Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg, Foto: Dieter Knoblauch
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Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg

Foto: Dieter Knoblauch
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Foto: Dirk Rückschloß
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09456 Annaberg-Buchholz
Tel.: 03733 1407131
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Spielplan

Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde

Joao Bethencourt
Große Bühne
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	Der Zweck heiligt die Mittel, denkt sich der jüdische Taxifahrer Samuel Leibowitz, als eines Tages während einer ganz normalen Tour durch die Innenstadt New Yorks der leibhaftige Papst in sein Taxi steigt. Albert IV. möchte sich im Karmeliterkloster von den Strapazen seines Amerika-Besuchs ausruhen. Doch Sam bringt ihn nicht zum Kloster, sondern nimmt seine Heiligkeit mit zu sich nach Hause und sperrt ihn dort in die Speisekammer. Sams Frau Sara ist zwar Kummer gewöhnt von ihrem Ehemann, der die Ameisen im Garten mit Dynamit bekämpft und im UNO-Gebäude aus Protest gegen die Ungerechtigkeit der Welt die Hosen runter lässt. Aber dass er den Papst entführt - damit hatte selbst sie nicht gerechnet. Der prominente Gefangene darf die Speisekammer bald wieder verlassen und sitzt fröhlich plaudernd und Kartoffeln schälend bei Sara in der Küche, während Samuel Leibowitz der Welt seine Bedingungen für die Freilassung des Papstes stellt: Auf der ganzen Erde soll 24 Stunden lang kein Mensch getötet werden. Keine Kleinigkeit, fürwahr.<br />
	Die Situation wird noch brisanter, als Kardinal O’Hara und Rabbi Julius Meyer in das Geschehen eingreifen. Der Rabbi, ein Onkel Samuels, verrät, wo der Papst versteckt ist, weil er Geld für die Schulküche braucht. Jetzt wird das Grundstück der Familie Leibowitz nach allen Regeln der Kriegskunst militärisch belagert. Angeführt wird diese Aktion von Kardinal O’Hara, der glaubt, das Oberhaupt der Katholischen Kirche nur mit Gewalt befreien zu können. Aber da ist ja noch Sams Bedingung für eine friedliche Freilassung!<br />
	Der aus Budapest stammende und 2006 in Rio de Janeiro verstorbene brasilianische Dramatiker João Bethencourt widmete sein erfolgreichstes Stück Papst Johannes XXIII., der für die Titelfigur Pate stand. Seit der Uraufführung 1972 ist das Theaterpublikum immer wieder hingerissen von der verrückten, mit jüdischem Witz und Situationskomik gespickten warmherzigen Satire Bethencourts über die Unfähigkeit der Menschen, friedlich miteinander zu leben.</p>

Der Zweck heiligt die Mittel, denkt sich der jüdische Taxifahrer Samuel Leibowitz, als eines Tages während einer ganz normalen Tour durch die Innenstadt New Yorks der leibhaftige Papst in sein Taxi steigt. Albert IV. möchte sich im Karmeliterkloster von den Strapazen seines Amerika-Besuchs ausruhen. Doch Sam bringt ihn nicht zum Kloster, sondern nimmt seine Heiligkeit mit zu sich nach Hause und sperrt ihn dort in die Speisekammer. Sams Frau Sara ist zwar Kummer gewöhnt von ihrem Ehemann, der die Ameisen im Garten mit Dynamit bekämpft und im UNO-Gebäude aus Protest gegen die Ungerechtigkeit der Welt die Hosen runter lässt. Aber dass er den Papst entführt - damit hatte selbst sie nicht gerechnet. Der prominente Gefangene darf die Speisekammer bald wieder verlassen und sitzt fröhlich plaudernd und Kartoffeln schälend bei Sara in der Küche, während Samuel Leibowitz der Welt seine Bedingungen für die Freilassung des Papstes stellt: Auf der ganzen Erde soll 24 Stunden lang kein Mensch getötet werden. Keine Kleinigkeit, fürwahr.
Die Situation wird noch brisanter, als Kardinal O’Hara und Rabbi Julius Meyer in das Geschehen eingreifen. Der Rabbi, ein Onkel Samuels, verrät, wo der Papst versteckt ist, weil er Geld für die Schulküche braucht. Jetzt wird das Grundstück der Familie Leibowitz nach allen Regeln der Kriegskunst militärisch belagert. Angeführt wird diese Aktion von Kardinal O’Hara, der glaubt, das Oberhaupt der Katholischen Kirche nur mit Gewalt befreien zu können. Aber da ist ja noch Sams Bedingung für eine friedliche Freilassung!
Der aus Budapest stammende und 2006 in Rio de Janeiro verstorbene brasilianische Dramatiker João Bethencourt widmete sein erfolgreichstes Stück Papst Johannes XXIII., der für die Titelfigur Pate stand. Seit der Uraufführung 1972 ist das Theaterpublikum immer wieder hingerissen von der verrückten, mit jüdischem Witz und Situationskomik gespickten warmherzigen Satire Bethencourts über die Unfähigkeit der Menschen, friedlich miteinander zu leben.


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Der Zweck heiligt die Mittel, denkt sich der jüdische Taxifahrer Samuel Leibowitz, als eines Tages während einer ganz normalen Tour durch die Innenstadt New Yorks der leibhaftige Papst in sein Taxi steigt. Albert IV. möchte sich im Karmeliterkloster von den Strapazen seines Amerika-Besuchs ausruhen. Doch Sam bringt ihn nicht zum Kloster, sondern nimmt seine Heiligkeit mit zu sich nach Hause und sperrt ihn dort in die Speisekammer. Sams Frau Sara ist zwar Kummer gewöhnt von ihrem Ehemann, der die Ameisen im Garten mit Dynamit bekämpft und im UNO-Gebäude aus Protest gegen die Ungerechtigkeit der Welt die Hosen runter lässt. Aber dass er den Papst entführt - damit hatte selbst sie nicht gerechnet. Der prominente Gefangene darf die Speisekammer bald wieder verlassen und sitzt fröhlich plaudernd und Kartoffeln schälend bei Sara in der Küche, während Samuel Leibowitz der Welt seine Bedingungen für die Freilassung des Papstes stellt: Auf der ganzen Erde soll 24 Stunden lang kein Mensch getötet werden. Keine Kleinigkeit, fürwahr.

Die Situation wird noch brisanter, als Kardinal O’Hara und Rabbi Julius Meyer in das Geschehen eingreifen. Der Rabbi, ein Onkel Samuels, verrät, wo der Papst versteckt ist, weil er Geld für die Schulküche braucht. Jetzt wird das Grundstück der Familie Leibowitz nach allen Regeln der Kriegskunst militärisch belagert. Angeführt wird diese Aktion von Kardinal O’Hara, der glaubt, das Oberhaupt der Katholischen Kirche nur mit Gewalt befreien zu können. Aber da ist ja noch Sams Bedingung für eine friedliche Freilassung!

Der aus Budapest stammende und 2006 in Rio de Janeiro verstorbene brasilianische Dramatiker João Bethencourt widmete sein erfolgreichstes Stück Papst Johannes XXIII., der für die Titelfigur Pate stand. Seit der Uraufführung 1972 ist das Theaterpublikum immer wieder hingerissen von der verrückten, mit jüdischem Witz und Situationskomik gespickten warmherzigen Satire Bethencourts über die Unfähigkeit der Menschen, friedlich miteinander zu leben.


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