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Deutsches Nationaltheater Weimar - Staatstheater Thüringen

My Fair Lady (Foto: Vincent Leifer)
My Fair Lady (Foto: Vincent Leifer)

Theaterplatz 2
99423 Weimar
Tel.: 03643 755 334
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Spielplan

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Bertolt Brecht

Deutsches Nationaltheater Weimar - Staatstheater Thüringen
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	„Glauben müsst ihr, glauben! Dass ich das Beste will für euch und weiß, was dieses Beste ist. Und damit auch den Weg ausfind, der zum Sieg uns führt.“<br />
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	Die Weltwirtschaftskrise am Ende der 1920er Jahre hat auch vor den Gemüsehändlern in Chicago nicht Halt gemacht: Man kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Zwischen korruptem Blumenkohl und gierigem Grünzeug taucht plötzlich Arturo Ui auf, ein Kleinkrimineller aus der Bronx, der nun seine große Chance wittert. Mit Schutzgeld-Erpressung, Mord und unverhohlener Dreistigkeit steigt er in kürzester Zeit zum gefürchteten Gangsterbaron auf - und zwingt schließlich Wirtschaft, Politik und Justiz auf seine Seite. In einer groß angelegten Selbstinszenierung lässt sich Arturo Ui von den Stadtbewohnern zum »Führer« wählen, bevor er die Eroberung weiterer amerikanischer Großstädte startet.<br />
	Bertolt Brecht schrieb die satirische Parabel über Hitlers Machtergreifung 1941 im finnischen Exil. Seine »große historische Gangsterschau«, die er in Anlehnung an Mafia-Legende Al Capone in die Chicagoer Unterwelt verlegte, war für amerikanisches Publikum und eine Premiere am Broadway konzipiert. Doch dort konnte zu dieser Zeit niemand etwas damit anfangen, weshalb das Stück erst 1958 in Stuttgart zur Uraufführung kam. Nach Filmen wie Chaplins »Der große Diktator« (1940) oder Lubitschs »Sein oder Nichtsein« (1942) ist die Satire inzwischen ein bewährtes Mittel zur Bloßstellung der Mechanismen von Diktatur und Faschismus. Brecht nimmt Hitler das Dämonische und zeigt, dass dessen Aufstieg nicht zwingend, sondern »aufhaltsam« gewesen wäre.<br />
	Regisseur Christoph Mehler, der u. a. in Frankfurt, Leipzig oder Mainz inszeniert, stellt nach »Herr Jensen steigt aus« seine zweite Arbeit am DNT vor - und zeigt in dieser Spielzeit neben Robert Schusters Inszenierung von »Mephisto« eine weitere Aufsteigergeschichte aus dem Vorabend des Zweiten Weltkriegs.</p>

„Glauben müsst ihr, glauben! Dass ich das Beste will für euch und weiß, was dieses Beste ist. Und damit auch den Weg ausfind, der zum Sieg uns führt.“

Die Weltwirtschaftskrise am Ende der 1920er Jahre hat auch vor den Gemüsehändlern in Chicago nicht Halt gemacht: Man kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Zwischen korruptem Blumenkohl und gierigem Grünzeug taucht plötzlich Arturo Ui auf, ein Kleinkrimineller aus der Bronx, der nun seine große Chance wittert. Mit Schutzgeld-Erpressung, Mord und unverhohlener Dreistigkeit steigt er in kürzester Zeit zum gefürchteten Gangsterbaron auf - und zwingt schließlich Wirtschaft, Politik und Justiz auf seine Seite. In einer groß angelegten Selbstinszenierung lässt sich Arturo Ui von den Stadtbewohnern zum »Führer« wählen, bevor er die Eroberung weiterer amerikanischer Großstädte startet.
Bertolt Brecht schrieb die satirische Parabel über Hitlers Machtergreifung 1941 im finnischen Exil. Seine »große historische Gangsterschau«, die er in Anlehnung an Mafia-Legende Al Capone in die Chicagoer Unterwelt verlegte, war für amerikanisches Publikum und eine Premiere am Broadway konzipiert. Doch dort konnte zu dieser Zeit niemand etwas damit anfangen, weshalb das Stück erst 1958 in Stuttgart zur Uraufführung kam. Nach Filmen wie Chaplins »Der große Diktator« (1940) oder Lubitschs »Sein oder Nichtsein« (1942) ist die Satire inzwischen ein bewährtes Mittel zur Bloßstellung der Mechanismen von Diktatur und Faschismus. Brecht nimmt Hitler das Dämonische und zeigt, dass dessen Aufstieg nicht zwingend, sondern »aufhaltsam« gewesen wäre.
Regisseur Christoph Mehler, der u. a. in Frankfurt, Leipzig oder Mainz inszeniert, stellt nach »Herr Jensen steigt aus« seine zweite Arbeit am DNT vor - und zeigt in dieser Spielzeit neben Robert Schusters Inszenierung von »Mephisto« eine weitere Aufsteigergeschichte aus dem Vorabend des Zweiten Weltkriegs.


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„Glauben müsst ihr, glauben! Dass ich das Beste will für euch und weiß, was dieses Beste ist. Und damit auch den Weg ausfind, der zum Sieg uns führt.“



Die Weltwirtschaftskrise am Ende der 1920er Jahre hat auch vor den Gemüsehändlern in Chicago nicht Halt gemacht: Man kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Zwischen korruptem Blumenkohl und gierigem Grünzeug taucht plötzlich Arturo Ui auf, ein Kleinkrimineller aus der Bronx, der nun seine große Chance wittert. Mit Schutzgeld-Erpressung, Mord und unverhohlener Dreistigkeit steigt er in kürzester Zeit zum gefürchteten Gangsterbaron auf - und zwingt schließlich Wirtschaft, Politik und Justiz auf seine Seite. In einer groß angelegten Selbstinszenierung lässt sich Arturo Ui von den Stadtbewohnern zum »Führer« wählen, bevor er die Eroberung weiterer amerikanischer Großstädte startet.

Bertolt Brecht schrieb die satirische Parabel über Hitlers Machtergreifung 1941 im finnischen Exil. Seine »große historische Gangsterschau«, die er in Anlehnung an Mafia-Legende Al Capone in die Chicagoer Unterwelt verlegte, war für amerikanisches Publikum und eine Premiere am Broadway konzipiert. Doch dort konnte zu dieser Zeit niemand etwas damit anfangen, weshalb das Stück erst 1958 in Stuttgart zur Uraufführung kam. Nach Filmen wie Chaplins »Der große Diktator« (1940) oder Lubitschs »Sein oder Nichtsein« (1942) ist die Satire inzwischen ein bewährtes Mittel zur Bloßstellung der Mechanismen von Diktatur und Faschismus. Brecht nimmt Hitler das Dämonische und zeigt, dass dessen Aufstieg nicht zwingend, sondern »aufhaltsam« gewesen wäre.

Regisseur Christoph Mehler, der u. a. in Frankfurt, Leipzig oder Mainz inszeniert, stellt nach »Herr Jensen steigt aus« seine zweite Arbeit am DNT vor - und zeigt in dieser Spielzeit neben Robert Schusters Inszenierung von »Mephisto« eine weitere Aufsteigergeschichte aus dem Vorabend des Zweiten Weltkriegs.


Besetzung
Christoph Mehler    (Regie)
Jochen Schmitt    (Bühne)
Janina Brinkmann    (Kostüme)
Julie Paucker    (Dramaturgie)