Die Osnabrücker Domschatzkammer bewahrt einen bedeutenden Kirchenschatz aus einem Zeitraum von über 1000 Jahren. Er umfaßt kostbare liturgische Geräte und Reliquiare in vielerlei Formen aus Gold und Silber, Elfenbein und Bergkristall.
Aber auch Zimelien aus dem profanen Bereich, wie das sog. Schachspiel Karls des Großen gehören dazu. Mit der Geschichte des Doms sind besonders eng die beiden spätromanischen Schreine verbunden, die die Reliquien der Heiligen Crispin und Crispinian, der Nebenpatrone des Doms, bergen.
Mit der Fülle hochrangiger Werke zeugt die Schatzkammer für Kunstsinn und Glauben der verantwortlichen Geistlichen.
Das Diözesanmuseum wurde unter Bischof Wilhelm Berning 1918 eingerichtet, um den nicht mehr benutzten Bestand kirchlicher Kunst aus Dom und den Kirchen der Diözese Osnabrück geordnet und sicher zu präsentieren. Es beherbergt Bilder, Skulpturen, kirchliche Geräte, Paramente und Möbel aus Dom und den Kirchen der Diözese.
Die besonders bedeutenden Werke sind die Skulpturen aus der Zeit vom frühen 14. bis Anfang des 16. Jahrhunderts, dabei auch zahlreiche Arbeiten des "Meisters von Osnabrück", der besten Bildhauerwerkstatt der Stadt im Spätmittelalter. Unter den Textilien ist das Hauptwerk die Kasel Bischofs Benno II. von Osnabrück aus byzantinischer Seide (11. Jahrhundert). Mit seinen unterschiedlichen Werken gibt das Museum einen lebendigen Eindruck von Kirchenausstattungen aus Mittelalter und Barock vornehmlich des Osnabrücker Landes.