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Ausstellungen

Museumsausstellungen

Prüfstand für eine Laterne am Seezeichenversuchsfeld am Müggelsee, 1952 © SDTB / Historisches Archiv, Sammlung WSA Stralsund
Prüfstand für eine Laterne am Seezeichenversuchsfeld am Müggelsee, 1952 © SDTB / Historisches Archiv, Sammlung WSA Stralsund

Seezeichen! Schlaglichter auf die Orientierung vor deutschen Küsten

Deutsches Technikmuseum
Berlin | 05.11.2013-02.09.2018
Wie gelingt es Seeleuten, sich auf dem Meer und vor den Küsten zu orientieren – zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter? Neben den natürlichen Orientierungspunkten – wie Sonne, Sterne, Küstensilhouetten und Erdmagnetfeld – helfen künstliche Zeichen: die Seezeichen. Diese unterteilt man in optische, akustische und funktechnische Signale – bekannt als Leuchttürme, Baken, Tonnen oder Feuerschiffe, die schwimmenden Leuchttürme. Für ihre stetige Weiterentwicklung als Warn- und Leitsystem spielen die Reichweite der Signale, ihre unbedingte Zuverlässigkeit und die Betriebskosten eine wichtige Rolle. Die Ausstellung widmet sich auf 70 Quadratmetern schwerpunktmäßig der Entwicklung der optischen Signale: von offenen Feuern über die Öllampe und das Gasfeuer bis hin zu elektrisch betriebenen Lichtquellen und den heute weit verbreiteten, sehr hellen, energiesparenden und langlebigen LEDs. Der Einsatz von reflektierenden Spiegeln, lichtbrechenden Glaslinsen, Farben und in einem bestimmten Takt wiederkehrendem Licht veranschaulicht die stetigen Veränderungen des Seezeichenwesens. So ermöglichten unterschiedliche Farben und Takte des Lichts die individuelle Kennzeichnung von Leuchttürmen und verbesserten die Wegeleitung. Zahlreiche originale Objekte wie Glasoptiken und Messgeräte sowie Archivalien und Fotografien zeichnen den Weg zu einem einheitlichen deutschen Seezeichenwesen nach. Die Exponate übernahm das Deutsche Technikmuseum 2009 von der Fachstelle der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes für Verkehrstechniken in Koblenz. Mit dem erhöhten Schiffsaufkommen im 19. Jahrhundert stieg der Bedarf an sicherer Orientierung entlang der Küsten. In Europa bauten Frankreich, England und Schottland die Befeuerung ihrer Küsten zentralstaatlich aus. Auch Dänemark, Schweden und die Niederlande unterhielten staatliche Seezeichenorganisationen. In Deutschland entstand erst nach der Reichsgründung 1871 langsam ein einheitliches Seezeichenwesen. In Preußen – dem größten Uferstaat mit den meisten Seezeichen – war der Bedarf an einer zentralen Einrichtung am höchsten. Deshalb wurde vor 100 Jahren, am 1. April 1913, das preußische Seezeichenversuchsfeld in Berlin-Friedrichshagen gegründet. Leiter der Institution am Müggelsee war Walter Körte (1855–1914). Er trieb die Entwicklung einheitlicher Zeichen und Standards durch seine Kontakte zur Industrie und den anderen deutschen Anrainerstaaten voran. Bis zum Ersten Weltkrieg entstand so ein wirksames System fester und schwimmender Seezeichen für den Tag- und Nachtbetrieb. Ab 1918 lag eine wichtige Aufgabe in der Absprache auf internationaler Ebene. Nach der Teilung Deutschlands 1945 zog das Versuchsfeld für die Bundesrepublik nach Koblenz und das für die DDR nach Stralsund. Seit 1990 sind beide Prüfstellen in Koblenz zusammengefasst....
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... und stricken für's liebe Vaterland

Westfälisches Schulmuseum
Dortmund | 22.03.2015-30.12.2018
Benachrichtigungen, Rundschreiben, Angebote aller Art flattern Schulen tagtäglich ins Haus. Das war in den Jahren 1914-1918 nicht anders, nur – was damals alltägliche Mitteilung war, kann für uns heute zum spannenden Zeitdokument werden. Die Ausstellung hebt sie – im wörtlichen Sinne – aufs Podest: die „Zettel“ mit maschinenschriftlichem Text zur Frage, wer Siegesfeiern anordnen darf, zur Brotmarken-Ausgabe in den Schulräumen, zur Werbung fürs Tragen von Holzschuhen, zum Rückgang von Zucht und Ordnung, zum Umgang mit flüchtigen Kriegsgefangenen, zum Sammeln von Gold, Gummi, Eicheln, Brennesseln, Obstkernen, zum Kriegsfilm, den der Dorfwirt und Kinematographenbesitzer Schulklassen bei ermäßigtem Eintritt vorführt. Handschriftliche Schulchroniken aus der Kriegszeit geben zusätzliche Einblicke ins Alltagsleben, und dann gibt es auch noch das Klassenfoto mit den kleinen, Soldatensocken strickenden Mädchen und dem Spruch: „Wir regen fleißig unsere Kinderhand und stricken für’s liebe Vaterland.“...
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Cy Twombly  Peonies (Bassano in Teverina), 1980  43,1 x 27,9 cm  © Cy Twombly Foundation
Cy Twombly Peonies (Bassano in Teverina), 1980 43,1 x 27,9 cm © Cy Twombly Foundation

Cy Twombly: In the studio

Museum Brandhorst
München | 31.05.2016-26.08.2018
Mit einer Neupräsentation meldet sich Cy Twombly im Obergeschoss des Museums Brandhorst zurück. Und zwar mit einer retrospektiven Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus den frühen 1950er-Jahren bis hin zu einem Gemälde aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011 kurz vor seinem Tod fertig gestellt hat.Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere seine Fotografien spielen vielfach auf den Prozess und Ort der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. Darüber hinaus finden sich in vielen Aufnahmen Hinweise auf Situationen und Gegenstände - von Naturaufnahmen, Stillleben bis hin zu Besuchen von Flohmärkten oder Friedhöfen -, die Twomblys Werke inspiriert haben. Die Zusammenschau der verschiedenen Medien, in denen Twombly seit seiner Studienzeit am Black Mountain College gearbeitet hat, vermag ebenso spannende wie überraschende Konstellationen zu Tage zu fördern....
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Selbstbildnisse - Tremezza von Brentano

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 15.02.2017-25.02.2018
Wie kaum eine andere Künstlerin der Gegenwart hat Tremezza von Brentano ein malerisches Œuvre erschaffen, das von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte ebenso wie von aktuellen Bildern aus den Medien inspiriert ist. Vor allem in ihren Selbstbildnissen wird ihr ungebrochenes Interesse an den Themen unserer Zeit auf sehr persönliche Weise sichtbar. Anlässlich ihres 75. Geburtstages widmet das Käthe Kollwitz Museum Köln Tremezza von Brentano eine Retrospektive mit Werken aus den 1970er Jahren bis heute....
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Foto: Deutsches Museum
Foto: Deutsches Museum

energie.wenden

Deutsches Museum
München | 15.02.2017-19.08.2018
Die Energiewende ist eines der aktuellsten und akutesten Themen unserer Zeit. Wie lassen sich Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bringen? Die Sonderausstellung „energie.wenden“ liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar – mit Exponaten, Demonstrationen, Mitmach- und Medienstationen rund um das Rollenspiel im Zentrum. Hier werden die Besucher zu Entscheidern....
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Ausstellungsansicht,  Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München
Ausstellungsansicht, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München

Bildschön – Ansichten des 19. Jahrhunderts

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 21.02.2017-31.12.2018
Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert. »Bildschön« unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus. Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, präsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film- und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart. Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mit der immer reicheren Bilderwelt. Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird. Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum. Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus....
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Alexandra Bircken, Parallelgesellschaften, 2016, Courtesy Alexandra Bircken, BQ, Berlin & Herald St., London, Foto: Achim Kukulies
Alexandra Bircken, Parallelgesellschaften, 2016, Courtesy Alexandra Bircken, BQ, Berlin & Herald St., London, Foto: Achim Kukulies

K21 Künstlerräume

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 01.04.2017-31.03.2018
Das K21 ist ein besonderer Ort für junge, internationale Künstler und für Sammlungsbestände mit Gegenwartsbezug. Über drei Etagen hinweg halten 22 fortlaufend wechselnde Räume intensive Begegnungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie, Film und vor allem raumbezogener Kunst bereit. Ausgewählte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen und dabei in einen Dialog mit den Positionen aus der Sammlung zu treten. Eine Folge wechselnder Raumeindrücke entsteht, die der Reichhaltigkeit und Dichte zeitgenössischer Kunst Ausdruck geben, die Sinne inspirieren und die Wahrnehmung immer wieder aufs Neue herausfordern....
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Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foto: Franziska Kraufmann
Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foto: Franziska Kraufmann

Überlebensgeschichten A bis Z

Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Stuttgart | 08.04.2017-08.04.2018
Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg blickt aus der Perspektive von Geflüchteten auf das Land: Aus dem "Baden-Württemberg-ABC" werden "Überlebensgeschichten von A bis Z". Bisher empfing das Museum seine Besucher mit 26 Vitrinen, die Objekte zu typisch baden-württembergischen Eigenschaften, Klischees und Besonderheiten enthielten. Nun sind 26 Stücke mit beeindruckenden Geschichten vom Fliehen und Ankommen vor dem Gebäude und im Foyer ausgestellt - von A wie Angst bis Z wie Zulassung. Das Projekt stellt die Frage: Wie begegnet Baden-Württemberg Menschen, die vor kurzem in den Südwesten geflohen sind? Das Land bietet aus Sicht der Neuangekommenen Sicherheit und neue Lebensmöglichkeiten. Im zähen Kampf um Bleiberecht und Mitwirkungsmöglichkeiten begegnet der Südwesten Geflüchteten aber auch bisweilen abweisend oder gar feindselig....
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Foto: Lunamarina
Foto: Lunamarina

Chili & Schokolade. Der Geschmack Mexikos

Botanisches Museum und Botanischer Garten Berlin
Berlin | 05.05.2017-25.02.2018
Chili & Schokolade, aber auch Mais, Avocado, Bohnen und Tomaten sind aus unseren Küchen heute nicht mehr wegzudenken. Aber kennen Sie auch Pittahaya, Chia, Annatto oder Cilantro? Alle diese Pflanzen-Zutaten stammen aus Mexiko oder werden zumindest seit Jahrtausenden dort kultiviert. Viele Zierpflanzen von Weltrang sind ebenfalls stolze Mexikaner. Die Dahlie beispielsweise, die uns im Herbst mit ihrer flammenden Blütenpracht erfreut. Oder beliebte Büropflanzen wie Yuccapalme, Elefantenfuss und die meisten Kakteen. Die Ausstellung im Botanischen Garten und Botanischen Museum präsentiert wichtige mexikanische Nutzpflanzen und ihre Jahrtausende alte Geschichte. Zugleich zeigt sie auf, aus welchem natürlichen Reservoir diese weltweit einzigartige kulinarische und kulturelle Vielfalt schöpft: Mexiko ist mit rund 30.000 Pflanzenarten eines der artenreichsten Länder unserer Erde. Eine Rundreise durch die wichtigsten Lebensräume und ihre Pflanzenwelt zeigt anschaulich und lebendig, welche klimatischen und naturgeschichtlichen Faktoren Mexiko zu einem der hotspots der Artenvielfalt und damit auch zu einem hotspot des guten Geschmacks gemacht haben. Im Botanischen Museum sowie dem Kakteen- und Nutzpflanzengewächshaus kann man ab Mai 2017 rund um Mexiko vieles probieren, riechen, lebende Pflanzen studieren und sogar Rezepte mit nach Hause nehmen. Chili & Schokolade spielen dabei natürlich eine ganz besondere Rolle. Freuen Sie sich auf ein Ausstellungserlebnis für alle Sinne! Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die gesamte Ausstellungszeit. Zu den Höhepunkten zählen passende Workshops inklusive Kostproben sowie Lesungen mit Menü vom Restaurant eßkultur. Ein schönes Angebot an Ferienworkshops und Kindergeburtstagen, veranstaltet von Jugend im Museum, richtet sich an Familien und Kinder. Gruppenführungen können zu individuellen Zeiten vereinbart werden. Slle Termine finden Sie im Flyer oder Veranstaltungskalender. Zur Ausstellung erscheint eine reich bebilderte Broschüre mit allen deutschsprachigen Ausstellungstexten zum Mitnehmen. Daneben wird ein botanisch-mexikanisches Kochbuch herausgegeben....
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Tuschezeichnung von Josef Hegenbarth, um 1942, aus einer Mappe von insgesamt 43 Zeichnungen zur Illustration von Wilhelm Hauffs Märchensammlung Die Karawane, © SKD / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Tuschezeichnung von Josef Hegenbarth, um 1942, aus einer Mappe von insgesamt 43 Zeichnungen zur Illustration von Wilhelm Hauffs Märchensammlung Die Karawane, © SKD / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Kleiner Muck und Kalif Storch. Hegenbarth illustriert Hauffs Märchensammlung 'Die Karawane'

Josef-Hegenbarth-Archiv
Dresden | 07.05.2017-02.04.2018
Wer kennt sie nicht – den kleinen Muck mit seinen magischen Pantoffeln, die ihn geschwind durch die Lüfte tragen und den mittels Zaubertrick in einen Storch verwandelten Kalifen. Die beiden Märchenfiguren, die seit fast zwei Jahrhunderten Jung und Alt in die faszinierende Welt des Orients entführen, entstammen der Feder des romantischen Schriftstellers Wilhelm Hauff (1802-1827). Sein »Mährchen-Almanach auf das Jahr 1826, für Söhne und Töchter gebildeter Stände« ist eine Sammlung orientalischer Märchen, verbunden durch »Die Karawane« als Rahmenerzählung. Um sich ihre Langeweile zu vertreiben, erzählen reisende Händler sechs Geschichten – neben jener des Kalif Storch und des kleinen Muck auch die vom Gespensterschiff und von der abgehauenen Hand sowie die der Errettung Fatmes und das Märchen vom falschen Prinzen. Hauffs Karawane begeisterte auch Josef Hegenbarth. Bereits Anfang der 1940er Jahre setzte sich der Künstler intensiv mit ihr auseinander und beschloss sie zu illustrieren. Dabei bearbeitete er den Märchenstoff gleich zweimal in unterschiedlichen Techniken: Eine Gruppe von Feder- und zweifarbigen Pinselzeichnungen, die heute im Josef-Hegenbarth-Archiv verwahrt wird, diente als Vorlage für die erste, 1966 im Leipziger Reclam-Verlag erschienene illustrierte Ausgabe der Hauffschen Karawane. Die große Beliebtheit dieses mit 16 ganzseitigen Pinselzeichnungen und 101 kleinformatigen Federzeichnungen geschmückten Werkes zeigt sich in den vielen Auflagen und Nachdrucken mit bis zu 17.000 Exemplaren, die nicht nur in Ost- und Westdeutschland erschienen, sondern Hegenbarth selbst in Japan bekannt machten. Josef Hegenbarths zweiter Illustrations-Fassung, die er als Tuschzeichnungen ausführte, sollte eine abenteuerliche Reise beschieden sein. Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich dieses Zeichnungskonvolut für ein nicht mehr realisiertes Buchprojekt im brandenburgischen Wriezen, wo es von der Roten Armee beschlagnahmt wurde und über Berlin in die Sowjetunion nach St. Petersburg gelangte. Im Rahmen der 1958/59 erfolgten Rückführung von Kunstwerken in die DDR wurde die Mappe mit 43 Zeichnungen aus dem Besitz Hegenbarths an das Berliner Kupferstichkabinett gegeben. Nach über 70 Jahren kehren diese Illustrationen nun dauerhaft an den Ort ihrer Entstehung nach Loschwitz zurück und laden zum Vergleich mit den veröffentlichten »Karawane«-Illustrationen ein. Die Ausstellung bietet damit auch einen spannenden Einblick in die Arbeit der Provenienzrecherche....
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Zwei Thronsesselbeine, Östliches Indien, Orissa, 16./17. Jahrhundert, Elfenbein, geschnitzt,Höhe jeweils 39 cm © Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Dietmar Katz
Zwei Thronsesselbeine, Östliches Indien, Orissa, 16./17. Jahrhundert, Elfenbein, geschnitzt,Höhe jeweils 39 cm © Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Dietmar Katz

Vis à vis. Asien trifft Europa

Kunstgewerbemuseum am Kulturforum Potsdamer Platz
Berlin | 12.05.2017-30.04.2019
Das Museum für Asiatische Kunst hat Anfang Januar 2017 seine Pforten in Dahlem geschlossen, um die Neuaufstellung im Humboldt Forum vorzubereiten – Gelegenheit, eine erlesene Auswahl seiner Bestände innerhalb der ständigen Ausstellung des Kunstgewerbemuseums zu präsentieren. Dabei treten die Werke beider Museen etappenweise im Rahmen von fünf thematischen Diskursen in einen assoziativen Dialog und geben Aufschluss über einen Jahrhunderte währenden Transfer von Materialien, Techniken, Formen und Motiven. Die Präsentation wird sukzessive eingerichtet und ist ab November 2017 bis voraussichtlich April 2019 in ihrem gesamten Umfang zu sehen. Der erste Diskurs widmet sich ab dem 12. Mai 2017 der Materialgruppe „Horn, Bein und Elfenbein“. Im Mittelaltersaal des Kunstgewerbemuseums werden Kunstwerke gegenübergestellt, die zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert auf dem indischen Subkontinent und in Europa geschaffen wurden. Das wegen seiner Härte und Elastizität, seinem edlen Oberflächenglanz und der angenehmen Haptik seit jeher beliebte kostbare Material wurde bevorzugt zur Fertigung luxuriöser Gebrauchsartikel und repräsentativer Kunstgegenstände verwendet. Kulturübergreifend symbolisierte das Elfenbein Macht, Potenz, Erhabenheit und Reinheit. Für Jagd- und Kriegsgeräte, für Minnegaben und Kosmetikutensilien ebenso wie für religiöse Devotionalien und für Herrschaftsinsignien wurde es in Europa und Asien gleichermaßen wertgeschätzt. Im Westen trat der Aspekt des Exotischen hinzu, der die Aura der Exklusivität des über weitgespannte Handelsnetze bezogenen fremden Materials noch verstärkte. Exemplarisch für die spannungsreiche Gegenüberstellung asiatischer und europäischer Elfenbeine stehen zwei Thronsesselbeine aus Orissa aus dem Museum für Asiatische Kunst. Eine für das europäische Auge exotisch anmutende Ikonographie sowie die technische Finesse der Schnitzerei veranschaulichen das hohe Niveau dieser südasiatischen Elfenbeinarbeiten aus höfischem Kontext. Die noch gut erkennbare geschwungene Linie des Stoßzahns dürfte intendiert gewesen sein, um keinen Zweifel hinsichtlich des kostbaren Materials aufkommen zu lassen, welches in Asien wie in Europa mit Herrschern in Verbindung gebracht wird. Der royale Bezug offenbart sich zudem in den Tierkampfszenen, in denen Elefanten dominieren, sowie in der raffiniert rundplastisch gearbeiteten Hauptgestalt, dem aufrecht auf einer doppelten Lotosrosette stehenden Löwen mit zurückgewandtem Kopf, zugleich Wächterfigur und Synonym für Herrschaft schlechthin. Nicht aus Elfenbein, sondern aus dem Horn des Zebu-Rindes besteht ein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Süddeutschland geschaffener bootsförmiger Deckelpokal. Seine geschnitzten Darstellungen spiegeln die exotische Herkunft des in Europa seltenen Materials: Zebu-Rind, Löwe und Elefant, ein fremdartig gewandetes Paar sowie die bekrönende Frauenfigur mit Sonnenschirm stehen als Sinnbilder für den Kontinent Afrika. Dem Horn exotischer Tiere wurde giftabweisende und potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Werke aus solchem Material gelangten häufig in fürstliche Sammlungen. Das Exemplar im Kunstgewerbemuseum stammt aus der Kunstkammer der Hohenzollern im Berliner Schloss. Es reflektiert das um 1680 einsetzende Bemühen Kurbrandenburgs um überseeischen Kolonialbesitz....
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Ende der Schonzeit - Horst Dieter Zinn fotografiert Hattingen

LWL-Industriemuseum - Henrichshütte in Hattingen
Hattingen | 13.05.2017-02.04.2018
Im historischen Gebläsehaus werden rund 50 Fotografien des Hamburger Fotografen Horst Dieter Zinn gezeigt. Die Arbeiten entstanden während zweier Projekte 1987 und 2017. Ihr Gegenstand ist ein Ort, der in 30 Jahren Strukturwandel ganz anders wurde: Hattingen. Der gebürtige Bochumer war 1987 ins Ruhrgebiet zurückgekehrt, um während des Hattinger „Hüttenkampfes“ eine Fotoreportage zu erstellen, die unter dem Titel „Eine Heimat geht bankrott“ in der Zeitschrift „Geo“ erschien. Sein hanseatischer Blick auf das Revier zeigte augenzwinkernd das Klischee der Region. Dieser Blick erscheint aus heutiger Sicht wie aus der Zeit gefallen und zeigt viel Empathie für die Leidtragenden des montanindustriellen Niedergangs. 30 Jahre später war Zinn erneut unterwegs in Hattingen mit einem anderen Blick auf die Stadt und ihre Menschen. Alles ist schneller, urban statt montan. Für Zinn hat das Fotoprojekt zur Klärung seines Heimat-Begriffes beigetragen. Heimat ist für ihn mehr als ein Ort der Erinnerung. Er empfindet sie in der Gemeinschaft der Menschen, bei denen er zu Hause ist. Entsprechend führt sein Blick vom Montanen zum Urbanen, im Fokus immer die Menschen....
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Gavin Turk, Death of Marat, 1998, Privatsammlung
Gavin Turk, Death of Marat, 1998, Privatsammlung

Proof of Life / Lebenszeichen

Weserburg - Museum für moderne Kunst
Bremen | 20.05.2017-25.02.2018
Werke aus einer Privatsammlung Der Turmbau zu Babel als Massaker. Der Künstler als toter Revolutionär. Ein Gotisches Fenster aus Schmetterlingsflügeln – Proof of Life vereinigt über 100 Gemälde, Skulpturen und Fotoarbeiten, die auf sinnliche und zugleich sinnstiftende Weise existentiellen Fragestellungen nachgehen. Ihre ästhetische Wucht zieht die Betrachter wie von selbst in den Bann. Das, was sie zeigen, knüpft an eine zum Teil weit zurückreichende Tradition wirkmächtiger Bilder an. Sie zitieren, verführen, irritieren, provozieren und thematisieren zugleich moralische Wertvorstellungen. Dazu gehört die Aufforderung, das Gesehene nicht nur historisch zu verorten, sondern auch ganz konkret auf die Gegenwart zu beziehen. Die Werke stammen aus einer in dieser Form noch nicht öffentlich gezeigten Privatsammlung. Proof of Life präsentiert eine präzise Auswahl mit zum Teil raumgreifenden, überaus eindrucksvollen Werken internationaler Kunststars wie Louise Bourgeois, Jake & Dinos Chapman, Anton Corbijn, Tracey Emin, Damien Hirst oder Daniel Richter. Ein zentrales Werk der Ausstellung ist der als lebensgroße Vollplastik re-inszenierte „Tod des Marat“. Auf beeindruckende Weise verschmilzt der britische Künstler Gavin Turk hier das bekannte Bild von J.L. David aus dem Jahr 1793 mit seinem Selbstbildnis. Während es David darum ging, Marat als Märtyrer zu schildern und revolutionäre Tugenden und Ideale zu überhöhen, verbindet Turk in seinem Selbstbildnis die aktuelle Bedeutung der Kunst mit dem Scheitern der Ideale der Aufklärung und der Freiheit. Proof of Life stellt die Frage, ob und warum derartige im Gedächtnis verankerte Bilder heute noch relevant sind. Sie zeigt, wie markante Vor-Bilder auf überraschende Weise aktualisiert und in neue Bilderfindungen verwandelt werden. Die künstlerischen Resultate sind zugleich faszinierend und schockierend, die mit ihnen möglichen ästhetischen Erfahrungen vielschichtig und erkenntnisstiftend. Sie werden zu Dokumenten und Sinnbildern der heutigen Zeit und damit zu Lebenszeichen gegenwärtiger Kultur. „Die Ausstellung bezieht ihre Stärke aus der Wirkmacht der Bilder, die tiefere Erkenntnisse keineswegs ausschließt, sondern geradezu fördert. Die Werke lassen uns nicht in sprachloser Ehrfurcht erstarren, sondern lösen Verwunderung, Fragen und Zweifel aus, die wir unmittelbar auf die Gegenwart beziehen. Warum Kunst so etwas kann und wieso bestimmte uralte Motive nicht museal erstarrt, sondern weiterhin sehr lebendig sind, bilden zentrale Fragen dieser Ausstellung,“ - Peter Friese, Direktor der Weserburg Mehrere ausgestellte Werke erweitern diese Fragestellungen auf bisweilen beklemmende Weise. Jake und Dinos Chapman nutzen die biblische Erzählung vom Turmbau zu Babel als Parabel des Zerfalls aller kulturellen Gemeinsamkeiten. In Form eines Modells mit unzähligen, erschreckend gewalttätigen Figuren zeigen sie das biblische Bauvorhaben als Massaker. Damien Hirst trägt wiederum ein monumentales Kirchenfenster zur Ausstellung bei. Doch anstelle bleigefasster farbiger Gläser ließ er Tausende von buntglänzenden und fluoreszierenden Schmetterlingsflügeln verarbeiten. Wie verwandelt sich Schmerz in Schönheit, Vergänglichkeit in Dauer? Wie wird Materie in Geist überführt, der profane Schmetterling zum Sinnbild der Seele? John Isaacs präsentiert eine 1:1 Adaption und Überformung der berühmten Pieta von Michelangelo aus Carrara Marmor. Das weltberühmte Motiv, die Madonna mit dem toten Körper Jesu auf dem Schoß, ist jedoch wie von einem dünnen Seidentuch bedeckt unserem Blick entzogen. „Die Künstlerinnen und Künstler setzen kunst- und kulturgeschichtliche Zusammenhänge auf intelligente, bislang noch nicht gesehene Weise fort. Weder verklären sie Vorbilder, noch ahmen sie sie nach. Sie erneuern vertraute Sichtweisen, gleichviel ob sie der gegenständlichen oder abstrakten Kunst entstammen.“ - Peter Friese, Direktor der Weserburg Künstlerinnen und Künstler: Hilary Berseth, Louise Bourgeois, Berlinde de Bruyckere, Patrick van Caeckenbergh, Jake & Dinos Chapman, George Condo, Anton Corbijn, Thierry de Cordier, Danny Devos, Tracey Emin, Tom Friedman, Line Gulsett, Damien Hirst, Roni Horn, Thomas Houseago, John Isaacs, Sergej Jensen, Nadav Kander, Anne-Mie van Kerckhoven, Anselm Kiefer, Esther Kläs, Wolfe von Lenkiewicz, Alastair Mackie, Christian Marclay, Kate MccGwire, Richard Prince, Leopold Rabus, Daniel Richter, Terry Rodgers, Sterling Ruby, Richard Serra, Andres Serrano, Stephen Shanabrook, Mircea Suciu, Gavin Turk, Jonathan Wateridge. Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar Koch Stiftung, der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, der Deutschen Factoring Bank und der Museumsfreunde Weserburg. Die Weserburg wird institutionell gefördert vom Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen....
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ARNO RINK - NEO RAUCH

Grafikstiftung Neo Rauch
Aschersleben | 28.05.2017-29.04.2018
In der sechsten Ausstellung seit Gründung der Grafikstiftung begegnen sich in einer Doppelausstellung Werke von Arno Rink und Neo Rauch und damit von zwei aufeinanderfolgenden Malergenerationen aus Leipzig. Arno Rink war als Professor und späterer Rektor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (von 1972 bis 2005) ein Wegbereiter für eine ganze Generation von Malern, sein Name ist untrennbar mit der strengen und traditionsbewussten Ausbildung der Hochschule verbunden, wegen der es viele junge Studierende der Malerei nach Leipzig zog beziehungsweise dort hielt. Als Schüler von Bernhard Heisig und Werner Tübke prägte er selbst den unverwechselbaren malerischen Stil der Leipziger Schule der 1980er und 90er Jahre. In seiner figürlich-gegenständlichen Malerei hat Rink in über 50 Jahren eine einzigartige Bildsprache entwickelt, in der er aus mythologischen Allegorien ebenso schöpft wie aus Vorbildern der Kunstgeschichte bis zur klassischen Moderne. So kombiniert er Stillleben mit Gitarren und Früchten mit der Figur der schreitenden Frau und arbeitet mit der Metapher des Verhüllens, sei es durch den Körper betonende und gleichzeitig umwehende Stoffe oder rein formalistische bedeckende Farbflächen, die das darunterliegende nur teilweise preisgeben. Seine Porträts, Atelierszenen und immer wieder Aktdarstellungen bilden aber nie nur ab, sondern sind Ausdruck eines eigenen Stils, der in surrealistischer Manier vieles im Unklaren lässt und sich eher durch Andeutungen und befremdliche Mysterien als durch klar zu interpretierende Sujets auszeichnet. Hier lässt sich eine Parallele zum Werk von Neo Rauch ziehen, der von 1981 bis 1986 bei Arno Rink studierte. Dezidiert für die gemeinsame Ausstellung in der Grafikstiftung hat Neo Rauch zwei neue großformatige Arbeiten auf Papier sowie vier Lithografien geschaffen, die durch eine Vielzahl an kleinformatigen Zeichnungen ergänzt werden. Wie auch bei Arno Rink sind die Szenerien in den Bildern Neo Rauchs in einer Gleichzeitigkeit verschiedener historischer Ebenen angesiedelt. Architektonische Zeugnisse, die sich zeitlich und geografisch klar in der jüngeren Vergangenheit verorten lassen, treffen auf surreale Gebilde und fabelhafte Mischwesen wie aus einer anderen Welt. Kaum ein Bild, das nicht durch die Erscheinung einer menschlichen Figur – oder Figurine – belebt wird. Wie bei Rink geht es dabei nicht um die realistische Wiedergabe tatsächlicher Personen, vielmehr sind es Protagonisten und Staffagen einer völlig eigenen Bilderwelt, die jeder Betrachter individuell sehen und assoziieren kann....
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Galerie der Gegenwart und Gründungsbau  © Hamburger Kunsthalle, Foto: Stefan Müller
Galerie der Gegenwart und Gründungsbau © Hamburger Kunsthalle, Foto: Stefan Müller

Neuland: Jose Davila

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 02.06.2017-31.05.2018
Das Ausstellungsformat Neuland zeigt im jährlich wechselnden Rhythmus im gleichnamigen Projektraum Positionen internationaler Künstler_innen, die sich in ihrem Werk mit globalen Veränderungsprozessen, mit Fragen von Migration, Identität und Verortung beschäftigen. Der mexikanische Künstler Jose Dávila (*1974 in Guadalajara) ist als zweiter Künstler von der Hamburger Kunsthalle eingeladen, speziell für diesen Ort neue Werke zu konzipieren. Dávila wird für Neuland gleichermaßen fragile wie imposante raumgreifende Installationen entwerfen. Seine Skulpturen spielen spannungsvoll mit physikalischen Kräften, Balance und Masse. Im Mit- und Gegeneinander gegensätzlicher Material- und Formkombinationen sind sie nur in der zusammenhängenden Ganzheit stabil. Ein Bild von sensibler und eleganter Übereinstimmung wird generiert, deren Verletzbarkeit permanent mitschwingt. Die Installationen und fotografischen Arbeiten von Dávila, der parallel zum Studium der Architektur Skulptur- und Fotografiekurse am Institute of Fine Arts in San Miguel de Allende besuchte, spiegeln seine Ausbildung wider: Sie lassen spielerische Reflexionen, kritische Kommentare und offene Hommagen an die Kunst- und Architektur-Avantgarde des 20. Jahrhunderts deutlich erkennen. Dávila referiert auf den amerikanischen Minimalismus und seine europäischen Vorläufer mit Bezugsgrößen wie Richard Serra, Dan Flavin, Donald Judd, Josef Albers oder den Architekten Luis Barragán und Mathias Goeritz. Seine individuellen Übersetzungen von berühmten Werken der Künstlerkollegen machen sich deren Gedanken zu eigen, um sie weiterzuführen – mal logisch, mal konterkarierend....
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Generation Loss: 10 years of collection
Generation Loss: 10 years of collection

