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Staatstheater Nürnberg

Foto: Marion Bührle
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Oper Die Zauberflöte, Foto: Ludwig Olah
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Tel.: 0911 231 3575
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Die schmutzigen Hände

Jean-Paul Sartre
Kammerspiele
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	Politik ist ein schmutziges Geschäft und ein unfaires Spiel. Dies erfährt der Idealist Hugo Barine am eigenen Leib. Um mit seiner bürgerlichen Existenz zu brechen, schließt er sich der Partei an. Er will der Sache dienen, seinem Leben durch eine Tat Sinn verleihen und steht am Ende als Mörder da. Wie es dazu kam, ergründet der Schriftsteller und Existentialist Jean-Paul Sartre in seinem 1948 uraufgeführten Drama. Er zeigt die Unvereinbarkeit von politischem Handeln und moralischer Integrität am Beispiel eines Intellektuellen im fiktiven Balkanstaat Illyrien.<br />
	Der charismatische Realpolitiker Hoederer will mit dem Feind eine Allianz bilden, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Vielen seiner politischen Weggefährten ist dies ein Dorn im Auge, denn er will die Revolution zugunsten einer pragmatischen Machtpolitik vertagen. Eine radikale Splittergruppe plant ihn deswegen „beseitigen“ zu lassen, und heuert Hugo als Auftragsmörder an. Mit seiner Frau Jessica lässt sich Hugo als Hoederers Sekretär ein-schleusen. Doch die Nähe zu Hoederer - der von sich selbst sagt, er habe „schmutzige Hände bis zum Ellenbogen“, und nicht glaubt, dass man „unschuldig herrschen“ könne - erweist sich als fatal.<br />
	Hoederer gegen Hugo - ein Kampf des Realisten gegen den Utopisten, sowie des politischen Realismus gegen die revolutionäre Moral, an dessen Ende der Intellektuelle den Politiker erschießen wird. Nach Absitzen seiner Haftstrafe muss Hugo feststellen, dass sich nicht nur die Zeiten, sondern auch die politischen Ziele geändert haben und seine mörderische Tat politisch sinnlos geworden ist. In Sartres fesselndem, intelligentem Spiel greifen Philosophie, Erotik und Politik ineinander.<br />
	Nach ihrer Inszenierung von Schillers „Don Karlos“ in der vergangenen Spielzeit wird sich Schirin Khodadadian nun dem Politthriller Sartres widmen. Sie arbeitet seit 2010 kontinuierlich am Schauspiel Nürnberg und inszenierte „Nur Nachts“, „Der Weibsteufel“ und „Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos.“</p>

Politik ist ein schmutziges Geschäft und ein unfaires Spiel. Dies erfährt der Idealist Hugo Barine am eigenen Leib. Um mit seiner bürgerlichen Existenz zu brechen, schließt er sich der Partei an. Er will der Sache dienen, seinem Leben durch eine Tat Sinn verleihen und steht am Ende als Mörder da. Wie es dazu kam, ergründet der Schriftsteller und Existentialist Jean-Paul Sartre in seinem 1948 uraufgeführten Drama. Er zeigt die Unvereinbarkeit von politischem Handeln und moralischer Integrität am Beispiel eines Intellektuellen im fiktiven Balkanstaat Illyrien.
Der charismatische Realpolitiker Hoederer will mit dem Feind eine Allianz bilden, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Vielen seiner politischen Weggefährten ist dies ein Dorn im Auge, denn er will die Revolution zugunsten einer pragmatischen Machtpolitik vertagen. Eine radikale Splittergruppe plant ihn deswegen „beseitigen“ zu lassen, und heuert Hugo als Auftragsmörder an. Mit seiner Frau Jessica lässt sich Hugo als Hoederers Sekretär ein-schleusen. Doch die Nähe zu Hoederer - der von sich selbst sagt, er habe „schmutzige Hände bis zum Ellenbogen“, und nicht glaubt, dass man „unschuldig herrschen“ könne - erweist sich als fatal.
Hoederer gegen Hugo - ein Kampf des Realisten gegen den Utopisten, sowie des politischen Realismus gegen die revolutionäre Moral, an dessen Ende der Intellektuelle den Politiker erschießen wird. Nach Absitzen seiner Haftstrafe muss Hugo feststellen, dass sich nicht nur die Zeiten, sondern auch die politischen Ziele geändert haben und seine mörderische Tat politisch sinnlos geworden ist. In Sartres fesselndem, intelligentem Spiel greifen Philosophie, Erotik und Politik ineinander.
Nach ihrer Inszenierung von Schillers „Don Karlos“ in der vergangenen Spielzeit wird sich Schirin Khodadadian nun dem Politthriller Sartres widmen. Sie arbeitet seit 2010 kontinuierlich am Schauspiel Nürnberg und inszenierte „Nur Nachts“, „Der Weibsteufel“ und „Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos.“


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Inhalt


Politik ist ein schmutziges Geschäft und ein unfaires Spiel. Dies erfährt der Idealist Hugo Barine am eigenen Leib. Um mit seiner bürgerlichen Existenz zu brechen, schließt er sich der Partei an. Er will der Sache dienen, seinem Leben durch eine Tat Sinn verleihen und steht am Ende als Mörder da. Wie es dazu kam, ergründet der Schriftsteller und Existentialist Jean-Paul Sartre in seinem 1948 uraufgeführten Drama. Er zeigt die Unvereinbarkeit von politischem Handeln und moralischer Integrität am Beispiel eines Intellektuellen im fiktiven Balkanstaat Illyrien.

Der charismatische Realpolitiker Hoederer will mit dem Feind eine Allianz bilden, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Vielen seiner politischen Weggefährten ist dies ein Dorn im Auge, denn er will die Revolution zugunsten einer pragmatischen Machtpolitik vertagen. Eine radikale Splittergruppe plant ihn deswegen „beseitigen“ zu lassen, und heuert Hugo als Auftragsmörder an. Mit seiner Frau Jessica lässt sich Hugo als Hoederers Sekretär ein-schleusen. Doch die Nähe zu Hoederer - der von sich selbst sagt, er habe „schmutzige Hände bis zum Ellenbogen“, und nicht glaubt, dass man „unschuldig herrschen“ könne - erweist sich als fatal.

Hoederer gegen Hugo - ein Kampf des Realisten gegen den Utopisten, sowie des politischen Realismus gegen die revolutionäre Moral, an dessen Ende der Intellektuelle den Politiker erschießen wird. Nach Absitzen seiner Haftstrafe muss Hugo feststellen, dass sich nicht nur die Zeiten, sondern auch die politischen Ziele geändert haben und seine mörderische Tat politisch sinnlos geworden ist. In Sartres fesselndem, intelligentem Spiel greifen Philosophie, Erotik und Politik ineinander.

Nach ihrer Inszenierung von Schillers „Don Karlos“ in der vergangenen Spielzeit wird sich Schirin Khodadadian nun dem Politthriller Sartres widmen. Sie arbeitet seit 2010 kontinuierlich am Schauspiel Nürnberg und inszenierte „Nur Nachts“, „Der Weibsteufel“ und „Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos.“


Besetzung
Regie / Inszenierung: Schirin Khodadadian
Ausstattung: Carolin Mittler
Dramaturgie: Katja Prussas