutachten öffentlich zu verlesen, hindert man ihn mit aller Gewalt daran und erklärt ihn zum Volksfeind. Verarmt, verzweifelt und verrückt vor Enttäuschung zieht Tomas Stockmann sein denkwürdiges Resümee: »Der schlimmste Feind der Wahrheit und der Freiheit ist die kompakte Mehrheit. Ja, diese verfluchte, kompakte, liberale Mehrheit – die ist es! Jetzt wisst ihr’s.« Was er nicht weiß – dass Eigeninteressen, Lobbyismus und Korruption immer neue Überraschungen für ihn bereit halten.
Inszenierung: Stephan Rottkamp
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Gwendolyn Bahr
Dramaturgie: Christine Besier
Mit:
Moritz Dürr
Sven Hönig
David Kosel
Klaus Lembke
Hans-Werner Leupelt
Louisa von Spies
Saskia von Winterfeld




















