Staatstheater Braunschweig, Foto: Stefan Koch
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Staatstheater Braunschweig

Foto: Stefan Koch
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Salut Salon (Foto: Frank Eidel)
Salut Salon (Foto: Frank Eidel)

Am Theater
38100 Braunschweig
Tel.: 0531 12340
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Welcome to your World

Jan Pusch
Staatstheater Braunschweig
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	Sie kommen am Abend nach Hause, haben ihre Wohnungstür aufgeschlossen - oder war sie doch schon geöffnet? Wie sollte der Herr, der unerwartet auf Ihrem Sofa sitzt, sonst Zutritt in Ihr Heim bekommen haben? Im freundlichen Plauderton begrü.t er Sie mit Ihrem Namen. Sie können sich aber nicht daran erinnern, ihm vorher begegnet zu sein. Er erzählt Ihnen noch mehr, genau genommen erzählt er Ihnen alles. Alles über Sie. Er teilt Ihnen mit, welcher Rechnungsbetrag heute von Ihrem Konto abgebucht worden ist. Er kennt Ihre schönsten Urlaubsziele. Er weiß, was Sie letztens mit Ihrer Mutter am Telefon besprochen haben. Auch ihre Wünsche, Sehnsüchte und geheimsten Abgründe sind diesem Herrn kein Geheimnis: Willkommen in Ihrer Welt!<br />
	Was für eine unbehagliche Erfahrung. Wann habe ich die Selbstbestimmung über meine Welt aufgegeben? Habe ich die Tür selbst geöffnet? Schließlich sind wir es, die Tag für Tag unzählige Informationen, Meinungen und Ideen in die (virtuelle) Welt senden. Wir sind Schöpfer jener Matrix, die wir selbst nicht mehr überschauen können: Die Spinne wird zur Fliege und verfängt sich im eigenen Netz. Unsere Sehnsüchte und Begehrlichkeiten werden im digitalen Raum öffentlich und nutzbar gemacht für ein System, das immer neue Begehrlichkeiten erschafft, die tief in unsere »Realwelt« eindringen. Doch wie tiefgreifend sind diese Veränderungen? Welche Rückkopplung gibt es auf unsere Erwartungen, unsere physisch spürbaren Ängste, unsere Hoffnungen? Diesen Fragen geht Tanzdirektor Jan Pusch in seiner Neukreation für das Große Haus nach und untersucht, wie sich der Umgang mit einem Gegenüber, die Erwartung an die »Analogwelt« und unser Alltagsverhalten verändert.</p>

Sie kommen am Abend nach Hause, haben ihre Wohnungstür aufgeschlossen - oder war sie doch schon geöffnet? Wie sollte der Herr, der unerwartet auf Ihrem Sofa sitzt, sonst Zutritt in Ihr Heim bekommen haben? Im freundlichen Plauderton begrü.t er Sie mit Ihrem Namen. Sie können sich aber nicht daran erinnern, ihm vorher begegnet zu sein. Er erzählt Ihnen noch mehr, genau genommen erzählt er Ihnen alles. Alles über Sie. Er teilt Ihnen mit, welcher Rechnungsbetrag heute von Ihrem Konto abgebucht worden ist. Er kennt Ihre schönsten Urlaubsziele. Er weiß, was Sie letztens mit Ihrer Mutter am Telefon besprochen haben. Auch ihre Wünsche, Sehnsüchte und geheimsten Abgründe sind diesem Herrn kein Geheimnis: Willkommen in Ihrer Welt!
Was für eine unbehagliche Erfahrung. Wann habe ich die Selbstbestimmung über meine Welt aufgegeben? Habe ich die Tür selbst geöffnet? Schließlich sind wir es, die Tag für Tag unzählige Informationen, Meinungen und Ideen in die (virtuelle) Welt senden. Wir sind Schöpfer jener Matrix, die wir selbst nicht mehr überschauen können: Die Spinne wird zur Fliege und verfängt sich im eigenen Netz. Unsere Sehnsüchte und Begehrlichkeiten werden im digitalen Raum öffentlich und nutzbar gemacht für ein System, das immer neue Begehrlichkeiten erschafft, die tief in unsere »Realwelt« eindringen. Doch wie tiefgreifend sind diese Veränderungen? Welche Rückkopplung gibt es auf unsere Erwartungen, unsere physisch spürbaren Ängste, unsere Hoffnungen? Diesen Fragen geht Tanzdirektor Jan Pusch in seiner Neukreation für das Große Haus nach und untersucht, wie sich der Umgang mit einem Gegenüber, die Erwartung an die »Analogwelt« und unser Alltagsverhalten verändert.


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Sie kommen am Abend nach Hause, haben ihre Wohnungstür aufgeschlossen - oder war sie doch schon geöffnet? Wie sollte der Herr, der unerwartet auf Ihrem Sofa sitzt, sonst Zutritt in Ihr Heim bekommen haben? Im freundlichen Plauderton begrü.t er Sie mit Ihrem Namen. Sie können sich aber nicht daran erinnern, ihm vorher begegnet zu sein. Er erzählt Ihnen noch mehr, genau genommen erzählt er Ihnen alles. Alles über Sie. Er teilt Ihnen mit, welcher Rechnungsbetrag heute von Ihrem Konto abgebucht worden ist. Er kennt Ihre schönsten Urlaubsziele. Er weiß, was Sie letztens mit Ihrer Mutter am Telefon besprochen haben. Auch ihre Wünsche, Sehnsüchte und geheimsten Abgründe sind diesem Herrn kein Geheimnis: Willkommen in Ihrer Welt!

Was für eine unbehagliche Erfahrung. Wann habe ich die Selbstbestimmung über meine Welt aufgegeben? Habe ich die Tür selbst geöffnet? Schließlich sind wir es, die Tag für Tag unzählige Informationen, Meinungen und Ideen in die (virtuelle) Welt senden. Wir sind Schöpfer jener Matrix, die wir selbst nicht mehr überschauen können: Die Spinne wird zur Fliege und verfängt sich im eigenen Netz. Unsere Sehnsüchte und Begehrlichkeiten werden im digitalen Raum öffentlich und nutzbar gemacht für ein System, das immer neue Begehrlichkeiten erschafft, die tief in unsere »Realwelt« eindringen. Doch wie tiefgreifend sind diese Veränderungen? Welche Rückkopplung gibt es auf unsere Erwartungen, unsere physisch spürbaren Ängste, unsere Hoffnungen? Diesen Fragen geht Tanzdirektor Jan Pusch in seiner Neukreation für das Große Haus nach und untersucht, wie sich der Umgang mit einem Gegenüber, die Erwartung an die »Analogwelt« und unser Alltagsverhalten verändert.


Besetzung
Konzept & Choreografie Jan Pusch
Bühne Jan Pusch
Kostüme Wobine Bosch