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Julia Stoschek Collection
Düsseldorf | 10.06.2017-10.06.2018
Nach über fünfzehn Ausstellungen, acht internationalen Kooperationsprojekten mit über 100.000 Besuchern feiert die JULIA STOSCHEK COLLECTION im Juni diesen Jahres ihr 10-jähriges Jubiläum. Die Jubiläumsausstellung mit dem Titel ”Generation Loss“ wird vom britischen Künstler Ed Atkins konzipiert. Video ist zum populärsten Medium unserer Zeit geworden. Die Synthese verschiedener Technologien hat Video zum populärsten Medium unserer Zeit gemacht. Seine Technik und Distribution sind in den letzten beiden Jahrzehnten sowohl vereinfacht als auch komplexer geworden. Diese Weiterentwicklung durchdringt auch die künstlerische Praxis. In der Wechselwirkung von kreativer Erweiterung und neuen technischen Möglichkeiten entstehen nicht nur neue Inhalte und Formate, sondern verändert sich auch die Rezeption von Kunst. Der Begriff ”Generation Loss“ (dt. Generationsverlust) bezeichnet zunächst den Prozess der Qualitätsverschlechterung von sukzessiv kopierten oder komprimierten Daten auch infolge ständig sich verändernder Technologien. Dieser Verlust von Qualität gilt nicht nur für Dateiformate oder Datenträger, sondern manifestiert sich auch im ideologischen Sinne in Politik, Kultur, Natur oder allgemein im gesellschaftlichen Wandel von einer Generation zur nächsten. Grundidee des Ausstellungskonzepts ist es, die Wechselbeziehungen innerhalb der Sammlung aufzuzeigen und auch die Art und Weise wie Generationen – von Künstlern ebenso wie von Technologien – ihre Vorläufer beerben, hinter sich lassen, verändern und unterwandern. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Art der Beeinflussung zu Aufbegehren, Korrektur und Annäherung führen kann und schlussendlich die Beobachtung, dass das künstlerische Bewegtbild ein auf einzigartige Weise reaktives Medium ist, das wie keine andere Gattung an den Wandel von Mainstreamtechnologie gebunden ist. Formal verbindet die Ausstellung die Arbeiten in ganz direkter Weise: Projektionen werden in choreografierten Abfolgen und in räumlicher Nähe zueinander gezeigt. Diese Nähe wird zum Teil durch den Einsatz von Akustikglas ermöglicht, dass den Sound der einzelnen Projektionen trennt, gleichzeitig aber den Durchblick auf andere Räume und Arbeiten gewährt. Ziel ist es, die übliche Isolation von Videoinstallationen aufzuheben. Keine Arbeit für sich, alle Arbeiten in Relation zueinander. Mit Werken von Eleanor Antin, Ed Atkins & Simon Thompson, Charles Atlas, Lutz Bacher, Bernadette Corporation, Lynda Benglis, Johanna Billing, Dara Birnbaum, Hannah Black, Chris Burden, Matt Calderwood, Patty Chang, Ian Cheng, Jen DeNike, Nathalie Djurberg & Hans Berg, Cheryl Donegan, Trisha Donnelly, Cao Fei, Peter Fischli & David Weiss, Dara Friedman, Cyprien Gaillard, Douglas Gordon, Barbara Hammer, Christian Jankowski, Joan Jonas, Jesper Just, Imi Knoebel, Mark Leckey, Klara Lidén, Gordon Matta-Clark, Paul McCarthy, Lutz Mommartz, Bruce Nauman, Jon Rafman, Lucy Raven, Reynold Reynolds & Patrick Jolley, James Richards, Rachel Rose, Jack Smith, Wolfgang Tillmans, Ulay & Marina Abramović, Steina Vasulka, Klaus vom Bruch, Hannah Wilke, Jordan Wolfson, Tobias Zielony...
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Im Rausch der Faren - Glasuren von Gerda Conitz, Plakat zur Ausstellung, Keramik-Museum Berlin
Im Rausch der Faren - Glasuren von Gerda Conitz, Plakat zur Ausstellung, Keramik-Museum Berlin

Im Rausch der Farben – Glasuren von Gerda Conitz (1901 - 1982)

Keramik-Museum Berlin (KMB)
Berlin | 18.06.2017-21.05.2018
Eine ganz besondere Stellung nimmt Gerda Conitz in der deutschen Keramik des 20. Jahrhunderts ein – weniger für Formentwürfe als für ihre beeindruckenden Glasurkreationen. Zwei bedeutende Manufakturen, für die Gerda Conitz wesentlich und prägend arbeitete, sind die Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe von 1928 bis 1932 und die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) von 1936 bis zur Schließung deren Keramikabteilung 1949. In der 90. Sonderausstellung, die ein knappes Jahr in unserem Museum gezeigt wird, präsentieren wir 113 Vasen und Schalen dieser beiden Wirkungsstätten von Conitz....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Anselm Kiefer

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 21.06.2017-01.07.2018
Die Michael & Eleonore Stoffel Stiftung hat in enger Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen fünf Werke Anselm Kiefers erworben. Mit den Erwerbungen wird ein Meilenstein im Sammlungsausbau gesetzt. Anselm Kiefer, am 8. März 1945 in Donaueschingen geboren, hat mit seinem Schaffen das Schweigen über die deutsche Vergangenheit im Dritten Reich gebrochen und zugleich eine eindringliche Sprache für die weltweite Vernetzung menschlicher Zivilisation gefunden. Er greift alte christliche, kabbalistische oder fernöstliche Überlieferungen auf, setzt sich mit den großen mythischen, religiösen und poetischen Schriften der Welt auseinander und verknüpft sie mit der aktuellen Erfahrungswelt. In der Pinakothek der Moderne bilden nun das monumentale Gemälde „Der Sand aus den Urnen“ (2009), die zwei auf Blei ausgeführten Wandbilder „OCCUPATIONS“ (1969/2011) sowie die zwei Vitrinen „Die 12 Stämme“ (2010) und „Morgenthau“ (2016) einen weiteren Höhepunkt im Sammlungsprofil. Durch die Neuerwerbungen der fünf Werke Anselm Kiefers werden die bislang wenigen Arbeiten des Künstlers – drei Fotografien sowie das Gemälde „Nero malt“ (1974), letzteres aus der Sammlung des Wittelsbacher Ausgleichsfonds (ehemalige Sammlung Prinz Franz von Bayern) – zu einem exemplarischen Werkkomplex erweitert. Dieser steht im Kontext umfangreicher Werkgruppen und/oder Künstlerräume weiterer prägender Künstler, namentlich Georg Baselitz, Joseph Beuys, Wolfgang Laib, Sigmar Polke, Arnulf Rainer und Dan Flavin, Donald Judd und Andy Warhol. Dichte und Differenziertheit der Sammlung werden ebenso wie die internationale Sichtbarkeit der Pinakothek der Moderne durch die Erwerbung dieses Komplexes befördert....
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150 Jahre Festhalle Schottenhamel

Bier- und Oktoberfestmuseum
München | 15.07.2017-24.02.2018
Die Schottenhamel-Festhalle wird das ›Eröffnungszelt‹ für die Wiesn: 1950 übernimmt Münchens Oberbürgermeister Thomas Wimmer auf Bitten von Michael II. das Anzapfen im Schottenhamel-Zelt. Im Laufe der Jahre entwickelt sich diese Eröffnungszeremonie des Oktoberfestes zu einem gigantischen Medienspektakel mit weltweiter Resonanz. Beim Einzug der Wiesnwirte am Eröffnungssamstag fährt der amtierende Oberbürgermeister in der SchottenhamelKutsche zum Anstich auf das Oktoberfest. In der Ägide von Peter und Christian Schottenhamel bringt Otto Schwarzfischer mit seiner Kapelle Ende der 1980er Jahre den neuen Wiesnsound ins Zelt, was zu einer wesentlichen Verjüngung des Bierzeltpublikums führt. Derzeit führen die Cousins Christian, seit 1988, und Michael IV., seit 2010, die Schottenhamel-Festhalle. Entsprechend der Familientradition sind beide auch außerhalb der Wiesn erfolgreiche Münchner Gastronomen. Schottenhamel - das ist eindeutig die Münchner Familie, die seit 1867 in Kontinuität am längsten mit dem Oktoberfest verbunden ist. Michael Schottenhamel, geboren 1838 in Nittenau in der Oberpfalz, kommt als Schreinergeselle 1860 nach München. 1867 heiratet er die Köchin Rosalie Daller und pachtet mit ihr die Gaststätte ›Zu den Drei Mohren‹ in der Luitpoldstraße, unweit des Zentralbahnhofes. Im selben Jahr gelingt es ihm bereits mit einer kleinen Wirtsbude für rund 50 Personen auf dem Oktoberfest zu stehen. 1871 kauft er den Gasthof in der Luitpoldstraße und führt ihn als Hotel. 1872 schenkt Michael Schottenhamel zum ersten Mal auf dem Oktoberfest das stärker eingebraute Märzenbier der Brauerei ›Franziskaner Leist‹ aus. Das ›Märzen‹ wird in Zukunft für alle Münchner Brauereien das gängige Oktoberfestbier. Das Gasthaus ›Zu den Drei Mohren‹ kann ab 1907 von Michael II., der nun das Unternehmen Schottenhamel leitet, durch Zukäufe erweitert und das Gebäude vergrößert werden. 1930 entsteht das neue ›Hotel Schottenhamel‹, das über vier Jahrzehnte zu den großen Nobelherbergen der Stadt gehört. 1973 wird der Hotelbetrieb eingestellt. Im Zuge des Aufschwungs der Wiesn zum großen Bierfest bringt Michael Schottenhamel 1896 eine prächtige Festhalle für 1500 Gäste, entworfen vom damaligen Stararchitekten Gabriel von Seidl. Damit initiiert er die neue Ära der Bierzeltarchitektur. Das Schottenhamel-Festzelt wird im Laufe der Zeit noch mehrfach verändert, erweitert und den zeitlichen Gegebenheiten angepasst. Aktuell hat die Festhalle 6000 Plätze sowie 3000 im Biergarten. Da ›Franziskaner-Leistbräu‹ und ›Spatenbräu‹ 1922 fusionieren, kann das Unternehmen Schottenhamel darauf verweisen, dass es seit 1867 mit der Brauerei ›Spaten‹ verbunden ist....
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Nur Müll? - Eine Mitmachausstellung für Tonnenforscher, Rohstoffsammler und Wertentdecker

Kinder- und Jugendmuseum München
München | 15.07.2017-08.04.2018
Müll gibt es, seit es Menschen gibt. Früher ließ man ihn einfach irgendwo liegen, heute landen die Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, nicht mehr essbar oder kaputt sind, in der Tonne. Deckel zu und erledigt! Aber ist das wirklich so einfach? Wohin wird der ganze Müll gebracht und was passiert dann mit ihm? In der neuen Ausstellung wirst du zum Forscher! Wirf einen Blick in die großen Wertstoffcontainer und entdecke, was in ihnen steckt. Eine Glasflasche, ein Schulheft oder ein Handy – untersuche verschiedene Gegenstände und begleite sie auf ihrem teilweise abenteuerlichen Weg zur Verwertung. An verschiedenen Stationen kannst du die Dinge trennen, sortieren und zerlegen. Finde heraus, aus welchen Materialien sie bestehen, woher diese kommen, wie man sie entsorgen und wiederverwenden kann. Lüfte viele Geheimnisse rund um die Rohstoffe und finde wertvolle Schätze. Erzeuge gemeinsam mit anderen Energie, webe neuen Stoff aus alten Lumpen und grabe nach Überresten aus längst vergangener Zeit. Lass München im Müll verschwinden und lerne die Menschen kennen, die unseren Müll täglich sortieren, wegräumen und weiterverarbeiten. Dabei erfährst du nicht nur, wie viel Müll jeden Tag entsteht, sondern auch, was du tun kannst, um Abfälle zu vermeiden. In deinem eigenen Forscherheft kannst du dann all dein Wissen mit nach Hause nehmen....
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Foto: Porsche Museum
Foto: Porsche Museum

Neue Wege. Jedes Ziel. Immer Porsche.

Porsche-Museum
Stuttgart | 25.07.2017-25.02.2018
Ab dem 25. Juli dürfen sich die Besucher des Porsche Museums auf Abwege begeben: die neue Sonderausstellung zeigt in mehreren Handlungssträngen die Entwicklung des sportlichsten SUV, dem Cayenne. Exponate wie der 911 SC „Safari“, 959 Paris-Dakar und Cayenne Transsyberia werden dabei ausgestellt sein....
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Oh Yeah! Pop Musik in Deutschland

Museum für Kommunikation Frankfurt
Frankfurt/Main | 17.08.2017-25.02.2018
Die Schau führt wie eine Radiosendung durch über 90 Jahre Popmusik in Deutschland – vom Swing der 1920er-Jahre über die Beat-Ära, Punk, Neue Deutsche Welle, Techno und Hip Hop bis zu heutigen Stilrichtungen. Nicht nur die Entwicklung in der BRD, sondern die Ereignisse in der Popgeschichte der DDR werden beleuchtet. Mit Kopfhörern tauchen die Besucher ein in die bunte Welt des Pop und können an zahlreichen Soundstationen Musiktitel, Radio- und Filmbei¬träge anhören und anschauen. Der Streifzug durch die Geschichte der Popmusik wird zu einer Zeitreise durch die eigene Vergangenheit. Dabei werden nicht nur Hits präsentiert, auch Schlager, Kurioses, Randständiges und Vergessenes findet Eingang in die mit 200 Exponaten bestückte Ausstellung....
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InselWesen © Mila Teshaieva
InselWesen © Mila Teshaieva

Friesische Kulturtage - InselWesen. Fotografien von Mila Theshaieva

Museum Europäischer Kulturen
Berlin | 25.08.2017-02.04.2018
Die 14. Europäischen Kulturtage widmet das Museum Europäischer Kulturen 2017 den friesischen Bewohnern der Niederlande, Dänemarks und Deutschlands. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird das historische wie gegenwärtige Alltagsleben der Friesen ebenso vorgestellt wie Kleidung, Tracht, Sprache, Bräuche und Kulinarisches. Vorträge, Lesungen, Workshops, Musik und Tanz vermitteln die Kultur dieser nordeuropäischen Region. Die Künstlerin Mila Teshaieva hat während eines mehrjährigen Aufenthaltes Menschen auf der Insel Föhr beobachtet, gesprochen, und fotografiert. Ihre Fotos zeigen die Menschen bei ihrer Arbeit, im Gespräch oder im häuslichen Umfeld. Mit ihren künstlerischen Ausdrucksmitteln entstanden entwickelte sie besondere Bilder, die eine beinahe mystische Präsenz vermitteln. Ergänzt werden die Aufnahmen durch Objekte der Alltagskultur der Friesen und Interviews mit den Porträtierten....
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Plakat zur Ausstellung "Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68"
Plakat zur Ausstellung "Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68"

Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68

Focke Museum - Bremer Landesmuseum für Kunst-und Kulturgeschichte
Bremen | 30.08.2017-01.07.2018
Bremen ist anders. Von hanseatisch-zurückhaltend, traditionsbewusst und weltoffen bis links-alternativ, experimentierfreudig und kämpferisch – Gegensätzlicher können Beschreibungen nicht sein! Warum ist das so? Mit der neuen Sonderausstellung »Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68« wirft das Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte einen Blick auf Bremens jüngere Stadtgeschichte. Im Fokus stehen die ereignisreichen Jahre zwischen den Straßenbahnunruhen 1968 und der Schließung der Großwerft AG Weser 1983. In kürzester Zeit vollzogen sich zum Teil widerstreitende Entwicklungen: Die Aufbruchsstimmung einer jungen Generation, die traditionelle Normen überwinden wollte, traf auf fundamentale wirtschaftliche Umbrüche. Der Niedergang alter Großbetriebe, der das Ende der klassischen Industriegesellschaft markierte, überschattete die Zukunftshoffnungen; ökologische Probleme traten verstärkt in das öffentliche Bewusstsein; die Angst vor Krieg und atomarer Bedrohung war allgegenwärtig. Zugleich eröffneten sich aber auch neue Chancen: Zukunftsweisende Technologien und Wirtschaftszweige entstanden; durch Zuwanderung wurde das Leben in der Stadt immer vielfältiger; eine neue Generation von Bremerinnen und Bremern begann heranzuwachsen; neue Formen der politischen Teilhabe wurden geschaffen; neue politische Kräfte formierten sich. Dieser Wandel erfasste das soziale Gefüge der Stadt, die Alltags- und Popkultur und beeinflusst den Charakter Bremens bis heute....
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© © The Wellcome Institute for the History of Medicine, London
© © The Wellcome Institute for the History of Medicine, London

Auf Herz und Nieren. Geschichte des Frankfurter Gesundheitswesens

Karmeliterkloster - Institut für Stadtgeschichte
Frankfurt/Main | 05.09.2017-08.04.2018
Frankfurts erster Stadtarzt, 1381 urkundlich erwähnt, markiert den Beginn des öffentlichen Gesundheitswesens. Stets standen Stadthygiene und Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Syphilis im Mittelpunkt. Die Ausstellung beleuchtet zudem die Gründung des Gesundheitsamtes 1917, dessen Verstrickungen in die NS-Rassenpolitik 1933 bis 1945 und die vielfältigen aktuellen Aufgaben. Die öffentliche Gesundheitspflege in Frankfurt am Main reicht mindestens bis ins Jahr 1381 zurück, in dem der Wundarzt Johann Wolff von Luzern als erster Mediziner in städtischen Diensten urkundlich erwähnt ist. Im Zentrum des öffentlichen Gesundheitswesens steht seit jeher die Aufgabe, die Gesundheit der Bevölkerung zu bewahren und zu fördern. Die Frankfurter Ratsherren erkannten früh, dass es für eine reiche und von Messen und vielfältigen Handelsbeziehungen geprägte Stadt unabdingbar war, Stadtärzte zu verpflichten und sich um die öffentliche Gesundheit zu kümmern. Mitten im Ersten Weltkrieg stellte die Frankfurter Stadtregierung 1917 einem Oberstadtarzt, der bis dato als Einzelkämpfer im staatlichen Gesundheitssystem Preußens tätig gewesen war, weitere Ärzte zur Seite. Damit legte sie den Grundstein des heutigen Gesundheitsamtes mit einer großen Bandbreite an Aufgaben – von der städtischen Hygiene über die Vorsorge für Kinder bis hin zum Schutz vor lebensbedrohlichen Erkrankungen. Kurz, dort wird alles auf Herz und Nieren geprüft, was uns Frankfurtern und unserer Gesundheit gefährlich werden könnte. Die von Sabine Börchers kuratierte und in Kooperation zwischen dem Institut für Stadtgeschichte und dem Gesundheitsamt verwirklichte Ausstellung skizziert die Entwicklung der öffentlichen Gesundheitsvorsorge vom Mittelalter bis heute. So stehen Präventionsmaßnahmen gegen Krankheiten und Epidemien, die Gründung des Gesundheitsamtes 1917, dessen Verstrickungen in die NS-Rassenpolitik 1933 bis 1945 und die vielfältigen aktuellen Aufgaben im Zentrum....
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Museum der Arbeit (Foto: SHMH, Susanne Dupont)
Museum der Arbeit (Foto: SHMH, Susanne Dupont)

Das Kapital

Museum der Arbeit
Hamburg | 07.09.2017-04.03.2018
„Das Kapital“ von Karl Marx ist ein Klassiker der politischen Ideengeschichte und das bekannteste Wirtschaftsbuch in deutscher Sprache. Der erste Band der „Kritik der politischen Ökonomie“, so der Untertitel, erschien 1867 in Hamburg, im Verlag von Otto Meissner. Dauerte es damals ganze vier Jahre, bis die ersten 1.000 Exemplare verkauft waren, so zählt das Werk heute neben der Bibel zu den auflagenstärksten Büchern der Welt – und gewiss zu den einflussreichsten und umstrittensten. Das Museum der Arbeit nimmt das 150-jährige Jubiläum der Erstveröffentlichung in Hamburg zum Anlass einer spannenden und kontroversen Ausstellung zur Geschichte und Aktualität von Karl Marx‘ „Das Kapital“. Sie spannt einen Bogen von der Zeit der Entstehung des Werks im 19. Jahrhundert über die widersprüchliche Rezeption im 20. Jahrhundert bis zu heutigen Fragen der Produktion und Verteilung von Reichtum und Armut. Ziel der Ausstellung ist es, zum Nachdenken über Aktualität und Grenzen dieses umkämpften Klassikers anzuregen – und zwar weder dogmatisch noch akademisch, sondern assoziativ und partizipativ. Marx kam es darauf an, die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern. Deshalb fragt die Ausstellung auch danach, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Führt der Kapitalismus zu Freiheit und Wohlstand oder zu Unterdrückung, Ausbeutung und Krise? Wieso werden die Mechanismen des aktuellen Wirtschaftssystems so unterschiedlich bewertet? Und sind Alternativen wünschenswert und möglich? Die Ausstellung gibt der Diskussion solcher und ähnlicher Fragen breiten Raum und bindet die Meinungen und Positionen von Besuchern direkt ein....
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Schloss Moyland in Bedburg-Hau, Foto: Helmut Berns
Schloss Moyland in Bedburg-Hau, Foto: Helmut Berns

Barbara Schroeder – Erdäpfelzeit 365 – Geschichten vom Niederrhein

Museum Schloss Moyland - Sammlung van der Grinten
Bedburg-Hau | 11.09.2017-22.04.2018
Eine Hommage der Künstlerin an die Kartoffel, verstanden und präsentiert als in jeder Hinsicht wertvolles Nahrungsmittel und als Sinnbild für die Denk- und Handlungsmöglichkeiten des Menschen im Spannungsfeld zwischen der Globalisierung und dem Leben vor Ort. Für die vom Niederrhein stammende und seit mehr als zwanzig Jahren in der der Nähe von Bordeaux lebende Künstlerin Barbara Schroeder ist die Kartoffel eine Metapher für die Beziehung des Menschen zur Natur....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Kapsel 08: Polina Kanis

Haus der Kunst München
München | 15.09.2017-18.03.2018
Die Kapsel-Ausstellungen am Haus der Kunst bieten jungen, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt eine Gelegenheit, neuere Arbeiten in einem institutionellen Kontext vorzustellen. Die vierte Ausgabe dieser Reihe bespielen der aus Kolumbien stammende, in London lebenden Künstler Oscar Murillo und die russische Medienkünstlerin Polina Kanis. Polina Kanis (geb. 1985 in Leningrad, heute St. Petersburg) erkundet die Grenzen zwischen Film, Fotografie und Performance. Ihre Videos sind von einer markanten Spannung zwischen dem dargestellten Geschehen und der Welt jenseits des Bildkaders geprägt. Kanis‘ Protagonisten halten sich in geschlossenen Systemen auf, innerhalb derer unsichtbare Herrschaftsinstanzen ihr Verhalten auf automatisierte und ritualisierte Handlungen reduzieren. Diese mikrokosmischen Szenerien gehen der Frage nach, inwieweit ein vorgegebener Rahmen – sei er gesellschaftlich, politisch oder kulturell – Einfluss auf die ihm unterworfenen Lebewesen nimmt, wie er sie deformiert und ihre Beziehungen verfälscht und pervertiert, während die Betroffenen darum ringen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden. Polina Kanis hat 2011 ihr Studium an der Moskauer Multimedia-Kunstschule Schkola Rodtschenko (Rodchenko Art School) abgeschlossen. Im selben Jahr wurde ihr Video „Eggs“ (2010) mit dem Kandinksy-Preis in der Kategorie „beste Nachwuchskünstlerin“ ausgezeichnet. 2016 gewann sie den Sergei Kurjochin-Preis in der Kategorie „Medienobjekte“ für ihren Film „The Pool“ (2015). Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Parallelprogramm der Manifesta 10 und auf der 3. Uralischen Industriebiennale für zeitgenössische Kunst von 2015. Im Januar 2017 tritt Kanis eine Künstlerresidenz an der Rijksadademie van beeldende kunsten in Amsterdam an. Kapsel 08 ist kuratiert von Daniel Milnes....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Kapsel 07: Oscar Murillo

Haus der Kunst München
München | 15.09.2017-18.03.2018
Oscar Murillo hat sich in nur wenigen Jahren zu einer der aufregendsten künstlerischen Positionen entwickelt. Primär im Medium der Malerei beheimatet, sprengt er zugleich eben diesen Rahmen auf radikale Weise: Er integriert Video, Zeichnung, skulpturale, installative und performative Elemente in seine Präsentationen, denen eine intensive, unmittelbare und viszerale Qualität innewohnt. In Oscar Murillos Installationen findet sich der Betrachter in mitten eines klugen, hoch-ästhetischen und gleichzeitig existenziellen Spannungsfeld in dem es um das Verständnis von Arbeit und Spiel, Produktion und Konsum, Original und Aneignung, Zentrum und Peripherie genauso wie um die Beziehung von Materie und Transzendenz geht. Während sich Oscar Murillos Projekte noch vor einigen Jahren oft im Grenzbereich zu sozialen Experimenten bewegten, zeichnen sich seine jüngsten Installationen heute durch ein tastendendes Erkunden von Raum durch (malerische) Gesten, und damit historischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und philosophischen Assoziationen. Seine raumgreifenden, extrem dichten Installationen umfassen schwere, teilweise zerschlissene und wieder zusammengenähte Leinwände, die beidseitig in schwarzer Ölfarbe bemalt sind und auf Stahlkonstruktionen, die an die Obduktionstische erinnern, drapiert sind oder wie auf Wäscheleinen aufgehängt, den Raum ordnen. An industriellen Haken montierte Waagen führen zu (einem memento mori ähnelnd) einer Taxonomie des Messens. Ein Gemisch aus Ton und Mais setzt dabei spröde skulpturale Akzente wie Lebenszeichen. Boden, Wände, der Raum selbst, und die Vielschichtigkeit von Blickachsen verbinden sich zu einem vibrierenden Konstellation, einem Bild für Transformation selbst. Sichtbar, spürbar wird die Lust und Intensität genauso wie die Fragilität des Lebens mit seinen unvereinbaren Gleichzeitigkeiten. Im Rahmen der Ausstellung von Oscar Murillo im Haus der Kunst wird in München ebenfalls das Projekt Frequencies durchgeführt. Frequencies ist ein seit 2013 fortlaufendes gemeinsames Projekt des Künstlers mit Familienmitgliedern und der Soziologin Clara Dublanc und Schulen verschiedenster Länder. Über den Zeitraum von sechs Monaten werden auf den Schulbänken Leinwände fixiert und damit die Schüler dazu angeregt ihre Spuren, Zeichnungen und Ideen zu hinterlassen. Oscar Murillo ist 1986 in La Paila, Kolumbien geboren und lebt und arbeitet in London und La Paila. Kapsel 07 ist kuratiert von Anna Schneider....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Again and Again - Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Haus der Kunst München
München | 15.09.2017-08.04.2018
In den 1990er-Jahren wurde der Loop – die Technik, mittels derer eine kurze Film- oder Videosequenz am Ende und am Anfang verbunden wird, sodass sich eine Endlosschleife ergibt – zu einem gängigen Stilmittel im Bereich der bewegten Bilder. Again and Again erforscht wie der Loop, sowie andere formale und räumliche Methoden wie etwa Mehrkanalinstallationen, Split Screen, oder Experimente mit Serialität das narrative Instrumentarium digitaler Videoarbeiten der 1990er- und 2000er-Jahre erweiterten. Ausgehend von diesen Strategien der Wiederholung durchleuchtet die Ausstellung gattungsspezifische Befragungen des mannigfaltigen Selbst. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde die Integrität von persönlicher Identität in Frage gestellt. Reality TV, Webcam-Kultur und Online-Portale wie Myspace erlaubten plötzlich Einblicke in ehemals private Bereiche anderer Leute. Eine stärkere Wahrnehmung von Überwachungstechnik und vermehrter Identitätsdiebstahl ließen Zweifel an der individuellen Souveränität im Informationszeitalter aufkommen. Weiterhin führten Diskussionen um Themen wie das Klonen von Menschen, Gentechnologie und Biopolitik zu einer fundamentalen Neubewertung individueller und kultureller Identität. Again and Again zeigt Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Brice Dellsperger, Tracey Emin, Mark Leckey und Bjørn Melhus, die eine Faszination für das gespaltene oder reproduzierte Subjekt aufweisen. Ob es der Künstler selbst ist, der persönliche Mythologien schafft, oder ob es die Figuren in seinem fiktionalen Universum sind, die fragmentiert und repliziert werden, hinterfragen die Arbeiten das Verständnis von dem Selbst um die Jahrtausendwende....
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Foto: Nina Straßgütl
Foto: Nina Straßgütl

Monica Bonvicini: 3612,54 M³ VS 0,05 M³

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 16.09.2017-26.02.2018
„You can avoid people but you can’t avoid architecture.” Das Zitat von Monica Bonvicini ist mehr als 20 Jahre alt und bestimmt ihr Werk doch bis heute. Die Auseinandersetzung mit Raum, Macht, Gender und Sexualität zieht sich konsequent durch ihr breitgefächertes Oeuvre, das sich aus Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Fotografien und Videoarbeiten zusammensetzt. Auch in ihrer neuesten Intervention in der Berlinischen Galerie, die parallel zu ihrem Beitrag zur 15. Istanbul Biennale entstanden ist, setzt sich Bonvicini mit der Architektur des Hauses, ihren Nutzungsmöglichkeiten und ihrer Wahrnehmung auseinander. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das Volumen des Raums (3612,54 m³) und das der Künstlerin (0,05 m³). Parallelen und Ungleichgewichte werden damit gedeutet und die Beziehung zwischen Raum und Inhalt ausgelotet. Dabei steht das Volumen der Künstlerin, das sich aus Größe und Gewicht ergibt, stellvertretend für jede*n Besucher*in. Monica Bonvicini hat sich im Laufe ihrer Karriere immer wieder mit den komplexen Beziehungen zwischen physischem und sozialem Raum, seinen historischen, politischen und ökonomischen Implikationen wie auch den Rahmenbedingungen institutioneller Ausstellungsorte auseinandergesetzt. Die Präsentation in der ersten Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie besteht aus zwei raumgreifenden Installationen. Sie stellen die bauliche Struktur des Raums und seine Eigenschaft als Ausstellungsort in Frage und bringen ihn an seine funktionalen Grenzen....
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Brücke-Museum Berlin, Foto: Archiv
Brücke-Museum Berlin, Foto: Archiv

50 Jahre Brücke-Museum – Die Jubiläumsausstellung

Brücke Museum
Berlin | 16.09.2017-08.04.2018
Am 15. September 1967 wurde das Brücke-Museum feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Wichtigster Initiator und Förderer des Museums war Karl Schmidt-Rottluff, Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Brücke“, der dem Land Berlin 75 seiner Werke mit dem Vorschlag übergab, ein Berliner Museum nur für die Kunst der „Brücke“ zu errichten. Wie auch Erich Heckel engagierte er sich bis zu seinem Tod für den Aufbau der Sammlung, zu der schon damals neben Werken aus eigener Hand Arbeiten der anderen „Brücke“-Mitglieder, allen voran Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Emil Nolde, Otto Mueller und Fritz Bleyl, wie auch Kunsterzeugnisse enger Weggefährten gehörten. Die Jubiläumsausstellung widmet sich insbesondere der „Brücke“ in den Jahren des Bestehens der Gruppe von 1905 bis 1913. Die Werkauswahl reicht von den frühen Dresdener Bildern, die noch sichtbar durch Jugendstil, Impressionismus, Fauvismus und van Gogh inspiriert worden sind, über die reifen, expressionistischen Arbeiten der späten Dresdener und frühen Berliner Jahre, die bis heute das Bild des deutschen Expressionismus maßgeblich prägen, bis zum individuellen Spätwerk der Künstler....
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Richard Löwenherz: König - Ritter - Gefangener

Historisches Museum der Pfalz Speyer
Speyer | 17.09.2017-15.04.2018
Charismatischer König, wagemutiger Ritter, Kreuzfahrer ins Heilige Land und einer der berühmtesten Gefangenen der Weltgeschichte. Unzählige Mythen und Legenden ranken sich um den Herrscher, dessen Reich England und weite Teile Frankreichs umfasste. Schon zu seinen Lebzeiten bildete sich ein beispielloser Mythos um Richard Löwenherz. Vom 17. September 2017 bis zum 15. April 2018 zeigt das Historische Museum der Pfalz eine große kunst- und kulturhistorische Ausstellung, die das Leben und Wirken des ebenso legendären wie umstrittenen englischen Königs Richard I. Löwenherz in den Mittelpunkt stellt. Filigrane Schatzkunst, prächtig illuminierte Handschriften und archäologische Funde geben einen tiefen Einblick in die an großen Konflikten reiche Epoche. Über 150 einzigartige Exponate aus Museen und Bibliotheken in Deutschland, England, Frankreich, Österreich und der Schweiz veranschaulichen sein Leben und die Stätten seines Wirkens. Darunter sind kostbarste Handschriften die erstmals in Deutschland zu sehen sind, Reliquiare, beeindruckende Skulpturen und Waffen. Eingebettet in eine stimmungsvolle Ausstellungsarchitektur erzählen die ausgesuchten Originale vom Aufstieg und Fall des berühmtesten englischen Königs des Mittelalters. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer und trägt den Ehrentitel "Landesausstellung Rheinland-Pfalz"....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Germaine Krull. Metal

