Schloss Berchtesgaden, nach 1810 Sommerresidenz der Wittelsbacher, war früher Zentrum eines kleinen geistlichen Staates. Das um 1102/1105 gegründete Augustiner Chorherrenstift erlangte mit der Erteilung der Blutgerichtsbarkeit (1294) in der Folgezeit die Reichsunmittelbarkeit und 1559 den Status einer Fürstpropstei. Bis zur Säkularisation 1803 blieb das Stift die Residenz der Landesherren. Die Gesamtanlage ist das Ergebnis einer bis ins späte 18. Jh. andauernden Bautätigkeit.
Kronprinz Rupprecht von Bayern wohnte hier mit seiner Familie von 1922 bis 1933 und stattete das Schloss mit seinen Kunstsammlungen aus.
Der Rundgang durch das Museum erstreckt sich über drei Stockwerke. Der hochmittelalterliche Ursprung der Anlage zeigt sich vor allem im Kreuzgang mit seinem spätromanischen Skulpturenschmuck.