Die Sammlung des Odenwaldmuseums, die seit 1910 besteht, wird in einem 1517 errichteten Speichergebäude der ehemaligen Kellerei präsentiert.
Die Darstellung der Regional- und Stadtgeschichte beginnt mit vor- und frühgeschichtlichen Exponaten. Verschiedene Modelle und Steinmetzarbeiten dokumentieren die einstige Anwesenheit der Römer im Odenwald. Eine Abteilung ist der Entwicklung der Mark Michelstadt zur Grafschaft Erbach gewidmet.
Unterschiede in der Wohnkultur werden beim Betrachten eines Barock- und eines Biedermeierzimmers sowie den Nachbildungen einer Bauernküche, einer Bauernstube und einer Odenwälder Kammer deutlich. Weitere Ausstellungsschwerpunkte sind die Darstellung der landwirtschaftlichen Arbeitswelt, der Waldarbeit und des Handwerks mit Geräten, Maschinen und Produkten. Auf die Bedeutung der Imkerei weisen die typischen Odenwälder Bienenkörbe aus Strohgeflecht hin.
Außerdem können Arbeiten von Künstlern aus Michelstadt und Erbach besichtigt werden. Darunter befinden sich auch Bernsteinarbeiten des bekannten Odenwälder Künstlers Jan Holschuh.
Das im gleichen Haus untergebrachte Spielzeugmuseum bietet eine umfangreiche Sammlung historischer Spielsachen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Vielzahl von Puppenstuben, Puppenküchen und komplett eingerichteten Puppenhäusern sowie Herden und Kaufläden aus der Zeit von etwa 1880 bis 1940. Dazu werden Puppen in allen Größen und aus den verschiedensten Materialien präsentiert. Daneben können Krämerläden, Apotheken, Hutläden, Bäckereien und Metzgereien in Miniatur besichtigt werden. Vertreten sind auch Themen wie Jahrmarkt, Bauernhof, Eisenbahn und Holzspielzeug. Breiten Raum nimmt eine Sammlung von Papierspielzeug ein. Gezeigt werden Bastelbögen zum Ausschneiden und daraus gefertigte Spielsachen wie Papiertheater, Anziehpuppen, Hampelmänner sowie Szenen verschiedenster Art. Darüber hinaus sind Spielzeugwaren aus osteuropäischen Ländern, Frankreich, Mexiko, Japan und den USA zu sehen.