Mainfranken Theater Wrzburg, Foto: Nico Manger
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Mainfranken Theater Würzburg

Mainfranken Theater Würzburg, Foto: Falk von Traubenberg
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Theaterstr. 21
97070 Würzburg
Tel.: 0931 3908-0
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Spielplan

Fidelio

Ludwig van Beethoven
Großes Haus
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	Fidelio von Ludwig van Beethoven gilt in der Operngeschichte als Monolith. Ein Grund dafür ist, dass es sich hier um das einzige Musiktheaterwerk aus der Feder dieses Komponisten handelt. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang aber, dass Beethovens Zugriff auf einen Stoff, der damals überaus populär war und gleich von mehreren Komponisten vertont wurde, von einer beeindruckenden Kompromisslosigkeit ist. Er kümmerte sich nicht um gängige Erwartungshaltungen, sondern brachte hier einen höchst individuellen und äußerst vielgestaltigen musiktheatralen Kosmos zur Entfaltung. So steht Singspielhaftes neben der großen dramatischen Geste, Nummern von intim-verinnerlichtem Zuschnitt neben Äußerungen aufbrausenden Furors. Und am Ende sprengt Beethoven gar die ihn beengenden Grenzen einer herkömmlichen Operndramaturgie, wenn er die Nähe zum Hymnisch-Oratorienhaften sucht.<br />
	Was wie ein kühner, spontaner Wurf wirkt, hat freilich eine auffallend lange Entstehungsgeschichte, denn es existieren allein drei Fassungen und vier Ouvertüren zu diesem Werk. Für Beethoven war Fidelio also eine aufrichtige Herzensangelegenheit. Es drängte ihn – wie eigentlich jeden anderen Komponisten auch – zur Opernbühne. Darüber hinaus entsprach das Schicksal der Leonore, die sich unter Einsatz ihres Lebens als Mann verkleidet, um ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten aus dem Gefängnis zu befreien, seinem idealistischen Weltbild.</p>

Fidelio von Ludwig van Beethoven gilt in der Operngeschichte als Monolith. Ein Grund dafür ist, dass es sich hier um das einzige Musiktheaterwerk aus der Feder dieses Komponisten handelt. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang aber, dass Beethovens Zugriff auf einen Stoff, der damals überaus populär war und gleich von mehreren Komponisten vertont wurde, von einer beeindruckenden Kompromisslosigkeit ist. Er kümmerte sich nicht um gängige Erwartungshaltungen, sondern brachte hier einen höchst individuellen und äußerst vielgestaltigen musiktheatralen Kosmos zur Entfaltung. So steht Singspielhaftes neben der großen dramatischen Geste, Nummern von intim-verinnerlichtem Zuschnitt neben Äußerungen aufbrausenden Furors. Und am Ende sprengt Beethoven gar die ihn beengenden Grenzen einer herkömmlichen Operndramaturgie, wenn er die Nähe zum Hymnisch-Oratorienhaften sucht.
Was wie ein kühner, spontaner Wurf wirkt, hat freilich eine auffallend lange Entstehungsgeschichte, denn es existieren allein drei Fassungen und vier Ouvertüren zu diesem Werk. Für Beethoven war Fidelio also eine aufrichtige Herzensangelegenheit. Es drängte ihn – wie eigentlich jeden anderen Komponisten auch – zur Opernbühne. Darüber hinaus entsprach das Schicksal der Leonore, die sich unter Einsatz ihres Lebens als Mann verkleidet, um ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten aus dem Gefängnis zu befreien, seinem idealistischen Weltbild.


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Inhalt


Fidelio von Ludwig van Beethoven gilt in der Operngeschichte als Monolith. Ein Grund dafür ist, dass es sich hier um das einzige Musiktheaterwerk aus der Feder dieses Komponisten handelt. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang aber, dass Beethovens Zugriff auf einen Stoff, der damals überaus populär war und gleich von mehreren Komponisten vertont wurde, von einer beeindruckenden Kompromisslosigkeit ist. Er kümmerte sich nicht um gängige Erwartungshaltungen, sondern brachte hier einen höchst individuellen und äußerst vielgestaltigen musiktheatralen Kosmos zur Entfaltung. So steht Singspielhaftes neben der großen dramatischen Geste, Nummern von intim-verinnerlichtem Zuschnitt neben Äußerungen aufbrausenden Furors. Und am Ende sprengt Beethoven gar die ihn beengenden Grenzen einer herkömmlichen Operndramaturgie, wenn er die Nähe zum Hymnisch-Oratorienhaften sucht.

Was wie ein kühner, spontaner Wurf wirkt, hat freilich eine auffallend lange Entstehungsgeschichte, denn es existieren allein drei Fassungen und vier Ouvertüren zu diesem Werk. Für Beethoven war Fidelio also eine aufrichtige Herzensangelegenheit. Es drängte ihn – wie eigentlich jeden anderen Komponisten auch – zur Opernbühne. Darüber hinaus entsprach das Schicksal der Leonore, die sich unter Einsatz ihres Lebens als Mann verkleidet, um ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten aus dem Gefängnis zu befreien, seinem idealistischen Weltbild.


Besetzung
Musikalische Leitung: Sebastian Beckedorf
Regie: Stephan Suschke
Bühne: Momme Röhrbein
Kostüme: Angelika Rieck
Chor: Michael Clark
Dramaturgie: Christoph Blitt