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gibus.bordeaux

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Werbung: gibus.bordeaux
'Erleben Sie die minimalistische und kathartische Kunst von Gibus. Jede Skulptur erzählt eine Geschichte.

Internationale Begegnungsstätte - Die Alte Mühle


Himmerod 3
54534 Großlittgen
Tel.: 06575 9326-65/9513-55
Homepage

Öffnungszeiten:

Führungen Nach Vereinbarung
Was in der Alten Mühle ausgestellt und gezeigt wird:
Sie bietet einerseits den Besuchern der Abtei die Gelegenheit zur Begegnung und Information, andererseits wird dort mit Veranstaltungen unterschiedlichster Art der Geist der Zisterzienser und künstlerischer Austausch vertieft.

Das Medienangebot kommt auch nicht zu kurz: Im Dachgeschoss kann man einen Videofilm über das Leben Himmerods in Geschichte und Gegenwart sehen. Eine Dreiprojektorendiaschau (Diaporama) lässt mehr die meditativen und spirituellen Elemente zutage kommen. Interaktive Systeme erlauben dem interessierten Gast, "seine Informationen" aus der Fülle des Gebotenen und Wissenswerten herauszufiltern. Computerpräsentationen runden das mediale Angebot dort ab.

In den stilvollen Gewölben des Kellerbereiches erläutern Transparentfotografien und das alte historische Mahlwerk die materielle und symbolische Funktion von Mühlen bei den Zisterziensern.
Dort, vom südlichen Zugang und den sich anschließenden Räumlichkeiten, bietet Gertrud Rittmann-Fischer ihre Emailkunst an: Seminare und Workshops mit internationalen Künstlern.

Das Erdgeschoss beherbergt die Email-Sammlung des Ehepaares Rittmann-Fischer und des Creativ-Kreises, sowie Raum für Sonderausstellungen und etwa musikalische Veranstaltungen.

Die original eingerichtete Backstube mit noch funktio-nierendem Steinofen, antiken Puppenmöbeln und Email-geschirr zeigen eine Vergangenheit, die Ausgangspunkt für eine zukünftige Verwendung der "Alten Mühle" bildet. Hier wird in einer guten Regelmäßigkeit das alte Bäckerhandwerk vorgestellt: vom Kornmahlen bis zum fertiggebackenen Steinofenbrot und Kuchen bekommen die Besucher einen authentischen Einblick in frühere Zeiten; anschließend können sie die Erzeugnisse mit nach Hause nehmen (Erhältlich in der Kunst- und Buchhandlung der Abtei Himmerod).

Im Obergeschoss wird die 900 Jahre alte Geschichte des Zisterzienserordens in einem Museum gezeigt. Nachdem bereits das Europaparlament sich intensiv für die alten Zisterzienserstraßen in Europa interessierte, wollen wir hier ein wenig von dem mächtigen Impuls und der Verbreitung der Filiationswege hunderter Klöster und Abteien aufzeigen, die seit dem 13. Jahr-hundert wie ein Netz ganz Europa überzogen. Die Klöster, allen voran die Zisterzienser, waren ein Lebensnerv, eine Lebensader der damaligen Gesellschaft.

So wollen wir insbesondere durch die Begegnungsstätte in der "Alten Mühle" dazu beitragen, die Zisterzienser in weiten Kreisen der Bevölkerung wieder ins Bewußtsein zu rufen und die Werte, die sie vertreten, ihre Spiritualität und ihr kulturelles Erbe in die Welt von heute auszustrahlen.

Zur Geschichte der Alten Mühle:
Als nach dem Ende des ersten Weltkrieges unsere Neugründer aus Bosnien an die Salm nach Himmerod kamen, fanden sie neben den imposanten Ruinen des Klosters nur ein einigermaßen intaktes Gebäude vor: die "Alte Mühle". Zusammen mit einer elsäßischen Flüchtlingsfamilie fanden die sieben Gründermönche dort ihre erste Unterkunft.

Die alte Korn-, Speicher- und Sägemühle ist das älteste noch vollständig erhaltene Bauwerk in Himmerod aus dem 17. Jahrhundert, das im Kern aber wohl noch auf Fundamente und Gemäuer des ausgehenden 12. bzw. beginnenden 13. Jahrhunderts zurückgeht. Den Angaben der Klosterchronik zufolge brannte der alte Gebäudekomplex mit angeschlossener Bäckerei, Brauerei, Schmiede und evtl. Gerberei am 17. Juni 1592 ab. Die neue Mühle wird in der Amtszeit des großen Himmeroder Abtes Robert Bootz (1685 - 1730) vollendet worden sein. Darauf weist eine mittlerweile unkenntlich gewordene Jahreszahl (1701) über dem Torbogen des großen östlichen Eingangsportals hin, sowie der auf das Jahr 1688 datierte alte Kornspeicher im Dachgeschoss. Abt Bootz hat beim Neubau viele Elemente des alten Gebäudekerns miteinbezogen. So weist die Nordfront noch altes romanisches Mauerwerk auf. Dies wurde wohl nach dem Brand ausgebessert und ergänzt, dazu im Ansatzbereich der Dachgiebelschräge erweitert und noch aufgestockt. Im Kellerbereich sind u.a. alte Gewölbemauern, Kompressionskammern und Quadermauerwerk aus der Frühzeit und das Mahlwerk noch erhalten geblieben.

Eine Idee führte zur Restaurierung der Alten Mühle:
Die Spuren der großen Vergangenheit, die gut erhaltene Bausubstanz und der mystisch-symbolische Sinn der hydraulischen Kraft der Wasserläufe brachten um 1993 den Gedanken einer neuen Nutzung der alten Mühle auf. Dem vertieften Bedürfnis nach Information und Kommunikation Rechnung tragend, wurde beschlossen die "Alte Mühle" zu einer internationalen Begegnungsstätte zu machen. Ab 1994 wurde ein Förderkreis ins Leben gerufen, der die Umsetzung der Umbaumaßnahmen in die Wege leiten sollte. Gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Manderscheid unter Federführung des damaligen Verbandsbürger-meisters Walter Densborn, dem Künstlerkreis "Creativ Kreis International" durch Gertrud Rittmann-Fischer und der Abtei Himmerod unter Abt Bruno Fromme wurden die Weichen für das neue Kunst-, Museum- und Begegnungszentrum geschaffen.

Ab Sommer 1996 wurden die ersten Bauabschnitte der Sanierung, von der Trockenlegung, über Stabilisierung des Mauerwerks und das Abschlagen des alten Verputzes in Angriff genommen. Nach der Sanierung der äußeren Haut des Dachs und der Trockenisolierung der Fundamente konnte man im Oktober 1997 das Richtfest der Alten Mühle begehen. Am 14. August 1998 im 900. Jahr des Bestehens der Zisterzienser wurde die Alte Mühle wiedereröffnet.

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