Theater Bremen, Foto: Jörg Landsberg
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Theater Bremen

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Nora oder Ein Puppenheim

Henrik Ibsen
Kleines Haus
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	„Ich glaube es gibt eine ziemlich reale Erwartung, dass Frauen immer ‚Schokolade’ sagen sollen, wenn sie jemand fragt, was sie wollen.“ (Nina Power) - Bei der deutschen Erstaufführung von „Nora oder Ein Puppenheim“ 1880 musste der Schluss des Stücks, an dem Nora ihren Ehemann Torvald verlässt und alleine in die Welt hinaus geht, den gesellschaftlichen Konventionen angepasst werden: Nora blieb trotz der Erkenntnis, dass sie ihrem Mann nur niedliches Objekt und nie eigenständiges Gegenüber gewesen war, im ehelichen Haus - wegen der Kinder. Heutzutage wird in Deutschland fast jede zweite Ehe innerhalb von 25 Jahren geschieden und das Leben als Single mit oder ohne Kind ist eine der möglichen Lebensformen. Emanzipations- und Gleichberechtigungsbewegungen sind nicht ohne Wirkung geblieben. Man könnte sagen, wir sind deutlich freier in der Gestaltung unseres Lebens als vor 130 Jahren. Was also, wenn wir uns aus dem Heute heraus den Konventionen der Welt Ibsens aussetzen? Blicken wir dann in eine längst vergangene Zeit oder werden wir entdecken, dass sie uns näher ist, als wir glauben wollen?</p>

„Ich glaube es gibt eine ziemlich reale Erwartung, dass Frauen immer ‚Schokolade’ sagen sollen, wenn sie jemand fragt, was sie wollen.“ (Nina Power) - Bei der deutschen Erstaufführung von „Nora oder Ein Puppenheim“ 1880 musste der Schluss des Stücks, an dem Nora ihren Ehemann Torvald verlässt und alleine in die Welt hinaus geht, den gesellschaftlichen Konventionen angepasst werden: Nora blieb trotz der Erkenntnis, dass sie ihrem Mann nur niedliches Objekt und nie eigenständiges Gegenüber gewesen war, im ehelichen Haus - wegen der Kinder. Heutzutage wird in Deutschland fast jede zweite Ehe innerhalb von 25 Jahren geschieden und das Leben als Single mit oder ohne Kind ist eine der möglichen Lebensformen. Emanzipations- und Gleichberechtigungsbewegungen sind nicht ohne Wirkung geblieben. Man könnte sagen, wir sind deutlich freier in der Gestaltung unseres Lebens als vor 130 Jahren. Was also, wenn wir uns aus dem Heute heraus den Konventionen der Welt Ibsens aussetzen? Blicken wir dann in eine längst vergangene Zeit oder werden wir entdecken, dass sie uns näher ist, als wir glauben wollen?


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„Ich glaube es gibt eine ziemlich reale Erwartung, dass Frauen immer ‚Schokolade’ sagen sollen, wenn sie jemand fragt, was sie wollen.“ (Nina Power) - Bei der deutschen Erstaufführung von „Nora oder Ein Puppenheim“ 1880 musste der Schluss des Stücks, an dem Nora ihren Ehemann Torvald verlässt und alleine in die Welt hinaus geht, den gesellschaftlichen Konventionen angepasst werden: Nora blieb trotz der Erkenntnis, dass sie ihrem Mann nur niedliches Objekt und nie eigenständiges Gegenüber gewesen war, im ehelichen Haus - wegen der Kinder. Heutzutage wird in Deutschland fast jede zweite Ehe innerhalb von 25 Jahren geschieden und das Leben als Single mit oder ohne Kind ist eine der möglichen Lebensformen. Emanzipations- und Gleichberechtigungsbewegungen sind nicht ohne Wirkung geblieben. Man könnte sagen, wir sind deutlich freier in der Gestaltung unseres Lebens als vor 130 Jahren. Was also, wenn wir uns aus dem Heute heraus den Konventionen der Welt Ibsens aussetzen? Blicken wir dann in eine längst vergangene Zeit oder werden wir entdecken, dass sie uns näher ist, als wir glauben wollen?


Besetzung
Regie: Felix Rothenhäusler