Das Museum zeigt die Geschichte der Jäger und Sammler im Rheinland vor Beginn von Ackerbau und Viehzucht (1 Million-6000 v. Chr.). Der frühesten Besiedlung Mitteleuropas durch den Homo erectus folgt die Zeit der Neandertaler. Eine Besonderheit sind deren Siedlungsplätze in den Kratermulden der Osteifelvulkane. Eine neue Jagdwaffe (Speerschleuder) und verbesserte Jagdmethoden waren die wirtschaftliche Grundlage der Bevölkerung in der wildreichen Steppenlandschaft im zweiten Teil der letzten Eiszeit. Schmuck und Kunst illustrierte grandiose Jägerkulturen. Um 11000 v. Chr. wurde beim Ausbruch des Laacher See-Vulkans das Mittelrheingebiet mit einer mehrere Meter dicken Bimsschicht bedeckt, die ehemalige Geländeoberfläche mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt und den menschlichen Siedlungsplätzen in einer unvergleichlichen Momentaufnahme versiegelte. Im feuchtgemäßigten Klima wurden mit Pfeil und Bogen Hirsch, Elch und Biber gejagt. In einer letzten Kaltphase lebten im Rheinland erneut Rentierjäger. Die Funde von Bedburg-Königshoven im Erttal zeigen abschließend das Leben der "nacheiszeitlichen" Jäger in zunehmend bewaldeter Landschaft.