Hessisches Staatstheater Wiesbaden (Foto: Sven Helge Czichy)
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Hessisches Staatstheater Wiesbaden


Christian-Zais-Str. 3-5
65189 Wiesbaden
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Orpheus und Eurydike

Christoph Willibald Gluck
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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	Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten und gleichzeitig den Urmythos der scheiternden Liebe erzählt die Sage um Orpheus und Eurydike. Er sucht sie in der Unterwelt, wo er die Toten und ihren Gott Hades mit seinem Gesang umstimmen und zur Herausgabe seiner Gattin - gegen Auflagen - bewegen kann. Doch damit fängt die Tragödie erst an. Auf dem Weg nach oben wendet er sich gegen das Gebot zu ihr um - und verliert sie endgültig.<br />
	Orpheus ist eine der ersten Figuren der Operngeschichte überhaupt: »L’Orfeo« von Claudio Monteverdi wurde 1607 in Musik gesetzt. Dass Christoph Willibald Gluck rund 150 Jahre später denselben Stoff für seine erste italienische Reformoper wählte, ist kein Zufall. Ein Sänger als Held des gesungenen Dramas, wahre menschliche Gefühle im Zentrum der musikalischen Königsdisziplin, das bietet genug Raum für Reflexionen über die Oper selbst. Von der Reflexion trieb es Gluck rasch zur Reform. Er war ein geradezu heutiger Künstler: Neben der Komposition besorgte er das gesamte Opernunternehmen, organisierte seine eigenen Aufführungen, überwachte die Finanzen. Schließlich ließ er sich 1750 in Wien nieder, als Hofkapellmeister auf dem Höhepunkt seiner Karriere, und verschrieb sich der Reform der erstarrten Opera seria. Natürlichkeit und Menschlichkeit war das aufklärerische Stichwort: Klare Handlung, alle Theatermittel stehen zusammen im Dienst der dramatischen Idee.<br />
	Doch die Musik ist alles andere als reformatorisch trocken. Der Chor der toten Seelen ist ein wilder Tanz, der Disput der Liebenden auf dem Weg nach oben ein Schlagabtausch, Orpheus’ berühmte Klagearie um seine Eurydike ein ewiger, bewegender Aufschrei.</p>

Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten und gleichzeitig den Urmythos der scheiternden Liebe erzählt die Sage um Orpheus und Eurydike. Er sucht sie in der Unterwelt, wo er die Toten und ihren Gott Hades mit seinem Gesang umstimmen und zur Herausgabe seiner Gattin - gegen Auflagen - bewegen kann. Doch damit fängt die Tragödie erst an. Auf dem Weg nach oben wendet er sich gegen das Gebot zu ihr um - und verliert sie endgültig.
Orpheus ist eine der ersten Figuren der Operngeschichte überhaupt: »L’Orfeo« von Claudio Monteverdi wurde 1607 in Musik gesetzt. Dass Christoph Willibald Gluck rund 150 Jahre später denselben Stoff für seine erste italienische Reformoper wählte, ist kein Zufall. Ein Sänger als Held des gesungenen Dramas, wahre menschliche Gefühle im Zentrum der musikalischen Königsdisziplin, das bietet genug Raum für Reflexionen über die Oper selbst. Von der Reflexion trieb es Gluck rasch zur Reform. Er war ein geradezu heutiger Künstler: Neben der Komposition besorgte er das gesamte Opernunternehmen, organisierte seine eigenen Aufführungen, überwachte die Finanzen. Schließlich ließ er sich 1750 in Wien nieder, als Hofkapellmeister auf dem Höhepunkt seiner Karriere, und verschrieb sich der Reform der erstarrten Opera seria. Natürlichkeit und Menschlichkeit war das aufklärerische Stichwort: Klare Handlung, alle Theatermittel stehen zusammen im Dienst der dramatischen Idee.
Doch die Musik ist alles andere als reformatorisch trocken. Der Chor der toten Seelen ist ein wilder Tanz, der Disput der Liebenden auf dem Weg nach oben ein Schlagabtausch, Orpheus’ berühmte Klagearie um seine Eurydike ein ewiger, bewegender Aufschrei.


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Inhalt


Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten und gleichzeitig den Urmythos der scheiternden Liebe erzählt die Sage um Orpheus und Eurydike. Er sucht sie in der Unterwelt, wo er die Toten und ihren Gott Hades mit seinem Gesang umstimmen und zur Herausgabe seiner Gattin - gegen Auflagen - bewegen kann. Doch damit fängt die Tragödie erst an. Auf dem Weg nach oben wendet er sich gegen das Gebot zu ihr um - und verliert sie endgültig.

Orpheus ist eine der ersten Figuren der Operngeschichte überhaupt: »L’Orfeo« von Claudio Monteverdi wurde 1607 in Musik gesetzt. Dass Christoph Willibald Gluck rund 150 Jahre später denselben Stoff für seine erste italienische Reformoper wählte, ist kein Zufall. Ein Sänger als Held des gesungenen Dramas, wahre menschliche Gefühle im Zentrum der musikalischen Königsdisziplin, das bietet genug Raum für Reflexionen über die Oper selbst. Von der Reflexion trieb es Gluck rasch zur Reform. Er war ein geradezu heutiger Künstler: Neben der Komposition besorgte er das gesamte Opernunternehmen, organisierte seine eigenen Aufführungen, überwachte die Finanzen. Schließlich ließ er sich 1750 in Wien nieder, als Hofkapellmeister auf dem Höhepunkt seiner Karriere, und verschrieb sich der Reform der erstarrten Opera seria. Natürlichkeit und Menschlichkeit war das aufklärerische Stichwort: Klare Handlung, alle Theatermittel stehen zusammen im Dienst der dramatischen Idee.

Doch die Musik ist alles andere als reformatorisch trocken. Der Chor der toten Seelen ist ein wilder Tanz, der Disput der Liebenden auf dem Weg nach oben ein Schlagabtausch, Orpheus’ berühmte Klagearie um seine Eurydike ein ewiger, bewegender Aufschrei.


Besetzung
Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Inszenierung: Ingo Kerkhof
Bühne: Gisbert Jäkel
Kostüme: Stephan von Wedel
Licht: Andreas Frank
Chor: Albert Horne
Dramaturgie: Katja Leclerc

Orpheus: Franziska Gottwald
Eurydike: Heather Engebretson
Amor: Stella An
Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden