Spielplan
Macht nichts
Staatstheater Kassel - TIF
Drei Titel von Schubert-Liedern, drei Märchenthemen, hat die österreichische Literaturnobelpreisträgerin 2004 zu einem Abend über Macht und Ohnmacht zusammengefasst. In »Erlkönigin« spricht eine tote Schauspielerin, die bei ihrer Beerdigung aus dem Sarg heraus noch einmal das Wort ergreifen möchte. Sie hat während des Zweiten Weltkriegs mit den Mächtigen kollaboriert und berichtet von der Macht über ihr Publikum, die sie auch nach dem Krieg weiter ausüben durfte. Sie erzählt vom schwierigen Verhältnis von Kunst und Macht. »Der Tod und das Mädchen« ist der Dialog eines Jägers mit Schneewittchen, die auf der Suche nach dem Wahren, Guten und Schönen vom Jäger erschossen wird. Hier werden die Machtverhältnisse beim Spiel von Liebe und Tod besprochen. Im letzten Teil, »Der Wanderer« lässt Jelinek einen ruhelosen Mann zu Wort kommen, der als Wissenschaftler von der Macht missbraucht wurde.
»Vier Menschen, die nicht ganz bei sich sind, nicht bei Trost, weil untröstbar. Unheimlich geworden, weil sie nicht mehr heimisch sind. Weil unsere Welt lebenstüchtiger Pragmatiker sich längst hinweggedreht hat über die Vergangenheitsgespenster. Dennoch sind sie da. Hier und jetzt.« BASLER ZEITUNG
Für MACHT NICHTS wurde Elfriede Jelinek 2002 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. In Kassel war zuletzt in der Spielzeit 2004 / 2005 SPORTSTÜCK von ihr zu sehen.






