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 28.09.2017-10.06.2018
Ihre Bedeutung als avantgardistische Künstlerin verdankt die Fotografin Germaine Krull ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“ (1928). Eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm setzt sie darin mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus dem Portfolio „Métal“ ergänzt um originale Fotografien der Serie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde....
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Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch, Die Alliierten Franzosen haben einen Wagen mit geschlagenen Deutschen... - Blatt 8 einer Serie russischer Volksbilderbogen (Lubok) zum Kriegseintritt Russlands gegen das Deutsche Reich, Graphik, 1914, © DHM
Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch, Die Alliierten Franzosen haben einen Wagen mit geschlagenen Deutschen... - Blatt 8 einer Serie russischer Volksbilderbogen (Lubok) zum Kriegseintritt Russlands gegen das Deutsche Reich, Graphik, 1914, © DHM

Flugblatt, Bilderbogen, Comicstrip

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 29.09.2017-08.04.2018
Die Ausstellung zur Geschichte populärer graphischer Bildmedien präsentiert drei Geschäftsmodelle der Flugblatt- und Bilderbogenproduktion, die sich vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert kaum verändert haben. Der Bilderhunger nach sensationellen Neuigkeiten, nach politischer Satire oder nach informativen und humorvollen Reportagen war zu allen Zeiten groß. Aus heutiger Sicht ergeben sich erstaunliche Parallelen zum aktuellen Boulevardjournalismus, zum medialen Bilderkampf der Ideologien und zum anspruchsvoll-unterhaltsamen Feuilleton. Das Angebot an sensationellen Neuigkeiten - etwa Naturkatastrophen und menschliche Schicksalsschlägen oder Mord und Totschlag in Krieg und Revolution - galt dem breiten Publikum. Die Produktionskosten für die plakativen Bildnachrichten wurden von den Verlegern möglichst niedrig gehalten. Die Kolorierung der Holzschnitte und Lithographien mittels Schablonen übernahmen Kinder in Heimarbeit. Die Flugblätter und Bilderbogen mit politischer Satire, zum Beispiel im Kampf um den "rechten" Glauben oder gegen Zensur und Unterdrückung, stammen dagegen häufig von namhaften Künstlern. Zahlreiche Beispiele, unter anderen von Lucas Cranach dem Älteren, Kasimir Malewitsch und Pablo Picasso, werden in der Ausstellung zu sehen sein. Für unterhaltsame Bildergeschichten und Bilder zur Zeitgeschichte mit humorvollen Reflexionen begeisterte sich ein Publikum, das auch gern für seinen Nachwuchs die entsprechenden lehrreichen Kinder-Bilderbogen erwarb. Erhielten die Blätter Untertitel in mehreren Sprachen, war auch der Vertrieb international organisiert. So wurden die ursprünglich als "Münchener Bilderbogen" herausgegebenen Bildergeschichten von Wilhelm Busch auch in Amerika bekannt. Der aus Deutschland eingewanderte Zeichner Rudolph Dirks entwickelte daraus den ersten Comicstrip "The Katzenjammer Kids" als Sonntagsbeilage für das New York Journal....
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DAM_Frau Architekt_Mitarbeiterinnen Mannheimer Büro Ingeborg Kuhler, 1986 \\ © Büro Ingeborg Kuhler
DAM_Frau Architekt_Mitarbeiterinnen Mannheimer Büro Ingeborg Kuhler, 1986 \\ © Büro Ingeborg Kuhler

FRAU ARCHITEKT – Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architektenberuf

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 30.09.2017-08.03.2018
Vor mehr als hundert Jahren wurden Frauen erstmals an den Technischen Hochschulen in Deutschland zu diplomierten Architektinnen ausgebildet und haben – oft mit innovativen Ideen und nicht selten gegen massive Widerstände – maßgebliche Beiträge zur Entwicklung der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts geleistet. Wie kaum eine andere Disziplin war Architektur von jeher eine Männerdomäne. Daran hat sich bis heute nur wenig geändert. Seit einigen Jahren studieren mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen. Der Trend ist europaweit, in Deutschland mit mehr als 53 Prozent am deutlichsten. Andererseits gibt es unter den im Beruf tätigen Architekten erst 30,9 Prozent Frauen. Zwar erreichen heute mehr Frauen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, als Hochschullehrerinnen, als Präsidentinnen von Architektenkammern, an dem Geschlechter-Missverhältnis in der Architektur ändern solche Karrieren dennoch wenig. Die Gründung von Büros, die Besetzung einflussreicher Stellen und Professuren ist noch immer Männersache. Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum geht diesem Phänomen nach und zeigt historische und aktuelle Entwicklungen. Parallel zur Ausstellung FRAU ARCHITEKT zeigt das DAM in seiner Reihe „Schätze aus dem Archiv“ eine kleine Auswahl der Pläne und Zeichnungen zu einem nicht realisierten Entwurf für ein Berliner Bürohaus von Zaha Hadid (1950-2016)....
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Entwurf für ein Berliner Bürohaus, Zaha Hadid
Entwurf für ein Berliner Bürohaus, Zaha Hadid

SCHÄTZE AUS DEM ARCHIV.7: Zaha Hadid (1950–2016)

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 30.09.2017-08.03.2018
Parallel zur Ausstellung „Frau Architekt“ zeigt das DAM in seiner Reihe „Schätze aus dem Archiv“ eine kleine Auswahl der Pläne und Zeichnungen zu einem nicht realisierten Entwurf für ein Berliner Bürohaus von Zaha Hadid (1950-2016). Die Grenzen in alle Dimensionen ausdehnen, bis sich der Raum anfängt zu biegen: Was für die meisten Entwürfe Zaha Hadids charakteristisch ist, wird in der siebten Präsentation der Reihe „Schätze aus dem Archiv“ programmatisch. Das „Haus im Haus“, das im 2. Obergeschoss des Deutschen Architekturmuseums den gesetzten Raum für diese Ausstellung vorgibt, zeichnet sich durch seine quadratische Grundform und den damit einhergehenden rechten Winkeln aus. So entspricht er genau der Fläche, die Hadid in ihrer Architektur stets zu öffnen und zu verzerren wusste. Mit dem Entwurf für das Bürogebäude Kursfürstendamm 70 in Berlin gewinnt sie im Jahr 1986 den ersten Preis der Ausschreibung, trotzdem wird das Bauvorhaben nicht durchgesetzt. Der Auftrag des Bauherren geht stattdessen an den etablierten Kollegen Helmut Jahn, dessen Bürohaus an gleicher Stelle in den Jahren 1992-94 errichtet wird. Bis zum Bau der Feuerwache am Vitra Campus in Weil am Rhein, 1993, ist die aufstrebende Architektin wiederholt mit einer solchen Situation konfrontiert. Erst danach erobert sie sich ihren Platz in der männerdominierten Reihe der „Stararchitekten“. Hadid gilt lange als „Papierarchitektin“: Ihre Entwürfe seien nicht umsetzbar, sie würden nur in dem undefinierten schwerelosen Raum existieren, den sie in ihren Zeichnungen inszeniere. Der Entwurf zum Projekt am Kurfürstendamm beweist das Gegenteil. Der Skepsis des Bauherren begegnet sie mit genauen statischen Berechnungen und bis ins Detail definierten Plänen. Für den extrem schmalen Bauplatz an der Ecke Kurfürstendamm/Lewishamstraße von nur 2,7 x 16 m² entwirft sie ein Haus mit spiegelnder Fassade, die schräg und in sich gewölbt mit zunehmender Höhe immer weiter in den Straßenraum ragt. Das Gebäude betritt man vom Kurfürstendamm aus, an der Schmalseite. Eine Rampe führt hoch zum zurückgesetzten Eingangsbereich, zu Treppenhaus und Fahrstuhl, Verkehrsflächen, die sich direkt an das Nachbargebäude anschließen. Die Büroräume hinter der vorgehängten Fassade zur Lewishamstraße hin, lassen sich flexibel nutzen und einteilen. Es sind sieben Büroetagen, die oberste mit doppelter Deckenhöhe und Galerie, darüber die Dachterrasse. Große Acrylgemälde, das Deutsche Architekturmuseum präsentiert die beiden zur Sammlung zählenden in dieser Ausstellung, sind von Beginn an ein wichtiges Medium der Ideenentwicklung für das Büro Hadid. Explosionen, Zersplitterungen und Drehungen werden festgehalten, der Bildträger wird in einen multidimensionalen Raum gestreckt. Das Bürogebäude am Kurfürstendamm zeigt sich als transparente Form vor schwarzem Grund, die sich, wie durch einen Windstoß gegen die segelförmige Fassade, zu drehen beginnt. Auch das Interesse Hadids an der Kunst der Russischen Avantgarde und des Suprematismus wird hier, formal wie inhaltlich, sichtbar. Es geht es der Architektin um mehr als die Umsetzungen rasanter Ideen auf Papier. Mit ihren Entwürfen setzt sich Zaha Hadid für eine Form des Lebens ein, die von Dynamik durchsetzt ist und starre, veraltete Grenzen aufbricht....
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Paul Ernst Wilke (1894-1971): Landschaftsbilder aus fünf Jahrzehnten
Paul Ernst Wilke (1894-1971): Landschaftsbilder aus fünf Jahrzehnten

Paul Ernst Wilke (1894-1971): Landschaftsbilder aus fünf Jahrzehnten

Historisches Museum Bremerhaven
Bremerhaven | 30.09.2017-27.05.2018
Das Historische Museum Bremerhaven zeigt erstmals einen Teil seiner umfangreichen Kunstsammlung zu Paul Ernst Wilke. Die Ausstellung präsentiert vor allem 38 Gemälde, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt wurden. Die Arbeiten stammen aus der Zeit von 1921 bis 1969 und dokumentieren Wilkes gesamte Schaffenszeit. Im chronologischen Verlauf kann Wilkes künstlerische Entwicklung nachvollzogen werden. Paul Ernst Wilke (1894-1971) zählt zu den bekanntesten Malern aus Bremerhaven. Er bevorzugte maritime Motive von der norddeutschen Küste, von Island, Schweden oder Dänemark. Ansichten aus seiner Heimatstadt Bremerhaven bilden einen Schwerpunkt seiner Arbeiten, wobei Wilke in den Häfen besonders viele Motive fand. Als Impressionist malte er vor Ort unter freiem Himmel....
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Faszination Vielfalt - Forschung für ihr Leben

Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Frankfurt/Main | 30.09.2017-05.08.2018
Die Senckenberg- Gesell­schaft erforscht seit 200 Jahren die Vielfalt der belebten und unbelebten Natur. Dafür sammelt und bewahrt sie biologische und geologische Objekte. Rund 40 Millionen sind es bisher – und es werden jedes Jahr mehr. Anlässlich des Jubiläumsjahres 2017 öffnet Senckenberg diese umfang­reichen Archive der Natur. Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorga­nismen, Gesteine, Mineralien und sogar Meteorite: Die Jubiläums­-Sonderausstellung zeigt einen beeindruckenden Ausschnitt aus dieser Vielfalt, der „Geobiodiversität“. Etwa 6.000 Objekte – vom winzigen Käfer bis zum Okapi, von seltenen Pflanzen bis zu außergewöhnlichen Fossilien – sind in einer 15 Meter breiten und über vier Meter hohen Vitrine dicht an dicht zu bestaunen. Vom Marianengraben in der Tiefsee bis zum Mount Everest können Besucher zudem unterschiedlichste Ökosysteme erleben....
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Foto: Hendrik Zwietasch; Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Foto: Hendrik Zwietasch; Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Die Ritter: Leben auf der Burg

Landesmuseum Württemberg
Stuttgart | 01.10.2017-08.04.2018
2017 kommen die Ritter! Schon mal eine Burg belagert, eine Knappenprüfung abgelegt oder ein Kettenhemd anprobiert? Ob Handwerkstechniken oder Ritterturnier: Im Rahmen der Großen Mitmachausstellung „Die Ritter. Leben auf der Burg“ tauchen Jungen und Mädchen ab vier Jahren in die Welt des Mittelalters der Region ein. Auf einer Fläche von über 1.000 m² (!) nimmt die Präsentation das Leben auf der Burg zur Zeit der Staufer im 12. und 13. Jahrhundert in den Blick....
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Copyright: Ruhr Museum; Gestaltung: Uwe Loesch
Copyright: Ruhr Museum; Gestaltung: Uwe Loesch

Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum

Ruhr Museum Essen
Essen | 02.10.2017-02.09.2018
Die Ausstellung präsentiert über 500 Objekte. Der mit rund 2,9 Milliarden Jahren älteste Beleg stammt aus der Erdfrühzeit, als Bakterien begannen, die Sauerstoffhülle der Erde zu produzieren. Marokkanische Riesentrilobiten und russische Trilobiten mit Stielaugen aus dem Erdaltertum gehören zu den spektakulärsten Objekten der Sammlung. Gezeigt wird aber auch das mit fast 485 Millionen Jahren älteste Stück Nordrhein-Westfalens, eine Kolonie polypenähnlicher Lebewesen. Aus den Orkadischen Seen Schottlands werden urtümliche Fische präsentiert und aus längst vergangenen Meeren stamen ausgezeichnet erhaltene Haie und Rochen. Aus dem Erdmittelalter sind als Besonderheit Meereskrokodile und Fischsaurier der Sammlung Krupp zu sehen. Natürlich fehlen auch nicht die bei Sammlern so beliebten Ammoniten und die Vielfalt all der Tiere, die vor rund 100 Millionen Jahren im Ruhrgebiet im Meer der Kreidezeit zuhause waren. Die Erdneuzeit, in dessen jüngster Einheit, dem Holozän, wir leben, zeigt sich in ästhetisch äußerst reizvollen Sedimentstrukturen, die mittels Lackprofiltechnik konserviert wurden. Sie geben Einblick in die Erdgeschichten, an denen der Mensch heute beteiligt ist. Auch davon erzählen die Objekte der Ausstellung....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Olaf Metzel - Reise nach Jerusalem

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 03.10.2017-31.12.2018
Für die Eröffnung der Pinakothek der Moderne schuf Olaf Metzel eine Skulptur, die der bühnenhaften Ausstrahlung des Treppenhauses einen signifikanten Akzent verlieh. Das Interesse des Künstlers galt der einzelnen Säule auf dem mittleren Treppenabsatz, die er in ein schillerndes Gewand aus farbigem Acrylglas kleidete, in dessen Innerem sich deformierte Plastikstühle stapeln. „Reise nach Jerusalem“ nannte Metzel das exzentrische Werk, das sich schon bald zu einem Wahrzeichen des Museums entwickelte. Zum 15. Geburtstag des Museums ist die raumgreifende Arbeit erneut zu sehen....
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Wetterbericht: Über Wetterkultur und Klimawissenschaft

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 07.10.2017-04.03.2018
Das Wetter ist allumfassend und unentrinnbar. Niemand kann sagen: „Das gefällt mir nicht, und deshalb nehme ich daran nicht teil.“ Inwieweit nehmen Klima- und Wetterereignisse Einfluss auf die menschliche Zivilisation und Kultur? Sowohl die wissenschaftliche und statistische Erforschung des Klimas als auch der alltägliche Umgang mit dem Wetter sind Thema dieser Ausstellung und ihrer Begleitveranstaltungen. Dem Besucher wird das Wetter in ungeahnter Vielfalt begegnen: Wettervorhersage, Dokumente zu Naturkatastrophen, Solar- und Windenergie, Aerodynamik, Wetterphänomene als dramaturgische Effekte, Bauernregeln, Sintflut, Erkältungen und Pharmaindustrie, Kleidung von Mensch und Tier, Götterzorn, Kugelblitz und vieles mehr. Neben der kulturhistorischen Betrachtung des Wetters und seiner künstlerischen Rezeption spielen auch die wissenschaftliche Erfassung, die Geschichte der Meteorologie sowie aktuelle Aspekte der globalen Klimaveränderungen eine Rolle. Der Klimawandel ist Teil unseres kollektiven Bewusstseins, und trotz wissenschaftlicher Forschung und politischem Bemühen ist das Problem weit davon entfernt, gelöst zu sein. Die Ausstellung und ihre Begleitveranstaltungen werden mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln versuchen, verschiedene Thesen der Klimadebatte zu beschreiben, sie wollen aber vor allem Sensibilität und Aufmerksamkeit für das komplexe und lebensbedingende System unserer Atmosphäre wecken....
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Ann-Kathrin Müller, Vantage Point, 2014, Foto: Ann-Kathrin Müller
Ann-Kathrin Müller, Vantage Point, 2014, Foto: Ann-Kathrin Müller

Frischzelle_24: Ann-Kathrin Müller

Kunstmuseum Stuttgart
Stuttgart | 07.10.2017-07.10.2018
Im Fokus der Arbeiten von Ann-Kathrin Müller steht die erzählerische Kraft der Fotografie. Die Künstlerin entwirft ihre überwiegend als Werkreihen konzipierten Bilder ausnahmslos in einer kühlen Schwarz-Weiß-Ästhetik. In einigen ihrer analogen Fotografien thematisiert sie die Architekturgeschichte der Weißenhofsiedlung. Ein Beispiel dafür ist ihr Selbstporträt vor einem Gemälde Willi Baumeisters aus der Serie »Vantage Point« (2014). Ann-Kathrin Müller (*1988 in Nürtingen) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo sie auch Meisterschülerin von Ricarda Roggan war. Sie hat bereits an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, u.a. in der Villa Merkel Esslingen, der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und der Galerie EIGEN+ART Berlin. Die »Frischzelle_24« ist ihre erste museale Einzelausstellung....
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Vertieft in ein interessantes Experiment. Foto: Erika Moisan
Vertieft in ein interessantes Experiment. Foto: Erika Moisan

Technikland – staunen @ lernen

Museum Industriekultur Nürnberg
Nürnberg | 10.10.2017-25.02.2018
Zum fünften Mal startet das erfolgreiche Lernlabor "Technikland – staunen @ lernen" im Museum Industriekultur. Schon im Jahr 2015 hatte ein Team aus Museumsleuten, Wissenschaftlern und Praktikern die bewährten Hands-on-Stationen überarbeitet und teilweise modifiziert, neue Stationen waren hinzu gekommen. 2016 wurde das Technikland abermals erweitert um den Themenbereich Chemie mit einigen spannenden Experimenten. Die Entwicklung und Erprobung von Experimentier-Stationen, die intuitives Lernen durch Erfahren und Ausprobieren ermöglichen, technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge durch Reduktion erfahrbar und ihren Alltagsbezug deutlich machen, sind Ziel und Methode des Lernlabors "Technikland – staunen @ lernen". Das Technikland im Museum Industriekultur will Schülerinnen und Schülern durch erfahrungsorientierte Hands-on-Lerngelegenheiten spielerisch Interesse und Freude an Naturwissenschaft und Technik vermitteln. Es bietet dazu vier Themenkomplexe mit rund 30 Versuchen an. Die großen Themenbereiche 2017: Kraft und Konstruktion, Energie, Chemie, Licht und Farben sowie Computer und Robotik. Den Zugang zu diesen Themenbereichen erleichtern einerseits historisch/ museale Objekte und deren Geschichte, andererseits werden jeweils Phänomene, Prozesse und der Alltagsbezug technischer Zusammenhänge in den Vordergrund gestellt....
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Museum der Weltkulturen, Foto: Wolfgang Günzel
Museum der Weltkulturen, Foto: Wolfgang Günzel

Entre Terra e Mar - Zwischen Erde und Meer. Transatlantische Kunst

Museum der Weltkulturen
Frankfurt/Main | 12.10.2017-26.08.2018
Die Ausstellung präsentiert zeitgenössische politisch-poetische Interventionen und Werke der international bekannten Künstler Ayrson Heráclito aus Brasilien und Rigo 23 aus Portugal, der heute in Los Angeles, USA lebt und arbeitet. Sie bildet einen Höhepunkt in der langjährigen Beschäftigung des Museums mit afro-brasilianischen und indigenen Aspekten in der Kunst und Kultur Brasiliens und setzt neue Impulse hinsichtlich der aktuellen Wahrnehmung transatlantischer Kunstprozesse zwischen Afrika, Europa und Amerika. Kuratorinnen: Dr. Mona Suhrbier (Kustodin Amerikas, Weltkulturen Museum) und Dr. Jane de Hohenstein (Ethnologin, Salvador de Bahia)...
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Foto: Hendrik Zwietasch; Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Foto: Hendrik Zwietasch; Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Faszination Schwert

Landesmuseum Württemberg
Stuttgart | 13.10.2017-28.04.2018
Seit jeher fasziniert das Schwert die Menschen: Als tödliche Waffe, Hightechprodukt, symbolträchtiges Prestigeobjekt und Insigne von Herrschern gelangte es in Gräber, war Opfer für die Götter, Gegenstand von Mythen, Sagen und Legenden und beliebtes Objekt auf Bilderwerken aller Art. Als Waffe der Helden fasziniert es noch bis heute. Das zeigt die kommende Sonderausstellung....
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Seff Weidl: Skulptur „Einigkeit“ in der Gartenstadt Vahr, Bremen, 1959 (Foto: Hamburgisches Architekturarchiv)
Seff Weidl: Skulptur „Einigkeit“ in der Gartenstadt Vahr, Bremen, 1959 (Foto: Hamburgisches Architekturarchiv)

Ernst May und die Skulptur. Von Richard Scheibe bis Seff Weidl

Ernst-May-Haus
Frankfurt/Main | 14.10.2017-01.04.2018
Ernst May verband zeit seines Lebens eine besondere Beziehung mit der bildenden Kunst und speziell der Bildhauerei. Nach eigener Aussage wäre der Architekt selbst gerne bildender Künstler geworden, entschied sich dann jedoch für den Beruf des Architekten. Während der Zeit des Neuen Frankfurt pflegte May stets Austausch mit zeitgenössischen Bildhauern, wie Richard Scheibe und Josef Hartwig, in den 1950er Jahren dann mit Bernhard Heiliger und Seff Weidl. Weidls monumentale Bronzeskulpturen formen integrale Bestandteile von Bauten und städtebaulichen Ensembles, die Ernst May für die Neue Heimat realisierte. Die Ausstellung untersucht die Wechselwirkungen zwischen Ernst Mays Architektur und der Bildhauerei, angefangen bei seinem Frühwerk, seinen Arbeiten in Frankfurt am Main, bis hin zu seinen Arbeiten der Nachkriegszeit....
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Imi Knoebel, Weiß Schwarz 15, 2010 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Imi Knoebel, Weiß Schwarz 15, 2010 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Von Alu bis Zement. Bilder, Plastiken und Objekte

Museum Ritter - Sammlung Marli Hoppe-Ritter
Waldenbuch | 15.10.2017-08.04.2018
Ob aus Aluminium, Farbpigmenten, Filz, Kunststoff, Kreide oder gar aus Zement: Kunst, das ist spätestens in den Sechzigerjahren klar geworden, kann aus sehr vielfältigen, insbesondere auch aus kunstfernen Materialien geschaffen werden. Die Frage nach dem Ausgangsstoff der Gestaltung und seinen spezifischen Eigenschaften ist nach wie vor zentral auf dem Gebiet der konstruktiven Kunst. Die Ausstellung Von Alu bis Zement rückt mit Werner Bauer, Imi Knoebel, Reiner Seliger, Klaus Staudt, Günter Umberg, Peter Weber und Martin Willing daher solche Künstler ins Blickfeld, die in ihren Werken aus dem Alltag vertraute, industriell hergestellte oder auch anspruchsvolle und hochwertige Materialien verarbeiten. Die ästhetische Transformation der einzelnen Werkstoffe folgt dabei sehr individuellen Ansätzen: So setzt Werner Bauer unterschiedliche Folien ein, um Licht zu modellieren, während Klaus Staudt in seinen Objektkästen Licht und Schatten zum Tanzen bringt. Farbe erscheint in den aus Aluminium konstruierten Bildreliefs von Imi Knoebel als glänzender und deutlich sichtbarer Pinselduktus; bei Günther Umberg zeigt sie sich hingegen in Form von Farbpigmenten auf einer samtig-pudrigen, nahezu immateriell anmutenden Oberfläche. Auch Reiner Seligers fließende Farbfelder aus Kreide oder Zementstücken üben einen ungemein haptischen Reiz auf den Betrachter aus. Eine experimentelle Herangehensweise schließlich vertreten Peter Weber und Martin Willing: Während in den Faltungen von Peter Weber der weiche Filzstoff in seiner Biegsamkeit und Dichte zur Wirkung kommt, werden in den schwingenden Plastiken von Martin Willing Geometrie, Aluminium und physikalische Kräfte miteinander austariert. Die Ausstellung aus den Beständen der Sammlung Marli Hoppe-Ritter vereint rund 50 Werke der Objekt- und Lichtkunst, Materialbilder, kinetische Plastiken sowie malerische Positionen von 1960 bis heute. Von den vertretenen Künstlern wurden im Laufe der Jahrzehnte mehrere Werke erworben, die es ermöglichen, eine gewisse Bandbreite in der Entwicklung des jeweiligen Schaffens zu präsentieren....
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I, the World, Things, Life, 2004/16 (Magasin, Grenoble) © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
I, the World, Things, Life, 2004/16 (Magasin, Grenoble) © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Jacob Dahlgren - Quality Through Quantity

Museum Ritter - Sammlung Marli Hoppe-Ritter
Waldenbuch | 15.10.2017-08.04.2018
Jacob Dahlgren gehört zu einer Generation zeitgenössischer Künstler, die die konstruktiv-geometrische Tradition konsequent weiterführt, dabei jedoch zu völlig neuen Spielarten gelangt. Seine Werkstoffe sind einfache Alltagsobjekte aus der Massenproduktion, die er in Kaufhäusern oder Baumärkten findet. Kleiderbügel aus Plastik, Bleistifte, Meterstäbe oder Handsägen setzt der Künstler in großen Mengen ein, um daraus Werke zu schaffen, in denen das Prinzip der vielfachen Wiederholung transformatorisch wirkt und Neues hervorbringt. Das vermeintlich qualitätssichernde Motto „Klasse statt Masse“ führt er in diesen Arbeiten ad absurdum und beweist, dass Quantität und Qualität einander nicht ausschließen, sondern Klasse gerade auch durch Masse entstehen kann. Zu Dahlgrens eindrucksvollsten Werken, die konstruktive Klarheit und Serialität originell in Szene setzen, zählt die aus mehreren hundert Dartscheiben bestehende Wandinstallation I, the World, Things, Life. Eigens für die Ausstellung im Museum Ritter hat er eine neue, monumentale Version dieser erstmals im Jahr 2004 ausgeführten Arbeit realisiert. Die Installation besticht durch ihren starken visuellen Effekt, der an die flimmernden Kompositionen der Op-Art erinnert. Hinzu kommt eine erfrischend spielerische und interaktive Komponente: Indem die Ausstellungsbesucher bunte Pfeile auf die Dartscheiben werfen, „malen“ sie das Bild gleichsam weiter. Jacob Dahlgrens Obsession fürs Repetitive manifestiert sich nicht nur in den Einzelwerken aus Alltagsutensilien, sondern auch in seinen konzeptuellen Projekten. Hierzu zählt das Tragen von Ringelshirts ebenso wie täglich sich erweiternde Fotoserien. Die Ausstellung "Quality Through Quantity" gibt Einblicke in Jacob Dahlgrens ungewöhnliches Werk und würdigt einen der spannendsten Akteure der aktuellen geometrisch-abstrakten Kunstszene....
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Foto: Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach
Foto: Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach

PANORAMA - Imagination und Sprache. Schlüsselwerke der Sammlung Hurrle

Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach
Durbach | 15.10.2017-23.04.2018
Mit einem Fundus von über 2000 Kunstwerken überwiegend deutscher Nachkriegskunst und ihrer Vorläufer bietet die Sammlung Hurrle einen exzellenten Überblick über die wegweisenden Strömungen, Künstlerpersönlichkeiten und –gruppen. Beginnend mit den Vorläufern der Nachkriegskunst, wie beispielsweise dem Expressionismus, über die Vertreter der sogenannten Verlorenen Generation, die im Krieg Werk, Heimat und Anerkennung verloren haben, hin zu den Strömungen der Abstraktion, wie Informel und Konstruktivismus und schließlich zu den erneuerten Ansätzen figurativer Malerei, wie Karlsruher Neue Figuration und Neue Wilde, wird dem Besucher Einblick in die Kunstentwicklung nach dem 2. Weltkrieg geboten. Es zeigt sich, dass der Sammler Rüdiger Hurrle stets fasziniert war von den Wechselwirkungen, Entwicklungen und Spannungsfeldern der Kunst: Die Künstler der ersten internationalen Gruppe CoBrA mit Constant und Asger Jorn bilden ebenso ein wichtiges Konvolut wie die revolutionären Mitglieder der Münchner Gruppen WIR, SPUR und Kollektiv Herzogstraße. Aber auch die ostdeutsche Kunst, die lange Zeit den figurativen Gegenpol bildete, macht einen bedeutenden Teil der Sammlung aus, sowohl beispielsweise die staatlich anerkannten Künstler wie Willi Sitte als auch die avantgardistischen Renegaten von Clara Mosch. Die Ausstellung bietet anhand der Glanzpunkte der Sammlung einen Einblick in die Fülle der Nachkriegskunst bis heute....
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Foto: Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
Foto: Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

Wie alles begann... Ernest Martin und Düsseldorfs Freie Szene nach den 1960er Jahren

Theatermuseum Düsseldorf
Düsseldorf | 17.10.2017-15.04.2018
Das Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf zeigt aus Anlass des 85. Geburtstages von Ernest Martin eine Ausstellung, die sich schwerpunktmäßig mit seinen Düsseldorfer Jahren beschäftigt. Plakate, Fotos, Videos, Theaterrezensionen und Material aus dem Vorlaß ergeben ein vielschichtiges Bild der Künstlerpersönlichkeit und seiner Gruppe. Die Ausstellung konnte realisiert werden durch zahlreiche Leihgaben und die Schenkung Siegfried Thielers, der die Gruppe von 1968 bis 1985 fotografisch begleitet hat. Der Regisseur, Intendant, Schauspieler und Tänzer Ernest Martin wurde in Brooklyn geboren, studierte von von 1950 bis 1953 am staatlichen City College of New York Psychologie und konnte bereits während seines Studiums erste Erfahrungen als Regisseur am Off-Broadway sammeln. In Seattle folgte von 1954 bis 1955 an der dortigen Drama School ein theaterwissenschaftliches Studium, 1956 erhielt er die Gelegenheit zu einem einjährigen Praktikum am East 6th Street Theater unter dem Theaterregisseur und Produzenten Joseph Papp.Bereits in dieser Zeit erhielt Martin wesentliche Anregungen durch die Theatergruppe The Living Theater um Julian Beck, deren unkonventionelle Darstellungsformen ihn schon damals nachhaltig inspirierten....
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baubionik – biologie beflügelt architektur
baubionik – biologie beflügelt architektur

baubionik – biologie beflügelt architektur

Staatliches Museum für Naturkunde - Museum Schloss Rosenstein
Stuttgart | 19.10.2017-06.05.2018
Bionik gehört zu den interessantesten Kombinationen von Grundlagenforschung und praktischen Anwendungen. Die Analyse von biologischen Konstruktionen und ihre Umsetzung in Architektur und technischen Systemen führen zu verblüffenden neuen Lösungen. An populären Beispielen mangelt es nicht, vom wasserabstoßenden Effekt des Lotusblatts bis zum Sonnenkollektor in der Eisbärhaut. Die Sonderausstellung „baubionik – biologie beflügelt architektur“ beschreitet neue Wege. Nicht die altbekannten Beispiele und Geschichten stehen im Vordergrund, sondern aktuelle Forschung: Die Ausstellung ist Teil und Schaufenster des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs „Biological Design and Integrative Structures – Analysis, Simulation and Implementation in Architecture“ Das große Ziel: Die Entwicklung einer nachhaltigen Architektur, die mit Energie effizient umgeht und gleichzeitig ästhetisch überzeugt. Geforscht wird an ganz konkreten Objekten mit ganz konkreten Zielen. Einige Beispiele: Wie sind die Platten geformt und verzahnt, aus denen Seeigel ihre Gehäuse bilden? Zeigen sie Wege in eine ganz andere Form von Plattenbau – nicht stereotyp aus immer gleichen Elementen, sondern ganz individuell? Sind die modularen Leitungssysteme von Pflanzen oder die einerseits steifen, andererseits gelenklos beweglichen Stechrüssel von Wanzen nicht viel besser als konventionelle technische Leitungen? Dämpfung und Dämmung – also die gezielte „Vernichtung“ von Energie bei mechanischer Belastung oder Energiesparen durch Isolationsmaterialien – ein zentrales Thema für nachhaltiges Bauen. Können die dicke Schale einer Pomelo und der Stachel eines Seeigels technische Lösungen inspirieren? Welche Kräfte und Mechanismen wirken, wenn Blüten sich öffnen oder die fleischfressende Venusfliegenfalle zuschnappt? Lassen sich daraus zum Beispiel Verschattungssysteme entwickeln, die effektiver (und schöner) sind als die klassischen Jalousien? Nichts ist massiver als Beton. Lässt sich von biologischen Vorbildern lernen, wie Beton durch den gezielten Einbau von Poren leichter wird, ohne an Stabilität einzubüßen? Schnecken stellen ihr manchmal reich mit Rippen oder Skulpturen verziertes Gehäuse über eine geniale 3-D-Druck-Methode her: Lassen sich so auch individuelle Architektur-Elemente produzieren?...
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Adolf Höninghaus (1810 – 1882), Ohne Titel, o.J., Öl auf Papier auf Pappe, 29 x 38,2 cm, Inv. Nr. GV 2016/805, Slg. Kunstmuseen Krefeld, Foto: V. Döhne, Kunstmuseen Krefeld
Adolf Höninghaus (1810 – 1882), Ohne Titel, o.J., Öl auf Papier auf Pappe, 29 x 38,2 cm, Inv. Nr. GV 2016/805, Slg. Kunstmuseen Krefeld, Foto: V. Döhne, Kunstmuseen Krefeld

