Staatstheater Mainz (Foto: Andreas Etter)
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!
Premiumpartner
IDEAL Versicherung
IDEALversicherung

Staatstheater Mainz

Die Nibelungen, Foto: Bettina Müller
Die Nibelungen, Foto: Bettina Müller

Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
Tel.: 06131 2851 222
Homepage

Spielplan

Verbrennungen

Wajdi Mouawad
Kleines Haus
<p style="text-align: justify;">
	Nawal ist seit fünf Jahren verstummt. Ihre Kinder, die Zwillinge Jeanne und Simon, kennen den Auslöser für ihr Schweigen nicht und haben den Bezug zu ihr gänzlich verloren. Als Nawal stirbt, enthüllt ihr Testament, dass Jeannes und Simons tot geglaubter Vater noch lebt und sie einen älteren Bruder haben. Die Zwillinge sehen sich mit dem letzten Willen ihrer Mutter konfrontiert, die beiden zu finden und ihnen jeweils einen Brief zu überbringen. Die Suche führt sie in den Nahen Osten, die Heimat von Nawal. Nach und nach erfahren sie ihre wahre Herkunft und werden in die Lebensgeschichte ihrer Mutter hineingezogen. Die angenommenen Wahrheiten der Geschwister zerbrechen, zurückbleibt die niederschmetternde Realität einer langen Gewaltspirale.<br />
	Der frankokanadische Autor Wajdi Mouawad, 1968 im Libanon geboren und vor dem Bürgerkrieg nach Kanada geflohen, erzählt in Verbrennungen eine erschütternde Familiengeschichte archaischen Ausmaßes, die besonders vor dem Hintergrund der zahlreichen weltweiten Kriege und Konflikte heute dem abstrakten Schrecken eine individuelle Dimension verleiht. Dabei gelingt ihm das schwierige Kunststück, das Grausame zu erzählen und sich zugleich einem unverkennbar aufklärerischen Optimismus zu verschreiben. Die Verfilmung des Theaterstücks unter dem Titel Die Frau, die singt wurde 2011 als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert.<br />
	Der mehrfach preisgekrönte Regisseur und Leiter des Jungen Schauspielhauses in Hamburg, Klaus Schumacher, wird erstmals in Mainz inszenieren.</p>

Nawal ist seit fünf Jahren verstummt. Ihre Kinder, die Zwillinge Jeanne und Simon, kennen den Auslöser für ihr Schweigen nicht und haben den Bezug zu ihr gänzlich verloren. Als Nawal stirbt, enthüllt ihr Testament, dass Jeannes und Simons tot geglaubter Vater noch lebt und sie einen älteren Bruder haben. Die Zwillinge sehen sich mit dem letzten Willen ihrer Mutter konfrontiert, die beiden zu finden und ihnen jeweils einen Brief zu überbringen. Die Suche führt sie in den Nahen Osten, die Heimat von Nawal. Nach und nach erfahren sie ihre wahre Herkunft und werden in die Lebensgeschichte ihrer Mutter hineingezogen. Die angenommenen Wahrheiten der Geschwister zerbrechen, zurückbleibt die niederschmetternde Realität einer langen Gewaltspirale.
Der frankokanadische Autor Wajdi Mouawad, 1968 im Libanon geboren und vor dem Bürgerkrieg nach Kanada geflohen, erzählt in Verbrennungen eine erschütternde Familiengeschichte archaischen Ausmaßes, die besonders vor dem Hintergrund der zahlreichen weltweiten Kriege und Konflikte heute dem abstrakten Schrecken eine individuelle Dimension verleiht. Dabei gelingt ihm das schwierige Kunststück, das Grausame zu erzählen und sich zugleich einem unverkennbar aufklärerischen Optimismus zu verschreiben. Die Verfilmung des Theaterstücks unter dem Titel Die Frau, die singt wurde 2011 als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert.
Der mehrfach preisgekrönte Regisseur und Leiter des Jungen Schauspielhauses in Hamburg, Klaus Schumacher, wird erstmals in Mainz inszenieren.

Video anzeigen
Inhalt


Nawal ist seit fünf Jahren verstummt. Ihre Kinder, die Zwillinge Jeanne und Simon, kennen den Auslöser für ihr Schweigen nicht und haben den Bezug zu ihr gänzlich verloren. Als Nawal stirbt, enthüllt ihr Testament, dass Jeannes und Simons tot geglaubter Vater noch lebt und sie einen älteren Bruder haben. Die Zwillinge sehen sich mit dem letzten Willen ihrer Mutter konfrontiert, die beiden zu finden und ihnen jeweils einen Brief zu überbringen. Die Suche führt sie in den Nahen Osten, die Heimat von Nawal. Nach und nach erfahren sie ihre wahre Herkunft und werden in die Lebensgeschichte ihrer Mutter hineingezogen. Die angenommenen Wahrheiten der Geschwister zerbrechen, zurückbleibt die niederschmetternde Realität einer langen Gewaltspirale.

Der frankokanadische Autor Wajdi Mouawad, 1968 im Libanon geboren und vor dem Bürgerkrieg nach Kanada geflohen, erzählt in Verbrennungen eine erschütternde Familiengeschichte archaischen Ausmaßes, die besonders vor dem Hintergrund der zahlreichen weltweiten Kriege und Konflikte heute dem abstrakten Schrecken eine individuelle Dimension verleiht. Dabei gelingt ihm das schwierige Kunststück, das Grausame zu erzählen und sich zugleich einem unverkennbar aufklärerischen Optimismus zu verschreiben. Die Verfilmung des Theaterstücks unter dem Titel Die Frau, die singt wurde 2011 als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert.

Der mehrfach preisgekrönte Regisseur und Leiter des Jungen Schauspielhauses in Hamburg, Klaus Schumacher, wird erstmals in Mainz inszenieren.


Besetzung
Inszenierung: Klaus Schumacher
Bühne: Katrin Plötzky
Kostüme: Karen Simon
Musik: Tobias Vethake
Licht: Dieter Wutzke/ Sebastian Ahrens
Dramaturgie: Jörg Vorhaben

Nawal: Andrea Quirbach
Jeanne: Lilith Häßle
Simon: David Schellenberg
Hermile Lebel / Der Arzt / Abdessamad /
Fremdenführer / Der Hausmeister / Malak: Armin Dillenberger
Wahab / Antoine / Soldat 2 /
Der Mann / Chamseddine / Ralph: Rüdiger Hauffe
Jihane / Nazira / Sawda: Leoni Schulz
Soldat 1 / Nihad: Matthias Lamp