Das Schlossbergmuseum ist das Chemnitzer Museum für Stadtgeschichte. Es befindet sich nicht nur in den ältesten Gebäuden der Stadt, sondern hat auch selbst eine lange und bewegte Geschichte.
1872 gründete sich der "Verein für Chemnitzer Geschichte". Anliegen dieser Vereinigung, in der sich zahlreiche Chemnitzer Bürger engagierten, war die Erforschung und Publikation lokaler und regionaler Geschichte. Zur Tätigkeit des Vereins zählte auch das Sammeln von historischen Sachzeugnissen und Dokumenten. Diese Sammlungen wuchsen schnell und es entstand der Wunsch, die Exponate dauerhaft zu präsentieren. Zunächst fand man provisorische Domizile, bevor die Sammlungen für einige Jahre im Erdgeschoss des "König Albert-Museums" (eröffnet 1909) gezeigt wurde.
Die politischen Veränderungen von 1989/90 brachten nicht nur verbesserte Bedingungen für das Bauen, sondern auch vermehrtes bürgerschaftliches Engagement. Unterstützt durch Bürgerinitiativen, wie den Heimatverein und den neu gegründeten Chemnitzer Geschichtsverein konnte die Rekonstruktion des Schloßbergmuseums bis 1994 vollendet werden. Nach über 15 Jahren, in denen die Chemnitzer auf ihr stadtgeschichtliches Museum verzichten mussten, erfolgte im September 1995 die offizielle Wiedereröffnung mit einer Festwoche.