Kammerspiele Mnchen, Foto: Gabriela Neeb
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Kammerspiele München

Kammerspiele München, Foto: Gabriela Neeb
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Wut, Foto: Thomas Aurin
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América

T.C. Boyle
Kammerspiele München

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Inhalt


„Armutszuwanderung ist ein Problem.“ (Andreas Scheuer, CSU Generalsekretär. Rheinische Post, 04. April 2014) - Cándido Rincón und América kommen nicht aus Bulgarien oder Rumänien. Sie gehören nicht zu jenen, die in Europa die Jobs übernehmen, die sonst niemand machen will und, um auch das noch zu erwähnen, in Deutschland das Sozialsystem stärker stützen, als sie es in Anspruch nehmen. Die beiden kommen aus einem anderen Land, in dem kaum etwas zu hoffen ist: Mexiko. Das gelobte Land hier heißt Amerika. 1995, in dem Jahr, in dem „América“ erscheint und schnell zu einem modernen Klassiker und zur Pflichtlektüre an Schulen und Universitäten avanciert, flohen allein knapp 600.000 Mexikaner illegal in die USA. Heute gelten noch immer 45% von ihnen als arm. Einzig die Drogenkartelle sind zukunftsverheißend (und lebensgefährlich zugleich).

América und Cándido landen schließlich in L.A. Cándido hatte versprochen, dass ein anderes Leben möglich sein würde. Vorerst aber campieren die beiden heimlich am Canyon. Tagsüber schaffen sie auf dem Arbeitsstrich an, beständig auf der Hut, nicht auffällig zu werden. Eines Tages wird Cándido von einem Auto angefahren. Delaney Mossbacher sitzt am Steuer. Mit seiner Frau, einer erfolgreichen Immobilienmaklerin, und ihrem Sohn lebt der naturliebende Journalist in einer vornehmen Wohnsiedlung. Die 20 Dollar, die Mossbacher dem verletzten Cándido schließlich anbietet, nimmt der gierig an. Nur weg, denken beide. Nur weg.

Seit fast zehn Jahren inszeniert Stefan Pucher regelmäßig an den Münchner Kammerspielen, wichtige, vielfach ausgezeichnete Inszenierungen, darunter „Der Sturm“ und „Die Zofen“ (weiter im Programm) entstehen hier. Auch T.C. Boyle-Fan ist Pucher schon lange.


Besetzung
Inszenierung: Stefan Pucher