Der unersättliche Blick. Die Reisen des Landschaftsmalers Adolf Höninghaus

Kaiser-Wilhelm-Museum - Kunstmuseum Krefeld
Krefeld | 20.10.2017-08.04.2018
Das Reisen durchzieht die Ausstellung Der unersättliche Blick wie ein verführerischer Leitgedanke. Gemeinsam mit dem Landschaftsmaler Adolf Höninghaus (1810 – 1882) können Bachläufe im Neandertal bei Düsseldorf entdeckt, das Forum Romanum in Rom erkundet und nach Sizilien übergesetzt werden. Dabei gilt es Wolkenformationen zu beobachten, einzelne Pflanzen, Bäume und Landschaften präzise wahrzunehmen und den Malprozess des Künstlers von der Skizze bis zum Gemälde nachzuspüren. Mit rund 110 Ölskizzen, 160 Zeichnungen und einigen Ölgemälden präsentiert die Ausstellung erstmals eine umfangreiche Auswahl an Werken aus dem Nachlass des Künstlers, der sich seit 1897 im Museum befindet. Mit Adolf Höninghaus wird ein klassischer Vertreter der Düsseldorfer Malerschule entdeckt und die Geschichte der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts um eine faszinierende Episode fortgeschrieben. Adolf Höninghaus hat von 1829 bis 1834/1835 bei Johann Wilhelm Schirmer und Carl Friedrich Lessing an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Die Grand Tour nach Italien trat er 1844 an. Die ewige Stadt Rom wurde ihm zeitweilig zur Wahlheimat, von hier erkundete er die Campagna, Tivoli, Frascati, bis es ihn weiter nach Sizilien zog. 1848 kehrte er über Frankreich wieder zurück nach Deutschland, wo er sich 1857 schließlich in Dresden niederließ. Gemälde von Johann Wilhelm Schirmer, Carl Friedrich Lessing, Carl Ferdinand Sohn und anderen bereichern die Präsentation und lassen den zeitgenössischen Kontext für das Werk von Höninghaus aufscheinen. Erstmals wird damit auch die Düsseldorfer Malerschule als Teil der Sammlung der Kunstmuseen Krefeld zum Thema. Einige beeindruckende Leihgaben ergänzen die Präsentation. Im Dialog mit dem Werk von Adolf Höninghaus steht der Konzeptkünstler Victor Burgin mit der Videoinstallation Voyage to Italy von 2006. In zwei unterschiedlichen Jahrhunderten haben beide Künstler das gleiche Reiseziel: Italien. Und beide setzen sich bewusst mit bereits bestehenden Bildern und Vorstellungen auseinander und schaffen durch einen reproduzierenden Blick ein eigenes ‚Italienbild‘....
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Victor Burgin, Basilica I, 2006, Fotografie, 12 x 8 cm, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln, © Victor Burgin
Victor Burgin, Basilica I, 2006, Fotografie, 12 x 8 cm, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln, © Victor Burgin

Victor Burgin. Voyage to Italy

Kaiser-Wilhelm-Museum - Kunstmuseum Krefeld
Krefeld | 20.10.2017-08.04.2018
Voyage to Italy ist eine Suite des britischen Künstlers Victor Burgin, die aus drei Werken besteht: einer Einkanalprojektion mit Ton und zwei Foto-Text-Arbeiten. Alle Bilder wurden in der Basilika von Pompeji aufgenommen. In Szene gesetzt wird ein Wechselspiel zwischen einem architektonischen Schauplatz, einem frühen Dokumentarfoto und einem klassischen erzählenden Film. „Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das Bild von einer Frau, die in einer klassischen Ruine steht. Das Foto, das aus einem im 19. Jahrhundert entstandenen Album mit Fotografien von Carlo Fratacci stammt, trägt die Aufschrift »Basilica«. Auf das Bild stieß ich im fotografischen Archiv des Canadian Centre for Architecture in Montreal, wo ich eingeladen war, mit einem noch zu schaffenden Werk auf die dortige Sammlung zu reagieren. In Pompeji filmte ich zwei 360-Grad-Panorama-Ansichten von der Basilika: eine aus der Position der Frau in Frataccis Bild, die andere vom Standpunkt des Fotografen aus. Auch fotografierte ich jede einzelne von den Säulen, die den rechteckigen Raum, in dem die Frau steht, umreißen.“ Victor Burgin Der Künstler Victor Burgin (geb. 1941) ist Wegbereiter und Theoretiker der Konzeptkunst, die seit den 1960er Jahren der Idee den Vorrang gegenüber der materiellen Erscheinung eines Kunstwerks gibt. Die Videoinstallation Voyage to Italy steht im Dialog mit dem Werk des Landschaftsmalers Adolf Höninghaus, das in der Ausstellung Der unersättliche Blick erstmals vorgestellt wird. In zwei unterschiedlichen Jahrhunderten haben beide Künstler das gleiche Reiseziel: Italien. Und beide setzen sich bewusst mit bereits bestehenden Bildern und Vorstellungen auseinander und schaffen durch einen reproduzierenden Blick ein eigenes ‚Italienbild‘....
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Plakat "Gegen Nikolajewitsch Wrangel" (Ausschnitt), um 1920, DHM
Plakat "Gegen Nikolajewitsch Wrangel" (Ausschnitt), um 1920, DHM

1917 Revolution: Russland und Europa

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 20.10.2017-15.04.2018
Im Jahr 2017 jährt sich die Russische Revolution zum 100. Mal. Die revolutionären Ereignisse und der bis 1922 anhaltende Bürgerkrieg in Russland führten zu einem grundlegenden Systemwechsel, der das gesamte 20. Jahrhundert prägte. Mentalitäts- und kulturgeschichtlich bewirkte die Revolution zunächst einen Aufbruch in allen Bereichen der Gesellschaft. Sie führte zu neuen Formen in Wirtschaft, Bildung und Kultur, förderte nationale, politische und soziale Befreiungsbewegungen, inspirierte Künstler und Kulturschaffende weit über die Grenzen Russlands hinaus und forderte das Wertesystem der alten europäischen Gesellschaften heraus. Damit einher gingen von Anfang an aber auch politische Gegenbewegungen, Terror und gewaltsame Unterdrückungsmaßnahmen, denen die Revolution letztlich ihren Abschluss verdankt. Diese Entwicklung führte die Gewalterfahrung des Weltkrieges fort und prägte die Menschen in der Region über mehrere Generationen. Diese Aspekte wirken bis heute nach. Auch wenn die Polarisierung der Welt erst ein Ergebnis des Zweiten Weltkrieges war, so sind doch die Revolution und die Gründung der Sowjetunion 1922 Wegbereiter dieser zukünftigen Entwicklung. Die umwälzenden Geschehnisse im größten Land Europas führten zu einem neuen politischen System, das im Gegensatz zu der parlamentarisch-demokratischen Entwicklung anderer europäischer Staaten stand. Dies war der Ausgangspunkt für eine anhaltende Auseinandersetzung unterschiedlicher politischer Modelle in Europa in den 1920er- und 1930er-Jahren. Die Ausstellung im Deutschen Historischen Museum thematisiert die komplexen revolutionären Ereignisse in Russland und deren vielschichtigen Folgen für Europa und geht der Frage nach, welche Reaktionen und Gegenreaktionen der politische und gesellschaftliche Umsturz in ausgewählten europäischen und auch außereuropäischen Staaten hervorgerufen hat. Anhand von Beispielen will die Ausstellung zudem den Blick für die Gegenwartsbezüge der Ereignisse von vor 100 Jahren öffnen und damit einen Beitrag zu Einordnung und Verständnis aktueller Konflikte leisten....
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Foto: Museum Brandhorst
Foto: Museum Brandhorst

Seth Price - Social Synthetic

Museum Brandhorst
München | 21.10.2017-08.04.2018
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Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Marcelo Hernandez
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Marcelo Hernandez

Natur als Bild und als Dekor: Japanische Färbeschablonen - Katagami

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 24.10.2017-31.03.2018
Katagami, japanische Musterschablonen aus Maulbeerbaumpapier, dienten zum Färben von Kimonos, Vorhängen oder Tüchern und zeigen den großen Einfallsreichtum der japanischen Dekorwelt. Als die Europäer im 19. Jahrhundert die Einzigartigkeit dieser Färbeschablonen entdeckten, wurde aus dem handwerklichen Gebrauchsgegenstand ein Kunstobjekt. Die Dekore beruhen auf einer raffinierten Vereinfachung und Stilisierung der Naturformen und einer Positiv-Negativbehandlung des Motivs. Die Ausstellung konzentriert sich auf das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert, als man großflächige, dynamisch-schwingende Entwürfe bevorzugte. Das entsprach dem Wunsch der Städter nach ausgefallenen und witzigen Motiven. Die Ausstellung gliedert sich in drei Themen: Wasserwelten, Tiere und Pflanzen. Zu sehen sind ca. 70 katagami aus der Sammlung des MKG. Sie werden von dreidimensionalen Objekten aus Bronze und Keramik ergänzt....
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George Grosz, Strassenszene (Kurfürstendamm, Berlin), 1925, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
George Grosz, Strassenszene (Kurfürstendamm, Berlin), 1925, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 27.10.2017-25.02.2018
Soziale Span­nun­gen, poli­ti­sche Kämpfe, gesell­schaft­li­che Umbrü­che, aber auch künst­le­ri­sche Revo­lu­tio­nen charak­te­ri­sie­ren die Weima­rer Repu­blik. In einer großen Themen­aus­stel­lung wirft die SCHIRN einen Blick auf die Zeit zwischen 1918 und 1933. Realis­ti­sche, ironi­sche und groteske Arbei­ten verdeut­li­chen den Kampf um die Demo­kra­tie und zeich­nen das Bild einer Gesell­schaft in der Krise und am Über­gang. Die Verar­bei­tung des Ersten Welt­kriegs in Form von Bildern verkrüp­pel­ter Solda­ten und „Kriegs­ge­winn­lern“, die Groß­stadt mit ihrer Vergnü­gungs­in­dus­trie und die zuneh­mende Prosti­tu­tion, die poli­ti­schen Unru­hen und wirt­schaft­li­chen Abgründe werden stilis­tisch ebenso viel­fäl­tig inter­pre­tiert wie das Rollen­bild der „Neuen Frau“ oder die Debat­ten um § 175 (Homo­se­xua­li­tät) und § 218 (Abtrei­bung). Auch die sozia­len Verän­de­run­gen durch die Indus­tria­li­sie­rung oder die wach­sende Begeis­te­rung für den Sport spie­geln sich in der Kunst der Zeit wider. Die Ausstel­lung versam­melt rund 200 Werke bekann­ter und wenig beach­te­ter Künst­le­rin­nen und Künst­ler – u.a. Max Beck­mann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, Conrad Felix­mül­ler, George Grosz, Carl Gross­berg, Hans und Lea Grun­dig, Karl Hubbuch, Lotte Laser­stein, Alice Lex-Nerlin­ger, Elfriede Lohse-Wächt­ler, Jeanne Mammen, Oskar Nerlin­ger, Franz Radzi­will, Chris­tian Schad, Rudolf Schlich­ter, Georg Scholz und Richard Zieg­ler. Zusam­men mit histo­ri­schen Foto­gra­fien, Filmen, Zeit­schrif­ten und Plaka­ten entwirft die SCHIRN ein eindrück­li­ches Panorama der Kunst der Weima­rer Repu­blik....
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Hans-Jochen Marquardt (Motiv auf dem Werbeprospekt des Verlags von 1925)
Hans-Jochen Marquardt (Motiv auf dem Werbeprospekt des Verlags von 1925)

Universal. Reclams Jahrhundertidee – Leipzig 1867 bis 1990

Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig
Leipzig | 27.10.2017-03.06.2018
Reclams Universal-Bibliothek (RUB) – 1867 in Leipzig aus der Taufe gehoben – steht als Herzstück des Reclam-Verlages für den modernen Gedanken der "Literaturversorgung für alle". Der niedrige Preis bei hoher Auflage erlaubte eine maximale Verbreitung von Texten. Zum 150. Jahrestag der Gründung widmet das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Idee von Anton Philipp Reclam eine Ausstellung. Ausgehend vom "Klassikerjahr" 1867 wird anhand ausgewählter Exponate aus der Leipziger Produktion – zumeist aus der Sammlung von Dr. habil. Hans-Jochen Marquardt, Halle (Saale) – der Blick auf Buchgestaltung, technische Herstellung und Werbemethoden, aber auch auf die Themen Feldbücherei oder die RUB in der DDR gerichtet....
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„New breath or Congo budding“, Skulptur im Entstehen, 2017 (© Aimé Mpane)
„New breath or Congo budding“, Skulptur im Entstehen, 2017 (© Aimé Mpane)

Aimé Mpane - 'What is peace'

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 29.10.2017-04.03.2018
Der aus einer Künstlerfamilie in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa stammende Aimé Mpane (Jg. 1968) lebt, lehrt und arbeitet in Kinshasa und Brüssel. Seine Arbeiten beschäftigen sich vor allem mit dem Erbe des Kolonialismus in Afrika und dessen Spuren. Trotz aller Grausamkeiten, die bei Mpane anklingen, sprechen die Arbeiten von Solidarität, Hoffnung und Mut. Mpane versteht sich als politischer Künstler, als Förderer eines kollektiven Bewusstseins. Seine Arbeiten waren bereits 2012 in Dortmund zu sehen. Im Studio zeigt er nun ein speziell für Dortmund entwickeltes Werk....
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Gabriele Münter

Kunstbau München
München | 31.10.2017-08.04.2018
Bevor Gabriele Münter sich der Malerei zuwandte, hatte sie bereits fotografiert, um 1900 und zwar zum ersten Mal in den USA. Bald wird sie anfangen zu malen, fast täglich, ihr Leben lang. Und Gabriele Münter geht ins Kino! Sie war eine offene und experimentierfreudige Künstlerin, vieles, was sie geleistet hat, ist bisher nur wenig wahrgenommen worden, weil ihr Werk meist durch den engen Fokus ihrer Biografie und ihrer Beziehung zu Kandinsky interpretiert wurde. Bis heute sind daher fast nur ihre Bilder aus der Zeit des »Blauen Reiter« im Zentrum der Aufmerksamkeit gewesen. Und so ist der Name Münter vorwiegend mit dem deutschen Expressionismus assoziiert, mit Murnau und dem Münter-Haus. Münters Werk ist jedoch deutlich facettenreicher, fantasievoller und stilistisch breitgefächerter als bisher bekannt. Mit der ihr im Lenbachhaus gewidmeten Ausstellung wollen wir diese reduzierte Rezeption ihrer Arbeit erweitern. Wir wollen die Komplexität und Eigenständigkeit von Münters Schaffen anhand kunsthistorischer Fragen sichtbar machen und neu bewerten. Im Mittelpunkt der Schau wird ihr malerisches Oeuvre stehen, welches in verschiedenen thematischen Sektionen präsentiert wird. Von den klassischen Gattungen wie Porträt und Landschaft über Interieur, Abstraktion bis hin zum »Primitivismus« werden wir das reiche Gesamtwerk der Künstlerin vorstellen. Da Münter ihre künstlerische Laufbahn mit der Fotografie begann, was nachhaltige Spuren in ihrer Malerei hinterließ, werden wir auch eine kleine Sektion dieser Technik widmen. Wir zeigen daher Fotografien, die sie 1899-1900 während ihrer Reise in die USA geschaffen hat. Zudem wird ihr frühes Interesse für das neue Medium »Film« durch Filmstationen dokumentiert. Ein großer Teil der 130 Gemälde in der Ausstellung wurde noch nie oder letztmals vor Jahrzehnten der Öffentlichkeit präsentiert. Er stammt aus dem Nachlass der Künstlerin, der sich in der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung befindet. Diese Werke werden durch internationale und selten ausgestellte Leihgaben ergänzt. Die Ausstellung wird durch die Städtische Galerie im Lenbachhaus und durch die Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung erarbeitet und findet anlässlich des 140. Geburtstags von Gabriele Münter und des 60. Jubiläums ihrer Schenkung 1957 von Werken der Blaue Reiter-Künstler an das Lenbachhaus statt. Kuratiert von Isabelle Jansen und Matthias Mühling...
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Marlice Hinz, Junge Frau mit Katze, Federzeichnung, Berlin, ca. 1928, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Marlice Hinz, Junge Frau mit Katze, Federzeichnung, Berlin, ca. 1928, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

BilderKatzenBilder

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 03.11.2017-04.03.2018
Seit der Antike sucht der Mensch die Nähe zur Katze. Er liebt das Fell, die Eleganz, das Schnurren, das putzige Spiel. Ob es sich umgekehrt genauso verhält, ist bis heute fraglich. Lieben Katzen den Menschen, oder nur dessen Futter und seinen Ofen? Anders als der Hund haben sie sich nie bedingungslos unterworfen und gelten oft als eigensinnig, egoistisch und hinterhältig. Dieses widersprüchliche Image zeigt sich in der Auswahl von Katzenbildern, die anlässlich der Sonderausstellung TIERE. Respekt/Harmonie/Unterwerfung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) aus der Sammlung Grafik und Plakate im MKG zusammengestellt wurde. Über 100 sehr unterschiedliche Exponate zeigen, wie Katzen Bestandteil unserer Kultur geworden sind. Das reicht vom Sympathieträger bis zum Rheumafell, vom Märchen bis zum tief sitzenden Aberglauben, vom Kabarett-Symbol bis zum Erfolgsmusical. In Katzenbildern parodieren die Tiere den Menschen, sie zeigen sich von ihren besten Seiten, sind lieblich und kuschelig oder sie weisen hochnäsig die kalte Schulter, sind frech und drohen mit Krallen. Zu sehen sind Plakate, Grafik, Sammelbilder, Kinderbücher, Zeitschriften, Zeichnungen und Drucke aller Art, einige Filme sowie Texte aus verschiedenen Quellen, bis hin zu den #Barcelona-Cats ergänzen die Ausstellung....
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Merian C. Cooper & Ernest B. Schoedsack, King Kong und die weisse Frau, 1933, Filmstill, © Foto: Beta Film / Deutsches Filminstitut, Frankfurt-KINEOS Sammlung
Merian C. Cooper & Ernest B. Schoedsack, King Kong und die weisse Frau, 1933, Filmstill, © Foto: Beta Film / Deutsches Filminstitut, Frankfurt-KINEOS Sammlung

TIERE. Respekt/Harmonie/Unterwerfung

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 03.11.2017-04.03.2018
Über Tiere wird zurzeit viel debattiert: Haben sie eine Seele, wie viel Leid spüren sie, muss ihre Individualität durch eigene Rechte geschützt werden? Haben wir Menschen die moralische Legitimation über sie zu verfügen? Dürfen wir ihre Existenz unserem persönlichen Wohl unterordnen, sie verzehren, uns mit ihrer Haut kleiden, sie der Freiheit be-rauben und abrichten zu unserem Vergnügen? In der wissenschaftlichen Diskussion wird das Verhältnis zwischen Mensch und Tier – korrekt zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren – sehr ernst genommen. Im Alltag konsumorientierter Gesellschaften wird dieser Respekt nicht gelebt, das Verhältnis des Menschen zum Tier changiert zwischen unreflektierter Verwertung und sentimentaler Vermenschlichung. Vor dem Hintergrund dieser Kontraste möchte die Ausstellung TIERE. Respekt/Harmonie/Unterwerfung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) informieren und aus der Perspektive der Kunst sensibilisieren für die Chancen einer respektvollen Koexistenz. Die Ausstellung betrachtet das Zusammenleben und -wirken von Tier und Mensch ohne enzyklopädischen Anspruch aus unterschiedlichen Perspektiven in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen. Im Zentrum steht dabei immer die Frage: Wie nah oder wie fremd sind Mensch und Tier einander? Denn vor allem handelt die Ausstellung TIERE vom Menschen und seinem Selbstentwurf in der Natur. Das Tier als Folie seiner Selbstvergewisserung durchzieht als roter Faden den Ausstellungsrundgang. In Themeninseln treffen Arbeiten der Hochkultur, Exponate aus populärem Kontext, Werke indigener Kulturen und naturkundliche Objekte aufeinander. Die Exponate reichen von der Antike bis in die Gegenwart. Die Ausstellung versammelt etwa 200 Leihgaben: Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Videokunst, Instal-lationen, Animationsfilme und Comics. Das ganze Museum steht für vier Monate unter dem Motto TIERE. Neben der 1.200 Quadratmeter großen Sonderschau variieren und vertiefen insgesamt 14 Satelliten mit Werken aus den eigenen Beständen das Thema. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag. Künstler: u.a. Jennifer Allora & Guillermo Calzadilla | Max Beckmann | Joseph Beuys | Jean Carriès | Albrecht Dürer | Max Ernst | Emmanuel Frémiet | Johann Heinrich Füssli | Jean Paul Gaultier | Giambologna | Douglas Gordon | Francisco de Goya | Ernst Haeckel | Anna Haifisch | George Herriman | Akihiro Higuchi | Hans Hoffmann | Alexander von Humboldt | Fernand Khnopff | Athanasius Kircher | Walt Kelly | Paul Klee | Franz Marc | Gabriel von Max | Henri Rousseau | Michael Schmidt | George Stubbs | Franz von Stuck | Ai Weiwei Die Ausstellung betrachtet das Verhältnis von Tier und Mensch aus der Perspektive der Künste und beschäftigt sich in diesem Rahmen mit ethischen, spirituellen und emotionalen Fragen. Das Centrum für Naturkunde (CeNak) der Uni-versität Hamburg ergänzt als Kooperationspartner des MKG die Perspektive um den naturwissenschaftlichen Blick auf die Stellung des Menschen in der Tierwelt. Neben gemeinsamen Angeboten mit dem Zoologischen Museum themati-siert das CeNak in seiner Sonderausstellung „Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald“ (10. November 2017 bis 29. März 2018) das aktuelle Forschungsfeld von Artensterben, Entwaldung und Klimawandel....
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Cyrill Lachauer, The Adventures of a White Middle Class Man (From Black Hawk to Mother Leafy Anderson), No. N, 2016/2017, © Cyrill Lachauer
Cyrill Lachauer, The Adventures of a White Middle Class Man (From Black Hawk to Mother Leafy Anderson), No. N, 2016/2017, © Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer: What do you want here

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 03.11.2017-30.04.2018
Cyrill Lachauer ist Spurenleser. Seine Arbeiten sind Resultate langer Reisen, die ihn vom aktuell viel besprochenen Hinterland der USA bis zu seinen eigenen Wurzeln nach Oberbayern und Berlin führen. In seinen Fotografien, Filmen und Texten werden Leerstellen, Zitate und scheinbar beiläufige Details zu Spuren von verborgenen Geschichten, die sich in die Landschaften eingeschrieben haben und sie nachhaltig prägen. Die Ausstellung What Do You Want Here zeigt erstmals einen Werkzyklus, der in den letzten zwei Jahren auf Reisen in den USA entstanden ist. Eine Schlüsselrolle darin übernimmt der Film Dodging Raindrops – A Separate Reality. Er beginnt in Los Angeles und folgt den vermeintlichen Feldforschungsreisen des umstrittenen Ethnologen Carlos Castaneda, der zum Begründer der New-Age-Bewegung wurde. Parallel zu dem Film sind Fotografien und Texte zu sehen. In ihnen verbinden sich Beobachtungen entlang des Mississippi mit fiktiven Situationen und historischen Bezügen zu einer vielstimmigen Erzählung, die eine erweiterte Wahrnehmung der bereisten Landschaften ermöglicht. Cyrill Lachauer (*1979 in Rosenheim) studierte Regie, Ethnologie und Kunst in München und Berlin. 2010 schloss er sein Studium an der Universität der Künste Berlin ab. 2011 gründete er mit drei Kollegen das Künstlerlabel Flipping the Coin. Er erhielt u.a. 2008 den 3sat-Förderpreis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, 2010 den IBB Preis für Photographie, 2014 das Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung und 2015 das Villa-Aurora-Stipendium Los Angeles....
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Wu-san (Ausschnitt), 2004, Terrakotta glasiert, Fotograf: Lothar Schnepf (Köln)
Wu-san (Ausschnitt), 2004, Terrakotta glasiert, Fotograf: Lothar Schnepf (Köln)

Märchenwald – Leiko Ikemura

Deutsches Keramikmuseum Hetjens-Museum
Düsseldorf | 04.11.2017-25.02.2018
Geheimnisvolle Szenen entspinnen sich in einer dunklen Märchenlandschaft. Sieben großformatige Terrakotta-Skulpturen der japanisch-schweizerischen Künstlerin werden, kombiniert mit einer Film- und Toninstallation von Donata Wenders, präsentiert. Der Besucher trifft im abgedunkelten Raum auf diese Keramikarbeiten, die insbesondere durch ihre fast schwarzglänzende Metallglasur den Blick des Betrachters auf die Oberflächen lenken. Dargestellt sind mädchenhafte Figuren, in fast tänzerischer Bewegung emporgehoben. Die Verortung der Szenen ist rätselhaft wie auch die Werke selbst. Wie aus einer Skizze der Künstlerin heraus entwickeln sie sich vor dem Betrachter....
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Photo: Peter Lindbergh, Marie Claire Germany, 1991
Photo: Peter Lindbergh, Marie Claire Germany, 1991

Jil Sander

Museum für Angewandte Kunst (MAK)
Frankfurt/Main | 04.11.2017-06.05.2018
“Meine ästhetischen Vorstellungen entwickeln sich aus dem, was ich in meinem Leben geschätzt und gelernt habe und was ich vom Zeitgeist erspüre.” Jil Sander gehört zu den einflussreichsten Modedesigner/innen ihrer Generation. In ihrer weltweit ersten Einzelausstellung in einem Museum präsentiert Jil Sander in raumgreifenden multimedialen Installationen und Tableaus die Auswirkungen ihrer Gestaltungshaltung auf Ästhetik, Material und Form von Mode- und Produktdesign, Architektur und Gartenkunst. Die Präsentation, die facettenreicher kaum sein könnte, macht den Erfindungsreichtum und die kreative Kraft einer Gestalterin sichtbar, der es darum geht, die Persönlichkeit eines Menschen hervorzuheben. Was Jil Sander als Designerin ausmacht, ist die „Mission Moderne“. Und modern ist für sie eine Gestaltung, in der das Individuum zu seinen Stärken findet. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Qualität im Design. Die in enger Zusammenarbeit mit Jil Sander erarbeitete Ausstellung wird von Museumsdirektor Matthias Wagner K kuratiert....
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Foto: Altes Rathaus - Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Foto: Altes Rathaus - Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Von Zauber, Mut und Abenteuer

Altes Rathaus - Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Leipzig | 08.11.2017-25.02.2018
Wenn die Tage kürzer und die Abende länger werden, beginnt die Zeit für Märchen. Märchen verzaubern die ganze Familie. Mit Geschichten über Licht und Wärme, Mut und Belohnung lässt sich die Wartezeit auf das Weihnachtsfest und auf den Frühling auf wunderbare Weise verkürzen. Die Ausstellung befasst sich mit europäischen Volksmärchen. Seit dem Erfolg der „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm 1812 erlebten die wundersamen Geschichten einen Boom in Literatur, Theater, Film und Spielen, nicht nur in Deutschland. Aus der Museumssammlung werden wertvolle alte Bilderbücher, kunstvoll illustrierte Bilderbögen und liebevoll gestaltete Papiertheater ausgestellt. Sie zeigen den Stellenwert der Geschichten um schöne Prinzessinnen, mutige Kinder oder Zauberwelten in den Kinderzimmern vor mehr als 100 Jahren. Gleichzeitig erzählen sie etwas von den zentralen Motiven, die bis heute Märchen in aller Welt ausmachen. Eine Spielfläche lädt dazu ein, sich als Helden zu fühlen, Rätsel zu lösen und Märchen aus anderen Ländern zu erleben. Alle Wissbegierige und Abenteuerlustige sind eingeladen, mit bekannten Märchenfiguren Gefahren zu meistern, verborgene Schätze zu suchen und Spaß zu haben....
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Der deutsche Märchenwald, Ausschnitt aus Münchener Bilderbogen, 1891
Der deutsche Märchenwald, Ausschnitt aus Münchener Bilderbogen, 1891

MärchenSpiele - Von Zauber, Mut und Abenteuer

Haus Böttchergäßchen - Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Leipzig | 08.11.2017-18.03.2018
Wenn die Tage kürzer und die Abende länger werden, beginnt die Zeit für Märchen. Märchen verzaubern die ganze Familie. Mit Geschichten über Licht und Wärme, Mut und Belohnung lässt sich die Wartezeit auf das Weihnachtsfest und auf den Frühling auf wunderbare Weise verkürzen. Die Ausstellung befasst sich mit europäischen Volksmärchen. Seit dem Erfolg der „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm 1812 erlebten die wundersamen Geschichten einen Boom in Literatur, Theater, Film und Spielen, nicht nur in Deutschland. Aus der Museumssammlung werden wertvolle alte Bilderbücher, kunstvoll illustrierte Bilderbögen und liebevoll gestaltete Papiertheater ausgestellt. Sie zeigen den Stellenwert der Geschichten um schöne Prinzessinnen, mutige Kinder oder Zauberwelten in den Kinderzimmern vor mehr als 100 Jahren. Gleichzeitig erzählen sie etwas von den zentralen Motiven, die bis heute Märchen in aller Welt ausmachen. Eine Spielfläche lädt dazu ein, sich als Helden zu fühlen, Rätsel zu lösen und Märchen aus anderen Ländern zu erleben. Alle Wissbegierige und Abenteuerlustige sind eingeladen, mit bekannten Märchenfiguren Gefahren zu meistern, verborgene Schätze zu suchen und Spaß zu haben....
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Jan Fišar, „Um einen Schritt weiter“, 1999, 37 x 48 x 15 cm, Sammlung Frauke Thole, Museum Kunstpalast, Glasmuseum Hentrich (LP 2016-24). Foto: Studio Fuis
Jan Fišar, „Um einen Schritt weiter“, 1999, 37 x 48 x 15 cm, Sammlung Frauke Thole, Museum Kunstpalast, Glasmuseum Hentrich (LP 2016-24). Foto: Studio Fuis

Jan Fišar – Arbeiten aus der Sammlung Frauke Thole

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 10.11.2017-04.03.2018
Die Hamburger Sammlerin Frauke Thole hat dem Glasmuseum Hentrich ihre Sammlung von 27 Arbeiten des tschechischen Bildhauers Jan Fišar übereignet. Jan Fišar (1933–2010) studierte in den 1950er-Jahren Bildhauerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Prag bei Prof. Josef Wágner. Von Beginn seiner künstlerischen Laufbahn an arbeitete Fišar mit den verschiedensten Materialien – Bronze, Holz, Keramik, Stein. Mit Glas befasste er sich erst seit 1966, als die Glaskünstler Stanislav Libenský und Jaroslava Brychtová einluden, an ihrem Projekt für die Weltausstellung 1967 in Montreal mitzuwirken. Diese Ausstellung führte der westlichen Welt erstmals die Qualität der tschechoslowakischen Bildhauerei der Nachkriegszeit vor Augen. Mit großer Selbstverständlichkeit trat hier Glas als ein Material der freien Kunst auf, und es wurde in den folgenden Jahren zum hauptsächlichen, bald zum fast ausschließlichen Material in der Arbeit von Jan Fišar. Im Glasmuseum Hentrich kann das Werk eines besonderen Künstlers in exemplarischer Weise und über 40 Jahre dargestellt werden, durch alle seine deutlich voneinander unterscheidbaren und monographisch gut erschlossenen Schaffensphasen....
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Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Wüste - Meer Schöpfermythen

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 10.11.2017-04.03.2018
Nach der Ausstellung "Tatort Kambodscha? Einer Fälschung auf der Spur" beschäftigen wir uns hier vom 10. November 2017 bis 04. März 2018 zum ersten Mal in einer eigenen Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst der australischen Aborigines. Mit Werken aus gleich zwei führenden Künstlerkooperativen, dem Spinifex Arts Project (aus der Wüste Westaustraliens) und dem Buku-Larrngay-Mulka Centre (aus dem nordöstlichen, am Meer gelegenen Arnhemland) ist die Freiburger Galerie ARTKELCH in Köln zu Gast. Stilistisch gegensätzlicher könnte die Kunst aus den beiden Regionen Australiens nicht sein. Unabhängig voneinander haben Künstlerinnen und Künstler beider Kunstzentren ihre Malerei schon früh politisch eingesetzt, um tausende Jahre alte Land- und Seerechte gegen die bis heute fortwährende Enteignung durchzusetzen....
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Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne

