Spielplan
Medea
Euripides
Staatstheater Kassel - Schauspielhaus
Medea, die Fremde, die Wilde, die Zauberin. Medea, die Königstochter, die zur Asyl Suchenden, zur Bittstellerin wird. Medea, die ungezügelt Liebende und maßlos Hassende. Medea, die Kindsmörderin. Das Unfassbare dieser Figur fordert das Theater bis heute heraus.
Nachdem Medea Jason mit ihren Zauberkräften zum Goldenen Vlies verholfen hat und von ihrer Familie verstoßen wurde, folgt sie ihm mit den gemeinsamen Kindern nach Korinth. Doch von dort will König Kreon sie verbannen, weil er die zauberkundige Fremde fürchtet. Jason verlobt sich mit der Tochter des Königs und versucht Medea davon zu überzeugen, dass seine neue Heirat, seine Untreue, eigentlich ein Akt der Fürsorge sei. Nur zum Schein lässt Medea sich von Jason beruhigen, während sie bereits ihre Flucht plant und Rachepläne schmiedet. Der Königstochter lässt sie durch ihre Kinder ein vergiftetes Kleid bringen. Und auch an Jason nimmt sie grausame Rache: Sie tötet die gemeinsamen Söhne. Nach dem Mord kann Jason sie nicht aufhalten, sie kehrt mit den Leichen der Kinder in die übermenschliche Sphäre, aus der sie stammt, zurück.
Nach ALKESTIS und BAKCHEN ist MEDEA bereits die dritte Euripides-Tragödie, die Gustav Rueb am Staatstheater Kassel inszeniert. Seine Inszenierung der BAKCHEN wurde bei den Hessischen Theatertagen 2009 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.
Inszenierung: Gustav Rueb
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Ulrike Obermüller






















