Michael Haydn
*14.09.1737 in Rohrau, Niederösterreich †10.08.1806, Salzburgösterreichischer Komponist
Konzerte
:| Divertimento für Flöte, Oboe, Horn und Fagott d-Dur P 100 | |||
| 03.04.2011 18:00 Uhr - Gewandhaus-Bläserquintett | |||
| Gewandhaus Leipzig | Mendelssohn-Saal in Leipzig | |||
Lebenslauf
:Johann Michael Haydn schaffte es nie, aus dem Schatten seines bedeutenden Bruders Joseph Haydn heraustreten - völlig unberechtigt. Michael Haydn gilt auf dem Gebiet der Kirchenmusik als großer Könner und war Vorbild für die Neuorientierung der Kirchenmusik im 19. Jahrhundert. Sein umfangreiches sakrales Werk wird wieder zunehmend gewürdigt.
Michael Johann wurde am 14.09.1737 in Rohrau, Niederösterreich, als jüngerer Bruder von Joseph Haydn geboren. Wegen seiner schönen Sopranstimme wurde er als 8jähriger Sängerknabe am Kapellhaus von St. Stephan in Wien. Er ersetzte seinen Bruder in allen Ämtern, der wegen des Stimmbruchs aus dem Chor ausschied. In St. Stephan erhielt Haydn auch den ersten Kompositionsunterricht unter großer Tradition barocker Kirchenmusik unter der Leitung von Georg Ruetter, dem damaligen Kapellmeister von St. Stephan. Der junge Haydn war lern- und wissbegierig und konnte aufgrund seiner enormen Fortschritte im Orgelspiel schon bald als stellvertretender Organist eingesetzt werden. Nach dem Abschluß der Chorschule wurde Haydn 1760 Kapellmeister beim Bischof von Großwardein (Rumänien). Hier schrieb Haydn seine ersten Sinfonien. Der Bischof vermittelte ihn 1763 als Hofmusicus und Concertmeister nach Salzburg an den Hof von Fürsterzbischof Siegmund Graf von Schrattenbach. Hier blieb Haydn über 40 Jahre und war Kollege von Leopold Mozart und seinem Sohn Wolfgang Amadeus. Sein Ruf als Kirchenkomponist eilte Haydn voraus und er erhielt 1777 die Organistenstelle an der Dreifaltigkeitskirche, 1781 trat er die Nachfolge von Mozart als Hof- und Domorganist an. Nebenbei war Haydn ein gefragter Pädagoge, der u.a. Diabelli und Carl Maria von Weber unterrichtet. 1798 besuchte Haydn seinen Bruder in Wien, der ihn bat, nach Wien zu ziehen. Haydn jedoch schlug sowohl die Einladung als auch das lukrative Angebot, Vizekapellmeister beim Grafen Esterhazy zu werden, aus. Er wollte nicht im Schatten des berühmten Bruders wirken. Durch den Einmarsch der Franzosen in Salzburg verlor Haydn sein ganzes Hab und Gut und verbrachte den Rest seines Lebens damit, als Hoforganist in Salzburg ein bescheidenes Leben zu führen; er widmete sich ganz der weltlichen und geistigen Vokalmusik; die zahlreichen deutschen Lieder, erschufen eine neue Gattung des Männerquartetts.
Am 10.08.1806 starb Haydn und wurde auf dem Friedhof St. Peter beigesetzt.
Nur 15 Jahre später wurde im zu Ehren zu seinem Todestag ein Denkmal in der Stiftskirche St. Peter errichtet, ein eindeutiges Zeichen, dass er trotz seiner Annahme nie im Schatten seines Bruders stand.
Die am häufigsten gespielten Werke
- 1. La Cage aux folles
von J. Herman - 2. Der kleine Horrorladen
von H. Ashman - 3. Im weißen Rössl
von R. Benatzky - 4. Der kleine Prinz
von A. de Saint-Exupéry - 5. Tosca
von G. Puccini - 6. Die Zauberflöte
von W. A. Mozart - 7. Carmen
von G. Bizet - 8. La Traviata
von G. Verdi - 9. Ein Sommernachtstraum
von W. Shakespeare - 10. My Fair Lady
von F. Loewe