Hella Jongerius & Louise Schouwenberg. Beyond the New

Die Neue Sammlung - Design in der Pinakothek der Moderne München
München | 10.11.2017-16.09.2018
Die niederländische Produktdesignerin Hella Jongerius und die Designtheoretikerin Louise Schouwenberg sind eingeladen, für die Paternoster-Halle der Pinakothek der Moderne eine ortsspezifische Installation zu entwickeln. Sie führen damit nach Konstantin Grcic und Werner Aisslinger das 2015 eingeführte, zehnmonatige Ausstellungsformat für zeitgenössische Positionen im Design fort. Hella Jongerius hat sich durch ihre sehr spezifische Weise, Handwerk und industrielle Produktion miteinander zu verbinden, eine renommierte Position erworben. Ihre Möbel-, Textil- und Keramikentwürfe verstehen sich als eine Symbiose von High- und Low-Tech, Vergangenheit und Gegenwart, von traditionellen und neuartigen Materialien. Louise Schouwenberg, Leiterin des Fachbereichs für Contextual Design an der angesehenen Design Academy in Eindhoven, untersucht besonders die Schnittstelle zwischen Kunst und Design. Zusammen mit Louise Schouwenberg hat Hella Jongerius 2015 das Manifest „Beyond the New. A Search for Ideals in Design“ geschrieben. Es richtet sich gegen eine Industrie, die als Ziel der Produktion die Idee des „Neuen“ und kommerziellen Erfolg fordert. Demgegenüber steht die Überzeugung, dass sich der Industrie ein Potenzial aktueller Produktionsmöglichkeiten erst erschließt, wenn sie neue Herausforderungen annimmt, die bei hoher Qualität und unter Aspekten der Nachhaltigkeit auch frei und experimentell sein können....
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© Ole Könnecke. Sport. Hanser Verlag 2017 - Elefant
© Ole Könnecke. Sport. Hanser Verlag 2017 - Elefant

Einfach ligneal! – Ole Könneckes Bildergeschichten

Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum
Hamburg | 10.11.2017-30.09.2018
Lola und Anton, Lester und Bob – seit fast 30 Jahren begleiten uns Ole Könneckes Figuren und ihre Abenteuer. Mit nur wenigen Strichen bringt Ole Könnecke die Charaktere, Launen und Herausforderungen seiner Protagonisten auf den Punkt. Unzählige Bildergeschichten für Kinder sind entstanden, fast allen hat er eine Zusatzbildspur für die erwachsenen Vorleser beigefügt. Mit der für seinen Zeichenstil charakteristischen klaren schwarzen Linie sehen wir ihn in der Tradition eines Hergé mit Tim und Struppi und eines Charles M. Schulz mit Charlie Brown und den Peanuts. Jede mit Bleistift, Füller oder Feder gezeichnete Linie hat die für Ole Könnecke typische Prägnanz, die ihn berühmt gemacht hat. Unverwechselbar ist Ole Könneckes Humor, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Lachen bringt. Die Ausstellung im Kinderbuchhaus zeigt den künstlerischen Werdegang Ole Könneckes von den Anfängen bis hin zu den aktuellen Arbeiten, inklusive zahlreicher Skizzen und Veröffentlichungen. Ole Könnecke gehört zur Gruppe der Hamburger Illustratoren und Illustratorinnen, die weit über die Grenzen der Stadt bekannt sind und den Ruf Hamburgs als Bilderbuchhauptstadt begründen. In Göttingen geboren und teilweise in Schweden aufgewachsen, lebt und arbeitet er mit nur kurzen Unterbrechungen in Hamburg. Vor beinahe 30 Jahren machte ein gewonnener Wettbewerb den damaligen Germanistikstudenten zum Illustrator. Seitdem verging kaum ein Jahr ohne neues Buch – viele davon ausgezeichnet. Inzwischen hat er mehr als 30 Bücher veröffentlicht, zahlreiche weitere illustriert und sich außerdem einen Namen als Übersetzer aus dem Schwedischen gemacht....
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Reiner Ruthenbeck, Lodenfahne, 1987. ©VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: LWL/Rudolf Wakonigg
Reiner Ruthenbeck, Lodenfahne, 1987. ©VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: LWL/Rudolf Wakonigg

Lichthofinstallation: Reiner Ruthenbeck. Lodenfahne

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Münster | 11.11.2017-04.03.2018
In der langjährigen Tradition der Lichthofinstallationen zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur Reiner Ruthenbecks (1937 – 2016) „Lodenfahne“, die er im Rahmen der Skulptur Projekte 1987 für diesen Ort geschaffen hat. Ein 15 Meter langer grüner Lodenstoff fällt schwer von der Fahnenstange auf einen Pulk von Fahrrädern in den Lichthof. Loden, ein traditionelles Material für Trachtenmode, und ineinander verkeilte Fahrräder treffen hier aufeinander: Kein lockerer und leichter Fall eines Fahnenstoffes, kein Fortbewegen mit dem Rad sind möglich. Ergänzt wird die Installation mit zahlreichen Zeichnungen und Skizzen des Künstlers, die im Umgang des Lichthofs präsentiert sind....
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Bastian Hoffmann, How to prepare a bike that cycles everyday in mud (Skulptur), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2011 – fortlaufend, Fahrrad, Kanister, Schläuche, Spanngurte, Wasser, Erde, Bild: ©Bastian Hoffmann
Bastian Hoffmann, How to prepare a bike that cycles everyday in mud (Skulptur), aus der Tutorial Clip-Serie “Today I want to show you...”, 2011 – fortlaufend, Fahrrad, Kanister, Schläuche, Spanngurte, Wasser, Erde, Bild: ©Bastian Hoffmann

'Today I want to show You…' - MO Kunstpreis für Bastian Hoffmann

Museum Ostwall im Dortmunder U
Dortmund | 14.11.2017-04.03.2018
DIY – Do it yorself scheint das Motto der Video-Tutorials von Bastian Hoffmann zu sein. Schritt für Schritt zeigt er, wie man Dinge selber macht. So wird z.B. in mühevoller Handarbeit aus Zementabgüssen eines Steins ein Schotterhaufen hergestellt und auf einem Untergrund aus natürlichem Schotter neben einem Gleisbett aufgeschichtet. Man fragt sich: Warum investiert Hoffmann Zeit und Arbeit, um Dinge zu produzieren, die offensichtlich sinnlos sind? Durch seine Interpretation von Heimwerkervideos hinterfragt Hoffmann den Sinn der DIY-Kultur und führt uns gleichzeitig ihren Kern vor Augen: Das Tun als Wert an sich. Durch die sorgsame Herstellung von 600 künstlichen Steinen entsteht eben nicht irgendein, sondern ein besonderer Schotterhaufen. Dinge bewusst und mit Hingabe zu tun, dabei aber nicht den Humor zu verlieren, verbindet die Tutorials von Hoffmann mit den Performances der Fluxus-Bewegung; gleichzeitig gehen sie aber über den performativen Akt hinaus. Hoffmann ist in erster Linie Bildhauer, und so steht am Ende jedes Tutorials eine Skulptur mit einer besonderen künstlerischen Qualität. Als Preisträger des MO Kunstpreises 2017, der von den Freunden des Museums Ostwall verliehen wird, stellt er seine Arbeiten nun im MO Schaufenster vor....
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Joseph Beuys, Einwandfreies Bild, 1984. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München © Joseph Beuys Estate, VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Joseph Beuys, Einwandfreies Bild, 1984. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München © Joseph Beuys Estate, VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Joseph Beuys. Einwandfreie Bilder 1945 - 1984

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 14.11.2017-18.03.2018
Das Lenbachhaus widmet den Arbeiten auf Papier von Joseph Beuys (1921-1986) seine erste umfassende Ausstellung. Sie zeigt etwa 200 Werke aus der Sammlung des Münchner Verlegers Lothar Schirmer. Die Arbeiten ziehen sich durch die nahezu gesamte schöpferische Lebensarbeit des Künstlers von den vierziger Jahren bis zum Tode. Lothar Schirmer hatte die Zeichnungen erstmals 1964 auf der documenta III in Kassel gesehen und sie nach einem Besuch in Beuys' Düsseldorfer Atelier zu sammeln begonnen. Da Beuys selbst interessiert daran war, seine Zeichnungen nicht weltweit zu verstreuen, sondern sie an Stellen zu konzentrieren, wuchs die Sammlung und wurde vielfältiger. Zu den frühen Bleistiftzeichnungen und Aquarellen kamen Drucke, Postkarten, Papierarbeiten, Manuskripte und Partituren hinzu. Die Sammlung wurde auch nach dem Tod von Beuys weiter ergänzt; sie zählt heute zu den wesentlichen Dokumenten seines künstlerischen Schaffens überhaupt und wird hier erstmals im Ganzen der Öffentlichkeit gezeigt. Ein Rundgang zeigt das Typische im zeichnerischen Werk von Beuys, gegliedert nach Themenkreisen, die sein Œuvre tragen: die Natur, die Landschaft, das Tier, der Mensch; dazu gezeichnete Form- und Materialstudien, Skulpturenentwürfe sowie die Zusammenarbeit mit Sohn Wenzel im Kleinkindalter. Zu sehen ist außerdem eine Auswahl von Büchern zu Joseph Beuys, die Schirmer in seinem 1974 in München gegründeten Verlag ediert hat....
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Wolf Vostell, Dé/collage – Staatsgalerie, 1971, Plakatabriss © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Bild: Jürgen Spiler
Wolf Vostell, Dé/collage – Staatsgalerie, 1971, Plakatabriss © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Bild: Jürgen Spiler

Neupräsentation der Sammlung des Museums

Museum Ostwall im Dortmunder U
Dortmund | 14.11.2017-31.03.2018
Was eine expressionistische Landschaft aus den 1910er Jahren mit der Gegenwart zu tun hat? Die Neupräsentation der MO Sammlung zeigt: Mehr als gedacht. Sechs verschiedene Themenräume laden die Besucher_innen dazu ein, die eigene Lebensrealität mit der von Künstler_innen aus über 100 Jahren Kunstgeschichte zu konfrontieren. Dabei werden junge Menschen Wolf Vostells Stacheldraht-Installation „TEK“ wohl mit anderen Augen sehen als Zeitzeugen des zweiten Weltkriegs; Menschen mit Fluchtgeschichte werden Werke zum Thema „Krieg“ anders wahrnehmen als ein Zwanzigjähriger, der in Deutschland aufgewachsen ist. Auch die in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler nehmen unterschiedliche Perspektiven ein: Otto Muellers "Badende im Teich" fühlten sich 1912 der sie umgebenden Natur offenbar sehr verbunden, während Mark Dion in seinen Arbeiten seit den 1990er Jahren die oft zerstörerischen Eingriffe des Menschen in die Natur zum Thema haben? Und wie erleben wir Natur? Indem das MO neue Verbindungen zwischen den Werken seiner Sammlung herstellt und ihre unterschiedlichen Kontexte sichtbar macht, ermöglicht es seinen Besucher/innen eine naheliegende und trotzdem überraschende Erfahrung: Die Arbeit von Künstler/innen findet nicht im luftleeren Raum, sondern in derselben Lebensrealität statt, die wir alle mit ihnen teilen. Kunst ist also eine besondere Art, die Welt zu sehen - und gleichzeitig bestimmt unsere Lebenswelt die Art, wie wir Kunst sehen. Wer Freude an dieser Begegnung hat, wird danach seine eigene Welt mit anderen Augen sehen....
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Nathan Lerner, Eye on Nails, 1940
Nathan Lerner, Eye on Nails, 1940

New Bauhaus Chicago: Experiment Fotografie und Film

bauhaus-archiv/Museum für Gestaltung
Berlin | 15.11.2017-05.03.2018
Vor 80 Jahren gründete László Moholy-Nagy das New Bauhaus in Chicago und gab damit der US-amerikanischen Fotografie einen entscheidenden kreativen Impuls. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass, die außerhalb der USA einzigartigen Bestände zum New Bauhaus und dem daraus hervorgegangenen, bis heute bestehenden Institute of Design aus der Fotosammlung des Bauhaus-Archivs zu präsentieren. Fotografien, Filme, Publikationen und Dokumente aus der legendären Fotoschule mit Lehrern wie György Kepes, Harry Callahan, Aaron Siskind und Arthur Siegel lassen die experimentierfreudige Werkstatt-Atmosphäre wieder aufleben. Als Gastkuratorin bereitet Dr. Kristina Lowis gemeinsam mit der Sammlungskuratorin Dr. Sibylle Hoiman die Ausstellung und den Katalog zur Fotografie am New Bauhaus vor. Auf Forschungsreisen nach Chicago identifizierte Kristina Lowis Leihgaben aus dortigen Archiven, Museen und Galerien, um die Exponate aus dem umfassenden Bestand des Bauhaus-Archivs gezielt zu ergänzen. New Bauhaus Chicago. Experiment Fotografie ist die Auftaktausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses im Jahr 2019 und wird von der Kulturstiftung des Bundes und dem Land Berlin gefördert....
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Apothekergefäß, Fayence, Italien, 16. Jh.
Apothekergefäß, Fayence, Italien, 16. Jh.

Liebe mich wie ich dich – Botschaften auf Keramik

Deutsches Keramikmuseum Hetjens-Museum
Düsseldorf | 16.11.2017-04.03.2018
Bereits seit der Jungsteinzeit hatten Menschen das Bedürfnis Erfahrungen und Erlebnisse zu bewahren. Geschah dies anfänglich durch mündliche Tradierung von Generation zu Generation, zeigen bereits Höhlenmalereien, dass dies auch auf anderen Wegen vermittelt wurde. Die Sumerer, ein Volk, das im Gebiet des heutigen Iraks lebte, entwickelten bereits um 3200 v. Chr. eine Schrift, die ihnen bei der Verwaltung von Einnahmen und Ausgaben helfen sollte. Deren Keilschrift ist vor allem auf Tontafeln überliefert und zeigt, dass bereits in den Anfängen der Schrift dieses Material Anwendung fand. Keramiken mit Inschriften aus verschiedenen Epochen und Ländern zeigen die Vielfältigkeit der Botschaften und ihrer Schriftarten und verweisen auf die wichtige Bedeutung von Keramik als Schriftträger. Eröffnung: Mittwoch, 15. November 2017, 18 Uhr...
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Foto: Bayerisches Nationalmuseum München
Foto: Bayerisches Nationalmuseum München

Der Herr der Krippen: Max Schmederer - Sammler, Stifter, Visionär

Bayerisches Nationalmuseum
München | 16.11.2017-04.03.2018
Max Schmederer Der Münchner Bankier Max Schmederer (1854–1917) war einer der bedeutendsten Sammler historischer Krippen. Mit sicherem Kennerblick erwarb er dafür die besten Figuren vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert aus Bayern und dem Alpenraum. Auf wiederholten Reisen nach Süditalien sicherte er sich darüber hinaus Meisterwerke des neapolitanischen und sizilianischen Barock, wo immer sie verfügbar waren. In seinem herrschaftlichen Haus in der Neuhauser Straße, später in der Brienner Straße, schuf er für jedes Ensemble eine kongeniale Szenerie. Über 6000 Besucher folgten jährlich seiner Einladung, die in den Privaträumen ausgestellten Krippen zu bestaunen. Seine Sammlung umfasste 1893 weit über 2000 Figuren, Tiere, Zubehörteile und Bauwerke. Um ihren Fortbestand dauerhaft zu sichern, bot er sie als Schenkung dem Bayerischen Nationalmuseum an. Unter der Regie Max Schmederers wurden im Jahr 1900 die bis ins kleinste technische Detail geplanten Szenerien eingerichtet. Sein künstlerisches Konzept prägt bis heute die Krippensammlung, die zu den Hauptattraktionen des Museums zählt. Von der Idee zur Szenerie Zwölf Stationen, die in die Krippenabteilung integriert sind, skizzieren das Wirken des Sammlers, Stifters und Visionärs Max Schmederer: Beeindruckende Relikte von Architekturkulissen, die seit Jahrzehnten im Depot schlummerten, aber auch eigenhändige Zeichnungen und Baustellenfotos. Einige verlorene oder verloren geglaubte Krippen werden so wieder erlebbar; wie jenes, das Schmederer der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria schenkte. Auf vielfältige Weise engagierte sich Schmederer für das kulturelle Leben Münchens um 1900. Diese Rolle wird ebenso thematisiert wie sein beharrlicher Sammlereifer und sein Talent als Regisseur. Einblicke in die Arbeit der Restaurierungsabteilung lässt die Verantwortung ahnen, die das Museum für die wertvolle Sammlung trägt....
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Puppenhaus von Bodo Hennig, um 1977. Foto: Marie Theres Graf
Puppenhaus von Bodo Hennig, um 1977. Foto: Marie Theres Graf

Puppenhäuser 1968 - Politische Proteste und private Paradiese

Spielzeugmuseum Nürnberg
Nürnberg | 16.11.2017-06.05.2018
"Traumhäuser Baujahr 1968" zeigt das Spannungsfeld zwischen Politik und Puppenhaus. Die Puppenhäuser sind ein Spiegel der Wohn- und Lebenskultur der endenden 1960er und beginnenden 1970er Jahre. Sie zeigen die vermeintlich "heile Welt" und das im Spielzeug verdichtete Wunschbild, nach dem sich viele Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg gesehnt haben. In den Puppenhäusern lassen sich die gesellschaftspolitischen Veränderungen der Jahre um 1968 nicht ablesen. Wohl aber findet sich dort das progressive Design der 1960er und 1970er. Die Spielsachen zeigen das "gut eingerichtete Leben" gerade nach der traumatisierenden und vor 1968 noch weitgehend tabuisierten Zeit des Nationalsozialismus....
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Auguste Rodin, Der Held (Der Mensch und sein Genius), Detail, um 1896, Bronze, 39,5 x 16,5 x 17,5 cm © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger
Auguste Rodin, Der Held (Der Mensch und sein Genius), Detail, um 1896, Bronze, 39,5 x 16,5 x 17,5 cm © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger

Rodin – Rilke – Hofmannsthal. Der Mensch und sein Genius

Alte Nationalgalerie
Berlin | 17.11.2017-18.03.2018
Seit der Jahrhundertwende präsentiert die Nationalgalerie Schlüsselwerke des französischen Bildhauers Auguste Rodin (1840-1917) wie „Der Denker“, „Das eherne Zeitalter“ und „Der Mensch und sein Gedanke“. Aus Anlass des 100. Todestages Rodins zeigt die Alte Nationalgalerie eine konzentrierte Sonderausstellung, in deren Zentrum die bisher weniger beachtete Bronzestatuette „Der Mensch und sein Genius“ steht. Die um 1896 entstandene Figurengruppe zeigt mit einem Mann, dem sich ein kleiner weiblicher Genius mit Schwingen entzieht, das Sinnbild künstlerischer Inspiration. Diese Kleinplastik ist eng mit dem Werk zweier bedeutender Literaten verknüpft: einerseits mit Rainer Maria Rilke, der mit seinen Schriften großen Anteil an der Popularisierung Rodins in Deutschland hatte und konkret zu dieser Bronze das Gedicht „Nike“ schrieb. Andererseits mit Hugo von Hofmannsthal, der im Jahr 1900 auf seiner Parisreise in Rodins Atelier den Gipsentwurf entdeckte und deren Bronzeguss umgehend in Auftrag gab. 20 Jahre stand „Der Mensch und sein Genius“ auf dem Schreibtisch Hofmannsthals in Rodaun bei Wien, um ihn zu inspirieren. Als er in finanzielle Not geriet, war es wiederum Rilke, der die Bronze zum Kauf an den Schweizer Sammler Werner Reinhart vermittelte. Von dort gelangte sie später in die Sammlung der Nationalgalerie. Unvollkommenheit und geistige Flüchtigkeit prägen das Werk Rodins. Es stellt sich die Frage nach der künstlerischen Handschrift und Offenheit der Interpretation in der Kunst. Rilke und Hofmannsthal erfuhren von Rodin große Anregungen, die sich in ihren Werken und in der Geschichte der kleinen Bronze widerspiegeln. „Rodin – Rilke – Hofmannsthal. Der Mensch und sein Genius“ zeigt Rodins Meisterwerke aus der Sammlung der Nationalgalerie mit zusätzlichen Leihgaben aus dem Musée Rodin in Paris und der Bremer Kunsthalle sowie Autographen, Briefen, Schriften und Fotografien aus den Nachlässen Rilkes und Hofmannsthals. Die von Maria Obenaus und Ralph Gleis kuratierte Schau ermöglicht einen neuen Blick auf das Œuvre Rodins: Die Plastik „Der Mensch und sein Genius“ wird zum Ausgangspunkt einer Reflexion über die Inspiration in den Künsten, die auch in Grafiken von Eugène Carrière und Max Klinger ablesbar ist....
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K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter
K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter

Against Photography. Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 18.11.2017-25.02.2018
Fotografie und fotografische Objekte stehen seit 1995 im Zentrum der künstlerischen Praxis von Akram Zaatari (geb. 1966 in Saida/Libanon, lebt und arbeitet in Beirut) – Fotografie steht auch im Fokus dieser Ausstellung: Fotos sind rätselhafte Gegenstände, sie bewahren Spuren vergangener Ereignisse und begleiten uns bei den Schlüsselerlebnissen des Lebens. Gehegt und geliebt, zerstört und weggeworfen, können Fotos unterschiedlichste Emotionen auslösen. Am Anfang steht das Festhalten eines Moments, doch mit der Zeit ändert sich das Foto. Die Wahrnehmung der Bilder ändert sich und durch den Kontakt mit seiner physischen, sozialen oder politischen Umgebung ändert sich auch das Foto als materielles Objekt. Als Mitbegründer und Hauptakteur der 1997 in Beirut gegründeten Arab Image Foundation (AIF) hat Zaatari einen unermesslichen Beitrag zu den Diskursen der Fotografie und ihren wechselnden Funktionsweisen geleistet. Seine Werke (Videoinstallationen, Filme, fotografische Objekte u.a.) reflektieren die Produktion, Zirkulation und Sammlung von Bildern im Kontext der aktuellen politischen Verwerfungen im Nahen Osten. Against Photography stellt mit zahlreichen Beispielen Zaataris Ansatz vor, durch eine Reflexion der Entwicklung der AIF und ihrer Sammlungen das Verständnis von Fotografie zu erweitern. Die Ausstellung wird zum archäologischen Grabungsfeld. Spezifische Sammlungen und fotografische Objekte werden zutage gefördert, die Spuren von Abnutzung und sogar Gewalt tragen. Zaataris erste Museumsausstellung in Deutschland ist eine Entstehungsgeschichte der Fotografie aus künstlerischer Perspektive....
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James Rosenquist bei der Arbeit an Star Thief (Sternenräuber), 1980, © Estate of James Rosenquist/VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: © Bob Adelman
James Rosenquist bei der Arbeit an Star Thief (Sternenräuber), 1980, © Estate of James Rosenquist/VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: © Bob Adelman

James Rosenquist. Eintauchen ins Bild

Museum Ludwig
Köln | 18.11.2017-04.03.2018
Mit der groß an­gelegten Ausstel­lung von James Rosen­quist (1933–2017) stellt das Mu­se­um Lud­wig die Werke die­s­es be­deu­ten­den Kün­stlers der amerikanischen Pop Art dezi­diert im Kon­text ihr­er kul­turellen, sozialen und poli­tischen Di­men­sion vor. In der Zusam­men­schau mit teil­weise noch nicht öf­fentlich präsen­tierten Archivun­ter­la­gen, vom Kün­stler als Quel­len­ma­te­rial bezeich­neten Col­la­gen und vielen der zu­grunde lie­gen­den Orig­i­nalanzei­gen aus al­ten Life-Mag­azi­nen wird ein his­torisch­er Kos­mos er­schlossen. Denn die Bildfin­d­un­gen von James Rosen­quist re­sul­tierten in großem Maße aus seinem aus­ge­sproch­e­nen In­teresse an den ge­sellschaftlichen und poli­tischen Ereig­nis­sen sein­er Zeit. Ein gutes Beispiel hi­er­für ist die beein­druck­ende Rau­min­s­tal­la­tion F-111, eine der Iko­nen der Pop Ära. Rosen­quist schuf sie 1964-65, in­mit­ten eines der poli­tisch tur­bu­len­testen Jahrzeh­nte der USA. Als Haupt­mo­tiv wählte er das Kampf­flugzeug F-111, die sich da­mals in der En­twick­lung befin­d­ende neueste Hochtech­nolo­gie­waffe, und kom­binierte es in ver­stören­der Weise mit Bildern amerikanischen All­t­agskon­sums. Das Gemälde um­sch­ließt die Be­trachter*in­nen von allen Seit­en. In einge­baut­en Alu­mini­um­pan­elen ge­spiegelt, wer­den sie selbst Teil des Werkes und sind aufge­fordert zu hin­ter­fra­gen, was sie se­hen. Neben die­sem Sch­lüs­sel­w­erk aus der Samm­lung des Mo­MA präsen­tiert die Ausstel­lung mit Horse Blin­ders (1968-69) und Hori­zon Home Sweet Home (1970) er­st­mals ge­mein­sam alle drei Rau­min­s­tal­la­tio­nen, die Rosen­quist für die le­g­endäre Castel­li Gallery schuf. Das Be­streben, die Be­trachter*in­nen in das Bild hineinzuzie­hen, sie vi­suell und ph­y­sisch, emo­tio­n­al und in­tellektuell zu in­volvieren, spricht auch aus dem dreit­eili­gen Werkensem­ble The Swim­mer in the Econo-mist, das Rosen­quist 1997–1998 für Ber­lin schuf. Auf dem über 27 Me­ter lan­gen Haupt­gemälde wer­den Pi­cas­sos Guer­ni­ca wie auch an­dere Ver­satzstücke ei­gen­er und kollek­tiv­er Geschichte und Iden­tität in einem ver­stören­den Zeit­strudel er­fasst, der ras­ante Um­bruch­si­t­u­a­tio­nen nicht nur deutsch­er Iden­tität ver­bildlicht. Die Ausstel­lung ver­fol­gt den zen­tralen As­pekt des „Ein­tauchens ins Bild“, wie der Kün­stler es selbst nen­nt, und bi­etet gleichzeitig ei­nen bre­it an­gelegten Über­blick des Schaf­fens von James Rosen­quist. Die col­lage­haften Gemälde der 1960er-Jahre, aus de­nen deut­lich Rosen­quists Herkunft als Plakat­maler rie­siger Wer­be­flächen am Times Square spricht, sind gleicher­maßen zu se­hen wie bi­o­gra­fisch mo­tivierte Bilder der 1970er-Jahre oder Ve­rar­bei­tun­gen kos­misch­er Raum­phänomene in groß­for­mati­gen späteren Gemäl­den. James Rosen­quist hat Konzept und Werkauswahl dies­er Ausstel­lung noch selbst au­torisiert und den En­twick­lungsprozess von Be­ginn an be­gleit­et. Nun wird dies die er­ste große Mu­se­um­sausstel­lung als Hom­mage an den am 31. März die­sen Jahres ver­s­tor­be­nen Kün­stler. Neben Ar­beit­en der ei­ge­nen Samm­lung und großzügi­gen Lei­h­gaben von James Rosen­quist selbst wer­den wichtige Werke aus Museen wie dem Mo­MA und dem Gug­gen­heim Mu­se­um in New York, dem Cen­tre Ge­orges Pompi­dou in Paris oder dem Mod­er­na Museet in Stock­holm gezeigt. Die Ausstel­lung wird von der Peter und Irene Lud­wig Stif­tung, der Ter­ra Foun­da­tion for Amer­i­can Art sowie der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig un­ter­stützt. Die Res­tau­rierung des Werks Horse Blin­ders wird er­möglicht vom Min­is­teri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nor­drhein-West­falen sowie der Wüsten­rot Stif­tung. Im An­sch­luss wird die Ausstel­lung im ARoS Aarhus Kun­st­mu­se­um in Däne­mark zu se­hen sein....
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Uferschnepfen. Foto: Dr. Olaf Niepagenkemper
Uferschnepfen. Foto: Dr. Olaf Niepagenkemper

Meine Naturblicke in NRW - Fotoausstellung mit Bildern von Dr. Olaf Niepagenkemper

LWL-Museum für Naturkunde - Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Münster | 18.11.2017-18.03.2018
Olaf Niepagenkemper ist ein Naturfotograf aus Münster. Kreative Sichtweisen und besondere Perspektiven in außergewöhnlichen Lichtsituationen bestimmen seine Arbeiten. Oft sind es nur kurze Augenblicke, in denen ein Foto entsteht. Die frühen Morgenstunden oder der späte Abend bieten die besten Lichtstimmungen für seine Naturblicke in NRW. Mit seinen Arbeiten versucht der Naturfotograf, die Menschen für die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur zu begeistern, die sich oft schon vor der eigenen Haustür verbergen. Alle 15 Bilder dieser Ausstellung sind in Nordrhein-Westfalen entstanden. Dr. Olaf Niepagenkemper, Geograph und Biologe, ist gebürtiger Münsteraner (Jahrgang 1964). Sein naturbegeisterter Vater hat ihn auf dem Fahrrad zu Ausflügen in die Umgebung von Münster mitgenommen und sein Interesse für die Natur geweckt. Schon mit dreieinhalb Jahren begleitete er seinen Vater zum Angeln, Pilze suchen und Tiere beobachten. Über diese Streifzüge gelangte er zu einem intensiven Kontakt mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Sein Onkel weckte die Leidenschaft an der Fotografie, als er dem Jugendlichen mit 15 seine erste Kamera schenkte. Während des Studiums nahm sein Onkel ihn mit auf Fotoreisen nach Ostpolen an die Biebrza. Dort wurde Niepagenkemper von der Naturfotografie vollends erfasst. Dieses Hobby hat sich bis heute fest etabliert, jede freie Minute versuche er mit der Kamera in der Natur zu verbringen. Seine fotografischen Ziele findet Niepagenkemper vornehmlich in Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen und hier im Wesentlichen in der Umgebung von seiner Heimatstadt Münster....
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Foto: Deutsches Museum
Foto: Deutsches Museum

Der Geheimcode der Sterne - 200 Jahre Fraunhoferlinien

Deutsches Museum
München | 22.11.2017-28.02.2018
Als Joseph Fraunhofer vor genau 200 Jahren sein von hunderten schwarzen Linien durchzogenes Sonnenspektrum in München veröffentlichte, ahnte er selbst noch nicht die Tragweite seiner Entdeckung. Erst die Spektralanalysen von Kirchhoff und Bunsen zeigten gut 40 Jahre später, dass Fraunhofer den Schlüssel für den Geheimcode der Sterne geliefert hatte. Das Deutsche Museum feiert das Jubiläum der Fraunhofer-Linien mit einer Vortragsreihe und einer kleinen Sonderausstellung, bei der erstmals zwei farbige Originaldrucke des Spektrums in der Akademiesammlung gezeigt werden....
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Tanzperformance "Alles bleibt anders" bei der ExtraSchicht. Foto: Berthold Socha, 2016
Tanzperformance "Alles bleibt anders" bei der ExtraSchicht. Foto: Berthold Socha, 2016

Motiv Hochofen 1987-2017 - Fotografien von Berthold Socha

LWL-Industriemuseum - Henrichshütte in Hattingen
Hattingen | 24.11.2017-02.04.2018
Am 18. Dezember 1987 wurden in Hattingen die Hochöfen ausgeblasen. 30 Jahre später ist die Henrichshütte mit jährlich 100.000 Besuchern einer der beliebtesten Standorte des LWL-Industriemuseums. Den Weg vom stillgelegten Hüttenwerk zum Forum für kulturelles und gesellschaftliches Leben hat Berthold Socha mit seiner Leica-Kamera begleitet. Eine Auswahl von 100 Schwarz-Weiß-Fotografien werden nun bis zum 2. April 2018 in der Henrichshütte präsentiert. Seit 1977 war Berthold Socha beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe in der Kulturabteilung tätig. Als Referent für das damalige Westfälische Industriemuseum hatte er seine Kamera stets dabei. Der Hütte und seiner Leica blieb Socha auch nach seiner Pensionierung 2004 treu. So entstand ein Schatz, den Socha zum Jahrestag der Hochofen-Stilllegung für die Ausstellung gehoben hat. Die Schau ermöglicht die Begegnung mit dem Denkmal, das Entdecken von Hochofen 3 als Skulptur, das Erspüren von Verfall und Wandel, aber auch das Wiedersehen mit Menschen, die den Weg von der Industriebrache zum Museum geebnet haben. Sie zeigt fast dokumentarisch anmutende Aufnahmen des Geländes neben solchen, die Sochas Interesse an Oberflächen und grafischen Strukturen abbildet, sowie teilweise morbide fotografische Eindrücke und verbindet alles zu einer Rückschau auf 30 Jahre Geschichte des Industriemuseums Henrichshütte. Im Fokus der Ausstellung steht der titelgebende Hochofen 3, der als monumentales Relikt der Industriegeschichte einen Ankerpunkt des Museums darstellt. Berthold Socha porträtiert ihn und seine Geschichte über die Jahre hinweg. Die Aufnahmen zeigen Entwicklungen und Veränderungen der Industrieanlage: Gebäudeteile verschwinden, die Vegetation verändert sich, Objekte werden marode und verfallen. Socha erkennt die skulpturalen Qualitäten der Industriekulisse und macht diese in seinen Bildern auch für den Betrachter sichtbar. Er dokumentiert den Aufbau des Denkmals und hält auch die Bedeutung der Henrichshütte als Ort der kulturellen Begegnung fotografisch fest....
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Rebecca Horn, Hauchkörper, 2017, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Gunter Lepkowski
Rebecca Horn, Hauchkörper, 2017, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Gunter Lepkowski

