Programme
La Bohème
Giacomo Puccini
Sie sind jung, enthusiastisch, unreif, mehr Schwärmer als Künstler, die das Leben feiern, auch wenn dabei einiges kaputt geht. Die Rede ist von den Bohemiens, jener Künstlerszene, die im Schatten einer beispiellosen Blüte der Kunst im nachrevolutionären Frankreich gedieh ohne Hoffnungen auf große Berühmtheit, aber mit einem Gefühl von Freiheit, das sie gegen ihre alltäglichen Nöte und Abhängigkeiten verteidigte. Henri Murger hat ihr in seinen Boheme-Szenen Namen und Gestalt gegeben und auch zu ihrem Klischee beigetragen. Romantische Kunstfiguren sind sie allerdings erst durch Puccinis (1858-1924) Oper "La Bohème" geworden. Als große Liebende wie der schwärmerische Dichter Rodolfo und die unheilbar kranke Näherin Mimì lehren sie uns das Schwelgen in Gefühlen wie den hemmungslosen Schmerz und verschaffen uns mit beidem höchsten Operngenuss. "Ich will die Welt zum Weinen bringen", hatte Puccini sich vorgenommen. Mit der 1896 in Turin uraufgeführten "La Bohème", die sehr bald schon ein Welterfolg wurde, ist ihm das zweifellos gelungen.
Musikalische Leitung: Giordano Bellincampi
Inszenierung: Robert Carsen
Bühne und Kostüme: Michael Levine
Spielleitung: Frans Willem de Haas
Chorleitung: Christoph Kurig
Kinderchorleitung: Petra Verhoeven
Dramaturgie: Ian Burton
nach einer Choreografie von Michael Popper
Mimi: Nataliya Kovalova
Musetta: Elisabeth Selle
Rodolfo: Giuseppe Varano
Marcello: Laimonas Pautienius
Schaunard: Richard Sveda
Colline: Adam Palka
Benoit: Peter Nikolaus Kante
Alcindoro: Peter Nikolaus Kante
Kinderchor: Kinderchor St. Remigius
Chor: Chor der Deutschen Oper
Orchester Düsseldorfer Symphoniker




















