Spielplan
Tancredi
Gioacchino Rossini
Deutsche Oper Berlin
Mit TANCREDI, seiner ersten großen opera seria, gelang dem einundzwanzigjährigen Rossini ein fulminanter Auftakt zu einer langen Reihe von »ernsten Opern«, zu denen später Werke wie OTELLO, ERMIONE oder SEMIRAMIDE hinzukommen sollten – meisterhafte Beispiele eines Genres, das Rossini aus seinen starren Grenzen befreite und zu höchster Blüte brachte. Während die Arien, Duette und Finali den formalen Anforderungen der opera seria genügten, gelang es Rossini, sie durch kleine Veränderungen oder lyrische Einschübe zu einzigartigen und ganz individuellen musikalischen Edelsteinen von großer Schönheit zu formen. Er wurde damit stilbildend für viele seiner Nachfolger und Bewunderer. Selbst Richard Wagner beeindruckte Rossinis melodischer Reichtum: Sein Schneiderlied aus dem dritten Akt der MEISTERSINGER ist eine Parodie der Eingangs-Kavatine aus TANCREDI: Di tanti palpiti. Doch auch jenseits dieses bekanntesten Ohrwurms, den nach Berichten von Zeitzeugen Passanten auf der Straße, Richter bei der Arbeit oder die Gondolieri in den Kanälen von Venedig pfiffen oder sangen, warten in TANCREDI noch viele weitere bezaubernde musikalische Überraschungen auf ihre Entdeckung.
Musikalische Leitung: Alberto Zedda
Inszenierung, Bühne, Kostüme: Pier Luigi Pizzi
Dramaturgie: Angelika Maidowski
Chöre: William Spaulding
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin






