Rebecca Horn – Hauchkörper als Lebenszyklus

LehmbruckMuseum
Duisburg | 24.11.2017-02.04.2018
Ausstellung der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträgerin 2017 Die Ausstellung zeigt erstmals die neuesten raumgreifenden Installationen der Künstlerin, die Hauchkörper: Überlebensgroße, spitze Stäbe aus Messing bewegen sich in präzise komponierten Choreographien aufeinander zu und voneinander weg. Die unendlich scheinende Bedächtigkeit ihrer Bewegungen wirkt meditativ: Sie verlangsamt uns und führt zur Versenkung in unser Inneres. Zyklische Bewegungen prägen viele der Werke Rebecca Horns von Performances der 1970er Jahre über ihre Spielfilme der 1980er bis hin zu aktuellen kinetischen und skulpturalen Werken. Im Zentrum steht der Mensch und seine Seele, der Mensch auch mit seinen dunklen Seiten, mit seinen Apparaturen, die er sich selbst geschaffen hat, der Mensch mit seiner Fähigkeit, seine eigenen Unzulänglichkeiten durch Schönheit zu überwinden. Die Werke Rebecca Horns nehmen uns unmittelbar gefangen, sie fesseln unsere Aufmerksamkeit und verankern sich in unserem Gedächtnis. Bewegliche Skulpturen bekommen ein Eigenleben und führen uns in Räume des Unbewussten jenseits der Alltagswelt....
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Aufblasbarer Sessel "Blow", Entwurf: de Pas, D'Urbino, Lomazzi für Zanotta, 1967
Aufblasbarer Sessel "Blow", Entwurf: de Pas, D'Urbino, Lomazzi für Zanotta, 1967

Welt aus Glas. Transparentes Design

Wilhelm Wagenfeld Haus
Bremen | 24.11.2017-22.04.2018
„Welt aus Glas. Transparentes Design“ heißt die große Jahresausstellung 2017/18 der Wilhelm Wagenfeld Stiftung und widmet sich der Transparenz. Was wir mit dem Begriff verbinden, sagt viel über unsere Gesellschaft aus. Einerseits fordern wir transparentere Prozesse in Wirtschaft und Politik und befürchten andererseits den Verlust von Privatsphäre inmitten einer gläsernen Kontrollgesellschaft. Die Ausstellung thematisiert, welche Hoffnungen, Wünsche und Gefahren wir mit dem Konzept der Transparenz verknüpfen. Warum faszinieren uns auch im Alltag Objekte aus Glas und klarem Kunststoff? Die Ausstellung blickt zunächst zurück auf das 20. Jahrhundert und verfolgt die Entwicklungslinien bis zu aktuellen Diskussionen über eine gläserne Welt....
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Helmut Wildt in SCHWARZER KIES (BRD 1961, Regie: Helmut Käutner) Quelle: Deutsche Kinemathek
Helmut Wildt in SCHWARZER KIES (BRD 1961, Regie: Helmut Käutner) Quelle: Deutsche Kinemathek

Die Ufa – Geschichte einer Marke

Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen mit Marlene Dietrich Collection
Berlin | 24.11.2017-22.04.2018
Zum hundertjährigen Jubiläum der Ufa präsentiert die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen deren wechselvolle Konzern- und Markengeschichte in sieben Kapiteln. Im Ersten Weltkrieg als Propagandainstrument gegründet, hat sich das Unternehmen heute zum „Content-Produzenten” für verschiedene audiovisuelle Plattformen entwickelt. Die Geschichte der Ufa erzählt daher auch die Geschichte der audiovisuellen Medien. Zu den Konstanten, die sich durch die Geschichte der Marke ziehen, gehören die Stars, vom Unternehmen oft als die „eigenen“ reklamiert. Populäre Unterhaltungsproduktionen zielen auf den internationalen Markt, der sich für die Refinanzierung prestigeträchtiger Produktionen als unabdingbar erweist. Großproduktionen, heute mit Blick auf den globalen Markt „High-End-Dramen“ genannt, sind nur auf Grundlage dieser Mischkalkulation möglich. Häufig geht es darin um Themen und Ereignisse aus der (deutschen) Geschichte – damals wie heute. Trotz vieler Brüche und Zäsuren in der Firmengeschichte existiert die Marke „Ufa“ seit einhundert Jahren. Der zugkräftige Name hat sich über die Dekaden hinweg gehalten – nicht zuletzt, weil seine Strahlkraft diese Marke schon früh zu einem Asset machte und bis heute macht....
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Eine Schülerin arbeitet an einem Objekt für die Ausstellung „Oh mein Gott!?“ © Stadtmuseum Berlin | Foto: Valerie von Stillfried
Eine Schülerin arbeitet an einem Objekt für die Ausstellung „Oh mein Gott!?“ © Stadtmuseum Berlin | Foto: Valerie von Stillfried

Oh mein Gott!? - Schülerausstellung

Märkisches Museum (Stiftung Stadtmuseum Berlin)
Berlin | 24.11.2017-30.04.2018
Jedes Jahr setzen sich Jugendliche der Carl-von-Ossietzky-Schule in einem mehrwöchigen Projekt intensiv mit Facetten der Berliner Geschichte auseinander: sie forschen im Stadtmuseum Berlin, recherchieren in ihrem Kiez und vergleichen die Geschichte der Stadt mit ihrer eigenen Lebenswelt. Der diesjährige Themenschwerpunkt lag auf der Vielfalt der Religionen der Hauptstadt. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Valerie von Stillfried, beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den fünf großen Religionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum. Die Jugendlichen besuchten verschiedene Glaubensgemeinschaften vor Ort und suchten das Gespräch mit den jeweiligen religiösen Vertreterinnen und Vertretern. Im Museum Nikolaikirche reflektierten sie im Rahmen des Workshops Identitäten und Vielfalt – Glauben in Berlin ihre gewonnenen Erkenntnisse und verglichen sie zusätzlich mit den Informationen anderer Glaubensrichtungen. Dabei wurde auch immer der persönliche Bezug zu Religion und Glauben diskutiert. Die Erlebnisse und Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Schülerinnen und Schüler in Modellen, die nun im Märkischen Museum zu sehen sind. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt....
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Persischer Satrap (Gouverneur). Mallos, Stater, ca. 400-375 v. Chr. © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett
Persischer Satrap (Gouverneur). Mallos, Stater, ca. 400-375 v. Chr. © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett

Menschenbilder - Wege zum Porträt von der Antike bis zur Gegenwart

Bode-Museum
Berlin | 24.11.2017-07.10.2018
In einer neuen Sonderausstellung widmet sich das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin einem zentralen Thema der Kunst: dem Menschenbild, ausgedrückt in Münz- und Medaillenporträts von der Antike bis zur Gegenwart. Porträts können Menschen detailgetreu wiedergeben, repräsentieren, inszenieren oder stilisieren. Sie sind Träger von Botschaften derer, die sie in Auftrag geben und erschaffen. Gleichzeitig üben sie Funktionen denjenigen gegenüber aus, die sie betrachten sollen. Porträts können damit als unmittelbares Kommunikationsmittel über örtliche, zeitliche, soziale und gesellschaftliche Grenzen hinweg begriffen werden: Sie können sachlich informieren – oder auch geschickt die Wahrnehmung und Meinung des Rezipienten manipulieren. Die Abbildung des menschlichen Antlitzes war zu jeder Epoche ein zentraler Aspekt künstlerischen Schaffens und unterlag verschiedenen, oft politischen Anliegen. Sie beginnt mit der Darstellung von Götterbildern in Menschengestalt. Als die Perser im 5. Jh. v. Chr. mit den Griechen in Kontakt traten, präsentierten sie auf ihrer Münzprägung die Großkönige als entindividualisierte und unnahbare Herrscher. Sie betonten damit deren Funktion als Monarch – nicht ihre Individualität, die in diesen Porträts beinahe vollständig übergangen wurde. Erst im Hellenismus trat das Herrscherbildnis als echter Spiegel der hinter ihm stehenden Person in Erscheinung. Distanz zum Betrachter schaffen hier sorgsam ausgewählte Attribute, welche den Dargestellten in göttliche Sphären heben. Ein weiterer Blick der Ausstellung gilt den „VIPs“ der antiken griechisch-römischen Gesellschaften: Magistraten und Beamten, die als Vorsteher von Provinzen oder Träger bedeutender Ämter über die Münzprägung dem Volk in Namen und Bildnis bekannt gemacht wurden. Auch identitätsstiftende Persönlichkeiten der Vergangenheit, berühmte Philosophen und Geistesgrößen, erscheinen in der städtischen Münzprägung. Für sie galten ebenfalls bestimmte Darstellungskonventionen. Eine interessante Sonderform des Porträts sind die erfundenen Bildnisdarstellungen, beispielsweise römische Ahnenportäts. Hier spiegeln sich besonders intensiv die hinter diesen Bildnisentwürfen stehenden Aufgaben und Funktionen von Menschenbildern wider. Scheinbar individuelle Kennzeichen wie Barttracht oder Wangenfalten werden mit Porträtzügen kombiniert, welche im Grunde genommen Chiffren für bestimmte Eigenschaften und Tugenden sind. Auch regionale und zeittypische Moden des Bildniskonzeptes, die zwischen veristischen Darstellungen und „Volks-“ oder „Zeitgesichtern“ changieren, werden in der Sonderausstellung aufgearbeitet. Über die verschiedenen Aspekte des römischen Kaiser- und Privatbildnisses in Kaiserzeit und Spätantike lässt sich die Brücke zu Byzanz und dem sichtbaren Bruch von Menschen- und Herrscherdarstellungen im Mittelalter schlagen. Hier repräsentieren schemen- und schablonenhafte Bilder Distanz. Eine Revolution stellt dann das Porträt der Renaissance dar und zeigt par excellence, wie Menschenbilder als Spiegel gesellschaftlicher und kultureller Umwälzung dienen. Das Individuum rückt wieder in den Vordergrund, was sich auch an den in dieser Zeit aufkommenden Privatmedaillen (d. h. für Privatleute, nicht für Herrscher geschaffenen Arbeiten) ablesen lässt. Das neue Menschenbild und Selbstverständnis der Einzelpersonen findet im Porträt dieser Zeit einen einzigartigen Ausdruck. In der Neuzeit und der Gegenwart schließlich können mehrere Porträtströmungen nebeneinander auftreten, bleiben aber an Normen und herrscherliche Vorbilder gebunden. Spannend ist der Diskurs der Porträtkonzepte seit dem beginnenden 20. Jahrhundert, wobei weiter die Elemente typologischer Schemata, Natürlichkeit und Individualität wichtig bleiben. Konventionelle, staatstragende oder bürgerliche Perspektiven beginnen langsam aufzubrechen. Die Medaille bleibt lange ein konservatives Medium, da öffentliche oder private Auftraggeber meist bereits etablierten Porträtkonzepten anhängen. Ein Paradigmenwechsel ergibt sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgrund der stärkeren Betonung künstlerischer Unabhängigkeit, dem eine ungekannte Vielfalt des Kunstschaffens in der Medaille folgt. Die Sonderausstellung präsentiert ausschließlich Objekte, die bisher nicht in der Dauerausstellung des Münzkabinetts zu sehen sind....
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Herlinde Koelbl – Mein Blick. Fotografien 1980 – 2016

Stadtmuseum Erlangen
Erlangen | 25.11.2017-25.02.2018
Das Stadtmuseum zeigt eine umfangreiche Werkschau Herlinde Koelbls, der Grande Dame der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland. Die Schau wird Arbeiten aus den verschiedenen Serien der vielfach prämierten Künstlerin vorstellen und einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens von den Anfängen bis zu ihren aktuellsten Werken präsentieren. Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten reicht von politischer Reportage über klassische Porträts bis zu installativen und abstrakten Fotografien und Videos. Neben bekannten Serien wie „Spuren der Macht“ oder „Kleider machen Leute“ werden auch neue Arbeiten wie die beeindruckenden Fotografien und Geschichten von Flüchtlingen sowie einige bis dato nicht gezeigte Arbeiten zu sehen sein....
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Roy Lichtenstein: Yellow and Green Brushstrokes, 1966, © The Estate of Roy Lichtenstein/ VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Axel Schneider
Roy Lichtenstein: Yellow and Green Brushstrokes, 1966, © The Estate of Roy Lichtenstein/ VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Axel Schneider

A Tale of Two Worlds. Experimentelle Kunst Lateinamerikas der 1940er- bis 80er-Jahre im Dialog mit der Sammlung des MMK

Museum für Moderne Kunst (MMK) 1
Frankfurt/Main | 25.11.2017-02.04.2018
Für eine der größten Ausstellungen in seiner Geschichte kooperiert das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main mit dem Museo de Arte Moderno de Buenos Aires (Moderno) in Argentinien. Die Präsentation umfasst 500 Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen von über 100 Künstlern aus Lateinamerika, den USA und Europa. Die Ausstellung widmet sich dem Dialog zweier künstlerischer Strömungen der westlichen Gegenwartskunst von den 1940er- bis 80er-Jahren: dem europäisch-nordamerikanischen Kanon und der experimentellen Kunst Lateinamerikas. Konzipiert wurde das Projekt, das vor allem einen lateinamerikanischen Blick auf die Kunst wirft, über die letzten eineinhalb Jahre hinweg in enger Zusammenarbeit von Buenos Aires und Frankfurt. Noch nie zuvor wurden Kuratoren lateinamerikanischer Kunst in einem solchen Umfang dazu eingeladen, die Sammlung eines europäischen Museums zu hinterfragen und neu zu bewerten. Mit dem Projekt folgt das MMK dem Aufruf der Kulturstiftung des Bundes an bedeutende Museen Deutschlands, ihre Sammlungen in eine globale Perspektive zu rücken. Bereits seit mehreren Jahren öffnet sich das MMK in seinem Ausstellungsprogramm und seiner Sammlungspolitik nicht-westlichen Perspektiven der internationalen Gegenwartskunst und untersucht kritisch die veränderten sozio-politischen Bedingungen, unter denen Kunst in einer globalisierten Welt entsteht. Die miteinander verwobenen Perspektiven zweier Kontinente und Kulturen, die in A Tale of Two Worlds deutlich werden, geben dem MMK die Möglichkeit, die eigene Sammlung in einem neuen Licht zu sehen. Obwohl die ausgestellten Werke unter unterschiedlichsten politischen, wirtschaftlichen und historischen Bedingungen entstanden sind, offenbart die Ausstellung beachtliche Parallelen in den Entwicklungen, Kreuzungspunkten und inneren Widersprüchen. Während die meisten der gezeigten Werke der MMK Sammlung aus den 1960er- und 70er-Jahren stammen, umfassen die Werke Lateinamerikas einen längeren Zeitraum: die ältesten Werke entstanden 1944, dem Jahr der Anfänge der Konkreten Kunst in Argentinien und die jüngsten Werke stammen aus den späten 1980er-Jahren, die das Ende der letzten Militärdiktaturen Lateinamerikas markierten. Mit der Gegenüberstellung zahlreicher Avantgarde-Werke lateinamerikanischer, europäischer und US-amerikanischer Künstler wird der Versuch unternommen, den Wendepunkt zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst festzumachen. Gegenseitige Sympathien, gemeinsame Interessen und intellektuelle Verbindungen unter Künstlern aus verschiedenen Teilen der Welt werden ebenso beleuchtet wie Herausforderungen und Spannungen, die der kulturelle Austausch zwischen Regionen mit unterschiedlichsten geschichtlichen Hintergründen mit sich bringt. Von entscheidender Bedeutung für das Projekt ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Kuratoren des Moderno und des MMK: beide Einrichtungen lassen es zu, dass ihre bisherige Kunstanschauung neu bewertet wird und ihre Sammlungen dadurch noch nie gehörte Geschichten erzählen. Dieser Prozess ermöglicht es den Museen, ihre inhaltliche Positionierung und Sammlungstraditionen sowie die jüngere Kunstgeschichte selbst neu zu überdenken. Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung: Paul Almásy, Carmelo Arden Quin, Arman, Francis Bacon, Artur Barrio, Lothar Baumgarten, Thomas Bayrle, Juan Andrés Bello, Adolfo Bernal, Joseph Beuys, Arthur Bispo do Rosário, Martín Blaszko, Alighiero Boetti, Oscar Bony, Marcel Broodthaers, Teresa Burga, Kenneth C. Noland, Luis Camnitzer, Rafael Canogar, Antonio Caro, Ricardo Carreira, Ulises Carrión, John Chamberlain, Lygia Clark, Geraldo de Barros, Lenora de Barros, Augusto de Campos, Flávio de Carvalho, Willys de Castro, Walter de Maria, Juan del Prete, Juan Downey, Marcel Duchamp, Escuela de Valparaíso, León Ferrari, Lucio Fontana, Nicolás García Uriburu, Gego, Eduardo Gil, Hermann Goepfert, Mathias Goeritz, Beatriz González, Karl Otto Götz, Alberto Greco, Otto Greis, Victor Grippo, Alberto Heredia, Jasper Johns, On Kawara, Kenneth Kemble, Yves Klein, Gyula Kosice, Heinz Kreutz, David Lamelas, Barry Le Va, Roy Lichtenstein, Raúl Lozza, Anna Maria Maiolino, Tomás Maldonado, Leopoldo Maler, Piero Manzoni, Liliana Maresca, Cildo Meireles, Juan N. Melé, Ana Mendieta, Manolo Millares, Marta Minujín, Franz Mon, Bruce Nauman, Luis Felipe Noé, Hélio Oiticica, Claes Oldenburg, Margarita Paksa, Blinky Palermo, Lygia Pape, Luis Pazos, Liliana Porter, Charlotte Posenenske, Alejandro Puente, Gerhard Richter, Albert Georg Riethausen, Peter Roehr, Lotty Rosenfeld, Rhod Rothfuss, Jesús Ruiz Durand, Ed Ruscha, Fred Sandback, Rubén Santantonín, Mira Schendel, Grete Stern, Pablo Suárez, Abisag Tüllmann, Cy Twombly, Ben Vautier, Edgardo Antonio Vigo, Franz Erhard Walther, Andy Warhol, Hildegard Weber, Yente....
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Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund
Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund

Pieter Hugo. Between the devil and the deep blue sea

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 25.11.2017-13.05.2018
Was trennt, was verbindet uns? Wie leben Menschen mit den Schatten kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz? Der südafrikanische Fotograf Pieter Hugo, geboren 1976 in Johannesburg, geht diesen Fragen in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern nach. In seinen Fotografien erfasst Pieter Hugo die Spuren und Narben gelebter Biografien sowie erlebter Landesgeschichte. Sein besonderes Interesse gilt dabei den Subkulturen, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Er porträtiert Obdachlose, Albinos und Aidskranke ebenso wie Männer, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen oder Elektroschrott sammeln. Seine Modelle sind Nollywood-Schauspieler in Kostüm und Pose, aber auch seine eigene Familie und Freunde. Es handelt sich dabei um die Übernahme der Ausstellung "Pieter Hugo. Between the devil and the deep blue sea" des Kunstmuseums Wolfsburg....
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Daniel Wrede, Aus der Reihe: Paradies 04.1, 2017, Objekt, Silikon, Spanplatte
Daniel Wrede, Aus der Reihe: Paradies 04.1, 2017, Objekt, Silikon, Spanplatte

Daniel Wrede: Terms and Conditions

Gerhard Marcks Haus
Bremen | 26.11.2017-04.03.2018
Daniel Wrede interessiert sich für Eigenschaften und Erscheinungsformen alltäglicher Materialien und Objekte. Er entwickelt neue konzeptionelle Strategien, die er aus dem Material, den spezifischen Eigenschaften und deren Erscheinungsformen herleitet. Mit präzisen Interventionen werden banale Gegenstände verändert um überraschende, mal groteske Anordnungen und Situationen herbeizuführen.Für die Ausstellung im Pavillon hat Wrede neue Arbeiten geschaffen, die er als Gruppe aufeinander bezieht. Der Künstler beschreibt seine Arbeit mit folgendem Zitat aus dem Buch von Karl Ove Knausgård – Das Amerika der Seele: „Das meditativ und religiös gefärbte Erlebnis des Jetzt, diese ungeheure Konzentration auf den Augenblick, die enorme Wellen von Verbundenheitsgefühlen mit der Welt auslöst, und vielleicht nichts weiter sagt als „ich existiere“, ist nur möglich, wenn die Welt sichtbar wird als Welt und nicht als die Welt des Ichs, und das tut sie nur, wenn dieses Ich außerhalb von ihr steht. In ein und derselben Bewegung entfernt die Kunst uns von der Welt und führt uns näher zu ihr heran, zu dieser himmelsumspannten und sich langsam bewegenden Materie, aus der auch unsere Träume sind.“...
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Gerhard Marcks, Jüngling, 1921, Holz, vergoldet, Privatbesitz - Oskar Schlemmer, Abstrakte Figur, 1921/23, Bronze vernickelt, Museum Moderne Kunst, Wien,  © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Gerhard Marcks, Jüngling, 1921, Holz, vergoldet, Privatbesitz - Oskar Schlemmer, Abstrakte Figur, 1921/23, Bronze vernickelt, Museum Moderne Kunst, Wien, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Wege aus dem Bauhaus. - Gerhard Marcks und seine Freunde

Gerhard Marcks Haus
Bremen | 26.11.2017-04.03.2018
Eine Ausstellungskooperation des Neuen Museum Weimar (17.08.2017–5.11.2017) und des Gerhard-Marcks-Hauses. Der Bildhauer Gerhard Marcks (1889–1981) gehörte nicht nur zu den ersten Lehrern am neu gegründeten Bauhaus, er stand auch wie kaum ein zweiter Künstler für die ursprüngliche Idee einer gemeinschaftlichen Erneuerung aller Künste durch das Handwerk. Sein künstlerisches Konzept, die damit einhergehende Pädagogik und nicht zuletzt die enge menschliche Verbundenheit zwischen Marcks und seinen Kollegen bzw. seinen Schülern, verschaffte diesem frühen künstlerischen Ideennetzwerk eine Wirkkraft weit über Europa hinaus. Zahlreiche hochkarätige Exponate von Bauhaus-Künstlern, Korrespondenzen, fotografische Dokumentationen sowie eine interaktive mediale Netzwerkstation beleuchten den künstlerischen Ideentransfer dieser Künstler von 1919 bis in unsere Gegenwart hinein....
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Gerhard Marcks, Drei Grazien, 1957, Bronze,  © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Gerhard Marcks, Drei Grazien, 1957, Bronze, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Raum und Kommunikation - Gruppendarstellungen im Werk von Gerhard Marcks

Gerhard Marcks Haus
Bremen | 26.11.2017-04.03.2018
Immer wieder hat sich Gerhard Marcks (1889–1981) in seinem Schaffen mit Figurengruppen auseinandergesetzt. Ihn beschäftigte dabei auf inhaltlicher Ebene das Miteinander der Gestalten: Mutter und Kind, Ahne und Enkelin, Freunde, Liebespaare. In formaler Hinsicht empfand er die Verschränkung mehrerer Figuren als interessantes bildhauerisches Problem. Neben Achsen und Berührungspunkten zwischen den Figuren spielten hier vor allem räumliche Bezüge eine Rolle. So schrieb er über die Drei Grazien von 1957: „Es ist eigentlich nur der Raum, von 3 Gittermädchen eingefasst.“...
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Red Dot Design Museum Essen
Red Dot Design Museum Essen

Material meets Design

Red Dot Design Museum Essen
Essen | 28.11.2017-04.03.2018
Materialien und Oberflächen sind in unserem Alltag von besonderer Bedeutung. Wenn auch größtenteils unterbewusst, bestimmen sie, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen – ihre Optik und Haptik prägen das Produkterlebnis. Von der Keramikfliese, die das Konzept der kontinuierlichen Oberfläche realisiert, über biomimetische Fisch- und Reptilienhäute bis hin zum mit Graphit gefärbten T-Shirt: Die Ausstellung „Material meets Design“ präsentiert smarte Werkstoffe und zeigt beispielhaft Produkte, die maßgeblich von ihnen geprägt sind. Als Innovationstreiber im Design eröffnen neue Technologien und Materialien – häufig auch in Kombination miteinander – Designern und Herstellern weitere Anwendungsfelder. In Form durchdacht gestalteter Produkte tragen Werkstoff-Neuheiten so zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Dies erleben Besucher hautnah, denn sie dürfen viele der ausgestellten Materialien, intelligenten Detaillösungen und spannenden Alltagsobjekte anfassen. „Material meets Design“ zeigt eine Selektion von Werkstoffen und Produkten, die für ihre gute Gestaltungsqualität prämiert wurden. Eine internationale Jury zeichnete sie im Red Dot Award und/oder „interzum award“ aus. Die Ausstellung bietet insbesondere Herstellern und Gestaltern eine umfangreiche Quelle der Inspiration. Sie lädt aber ebenso designaffine Laien ein, Materialien zu entdecken, die gleichermaßen sinnvoll wie sinnlich sind....
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Fossiler Prachtkäfer (Buprestidae) aus der Geiseltalsammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er ist ein Zeuge des wesentlich wärmeren Klimas vor ca. 45 Millionen Jahren. (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)
Fossiler Prachtkäfer (Buprestidae) aus der Geiseltalsammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er ist ein Zeuge des wesentlich wärmeren Klimas vor ca. 45 Millionen Jahren. (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)

Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution

Landesmuseum für Vorgeschichte
Halle (Saale) | 30.11.2017-21.05.2018
Schmelzende Gletscher, steigende Temperaturen, Naturkatastrophen, Hitzerekorde: Schlagworte wie »Klimawandel« und »Globale Erwärmung« sind allgegenwärtig. Klimaveränderungen, die heute bedrohliche Zukunftsszenarien scheinen, wirkten im Laufe der Erdgeschichte jedoch als Triebkräfte der Evolution. Um ihre Ursachen und Folgen zu verstehen, wirft die kommende Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte einen weiten Blick zurück ......
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Galerie der Gegenwart und Gründungsbau  © Hamburger Kunsthalle, Foto: Stefan Müller
Galerie der Gegenwart und Gründungsbau © Hamburger Kunsthalle, Foto: Stefan Müller

Kuenstlerbuecher Die Sammlung

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 01.12.2017-28.03.2018
Mit der Ausstellung Künstlerbücher präsentiert die Hamburger Kunsthalle erstmals eine Auswahl der bekanntesten Publikationen und Fotobücher aus ihrer rund 3.000 Exponate umfassenden Sammlung. Ergänzend zu den Publikationen von Joseph Beuys über John Cage bis zu Dieter Roth, Wolf Vostell oder jungen Künstler_innen wie Yto Barrada werden Kunstwerke aus der Sammlung der Galerie der Gegenwart gezeigt, die in einem direktem Kontext zu den Veröffentlichungen stehen. Darunter sind vor allem Arbeiten der Konzeptkunst von Sol LeWitt, Ed Ruscha, Lawrence Weiner und Richard Long. In den 1960er Jahren wurde der Raum des Buches durch die Einbeziehung aller Medien, teils mit Aktionen, Happenings, Publikumsbeteiligung und der Verwendung alltäglicher Materialien, gesprengt. Die Künstler_innen bedienten sich verschiedenster Mittel zur Gestaltung von Form und Inhalt ihrer Buchobjekte: Schrift, Zeichnung, Notation für Musik, Stempeldruck, Fotokopie, Malerei, Collage und mechanische Drucktechnik. Die Publikationen verbinden Dichtung und Dokumentation, sie sind Manifeste, Skizzenbücher, Multiples oder politische Proklamationen und werden so zu einem Experimentierfeld, das mit traditionellen Erscheinungsweisen bricht. In den letzten Jahren haben gerade junge Künstler_innen das Künstlerbuch wieder entdeckt. Die neue Entwicklung zeigt sich auf internationalen Foren wie der inzwischen legendären Messe in New York. Dabei tritt auch die Künstlerschallplatte als Medium wieder in den Vordergrund. Unter dem Stichwort »Vinyl« werden daher auch LPs und von Künstler_innen gestaltete Plattencover aus der Sammlung der Kunsthalle präsentiert. Beteiligte Künstler_innen: Yto Barrada, Joseph Beuys, James Lee Byars, John Cage, Hanne Darboven, Marcel Duchamp, Ian Hamilton Finlay, Hamish Fulton, Roni Horn, Richard Long, Sol LeWitt, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Ed Ruscha, Dayanita Singh, Endre Tót, Timm Ulrichs, Wolf Vostell, Lawrence Wiener, Franz Erhard Walther u.v.a....
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Charles Jourdan, Spring 1976 © Guy Bourdin Estate, 2017 / Courtesy Louise Alexander Gallery
Charles Jourdan, Spring 1976 © Guy Bourdin Estate, 2017 / Courtesy Louise Alexander Gallery

Guy Bourdin. Image Maker / Helmut Newton. A Gun for Hire / Angelo Marino. Another Story

Museum für Fotografie / Helmut Newton Stiftung
Berlin | 01.12.2017-13.05.2018
Guy Bourdin revolutionierte in den 1960er- und 1970er-Jahren die Modefotografie ähnlich wie Helmut Newton. Beide arbeiteten für die gleichen Modemagazine, beispielsweise für die französische Vogue, und direkt für Klienten aus der Modewelt und entwickelten – neben der offensichtlich zeitlosen Eleganz in ihrem Werk – unabhängig voneinander die Idee des „Radical Chic“. In der Berliner Ausstellung werden die beiden einflussreichen Modefotografen mit ausgewählten Auftragsarbeiten erstmals gemeinsam in diesem Umfang gezeigt. Von Guy Bourdin werden unter dem Titel „Image Maker“ exemplarisch Aufnahmen aus unterschiedlichen Veröffentlichungszusammenhängen vorgestellt; insbesondere die bekannten und einige weniger bekannte Werbebilder für Schuhe von Charles Jourdan, nebst weniger bekannten Werken, vintage Prints und Layouts der French Vogue. In Helmut Newtons „A Gun for Hire“ sehen wir vor allem Auftragsarbeiten aus den 1990er-Jahren für Modedesigner wie Thierry Mugler, Valentino und Blumarine oder Firmen wie Absolut Vodka und Villeroy & Boch; zunächst in den Modebüchern veröffentlicht, wurden manche vom Fotografen später neu vergrößert und so in sein eigenes Werk übernommen. In der Fotografie – auch in der Modefotografie, die den Zeitgeist beschreibt und immer wieder neu definiert – gilt es spannende und überraschende Geschichten mit Bildern zu erzählen. Bourdin und Newton beherrschten das geradezu perfekt. Der kleine, intime „June’s Room“ der Helmut Newton Stiftung ist Freunden und Wegbegleitern vorbehalten, diesmal Helmut Newtons ehemaligem Assistenten Angelo Marino. Ergänzend zu Bourdin und Newton stellt er unter dem Titel „Another Story“ einen sehr individuellen Blick auf seine unmittelbare Umwelt vor: schnappschussartige Porträts und Landschaften in surrealer Farbigkeit....
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"Yes, Yes, All the News that´s Fit To Print", 2017, Perfomance, Foto: Robert Kusliek (Detail)
"Yes, Yes, All the News that´s Fit To Print", 2017, Perfomance, Foto: Robert Kusliek (Detail)

