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Staatstheater Kassel

Friedrichsplatz 15
34117 Kassel
Tel.: 0561 10 940

Spielplan

Scheherazade

Johannes Wieland

Staatstheater Kassel - Opernhaus

Durch das Erzählen von Geschichten manipuliert Scheherazade den Sultan und rettet damit nicht nur sich selbst das Leben. Welche Bedeutung hat das planmäßige Vereiteln der Ziele anderer in unserem Leben? Ein Akt der Sabotage umfasst neben dem Verhindern und Blockieren, das Manipulieren von Existierendem und assoziiert das planmäßige zu Fall bringen. Wer bringt uns zu Fall, wen bringen wir zu Fall? Wer nimmt dabei Schaden? Welche Rolle spielt Sabotage bei politischen und gesellschaftlichen Erfolgen? Wie bekommt man jemand anderen soweit, seine eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren und sich den Zielen anderer unterzuordnen? In SCHEHERAZADE verhandelt Johannes Wieland das gegenseitige Belauern und Beobachten mit dem Ziel einen eigenen Vorteil daraus zu erzielen.

Rimski-Korsakow hatte bei der Komposition seiner Sinfonischen Dichtung »Scheherazade« einzelne und nicht miteinander verbundene Episoden aus Tausendundeine Nacht vor Augen: »Sie sind in allen vier Sätzen der Suite verstreut: das Meer und Sindbads Schiff, die phantastische Erzählung des Prinzen Kalender, Prinz und Prinzessin, Festtag in Bagdad und das Schiff, das am Felsen mit dem ehernen Reiter zerschellt. Als verbindender Faden dienten mir die kurzen Einleitungen zum ersten, zweiten und vierten Satz und das Intermezzo im dritten, die für Violine Solo geschrieben sind und gewissermaßen die Scheherazade selbst darstellen, wie sie dem grausamen Sultan ihre wundervollen Märchen erzählt.«

»Wenn ich das Bild der Blase ins Zentrum meiner Überlegungen stelle, signalisiert das die Absicht, mit der Revision des Substanzfetischismus und des metaphysischen Individualismus ernst zu machen. Das heißt, wir setzen beim Zerbrechlichsten und beim Gemeinsamen an, wir beginnen jetzt im gehauchten Raum, in einer dünnwandigen Struktur, die schon durch ihre fragile Form und durchsichtige Erscheinung zu verstehen gibt, dass wir uns nicht auf einer Grundlage aufstützen oder Sicherheit suchen bei einem Fundament, schon gar nicht bei einem inconcussum oder einem anderen äußeren oder inneren Felsengrund, sondern dass wir uns auf den Vorschlag einlassen, bei einer schwebenden Bewegung mitzugehen, wie ein Kind, das Seifenblasen aus einer Schlaufe in die Luft bläst, und mit Begeisterung seinen eigenen Kunstwerken hinterher blickt, bis die bunten Dinger zerplatzen.« (Peter Sloterdijk, Die Sonne und der Tod)

Musikalische Leitung: Marco Comin
Bühne: Johannes Wieland
Kostüme: Evelyn Schönwald

Es spielt das Staatsorchester Kassel

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Küche: International
ca. 376 m
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