Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!
Premiumpartner
IDEAL Versicherung
IDEALversicherung

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger
Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger
Hänsel und Gretel, Foto: N. Klinger
Hänsel und Gretel, Foto: N. Klinger

Friedrichsplatz 15
34117 Kassel
Tel.: 0561 10 940
Homepage

Spielplan

Die Kunst der Selbstabschaffung

Rebekka Kricheldorf
TIF
<p style="text-align: justify;">
	Ob du ein altmodischer Mensch bist, der lieber zum Büchsentelefon als zum Handy greift, ein kauziger Gesellschaftshasser, der gern gegen allerlei Regeln verstößt, ob du dein Glück so penetrant betonst, bis es dir keiner mehr abnimmt oder du schon jung verstummt bist, da du dem kommunikativen Rauschen um dich her nichts hinzuzufügen hast: Du wirst früher oder später abgeschafft.<br />
	Der eine hat den Versuch einer Selbstabschaffung bereits erfolglos hinter sich, manch anderer möchte lieber noch ein bisschen hier bleiben, wird aber zwangsabgeschafft von einem fiesen Schicksal. Einigen bleibt noch Zeit, aber wie viel und zu welchen Konditionen? Was tun also mit der Zeit? Man mag sich mit wilder Entschlossenheit den wenigen verbleibenden erotischen Optionen in die Arme werfen. Oder literarisch großkotzig versuchen, seine Vergangenheit umzuschreiben. Oder der Jugend ihre Jugend neiden. Oder revoltierend gegen die blöde Welt anzetern und jede langweilige Begegnung dem Gegenüber als Lebenszeitvernichtung auf die Rechnung setzen. Empfahl nicht der Yaqui-Indianer Don Juan einst Carlos Castaneda: »Lebe jeden Tag so, als säße der Tod auf deiner linken Schulter?« Das klingt klug, erweist sich in der Umsetzung aber als viel zu anstrengend.<br />
	Sieben Menschen in unterschiedlichsten Stadien des Verfalls umarmen, konfrontiert mit ihrer Vergänglichkeit, das Absurde um so fester.<br />
	Nach Testosteron, Robert Redforts Hände selig, Das Ding aus dem Meer und Rosa und Blanca setzen wir mit einer weiteren Auftragsarbeit unsere Zusammenarbeit mit Rebekka Kricheldorf fort, die in Kassel auch den Förderpreis Komische Literatur 2010 erhalten hat. Mit ihrem neuesten Stück Alltag & Ekstase wurde Rebekka Kricheldorf 2014 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.</p>

Ob du ein altmodischer Mensch bist, der lieber zum Büchsentelefon als zum Handy greift, ein kauziger Gesellschaftshasser, der gern gegen allerlei Regeln verstößt, ob du dein Glück so penetrant betonst, bis es dir keiner mehr abnimmt oder du schon jung verstummt bist, da du dem kommunikativen Rauschen um dich her nichts hinzuzufügen hast: Du wirst früher oder später abgeschafft.
Der eine hat den Versuch einer Selbstabschaffung bereits erfolglos hinter sich, manch anderer möchte lieber noch ein bisschen hier bleiben, wird aber zwangsabgeschafft von einem fiesen Schicksal. Einigen bleibt noch Zeit, aber wie viel und zu welchen Konditionen? Was tun also mit der Zeit? Man mag sich mit wilder Entschlossenheit den wenigen verbleibenden erotischen Optionen in die Arme werfen. Oder literarisch großkotzig versuchen, seine Vergangenheit umzuschreiben. Oder der Jugend ihre Jugend neiden. Oder revoltierend gegen die blöde Welt anzetern und jede langweilige Begegnung dem Gegenüber als Lebenszeitvernichtung auf die Rechnung setzen. Empfahl nicht der Yaqui-Indianer Don Juan einst Carlos Castaneda: »Lebe jeden Tag so, als säße der Tod auf deiner linken Schulter?« Das klingt klug, erweist sich in der Umsetzung aber als viel zu anstrengend.
Sieben Menschen in unterschiedlichsten Stadien des Verfalls umarmen, konfrontiert mit ihrer Vergänglichkeit, das Absurde um so fester.
Nach Testosteron, Robert Redforts Hände selig, Das Ding aus dem Meer und Rosa und Blanca setzen wir mit einer weiteren Auftragsarbeit unsere Zusammenarbeit mit Rebekka Kricheldorf fort, die in Kassel auch den Förderpreis Komische Literatur 2010 erhalten hat. Mit ihrem neuesten Stück Alltag & Ekstase wurde Rebekka Kricheldorf 2014 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.


Video anzeigen
Inhalt


Ob du ein altmodischer Mensch bist, der lieber zum Büchsentelefon als zum Handy greift, ein kauziger Gesellschaftshasser, der gern gegen allerlei Regeln verstößt, ob du dein Glück so penetrant betonst, bis es dir keiner mehr abnimmt oder du schon jung verstummt bist, da du dem kommunikativen Rauschen um dich her nichts hinzuzufügen hast: Du wirst früher oder später abgeschafft.

Der eine hat den Versuch einer Selbstabschaffung bereits erfolglos hinter sich, manch anderer möchte lieber noch ein bisschen hier bleiben, wird aber zwangsabgeschafft von einem fiesen Schicksal. Einigen bleibt noch Zeit, aber wie viel und zu welchen Konditionen? Was tun also mit der Zeit? Man mag sich mit wilder Entschlossenheit den wenigen verbleibenden erotischen Optionen in die Arme werfen. Oder literarisch großkotzig versuchen, seine Vergangenheit umzuschreiben. Oder der Jugend ihre Jugend neiden. Oder revoltierend gegen die blöde Welt anzetern und jede langweilige Begegnung dem Gegenüber als Lebenszeitvernichtung auf die Rechnung setzen. Empfahl nicht der Yaqui-Indianer Don Juan einst Carlos Castaneda: »Lebe jeden Tag so, als säße der Tod auf deiner linken Schulter?« Das klingt klug, erweist sich in der Umsetzung aber als viel zu anstrengend.

Sieben Menschen in unterschiedlichsten Stadien des Verfalls umarmen, konfrontiert mit ihrer Vergänglichkeit, das Absurde um so fester.

Nach Testosteron, Robert Redforts Hände selig, Das Ding aus dem Meer und Rosa und Blanca setzen wir mit einer weiteren Auftragsarbeit unsere Zusammenarbeit mit Rebekka Kricheldorf fort, die in Kassel auch den Förderpreis Komische Literatur 2010 erhalten hat. Mit ihrem neuesten Stück Alltag & Ekstase wurde Rebekka Kricheldorf 2014 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.


Besetzung
Inszenierung: Schirin Khodadadian
Bühne und Kostüme: Ulrike Obermüller
Dramaturgie: Annabelle Leschke