Than Hussein Clark - The Director’s Theatre Writer’s Theatre

Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen
Bremen | 02.12.2017-25.02.2018
Eröffnung: Freitag, 01. Dezember, 19:00 Uhr Aufführungen in der Schwankhalle Bremen: 09. – 11. Februar Das künstlerische Schaffen von Than Hussein Clark (*1981 in New Hampshire, lebt in London) bezieht seine Einflüsse aus Theater, Bildender Kunst, Mode, Kunsthandwerk, Literatur oder Architektur und sprengt die Grenzen zwischen den einzelnen Gattungen, um Queer-Thematiken oder Fragestellungen zu künstlerischen Produktionsbedingungen und Authentizität nachzuspüren. Requisitenhafte Objekte, bühnenartige Installationen und theaterinspirierte Performances verorten sich sowohl im Theater- wie im Ausstellungskontext und ergeben zunächst eine überbordende Fülle an Bezügen. Bei genauerem Hinsehen jedoch spielt noch das kleinste Detail eine klar definierte Rolle und greifen alle Teile in ihrer opulenten Gesamtheit sinnvoll und präzise ineinander. Für The Director’s Theatre Writer’s Theatre entwickelt Clark ein mehrteiliges Projekt, das zeitgleich in unterschiedlichen Formaten (Ausstellung, Novelle, Inszenierung) und an verschiedenen Orten (Zeitung/Radio, Kunstverein, Theater) Gestalt annimmt: Gattungsgrenzen verschwimmen, Formen der Bildenden Kunst werden ins Theater überführt und theatralische Strukturen in die Ausstellungsinstitution. Die beiden Hauptbestandteile des Projektes, eine Ausstellungspräsentation in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst und eine Inszenierung in der Schwankhalle, entstehen parallel und verzahnen sich: Skulpturen werden Requisiten, Schauspieler/innen Modelle, Figuren Protagonist/innen in Zeichnungen etc. Clark dazu: „This dialogue between two forms means that questions being asked in the exhibition might find their answer in the performance and vice versa.“ Ausgangspunkt für The Director’s Theatre Writer’s Theatre ist Bremens zentrale Rolle in der Entwicklung des deutschen Regietheaters. In den 1960er Jahren versammelte Kurt Hübner Regisseure wie Peter Stein, Peter Zadek oder Rainer Werner Fassbinder am Bremer Theater, um Klassiker zu inszenieren und den „Bremer Stil“ zu etablieren – dabei die Originaltexte frei interpretierend. Dagegen setzt Than Hussein Clark seine eigene Ausbildung als Schauspieler, die in New York und Los Angeles eher der Werktreue des englischen Autorentheaters folgte. Der Gegensatz zwischen den beiden Traditionen und deren unterschiedlicher Umgang mit Originaltexten verknüpft sich in Clarks Plänen für Bremen mit seinem Interesse an Produktionsweisen der darstellenden wie bildenden Künste. Die Ausstellung in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst funktioniert das Haus mittels Objekten, Installationen, Wandarbeiten, Displays und historischem Material in eine Theaterlobby nebst Bühnenraum und Backstagebereich um – ohne dass dort herkömmliche Theater- oder Performanceaufführungen stattfänden. Vielmehr überträgt Clark den Gedanken der theatralen Inszenierung auf seine künstlerische Vorgehensweise und präsentiert das Reenactment historischer Kunstausstellungen als Theaterstücke. Wie ein Theaterregisseur des Regietheaters klassische Stücke für die Bühne neu interpretiert, bezieht Clark sich auf Klassiker des Ausstellungbetriebes, für die er seine eigene Fassung entwickelt. Die Displays werden dabei täglich und in einer vorgegebenen Abfolge angeordnet und nehmen dementsprechend an unterschiedlichen Tagen unterschiedliche Ausstellungen in den Fokus: So wie am Theater innerhalb einer Woche verschiedene Stücke aufgeführt werden, wird in der GAK täglich wechselnd jeweils eine andere Ausstellung in den Blick genommen. Einen weiteren Strang verfolgt der Künstler mit einer von Mikhail Bulgakows Theaterroman inspirierten, selbst verfassten Novelle. Diese wird innerhalb der Projektlaufzeit in einer Bremer Tageszeitung und über Radio in täglichen Ausschnitten veröffentlicht. Außerdem wird sie vom 09.-11. Februar 2018 in der Schwankhalle Bremen als Bühnenfassung uraufgeführt. Ein Chor von Schauspieler/innen, mit dem Clark seit 2012 regelmäßig zusammenarbeitet, spricht und singt nicht nur den Theatertext, sondern arrangiert auch die vom Künstler gestalteten Bühnenbildelemente während der Aufführung immer wieder neu. Kostüme und Requisiten verweisen dabei auf die Ausstellungsinszenierung in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst. The Director’s Theatre Writer’s Theatre findet statt im Rahmen der Reihe Ping Pong, einer Kooperation von GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Schwankhalle Bremen und Theater Bremen, in der sich die Häuser wechselseitig Künstler/innen zuspielen, deren Arbeit zwischen bildender und darstellender Kunst angesiedelt ist....
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Patrick Angus, Boys Do Fall in Love, 1984, Foto: Douglas Blair Turnbaugh
Patrick Angus, Boys Do Fall in Love, 1984, Foto: Douglas Blair Turnbaugh

Patrick Angus

Kunstmuseum Stuttgart
Stuttgart | 02.12.2017-08.04.2018
Er galt als »Toulouse-Lautrec des Times Square«. 1992 an den Folgen einer HIV-Infektion verstorben, spiegelt der amerikanische Maler Patrick Angus in seinen Arbeiten die sexuellen Phantasien der New Yorker Subkultur wieder. Im Dezember 2017 widmet sich das Kunstmuseum Stuttgart mit einer großen Retrospektive seinem von der europäischen Kunstwelt bislang kaum wahrgenommenen Werk. Die von großer Beobachtungsgabe geprägten Milieustudien des Künstlers entstanden in Badehäusern, Bars, Striplokalen und Kinosälen. Als einer der ersten seiner Generation thematisierte Patrick Angus offen die eigene Homosexualität. In ihren kraftvollen Farben und ihrem expressivem Realismus lassen seine figurativen Gemälde sowie Bunt- und Bleistiftzeichnungen eine zeitlose Sehnsucht nach Liebe und menschlicher Nähe erkennen....
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Carmen Herrera, Red with White Triangle, 1961, Acryl auf Leinwand, 121,9 x 167,6 cm, Privatsammlung, New York, © Carmen Herrera
Carmen Herrera, Red with White Triangle, 1961, Acryl auf Leinwand, 121,9 x 167,6 cm, Privatsammlung, New York, © Carmen Herrera

Carmen Herrera – Lines of Sight

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 02.12.2017-08.04.2018
Mit der bisher größten Ausstellung von Werken aus sieben Jahrzehnten präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die kubanisch-amerikanische Künstlerin Carmen Herrera, die zu den Pionierinnen der geometrischen Abstraktion in Amerika zählt. Die Ausstellung zeigt rund 70 Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik und Skulptur von 1947 bis 2017. Die mittlerweile 102 Jahre alte Künstlerin wurde vom Kunstmarkt lange ignoriert: Ihr erstes Bild verkaufte sie im Alter von 89 Jahren. Bis heute entstehen in ihrem New Yorker Atelier kraftvolle Arbeiten von hoher Signalwirkung. Carmen Herrera wurde 1915 in Havanna geboren. Ihr Vater war Herausgeber der Zeitung El Mundo, ihre Mutter Journalistin und Autorin. Herrera studierte in Havanna Architektur und lernte den Amerikaner Jesse Loewenthal kennen. Nach der Hochzeit zog das Paar 1939 nach New York. Dort besuchte Herrera 1942/43 die Art Students League und studierte Malerei. Sie schloss Freundschaft mit Barnett Newman und bewegte sich zunächst im Umfeld des neu aufgekommenen Abstrakten Expressionismus. Von 1948 bis 1954 lebten Herrera und ihr Mann in Paris. Sie wurde 1949 Mitglied der Gruppe Salon des Réalités Nouvelles, wo sie u.a. Sonia Delaunay kennenlernte und zahlreiche Begegnungen in den Kunst- und Literaturkreisen der Nachkriegszeit hatte. Die Werke Herreras wechselten in dieser Phase zwischen abstraktem und lyrischem Expressionismus. 1952 schuf sie die ersten radikal geometrischen Abstraktionen, es entstand eine Serie schwarz-weißer Streifenbilder. Das Paar kehrte 1954 nach New York zurück, wo Herrera bald danach ihre wohl wichtigste Serie "Blanco y Verde" (1959–1971) konzipierte. In den Gemälden mit grünen und weißen Farbflächen lotet sie experimentell die Grenzen der Malerei aus. In der Folge entstehen in den 1960er Jahren auch die sogenannten „estructuras“. Diese nach Vorzeichnungen modellierten Skulpturen sind Auseinandersetzungen mit der architektonisch orientierten Abstraktion. Die Arbeiten aus den vergangenen Jahren verdeutlichen, dass Herreras radikale Farbflächenbilder bis heute nichts von ihrer Signalwirkung eingebüßt haben. Ob rund, eckig oder rautenförmig, mit scharfer Linienführung und klaren, bestechenden Farben – die Werke Carmen Herreras ziehen den Betrachter in ihren Bann. Carmen Herrera – Lines of Sight wurde vom Whitney Museum of American Art, New York, organisiert. Die Präsentation in Düsseldorf ist eine Kooperation zwischen dem Whitney Museum und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen....
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Auke de Vries

Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Goch
Goch | 03.12.2017-04.03.2018
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Foto: Elisabeth Deiters-Keul
Foto: Elisabeth Deiters-Keul

Unerwartete Begegnungen - Nolde, Kippenberger, Fritsch & Co in der Sammlung der Westfälischen Provinzial

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Münster | 06.12.2017-04.03.2018
Unter dem Titel „Unerwartete Begegnungen“ zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster rund 150 Objekte von 39 Künstlern aus der Sammlung der Westfälischen Provinzial. Die seit den frühen 1980er Jahren zusammengetragene Sammlung der Westfälischen Provinzial Versicherung umfasst rund 1700 Werke von der Moderne bis zur Gegenwart. Neben Arbeiten aller bisherigen Konrad-von-Soest-Preisträgerinnen und -träger finden sich umfangreiche Grafikkonvolute und Nachlässe westfälischer Künstlerinnen und Künstler der Moderne in der Sammlung. Die Ausstellung „Unerwartete Begegnungen“ zeigt eine Auswahl von rund 150 Werken dieses Sammlungsbestandes in teils ungewöhnlichen Gegenüber-stellungen. Die Skulpturen, Textilarbeiten, Porträts, Fotografien und Installationen der 39 vertretenen Künstler verbildlichen den vielfältigen Bestand und sind zugleich ein Abriss der Sammlungsschwerpunkte. Die Ausstellung ist ein wichtiger Schritt in der Aufarbeitung und Digitalisierung der Sammlung und spiegelt damit auch diesen Aspekt des Sammelns wider....
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Meister von Meßkirch, Wildensteiner Altar, Staatsgalerie Stuttgart
Meister von Meßkirch, Wildensteiner Altar, Staatsgalerie Stuttgart

Der Meister von Meßkirch

Staatsgalerie Stuttgart
Stuttgart | 08.12.2017-02.04.2018
Erstmals widmet die Staatsgalerie Stuttgart dem Meister von Meßkirch, einem der bedeutendsten deutschen Maler der Frühen Neuzeit, eine umfassende monographische Ausstellung, in der ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen vereint zu sehen sind. Seine koloristisch außergewöhnlichen Bilder – darunter der umfangreiche Altarzyklus aus der Kirche St. Martin in Meßkirch von 1535/38 – beanspruchen höchstes historisches Interesse, da sie – im Unterschied zu der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Die Große Landesausstellung zielt darauf ab, ein neues Bewusstsein für die entwicklungsgeschichtliche Bedeutung des Meisters von Meßkirch zu wecken, der nicht nur zu den frühesten Malern der Katholischen Reform zählt, sondern auch in seinen Bildtafeln all jene Gestaltungsmittel vorwegnimmt, die charakteristisch für die spätere gegenreformatorische Kunst im Zeitalter der Konfessionalisierung werden sollten. Ein Schlüsselwerk explizit reformatorischer Bildikonographie ist der sogenannte Gothaer Tafelaltar aus der Werkstatt des Heinrich Füllmaurer, der durch die Kooperation mit der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha im Rahmen unserer Ausstellung gezeigt werden kann. Dieser um 1538 für den württembergischen Regenten Herzog Ulrich geschaffene Wandelaltar, der mit 160 Einzeldarstellungen als bilderreichstes Werk der altdeutschen Tafelmalerei gilt, kehrt mithin erstmals nach mehr als 350 Jahren an seinen ursprünglichen Bestimmungsort Stuttgart zurück. Vor dem Hintergrund der in der Reformationszeit kontrovers diskutierten Bilderfrage kommt dieser monumentalen Lehrtafel mit ihren unverblümten Angriffen auf altgläubige Bildvorstellungen eine besondere Bedeutung zu. Um den besonderen, als prägegenreformatorisch zu wertenden Gehalt dieser Bilder dem Verständnis näher zu bringen, werden vorausgegangene kulturhistorische Phänomene wie die radikale Infragestellung des Bildes durch einige Reformatoren bis hin zum Bildersturm im Rahmen der Ausstellung thematisiert. Gezeigt wird darüber hinaus eine exemplarische Auswahl von Werken aus den verschiedenen Bereichen der Reformationskunst, die mit der Entsinnlichung des Bildes durch didaktische oder polemische Textkommentare und der Tendenz zur Profanisierung christlicher Themen auf die neuen konfessionellen Verhältnisse reagierte. Die annähernd 200 Exponate umfassende Ausstellung beleuchtet das Wirken des Meisters von Meßkirch und setzt sein Schaffen mit Werken von Künstlern wie Albrecht Altdorfer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer in den Kontext seiner Zeit....
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Detail Avicenna im Kreis disputierender Ärzte, Herbarium, Verona oder Venetien, spätes 15. Jh., Cod. 5264, fol. IVv © Österreichische Nationalbibliothek
Detail Avicenna im Kreis disputierender Ärzte, Herbarium, Verona oder Venetien, spätes 15. Jh., Cod. 5264, fol. IVv © Österreichische Nationalbibliothek

Juden, Christen und Muslime: Im Dialog der Wissenschaften 500-1500

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 09.12.2017-04.03.2018
Unsere heutige wissenschaftliche Welt steht auch auf den Schultern jener jüdischen, christlichen und muslimischen Gelehrten, die im Mittelalter Schriften der Antike übersetzten, zuerst im Nahen Osten ins Arabische und dann in Europa – zu Beginn in Süditalien und Spanien – aus dem Arabischen ins Lateinische. Die Bedeutung des Wissenstransfers in dieser Epoche kann nicht überschätzt werden, auch wenn das nicht der einzige Überlieferungsstrang gewesen ist. So ist etwa die Rezeption der Schriften des Aristoteles im mittelalterlichen Europa im Wesentlichen dieser Übersetzertätigkeit zu verdanken. Im 9. Jahrhundert war in Bagdad das „Haus der Weisheit“ begründet worden, von dem eine rege Übersetzungstätigkeit ausging: persische, aramäische, syrische, hebräische, indische (Sanskrit), und lateinische Schriften wurden dort ins Arabische übertragen, von jüdischen, christlichen und sabäischen Gelehrten. Dort unterrichtete auch der Universalgelehrte Al-Chwarizmi (780–850), dem wir einen heute sehr aktuellen Begriff verdanken, den des Algorithmus, entstanden aus einer Verballhornung seines Namens. Die Ausstellung, erarbeitet von der Österreichischen Nationalbibliothek, widmet sich dieser überragenden Phase einer Begegnung der Kulturen. Vier große Schriftkulturen werden vorgestellt: die hebräische, die griechische, die arabische und die lateinische. Religiös motivierte Fragestellungen konnten zwar die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse verhindern, gaben jedoch auch vielfach erst den Anstoß für wissenschaftliche Auseinandersetzungen. In diesem Spannungsfeld konzentriert sich die Ausstellung auf Bereiche, die besonders vom interkulturellen Dialog profitiert haben. Die seit der Antike viel diskutierten Themen Medizin, Astronomie und Astrologie stehen im Vordergrund. Die in der Mehrzahl mittelalterlichen, oft reich illuminierten Handschriften belegen eindrucksvoll wie grundlegende Erkenntnisse auf den Gebieten dieser Wissenschaften transportiert wurden. Die für alle Seiten fruchtbaren Begegnungen fanden primär an den Schnitt- und Berührungspunkten innerhalb des Nahen Ostens und des mediterranen Raumes statt. Dabei fungierten die Höfe der Kalifen im Nahen Osten und in Europa die der Fürsten, der Schulen und der sich institutionalisierenden Universitäten als Schmelztiegel und Katalysatoren. Dort wurden die Texte übersetzt, die einzelnen Disziplinen diskutiert, die Auseinandersetzung mit fremden Schriften und Sprachen gepflegt und somit die Voraussetzungen für die Rezeption von neuen Inhalten und deren Integration in die eigene Überlieferung geschaffen. Ausgangspunkt blieb während des gesamten Mittelalters das kulturelle Erbe der Antike, die Erkenntnisse der Griechen und Römer. Vermittelt durch Byzanz, vor allem aber durch die frühe Übersetzungstätigkeit arabischer Gelehrter, prägt es das gesamte Mittelalter. Eindrucksvoll zeigt die Ausstellung wie nach der Übersetzung in die Sprache der jeweiligen Wissenskultur mit den Kommentaren und Auszügen aus Originalwerken ein kreativer Aneignungsprozess in Gang gebracht wird....
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Foto: Medienzentrum Rheinland/Stefan Arendt
Foto: Medienzentrum Rheinland/Stefan Arendt

Auszeichnung guter Bauten

Stadtmuseum Düsseldorf
Düsseldorf | 09.12.2017-04.03.2018
Zum siebenten Mal hat der BDA Düsseldorf die „Auszeichnung guter Bauten“ ausgelobt. Nach der Vorprüfung hat die Jury in einer zweitägigen Sitzung die über 50 eingereichten Arbeiten eingehend gesichtet, geprüft und nach einer intensiven Diskussion gewertet. Keine leichte Aufgabe, denn die eingereichten Projekte zeigen eine große Vielfalt bei den Aufgabenstellungen und eine hohe Qualität. Nach mehrstündiger Beratung wurden die Objekte festgelegt, die zur besseren Beurteilung besichtigt werden sollten. Mit dem Bus reiste die Jury quer durch Düsseldorf und Umgebung. Nach weiteren Diskussionen hat sich die Jury unter Vorsitz von JohannesSchilling zur Vergabe der Auszeichnungen und Anerkennungen entschlossen....
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Amina Brotz, Wandstück III, 2016, 
Überreste von Acryl, Öl, Gaze, Baumwolle, Plastikfolie, Kreppband, Knochenleim, Hasenleim, Gummi Arabicum, Rigipsplatten, 279 x 440, Foto: Sara Förster
Amina Brotz, Wandstück III, 2016, 
Überreste von Acryl, Öl, Gaze, Baumwolle, Plastikfolie, Kreppband, Knochenleim, Hasenleim, Gummi Arabicum, Rigipsplatten, 279 x 440, Foto: Sara Förster

Fokus Junge Kunst. Bremen 2017

Kunsthalle Bremen
Bremen | 09.12.2017-18.03.2018
Die Jürgen Ponto-Stiftung fördert seit vielen Jahrzehnten den künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. Seit 2011 setzt sie mit „Fokus Junge Kunst“ regionale Schwerpunkte und fördert junge Kunstschaffende in einem lokalen Kontext. Hierzu bietet sie ausgewählten Ausstellungsinstitutionen in jährlich wechselnden Regionen in Deutschland die Möglichkeit, mit Mitteln der Stiftung bis zu vier dort ansässige Künstlerinnen und Künstler in einer eigenen Ausstellung zu präsentieren. In der Kunsthalle werden diese in Bremen und umzu tätigen Künstlerinnen und Künstler neue Arbeiten zeigen: Amina Brotz (*1986, Henstedt-Ulzburg), Conor Eric Gilligan (*1981, Friedberg), Matthias Ruthenberg (*1984, Berlin) und Michael Schmid (*1981, Langenau). Zehn regional tätige Kunstexperten, darunter renommierte Kuratoren, Direktoren und Hochschulprofessoren, haben im Vorfeld je eine Künstlerin bzw. einen Künstler unter 35 Jahren zur Bewerbung vorgeschlagen: Dr. Annett Reckert (Städtische Galerie Delmenhorst) nominierte Amina Brotz; Ludwig Seyfarth (freier Kurator) nominierte Conor Eric Gilligan; Janneke de Vries (GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst Bremen) nominierte Matthias Ruthenberg; Ingo Claus (Weserburg - Museum für moderne Kunst) sowie Dr. Joachim Kreibohm (Artist Kunstmagazin) und Prof. Markus Löffler (Hochschule für Künste Bremen) nominierten Michael Schmid. Aus den Bewerberinnen und Bewerbern wählte eine Jury schließlich die vier Künstlerinnen und Künstler aus, die im Rahmen der Ausstellung Arbeiten präsentieren werden. Die Jury bildeten Prof. Dr. Christoph Grunenberg (Direktor der Kunsthalle Bremen), Karin Hollweg (Bremer Sammlerin und Mäzenin junger Kunst) und Dr. phil. h.c. Ingrid Mössinger (Mitglied des Kuratoriums der Jürgen Ponto-Stiftung, Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz). Eine Ausstellung in Kooperation mit der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler....
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Willi Baumeister, Callot-Figuren auf rosa Grund, 1943, Kohle und Kreide auf Ingres-Bütten, 48,2 x 63,1 cm, © Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart
Willi Baumeister, Callot-Figuren auf rosa Grund, 1943, Kohle und Kreide auf Ingres-Bütten, 48,2 x 63,1 cm, © Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart

Willi Baumeister. Der Zeichner - Figur und Abstraktion in der Kunst auf Papier

Kupferstichkabinett
Berlin | 09.12.2017-08.04.2018
Erstmals seit der großen Retrospektive 1989 in der Neuen Nationalgalerie veranstaltet das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin eine umfassende Museumsausstellung zum zeichnerischen Werk von Willi Baumeister in Berlin. Der 1889 in Stuttgart geborene Künstler war Zeit seines Lebens ein ebenso leidenschaftlicher wie akribischer Zeichner. Dies gilt besonders für die Jahre der inneren Emigration während der NS-Zeit, in der für Baumeister die Malerei im Atelier beinahe unmöglich wurde und er daher stattdessen im Verborgenen in Bad Urach auf der Schwäbischen Alb viele Hunderte von Zeichnungen schuf. Aber auch bereits in den Jahren zuvor – beruflich gekrönt durch die Professur an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt am Main im Jahre 1928 – spielte die Zeichnung für Baumeister eine zentrale Rolle. Sie dient grundsätzlich nicht nur der Vorbereitung und Reflexion seiner Gemälde oder der Entwicklung druckgraphischer Editionen. Vielmehr erweisen sich seine Zeichnungen, die bisweilen auch unter dem Einsatz von Farben oder getönten Papieren entwickelt werden, als bildhaft verdichtete Kompositionen von autonomem Charakter, die immer wieder um das Thema der abstrahierten menschlichen Figur sowie ihrer Aktion und Verortung in Fläche und Raum kreisen. Der Linie kommt dabei bis in die 1930er-Jahre eine zentrale Rolle zu. Seit den späten 1910er-Jahren bis zu Baumeisters Tod im Jahre 1955 entstehen stilistisch markante Werkgruppen wie die „Sportbilder“, die „Flämmchenbilder“ oder die „Ideogramme“, in denen die Figur schrittweise zum Bildzeichen, zur organischen Chiffre wird, die vom Künstler in den 1940er-Jahren auch in literarisch-erzählerischen Zusammenhängen eingesetzt wird. Baumeister, eine der entscheidenden Brückenfiguren zwischen der Vorkriegsmoderne und der Abstraktion nach 1945 in Deutschland und Europa, weiß sich dabei auch den figurativen „Urbildern“ verpflichtet, wie er sie in der von ihm mit großer Begeisterung erkundeten prähistorischen Höhlenmalerei vorfand. Auch die Formenwelt seiner privaten Sammlung an außereuropäischen Objekten liefert ihm dabei Anregungen, wie sie damals etwa auch im Surrealismus aufgegriffen wurden. Die von Andreas Schalhorn kuratierte Ausstellung sowie der im Wienand Verlag erscheinende Katalog umfassen rund 100 Werke: Neben dem Gemälde „Femme“ von 1930 als Leihgabe der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin und etwa 50 Zeichnungen Baumeisters, darunter zahlreiche Leihgaben aus dem Archiv Baumeister am Kunstmuseum Stuttgart und aus einer Privatsammlung, werden nach langer Zeit erstmals wieder ausgewählte Druckgraphiken des Künstlers aus der Galerie des 20. Jahrhunderts sowie Vergleichswerke seiner Zeitgenossen und Freunde (u. a. von Otto Meyer-Amden, Oskar Schlemmer, Fernand Léger, Pablo Picasso, Joan Miró, Karl Otto Götz, Jackson Pollock) aus dem Bestand des Kupferstichkabinetts gezeigt. Einzelne Werke von Künstlern nachfolgender Generationen wie Philip Guston und A. R. Penck bezeugen abschließend noch einmal Baumeisters wegweisende figurative Formulierungsgabe in der Kunst auf Papier....
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William N. Copley, Imaginary Flag for U.S.A., 1972, stitched and sewn fabric (cotton, nylon, polyester), 127 x 182 cm, William N. Copley Estate, New York ©VG Bild-Kunst, Bonn 2017
William N. Copley, Imaginary Flag for U.S.A., 1972, stitched and sewn fabric (cotton, nylon, polyester), 127 x 182 cm, William N. Copley Estate, New York ©VG Bild-Kunst, Bonn 2017

America! America! How real is real?

Museum Frieder Burda
Baden-Baden | 09.12.2017-21.05.2018
Mythen, Projektionen, Sehnsüchte: In Zeiten von „Fake News“ und „Alternative Facts“ wird deutlich, wie sehr der amerikanische Traum mit emotional aufgeladenen Bildern und Symbolen verwoben ist. Zugleich ist sich wohl kaum eine andere Nation der Wirkungskraft von Bildern so bewusst. Die Images des „American Way of Life“, die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen. Mit rund 70 Meisterwerken der US-Gegenwartskunst, wie Andy Warhols Race Riot (1964), Jeff Koons lebensgroßer Skulptur Bear and Policeman (1988) oder Jenny Holzers Leuchtschriftinstallation Truisms (1994) zeigt America! America! How real is real?, wie Künstler von den 1960er-Jahren bis heute die amerikanische Realität kommentieren. Mit Werken aus der Sammlung Frieder Burda und zahlreichen hochkarätigen Leihgaben lädt die Schau zu einer Exkursion durch die visuelle Kultur Amerikas ein. Schon die Stars der Pop Art wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder James Rosenquist transformieren die Oberflächen der Konsumkultur in eine Kunst, die von ungeheurer Verführung und kühler Distanz spricht. Indem sie die Methoden der kommerziellen Bildproduktion übernehmen, verabschieden sie sich von den traditionellen Vorstellungen von Authentizität. Das Gefühl von Entfremdung verkörpern auch die Werke der großen US-Maler der 1980er. Die psychologisch aufgeladenen Leinwände von Eric Fischl, die hermetischen Szenen von Alex Katz, die riesigen Film-Noir-artigen Grafitzeichnungen von Robert Longo sezieren die Träume und Ängste einer verunsicherten weißen Mittelschicht. Zur selben Zeit erobern Künstler wie Jeff Wall oder Cindy Sherman die Szene, die unsere medial geprägte Wahrnehmung kritisch reflektieren. Sie werden zu Vorbildern für nachfolgende Generationen. Mit den Strategien der Konzeptkunst, Performance und Fotografie schaffen sie Bildwelten, in denen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Inszenierung zerfließen: How real is real?...
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Rina Castelnuovo/The New York Times/Redux/laif
Rina Castelnuovo/The New York Times/Redux/laif

Welcome to Jerusalem

Jüdisches Museum Berlin
Berlin | 11.12.2017-30.04.2018
Kirchen, Moscheen und Synagogen prägen das Bild der Altstadt von Jerusalem. Eine große Anzahl christlicher Konfessionen aus aller Welt, muslimische und jüdische Glaubensrichtungen haben diese Stadt zu einem ihrer spirituellen Zentren auserkoren. Gleichzeitig ist Jerusalem von außerordentlicher politischer Brisanz, als Hauptstadt des seit 1948 bestehenden Staates Israel und als beanspruchte Hauptstadt eines künftigen Staates Palästina. Die Ausstellung Welcome to Jerusalem thematisiert diese Aspekte der Stadtgeschichte, in der Alltag, Religion und Politik unauflöslich miteinander verflochten sind. Schlaglichtern auf die Geschichte Jerusalems von der Zeit Herodes bis heute werden aktuelle Stimmen gegenübergestellt, die darüber Auskunft geben, wie Jüdinnen*Juden, Israelis, Palästinenser*innen und Tourist*innen in dieser Stadt leben und sie wahrnehmen. Internationale künstlerische Arbeiten kommentieren historische Ereignisse und politische Positionen und Virtual-Reality-Filme machen die Besucher*innen mit einer in jeder Hinsicht bemerkenswerten und aufregenden Stadt bekannt. In einer Film-Lounge wird die Echtzeit-Dokumentation 24h Jerusalem zu sehen sein....
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Therese von Bacheracht, unbekannter Künstler, um 1840, Foto: SHMH/Elke Schneider
Therese von Bacheracht, unbekannter Künstler, um 1840, Foto: SHMH/Elke Schneider

Therese von Bacheracht - Eine Hamburgerin in St. Petersburg

Jenisch Haus - Museum für Kunst und Kultur an der Elbe
Hamburg | 12.12.2017-22.04.2018
Die Hamburger Literatin Therese von Bacheracht (1804–1852) pflegte intensive Verbindungen zwischen Hamburg und St. Petersburg. Ihr neu entdecktes und frisch restauriertes Porträt wird in Kooperation mit dem Heine Haus e.V. der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere zeitgenössische Dokumente veranschaulichen die Beziehungen von Hamburger Familien zum Zarenhof. Das Jenisch Haus, in dem Therese von Bacheracht häufiger Gast war, bietet für die Ausstellung den passenden Rahmen. Das Jenisch Haus präsentiert die Petersburger Reportagen von Peter Dammann und die Ausstellung Therese von Bacheracht anlässlich des 60jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg....
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Modell des kaiserzeitlichen Forum Romanum (um 10 n. Chr.) mit Blick auf die Rostra (Rednertribüne), den Concordia-Tempel dahinter und das Tabularium (Staatsarchiv) im Hintergrund. Bildnachweis: Antikensammlung der FAU Erlangen
Modell des kaiserzeitlichen Forum Romanum (um 10 n. Chr.) mit Blick auf die Rostra (Rednertribüne), den Concordia-Tempel dahinter und das Tabularium (Staatsarchiv) im Hintergrund. Bildnachweis: Antikensammlung der FAU Erlangen

Im Zentrum der Macht - Das Forum Romanum im Modell

Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal
Nürnberg | 14.12.2017-26.02.2018
Das Forum Romanum bildete das politische, wirtschaftliche und kultische Zentrum des antiken Rom. Die Platzanlage lag in der Senke zwischen dem Hügel Kapitol mit dem Tempel des Jupiter Optimus Maximus und dem Hügel Palatin. Auf diesem ließen wohlhabende Römer bereits im 1. Jahrhundert vor Christus prächtige Wohnhäuser errichten, während die späteren Kaiser den Hügel mit ihren Palästen überbauten. Der Wandel in der Bedeutung der Stadt Rom lässt sich – ebenso wie die gesellschaftliche Veränderung – über zwei Jahrtausende an den Gebäuden, die das Forum umstanden, unmittelbar ablesen. Schon zur Zeit der frühen römischen Königsherrschaft (8.-6. Jh. v. Chr.) wurden auf dem Forum zentrale Bauten für kultische, politische und administrative Zwecke errichtet. In der römischen Republik (ab 509 v. Chr.) gingen die Bautätigkeiten auf dem Forum stetig weiter. Prächtige Hallenbauten und Siegesmonumente waren Ausdruck des Repräsentationswillens und des Konkurrenzkampfes römischer Adelsfamilien, deren Mitglieder in hohen politischen Ämtern und im Senat die Geschicke der Res Publica, des Staates, lenkten. Trotz massiver Umgestaltungen blieb dabei die Grundstruktur bis ca. 50 v. Chr. fast nahezu unverändert. Im 2. Jahrhundert v. Chr. kam das Gleichgewicht im Gefüge der Macht ins Schwanken. Während zuvor Mitglieder der alten Senatsaristokratie die Politik im Wechsel von Widerstreit und Konsens bestimmt hatten, traten nun Einzelpersönlichkeiten auf die Bühne der Geschichte: charismatische Politiker und Feldherrn, die die Macht im Staat allein übernahmen. Marius, Sulla, Pompeius oder Gaius Julius Caesar sind beispielhaft zu nennen. Diese Entwicklung hatte auf Dauer auch einschneidende Folgen für die Gestaltung des Forum Romanum, die erstmals auch seine Grundstruktur betrafen. Staatspolitisch einschneidend waren die Veränderungen unter Caesar, da er mit seiner Diktatur der neuen Monarchie in Rom den Weg ebnete. Zum Ausdruck kam dieser Machtanspruch auch durch massive programmatische Umbauten auf dem Forum. Octavian Augustus setzte als erster römischer Kaiser den Weg und das Werk seines Stiefvaters konsequent fort – auch in baulicher Hinsicht. Wer um das Jahr 10 n. Chr. das Forum Romanum betrat, befand sich hier nicht mehr im Zentrum der römischen Bürgerschaft, sondern wurde mit dem zu Stein gewordenen Machtanspruch des augusteischen Kaiserhauses konfrontiert. Zwei maßstabsgetreue Holzmodelle zeigen das Forum Romanum: das eine zur Zeit Ciceros oder Caesars, das andere am Ende der Regierungszeit des Kaisers Augustus. Beide Modelle stammen aus der Antikensammlung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und sind dort Bestandteil der universitären Ausbildung. Sie wurden – vorwiegend von Studierenden – ausschließlich in Handarbeit hergestellt und stellen eine möglichst detailgetreue Rekonstruktion des Platzes und seiner Architekturen dar. Die Ausstellung der beiden Forum-Modelle im Hirsvogelsaal – gewissermaßen unter den Augen der ersten 12 römischen Caesaren, die dort in der "Kaisergalerie" als Büsten vertreten sind – ist eine Kooperation mit der Antikensammlung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg....
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Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies
Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies

