Semperoper - Schsische Staatsoper Dresden, Foto: Klaus Gigga
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!
Premiumpartner
IDEAL Versicherung
IDEALversicherung

Semperoper - Sächsische Staatsoper Dresden


Theaterplatz 2
01067 Dresden
Tel.: 0351 49110
Homepage

Spielplan

Impressing the Czar

William Forsythe
Semperoper - Sächsische Staatsoper Dresden
<p style="text-align:justify">Goldene Kirschen, prunkende Kleider, Ballett zu klassischer Musik - der Zar hätte sich beeindruckt gezeigt. Doch längst hat es ihn so hinweggefegt, wie die lebende Legende William Forsythe stets Konventionen des Tanzes über den Haufen wirft: Radikal, gespickt mit Witz, demonstriert er dies in seinem wegweisenden, 1988 uraufgeführten »Impressing the Czar«. Ausstattungsopulent beginnt dieses Handlungsballett ohne Handlung, ein frecher Bilderbogen, der sich als beißendes Spiel mit Kunsthistorie entpuppt und zugleich die Tanzgeschichte dekonstruiert. Auf deren Trümmern errichtet Forsythe eine neue Welt: Traditionelle Ballettfiguren werden gesteigert, beschleunigt, neu kombiniert und formieren als »In the Middle, Somewhat Elevated« - seit 2006 im Repertoire des Semperoper Ballett – den Mittelteil dieses Ballettabends. Zu elektronischen Klangbeats zelebrieren sich Tanz und Tänzer selbst: »Drive, sex and virtuosity«, so eine Tanzkritik. Überflüssiges ist eliminiert, und so werden am Schluss von »Czar« auch noch die Reste des kulturellen Erbes versteigert. Was übrig bleibt, bildet eine wilde Rotte tanzender College- Girls im MTV-Clip-artigen Reigen, so unverschämt schlicht wie atemberaubend rasant.</p>

Goldene Kirschen, prunkende Kleider, Ballett zu klassischer Musik - der Zar hätte sich beeindruckt gezeigt. Doch längst hat es ihn so hinweggefegt, wie die lebende Legende William Forsythe stets Konventionen des Tanzes über den Haufen wirft: Radikal, gespickt mit Witz, demonstriert er dies in seinem wegweisenden, 1988 uraufgeführten »Impressing the Czar«. Ausstattungsopulent beginnt dieses Handlungsballett ohne Handlung, ein frecher Bilderbogen, der sich als beißendes Spiel mit Kunsthistorie entpuppt und zugleich die Tanzgeschichte dekonstruiert. Auf deren Trümmern errichtet Forsythe eine neue Welt: Traditionelle Ballettfiguren werden gesteigert, beschleunigt, neu kombiniert und formieren als »In the Middle, Somewhat Elevated« - seit 2006 im Repertoire des Semperoper Ballett – den Mittelteil dieses Ballettabends. Zu elektronischen Klangbeats zelebrieren sich Tanz und Tänzer selbst: »Drive, sex and virtuosity«, so eine Tanzkritik. Überflüssiges ist eliminiert, und so werden am Schluss von »Czar« auch noch die Reste des kulturellen Erbes versteigert. Was übrig bleibt, bildet eine wilde Rotte tanzender College- Girls im MTV-Clip-artigen Reigen, so unverschämt schlicht wie atemberaubend rasant.


Video anzeigen
Inhalt

Goldene Kirschen, prunkende Kleider, Ballett zu klassischer Musik - der Zar hätte sich beeindruckt gezeigt. Doch längst hat es ihn so hinweggefegt, wie die lebende Legende William Forsythe stets Konventionen des Tanzes über den Haufen wirft: Radikal, gespickt mit Witz, demonstriert er dies in seinem wegweisenden, 1988 uraufgeführten »Impressing the Czar«. Ausstattungsopulent beginnt dieses Handlungsballett ohne Handlung, ein frecher Bilderbogen, der sich als beißendes Spiel mit Kunsthistorie entpuppt und zugleich die Tanzgeschichte dekonstruiert. Auf deren Trümmern errichtet Forsythe eine neue Welt: Traditionelle Ballettfiguren werden gesteigert, beschleunigt, neu kombiniert und formieren als »In the Middle, Somewhat Elevated« - seit 2006 im Repertoire des Semperoper Ballett – den Mittelteil dieses Ballettabends. Zu elektronischen Klangbeats zelebrieren sich Tanz und Tänzer selbst: »Drive, sex and virtuosity«, so eine Tanzkritik. Überflüssiges ist eliminiert, und so werden am Schluss von »Czar« auch noch die Reste des kulturellen Erbes versteigert. Was übrig bleibt, bildet eine wilde Rotte tanzender College- Girls im MTV-Clip-artigen Reigen, so unverschämt schlicht wie atemberaubend rasant.


Besetzung
CHOREOGRAFIE: William Forsythe
MUSIK: Eva Crossman-Hecht, Leslie Stuck, Ludwig von Beethoven, Thom Willems
BÜHNENBILD UND LICHT: William Forsythe, Michael Simon
KOSTÜME: William Forsythe
KOSTÜME (1., 3., 4.TEIL): Férial Münnich
TEXT: Richard Fein, Kathleen Fitzgerald, William Forsythe
TEXT DRESDNER FASSUNG 1. UND 3. TEIL: Helen Pickett
SOUNDDESIGN: Sebastian Rietz

Semperoper Ballett
Musik vom Tonträger