Programme
Cyrano von Bergerac
Edmond Rostand
Deutsche Oper am Rhein - Theater Duisburg - Opernfoyer
Er ist der Held mit der langen Nase, der schneidenden Zunge, der schüchternen Seele und spätestens seit dem Film mit Gérard Depardieu auch dem deutschen Publikum ein Begriff: der Dichter, Edelmann und Abenteurer aus der Gascogne Cyrano von Bergerac. Voller Liebe zu seiner Cousine Roxane wagt er wegen seiner vermeintlichen Hässlichkeit nicht, ihr seine Gefühle zu offenbaren. Und als sie ihm ihre Zuneigung zu dem jungen schönen Christian gesteht, der in Cyranos Regiment dient, und ihn bittet, auf ihren Geliebten aufzupassen, tritt er nobel zurück und erfüllt ihren Wunsch. Doch Christian weiß sich nicht auszudrücken und Roxane liebt den Geist in der Liebe. So kommt es zu einem seltsamen Pakt: Cyrano schlägt Christian vor, an seiner Stelle die Liebesbriefe an die Angebetete zu verfassen. Und Christian stimmt zu.
Romantische Helden, kunstfertige Dramaturgie, Witz und Ironie - verbunden mit dem Element des Tragischen - waren die Effekte, die Edmond Rostand zu einem der meistgespielten Bühnenautoren seiner Zeit werden ließen. Den Höhepunkt seines Schaffens erreichte er mit "Cyrano von Bergerac", das am 29. Dezember 1897 seine gefeierte Uraufführung im Pariser Théâtre de la Porte Saint-Martin erlebte und ihn mit einem Schlag berühmt machte. Spieltrieb präsentiert es in dieser Spielzeit in einer eigenen Fassung im Opernfoyer, an manchen Abenden auch als Dinnertheater mit Drei-Gänge-Menü.
Die Vorlage für seine farbenprächtige Komödie fand Edmond Rostand in der historischen Gestalt des französischen Schriftstellers Hector-Saviniens Cyrano (1619-1655), der sich selbst Cyrano de Bergerac nannte. Nach einer ausschweifenden Jugend schloss er sich dem Regiment der Gascogner Kadetten des Hauptmanns Carbon de Castel-Jaloux an, musste sich aber nach einer schweren Verwundung im Krieg von Flandern (1640) vom Kriegshandwerk zurückziehen. Fortan widmete er sich ganz der Philosophie und den Naturwissenschaften. Schon zu Lebzeiten rankten sich um diesen degenschwingenden Dichter die tollsten Legenden.
Regie:
Michael Steindl, Katharina Böhrke
Ausstattung:
Anja Müller