Mur Brut 11: Julius Brauck-Mann

Kunsthalle Düsseldorf
Düsseldorf | 16.12.2017-18.03.2018
Für MUR BRUT im Park­haus der Kunst­hal­le Düs­sel­dorf hat Ju­li­us Brauck­mann ei­ne neue orts­spe­zi­fi­sche Ar­beit ent­wi­ckelt. Das groß­flä­chi­ge Wand­bild mit der Auf­schrift C3 Pi­cas­so er­in­nert un­wei­ger­lich an ei­ne Wer­be­an­zei­ge, die sich pro­blem­los in ih­re Um­ge­bung ein­fügt. Das Lo­go für das Au­to­mo­dell von Ci­troën wur­de in An­leh­nung an die Si­gna­tur Pi­cas­sos ent­wi­ckelt und wirft Fra­gen nach der Ver­mark­tung von Au­tos und den „künst­lich“ her­ge­stell­ten Be­zü­gen zur Kunst­welt auf. In ei­nem Wer­be­slo­gan gibt Ci­troën an, dass der C3 Pi­cas­so au­ßer­dem von der Krea­ti­vi­tät der Mar­ke Ci­troën pro­fi­tie­re und ver­weist da­mit gleich­zei­tig auf ei­nen der be­deu­tends­ten Ma­ler un­se­rer Zeit. Ju­li­us Brauck­mann greift all­täg­li­che Si­tua­tio­nen und be­kann­te Bild­wel­ten auf, die er kom­men­tiert und hu­mor­voll hin­ters Licht führt. Im Park­haus der Kunst­hal­le wid­met er sich ex­pli­zit der Wer­bung und ih­ren Ver­spre­chen. Ju­li­us Brauck­mann stu­dier­te an der Kunst­hoch­schu­le für Me­di­en in Köln u.a. bei Jo­han­nes Wohn­sei­fer....
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Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv
Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv

Im rechten Licht

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 16.12.2017-25.03.2018
Die Kölner Künstlerin und Fotografin Karin Richert hat zehn Jahre lang die rechtsgerichtete Szene in Köln und NRW mit ihrer Kamera beobachtet und dokumentiert. Die Ergebnisse dieses Projektes sind jetzt im Kölnischen Stadtmuseum zu sehen. Die Fotos geben Einblick in Milieus, die ihren Hass und ihre Demokratiefeindlichkeit auf die Straße tragen. Begleitet werden die Fotografien von Texttafeln, die über Ziele und Vorgehensweise der einzelnen Gruppen und Parteien informieren, sowie Aufnahmen von den Appellen der Gegendemonstranten bei rechten Aufmärschen. Rechtes Gedankengut versteckt sich heute hinter vielen Masken. Karin Richerts Fotos zeigen deutlich: Die Anhänger dieses politischen Spektrums sind nicht nur Menschen mit Glatzen, Bomberjacken und Springerstiefeln. Rechte Weltanschauungen treten äußerlich in vielfältiger Gestalt in Erscheinung. Manche Gruppierungen präsentieren sich sehr bürgerlich, andere wiederum adaptieren bewusst den Stil moderner Jugendkulturen. Seit vielen Jahren setzt sich die Kölner Künstlerin Karin Richerts politisch für eine gerechte Welt ohne Unterdrückung und Rassismus ein. Zu ihren Hauptanliegen zählt der Widerstand gegen Rechtsextremismus und rechte Denkweisen. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert....
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Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv
Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv

Trotzdem Alaaf! Kölner Rosenmontag 1991 + 2017

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 16.12.2017-25.03.2018
Die Fotoausstellung zeigt die Ereignisse rund um den 1991 wegen des Golfkrieges ausgefallen Rosenmontagszug. Die Kölner feierten damals „trotzdem“ ihren Fastelovend. Es wurde ein spontaner, „ver-rückter“, unorganisierter und ursprünglicher Rosenmontag im Schneetreiben – und eine jecke Demonstration gegen den Golfkrieg. 40 Aufnahmen vom Rosenmontag 2017 von jüngeren Fotografinnen und Fotografen ergänzen die 80 Schwarz-Weiß-Abbildungen von 1991. Wie vor 26 Jahren wurde auch 2017 der Karneval von politischen Ereignissen überschattet. Terroranschläge im öffentlichen Raum, u. a. nur wenige Woche zuvor auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, führten zu einer starken Polizeipräsenz auf den Straßen. Eindrucksvoll dokumentieren die Bilder das Nebeneinander feiernder Jecken und ungewohnter polizeilicher Vorsichts- und Absperrmaßnahmen. Mit drei Schwarzweiß-Fotografien aus den Jahren 1947 bis 1949 blickt die Ausstellung zudem in eine Zeit zurück, in der Köln in Trümmern lag. Ein Grund mehr, über die Ursachen von Krieg und Flucht nachzudenken! Mit Fotografien von: Hermann Claasen, Peter Fischer, Rolf Georg Bitsch, Anna Lingscheid, Sigrid Martin, Kurt Oxenius, Jean-Pierre Plisson, Christel Plöthner, Bernhard D. Sanders, Stephan Schmitz, Sepp Wagner, Manfred Wegener, Eusebius Wirdeier, Karl-Heinz Zielinske, Juliane Giersch, Felix Mayr, Kamil Rachwal und Leon Woermann...
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Unbekannter Künstler, Deutschland, Großfürstin Natalija Alexejewna, um 1775, Staatliches Museumsensemble Powlowsk (Ausschnitt)
Unbekannter Künstler, Deutschland, Großfürstin Natalija Alexejewna, um 1775, Staatliches Museumsensemble Powlowsk (Ausschnitt)

Hessische Prinzessinnen am russischen Hof

Ikonen-Museum der Stadt Frankfurt - Stiftung Dr. Schmidt-Voigt
Frankfurt/Main | 20.12.2017-25.02.2018
Der russische Zar Peter I. verfolgte das Ziel, Russland nach Westen zu öffnen und als euröpäische Macht zu etablieren. Einen Schlüssel dazu sah er in der Einführung europäischer Sitten am Zarenhof. Er war der erste, der seinen Sohn und Thronfolger mit einer deutschen Prinzessin verheiratete, und seine Nachfolger sind diesem Beispiel später gefolgt, so dass Russland sechs Kaiserinnen deutscher Herkunft hatte. Vier Prinzessinnen von Hessen - Großfürstin Natalia Alexejewna, Kaiserin Marija Alexandrowna, Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna und Kaiserin Alexandra Fjodorowna - wurden so Teil der russischen Geschichte. Alle Prinzessinnen stammten aus den protestantischen deutschen Dynastien. Denn nur die Protestantinnen waren bereit, die Konfession zu wechseln und russisch-orthodox zu werden - ohne Konversion war eine russische Heirat nicht möglich. Kaiserin Alexandra Fjodorowna und Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna wurden von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen. Sie waren nicht nur geliebte Ehefrauen, sondern auch Mistreiterinnen, Freundinnen und Eidgenossinnen ihrer Ehemänner. Dennoch ist bis heute über das Leben der deutschen Prinzessinnen in Russland wenig bekannt. Anhand vielfältiger Exponate - von Fächer, Menükarte und Schmuck über Kleidung, der kleinen Ikone für das private Gebet, bis hin zum offiziellen Porträt - beleuchtet die Ausstellung das Leben der Prinzessinnen im zaristischen Russland....
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Aus dem Skizzenbuch des Johann Christoph Haller von Hallerstein. Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen
Aus dem Skizzenbuch des Johann Christoph Haller von Hallerstein. Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen

Von Nürnberg nach Hellas - Carl Haller von Hallerstein zum 200. Todestag

Stadtmuseum Fembohaus
Nürnberg | 27.12.2017-25.03.2018
Der frühe Tod des Johann Carl Christoph Wilhelm Joachim Freiherr Haller von Hallerstein (1774-1817), einer der bedeutendsten Sprosse aus dem ältesten Nürnberger Patriziat, jährt sich dieses Jahr zum 200. Mal – für die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg der Anlass, mit einer Ausstellung an diesen Pionier der archäologischen Grabung in Griechenland zu erinnern. Seine Neigung zu Architektur und Zeichenkunst führte den hochbegabten jungen Mann über die Stuttgarter Hohe Karlsschule nach Berlin an die Bauakademie, wo unter David und Friedrich Gilly, dem Lehrer des großen Karl Friedrich Schinkel, der preußische Klassizismus in voller Blüte stand. Zurück in Nürnberg war Haller seit 1806 Bauinspektor, wo etwa die nach seinem Entwurf errichteten Kolonnaden auf dem Hauptmarkt in dieser klassizistischen Tradition standen. Seit 1808 bereiste der Idealist die bedeutenden Stätten des Altertums und traf in Rom auf eine internationale Schar junger Gleichgesinnter. 1810 gelangte er mit einigen von ihnen dann an die Stätte ihrer Sehnsucht: Griechenland. Misstrauisch beäugt von den damals noch osmanischen Landesherren grub Haller in Ägina und Bassae mit Gefährten aus halb Europa die Reste einer großen Vergangenheit aus, die auch damals bereits als Sensation galten: In Ägina waren es die Giebelskulpturen des Aphaiatempels, die heute zum Grundbestand der Münchner Glyptothek zählen. In Bassae dagegen förderten die Männer den Innenfries des Apollontempels zutage, den einzig vollständigen seiner Art, heute Unesco-Weltkulturerbe und der Stolz des Britischen Museums. Doch war Haller nicht nur maßgeblich an diesen und weiteren Ausgrabungen in Athen, Korinth oder Melos beteiligt sondern auch an genauen Vermessungen. Vieles davon floss nach seinem Tod in kostbare illustrierte Folianten ein, mit deren Hilfe sich die Archäologie nach und nach an den deutschen Universitäten etablieren konnte. So lud ihn Kronprinz Ludwig von Bayern zum Wettbewerb um zwei der bis heute berühmtesten Bauwerke des Klassizismus ein: die Walhalla bei Regensburg und die Münchner Glyptothek. Beide wurden dann zwar von Leo von Klenze gebaut, doch konnte er vor allem bei der Walhalla auf Hallers Zeichnungen aus Bassae zurückgreifen. Seinen Idealismus hat Haller letztlich mit dem Leben bezahlt: Bei Ambelakia in Thessalien arbeitete er als Architekt an einer Brücke ohne Rücksicht auf sein körperliches Befinden. Dort starb er am 5. November 1817 mit nur 43 Jahren am Gelbfieber. Seine fränkische Heimat hat er nicht mehr wiedergesehen, und sein Grab in Athen ist verschollen, aber sein Idealismus vermag bis heute zu berühren. Die Ausstellung im Stadtmuseum im Fembo-Haus stellt das zeichnerische Werk Hallers in den Mittelpunkt. Dabei werden Leihgaben aus Familienbesitz um zahlreiche Exponate vor allem aus Straßburg und München ergänzt, die teilweise erstmals öffentlich zu sehen sind. Möglich wurde diese Ausstellung mit gut 100 Exponaten vor allem durch großzügige Leihgaben der Haller'schen Familienstiftung in Großgründlach und der Bibliothèque nationale et universitaire in Straßburg sowie aus der Münchner Antikensammlungen und Glyptothek....
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Neue Pinakothek, Foto: Martin Fengel
Neue Pinakothek, Foto: Martin Fengel

L wie Land und Leute

Neue Pinakothek
München | 17.01.2018-09.07.2018
Die Ausstellung folgt vorangegangenen Projekten in der Studiengalerie der Neuen Pinakothek, zieht ein Register aus dem Depot auf, greift ordnend hinein und stellt eine thematische Auswahl vor. „L wie Land und Leute …“ zeigt Künstler des 19. Jahrhunderts, die Bekanntes und Unbekanntes in Nah und Fern (neu) entdecken und in ihren Gemälden darstellen. Mit 54 Werken aus der eigenen Sammlung lässt sich dabei auch beobachten, wie leicht aus der Verfertigung von Bildern die Verfestigung von Ansichten wird und ursprüngliche Neugier zu Klischees gerinnt. Neben den Klassikern Italien und Holland zeigt die Ausstellung zeitgenössische Erwerbungen zu Spanien, Österreich und anderen Ländern....
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Don’t forget to sing! Aboriginal Art aus den Western APY Lands

Museum Fünf Kontinente
München | 19.01.2018-25.02.2019
Die APY Lands liegen in Südaustralien nahe der Grenze zum Northern Territory. „APY“ steht für „Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara”, d.h.„die Menschen der Sprachgruppen Pitjantjatjara und Yankunytjatjara.“ Malen, Singen und Tanzen haben im Leben der Aborigines der australischen Wüste eine tiefe Bedeutung. Das alles ist nach ihrem Glauben dazu geeignet, Schöpfungsgeschichten zu erzählen und damit Zusammenhänge in der Entstehung der Welt aufzuzeigen. Durch Malen, Tanzen und Singen hält ein Anangu-Künstler Kultur und traditionelle Gesetze seines Landes am Leben und ehrt gleichzeitig die Schöpferahnen. Die Gesetze der Schöpfungsgeschichten (Tjukurpa) sind ein fester Bestandteil der Religion und des Alltags der Anangu. Sie erklären die Erschaffung allen Lebens und geben bis heute Hinweise, wie sich der einzelne Mensch angemessen und respektvoll seiner Umwelt gegenüber verhalten kann und sollte. Durch die starke Verbindung zwischen spirituellem Dasein und der Erschaffung von Kunstwerken strahlen diese Integrität, Schönheit und eine spürbare Kraft aus. Jüngere Künstler werden ermutigt, sich dieser Ressourcen zu bedienen. Die anerkannten Künstler sind überzeugt davon, dass die Weitergabe des traditionellen Wissens an die jüngere Generation äußerst wichtig ist. So ist es nicht ungewöhnlich, dass sich in einem Kunstzentrum bis zu vier Generationen zum Singen und Malen versammeln und Auszüge aus der Tjukurpa wieder und wieder erzählen. In den Werken wechseln sich oft Vogelperspektive mit Frontalansicht ab – und das zum Teil auf derselben Leinwand. „Wer einmal Zeuge war, wie ein Anangu-Künstler das Land und die Schöpferahnen in seinen Gemälden besingt, der spürt, dass diese Werke Seele haben“, kommentiert Robyn Kelch die Entstehung der Gemälde. Mit der Kunst australischer Aborigines aus den APY Lands gastiert die Galerie ARTKELCH aus Freiburg erneut im Museum Fünf Kontinente. Vorgestellt werden Gemälde aus den Kunstzentren Tjala Arts aus Amata und Tjungu Palya aus Nyapari. Die Kunstwerke können als Unterstützung für die Aboriginal-Künstler erworben werden. Großformatige Gemeinschaftsarbeiten bilden das Herzstück der Ausstellung. Sie tragen zum Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen bei, ermöglichen die Weitergabe des Wissens um die Tjukurpa und dienen gleichzeitig der Nachwuchsförderung. Treibende Kraft für das generationsübergreifende gemeinschaftliche Arbeiten in den Kunstzentren ist der Wunsch der Künstler, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen und Karrierechancen für die Jugend zu entwickeln. Lebendige, selbstbestimmte Gemeinschaften zu bilden, ist erklärtes Ziel. Zu den ausgestellten Künstlern gehören: Angkaliya Curtis, Barbara Moore, Bernard Tjalkuri, Brenton Ken, Freddy Ken, Ginger Wikilyiri, Helen Curtis, Iluwanti Ken, Iyawi Wikilyiri, Keith Stevens, Mick Wikilyiri, Ray Ken, Sandra Ken, Sylvia Ken, Tjungkara Ken, Wawiriya Burton, Yaritji Young u.a....
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Foto: Museum Mensch und Natur
Foto: Museum Mensch und Natur

Wasser - wie es unsere Erde formt

Museum Mensch und Natur
München | 26.01.2018-03.06.2018
Wasser als Landschaftsgestalter Wasser ist ein besonderer Stoff und prägt unseren Planeten wie kein anderes Element. Flüssig, gefroren zu Eis und als Wasserdampf ist Wasser stets in Bewegung. Es zermürbt selbst harten Fels mit der Zeit, transportiert Steine und Sand Kilometer weit und lagert die Fracht an anderer Stelle wieder ab. Der Klimawandel beschleunigt all diese Prozesse und wird die Verteilung von flüssigem und gefrorenem Wasser drastisch verändern. Wasser in Fotografien festgehalten Die ausdrucksstarken, großformatigen Fotografien von Bernhard Edmaier präsentieren Wasser von der bisher kaum wahrgenommenen Seite – als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft auf unserer Erde. Es sind zumeist Luftbilder, die in den verschiedensten Regionen der Erde aufgenommen wurden. Geografische und geologische Informationen dazu bieten die Bildtexte der Wissenschaftsautorin Angelika Jung-Hüttl. Wasser erkunden Wie viel Wasser gibt es auf der Erde? Welche Kräfte treiben den Wasserkreislauf an? Wie wirkt sich der Klimawandel auf Gletscher und Meeresspiegel aus? Diesen und weiteren Fragen können Sie im interaktiven Teil der Ausstellung nachgehen. Weiterhin machen Gesteinsproben begreifbar, wie deren Entstehungsgeschichte von Wasser und Eis geprägt ist....
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Frauenmuseum Wiesbaden, Foto: fmw
Frauenmuseum Wiesbaden, Foto: fmw

Sophie von Stillfried – Die zweite Haut

Frauenmuseum Wiesbaden
Wiesbaden | 28.01.2018-22.04.2018
In ihren meist großformatigen Arbeiten inszeniert Sophie von Stillfried Körpergrenzen. Die geschlechtliche Identität der ausschnitthaft gemalten Personen bleibt verborgen, allenfalls erahnbar. Gemeinsam ist den ausgestellten Arbeiten die zur Schau getragene tätowierte Haut, die Inneres und Äußeres verbindet. Sophie von Stillfried beherrscht das Wechselspiel von Sichtbar und Unsichtbar, Eindeutig und Uneindeutig und lässt die Betrachtenden die begrenzten Eindeutigkeiten individuell vervollkommnen. Die den Bildmittelpunkt fixierenden Tattoos zeigen subjektive Intimität, die den Körper zur Leinwand und zum Statement werden lässt. Sophie von Stillfried war Meisterschülerin von Arno Rink und Neo Rauch mit Meisterprüfung an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Kiki Smith: Procession

Haus der Kunst München
München | 02.02.2018-03.06.2018
Seit über drei Jahrzehnten befasst sich die 1954 in Nürnberg geborene US-amerikanische Künstlerin Kiki Smith in ihrem facettenreichen Œuvre mit den politischen und sozialen, aber auch den philosophischen und geistigen Aspekten der menschlichen Natur. Furchtlos erkundet sie den Körper und setzt sich zugleich auf komplexe Weise mit der "conditio humana" auseinander. Ihre Werke verhandeln Fragen von Alter und Tod, Verwundung und Heilung, Wiederbelebung, Fragmentierung, Geburt, Sexualität, Gender und Erinnerung. Neben Skulpturen produziert Smith vor allem Zeichnungen, Radierungen und Lithographien, aber auch Künstlerbücher, Fotografien, Videos sowie in jüngster Zeit auch Bildteppiche. Dabei greift sie ebenso auf traditionelle wie moderne handwerkliche Verfahren zurück. Bemerkenswert ist die Vielfalt der von ihr verwendeten Materialien, darunter unter anderem Bronze, Gips, Glas, Porzellan, Papier, Aluminium, Latex, Federn und Bienenwachs. Die Ausstellung bietet einen Überblick über Smiths künstlerisches Schaffen der letzten drei Jahrzehnte. So ist das Frühwerk unter dem Eindruck der schlagartigen politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen in den 1980er-Jahren entstanden, die von den Folgen der AIDS-Epidemie, von leidenschaftlich geführten Diskursen über Sexualität und Gender sowie von feministischen Aktivitäten geprägt waren. Seit den frühen 1990er-Jahren befasst sich Smith dagegen zunehmend mit alternativen historischen Narrativen und setzt sich mit Mythen, Legenden und Sagen, Glaubensfragen sowie den Traditionen nicht-abendländischer Kulturen auseinander. "Procession" präsentiert die ganze Vielfalt ihres Œuvres und zeichnet dessen Entwicklung bis in die jüngste Zeit nach. Die Ausstellung wird von Petra Giloy-Hirtz kuratiert und vom Haus der Kunst organisiert....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Morgaine Schäfer - Ehrenhof-Preis 2017

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 03.02.2018-27.05.2018
Schäfer erhielt den Preis für ihre Arbeit „Westen – wschód“, in der sie anhand von Familienfotos ihre eigene Geschichte reflektiert und Fragen der Identität behandelt. Ihre Ausstellung im Museum Kunstpalast knüpft an diese Fragestellung an und nimmt eine Reihe von Holzreliefs als Ausgangspunkt. Eine Fotografie der Reliefs in ihrer derzeitigen Präsentation bildet die Basis der Arbeit. Morgaine Schäfer reflektiert mit dieser Arbeit das Potenzial des Mediums der Fotografie und fragt nach der Verbindlichkeit handwerklicher Ethik, nach Identität und Heimat....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Black Pow­er - Flow­er Pow­er: Fo­to­gra­fien von Pirk­le Jones und Ruth-Mari­on Baruch

Museum Ludwig
Köln | 03.02.2018-03.06.2018
Im 50. Todes­jahr von Martin Luther King stellt das Mu­se­um Lud­wig die Werke des Fo­to­grafene­he­p­aar Pirk­le Jones und Ruth-Mari­on Baruch aus, das mit Sym­pa­thie und beobach­t­en­der Dis­tanz das San Fran­cis­co der be­wegten 1960er-Jahre einf­ing. Es war eine Zeit, in der ger­ade an der West­küste der USA auf be­son­dere Weise die ver­schie­de­nen Strö­mun­gen von Bürg­er­rechts­be­we­gung und Coun­ter Cul­ture verdichtet waren, in der die Black Pan­thers aus der Bürg­er­rechts­be­we­gung her­vor­gin­gen und Hip­pies im Stadt­teil Haight Ash­bury neue Lebens- und Ar­beits­for­men probten....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Fritz Winter

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 03.02.2018-10.06.2018
Fritz Winter (1905-1976) begann seine künstlerische Laufbahn 1927 am Bauhaus in Dessau als Schüler von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee. Parallel zur Ausstellung „Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses“ zeigt die Fritz-Winter-Stiftung 18 Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers von den 1920er- bis in die 1940er- Jahre. Höhepunkt sind zwei Neuerwerbungen aus der Werkgruppe „Triebkräfte der Erde“, die der im Nationalsozialismus als entartet geltende Künstler 1944 im Verborgenen schuf. Die „Triebkräfte“ wurden in der Nachkriegszeit als Schlüsselwerke abstrakten Formenreichtums gefeiert und stehen bis heute für die Qualität und das Wirkungsvermögen in innerer Emigration entstandener Kunstwerke. Die Präsentation in Saal 15 zeigt eine kleine Auswahl des neuen Kernbestandes der Fritz-Winter-Stiftung, der den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen auf unbegrenzte Zeit als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird. Zeitgleich erscheint ein Bestandskatalog der 151 Gemälde und Papierarbeiten dieses neuen Kernbestandes....
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Deutsches Sport und Olympia Museum, Foto: Axel Schulten / KölnTourismus GmbH
Deutsches Sport und Olympia Museum, Foto: Axel Schulten / KölnTourismus GmbH

1. FC Köln

Deutsches Sport und Olympia Museum
Köln | 04.02.2018-13.05.2018
Am 13. Februar 2018 ist der 70. Geburtstag des FC - die Sonderausstellung bietet bereits ab dem 4. Februar 2018 einen spürbar anderen Blick auf sieben Jahrzehnte FC-Historie. Die Ausstellung zeigt einmalige Exponate und bietet einen informativ-unterhaltenden Einblick in die Geschichte des 1. Fußball-Club Köln seit 1948. Rund um die Sonderausstellung wird es im Sportmuseum zahlreiche Angebote für FC-Fans geben. Geplant sind unter anderem Führungen mit echten FC-Kennern, Kindergeburtstage unter dem Motto "Ein Tag als Fußballprofi" und besondere Aktionen an Spieltagen. Die Ausstellung zeigt sieben Jahrzehnte FC-Geschichte mit besonderem Augenmerk auf sportliche Highlights und markante Ereignisse. Von der Gründung 1948 über Meisterschaften und Pokalsiege bis hin zu Nationalspielern und Rekordhaltern - zahllose Facetten, zu denen auch die Abstiege und Niederlagen gehören, werden anhand von Exponaten und interaktiven Stationen dem Fan nähergebracht. Seltene Sammlerstücke und einmalige Objekte lassen den Fußball-Fan in vergangene Zeiten reisen. Anhand von Tonspuren, Videosequenzen und markanten Bildern lässt sich die Historie des 1. FC Köln intensiv erleben. Getreu dem Motto der Sonderausstellung: "Die Zeiten ändern sich, das Gefühl bleibt!". Spürbar anders....
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Tina Ruisinger, „Traces“ 2016, Fotoserie
Tina Ruisinger, „Traces“ 2016, Fotoserie

Ansichten vom Tod in der Zeitgenössischen Kunst

Stadtgalerie Saarbrücken
Saarbrücken | 09.02.2018-29.04.2018
In den vergangenen Jahren ist viel von der neuen Sichtbarkeit des Todes die Rede. Von den Medienbildern des katastrophalen Massensterbens in den Krisengebieten unserer Welt, vom spektakulären Unfalltod im Straßengraben oder auch vermehrt von Mordopfern im Kino und in der Krimiliteratur. Es sind Bilder vom Tod, die unsere Schaulust bedienen und damit einen hohen Unterhaltungswert besitzen. Bilder, die uns einen Schauer über den Rücken jagen und uns doch gleichgültig zurücklassen, weil sie uns nichts angehen und im Zweifel dazu dienen, die Illusion von der eigenen Unsterblichkeit zu bestätigen. In der aktuellen Kunst ist eine Auseinandersetzung zu verzeichnen, die fast gegenläufigen Charakter hat. So lenken viele zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler ihren Blick nicht auf die voyeuristischen Aspekte des Sterbens, sondern auf die alltäglichen, leisen und dennoch erbarmungslosen Ansichten des Todes, wenn er uns nicht gewaltsam ereilt. Es ist der unscheinbare, langsame Tod, für den das einzelne Bild nicht taugt, weil er sich nicht in einem Moment erfassen lässt. Vielmehr sind es Prozesse, Erfahrungen des Sterbens über eine gewisse Zeit, Erfahrungen von Verlust und Verzweiflung, vom langsamen Abschied oder vom abrupten Zusammenbruch, der uns alleine zurücklässt, um Trauerarbeit zu leisten....
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Eduardo Paolozzi, Bunk: Evadne in Green Dimension, 1952−1972 © Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by/VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Eduardo Paolozzi, Bunk: Evadne in Green Dimension, 1952−1972 © Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Eduardo Paolozzi: Lots of Pictures - Lots of Fun

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 09.02.2018-20.05.2018
Der Bildhauer und Grafiker Eduardo Paolozzi (1924‒2005) ist einer der innovativsten und respektlosesten Künstler der britischen Nachkriegsmoderne. Mit seiner frühen Collagenserie, in der er bereits Ende der 1940er-Jahre Bildmotive der Populärkultur verarbeitete, bahnte er der britischen Pop Art den Weg. Seine ausdrucksstarken Skulpturen und Grafiken bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Ausgehend von einem besonderen Interesse für Wissenschaft und Technik stehen sie für seine Suche nach einer neuen Formensprache und Ikonografie der Massen- und Industriegesellschaft. Die Ausstellung schließt unmittelbar an die Eduardo Paolozzi-Ausstellung in der Whitechapel Gallery in London an. Der Fokus der Berliner Schau liegt auf Paolozzis experimentellen Werkphasen der 1940er- bis 1970er-Jahre und bezieht seinen prägenden Aufenthalt 1974/75 in Berlin mit ein. Die Ausstellung Eduardo Paolozzi. Lots of Pictures - Lots of Fun in Berlin ist organisiert von der Whitechapel Gallery, London, in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie....
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K21, Kunstsammlung Nordrhein - Westfalen: Akram Zaatari – Against Photography . Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation / Bild: Akram Zaatari: A Photographer S Imagination, 2017
K21, Kunstsammlung Nordrhein - Westfalen: Akram Zaatari – Against Photography . Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation / Bild: Akram Zaatari: A Photographer S Imagination, 2017

Düsseldorf Photo

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft
Düsseldorf | 16.02.2018-25.02.2018
Vom 16. bis 25. Februar 2018 steht die Stadt Düsseldorf für 10 Tage ganz im Zeichen der Fotografie. Rund 50 Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträume präsentieren Werke von über 100 Fotografen und Fotografinnen in ganz Düsseldorf u.a. Thomas Ruff, Barbara Kasten, Herlinde Koelbl, Kris Scholz, Louise Dahl- Wolfe, Charles Paul Wilp, Akram Zaatari, Hartmut Neumann, Dennis Hopper, Klasse Christopher Williams. Düsseldorf bekommt das gößte Fotofestival in Nordrhein-Westfalen. Ab Februar 2018 präsentiert Duesseldorf Photo einmal jährlich zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen zu historischer und zeitgenössischer Fotografie. Veranstalter ist das NRW-Forum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträumen. Düsseldorf ist eine Metropole der Fotografie. Zahlreiche der wichtigsten Fotografen der Welt kommen aus Düsseldorf und leben zum Teil noch immer hier. Das vielseitige Programm des Festivals trägt der kunsthistorischen Tradition der Stadt Rechnung und richtet gleichzeitig den Blick nach vorne. Mit Museums- und Galerieausstellungen, kuratierten Satellitenprojekten, Aktionen im öffentlichen Raum, Symposium, Fotobuchmesse, Filmprogramm und Portfolio Reviews widmet sich das Festival der Geschichte, der Zukunft, den Akteuren und Diskursen der Fotografie....
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Edvard Munch, Die Mädchen auf der Brücke, 1927, Munch-Museum Oslo
Edvard Munch, Die Mädchen auf der Brücke, 1927, Munch-Museum Oslo

Meisterwerke zu Gast in der Sammlung: Edvard Munch – Sehnsucht und Erwartung

Museum Folkwang
Essen | 16.02.2018-22.04.2018
Im Frühjahr 2018 gastiert Edvard Munchs (1863–1944) Gemälde Die Mädchen auf der Brücke aus dem Munch-Museum Oslo im Museum Folkwang. Das Gemälde kommt als Gegengabe für die Ausleihe von Paul Gauguins Contes Barbares aus der Sammlung des Museum Folkwang an das Munch Museum nach Essen. Das Werk entstand 1927 und zeigt drei wartende Mädchen auf einer Brücke im Badeort Åsgårdstrand am Oslofjord. Der hochrangige Gast bildet den Mittelpunkt einer Kabinett-Ausstellung von Gemälden und Grafiken Edvard Munchs aus der Sammlung des Museum Folkwang. Erwartung und Sehnsucht sind die verbindenden Sujets dieser Präsentation. Meisterwerke zu Gast in der Sammlung ist ein neues Ausstellungsformat des Museum Folkwang....
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Herlinde Koelbl: Haare © Herlinde Koelbl
Herlinde Koelbl: Haare © Herlinde Koelbl

BFF-Hall of Fame - Herlinde Koelbl

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft
Düsseldorf | 16.02.2018-20.05.2018
Herlinde Koelbl zählt zu den renommiertesten deutschen Fotokünstlern. Anlässlich der ersten Ausgabe von Duesseldorf Photo zeigt das NRW-Forum vom 16. Februar bis 20. Mai 2018 eine Ausstellung des BFF Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. Herlinde Koelbls Interesse gilt dem Menschen: in seinem kulturellen Umfeld, in seinem Alltag, seiner Körperlichkeit und Individualität. Mit ihren fotografischen Langzeitstudien gilt sie als Chronistin der Gegenwart. Sie ist nicht nur Fotografin, sondern auch Erzählerin, Regisseurin, Soziologin und Kulturhistorikerin. 1980 wurde sie unter anderem durch den Bildband „Das deutsche Wohnzimmer“ bekannt, 1984 veröffentlichte sie „Männer“ und 1990 „Starke Frauen“. 1989 entstand ihr preisgekröntes Werk „Jüdische Porträts“ und von 1991 bis 1998 fotografierte und Interviewte sie jährlich 15 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft unter dem Titel „Spuren der Macht – Die Verwandlung des Menschen durch das Amt“. „Als ich die Fotografie entdeckte, war es wie ein Ankommen […] Ich wollte Menschen, das Leben fotografieren. Menschen sind unberechenbar, voller Geheimnisse und Schicksale […] Manchmal entsteht eine nie erwartete Nähe und Vertrautheit, für eine kurze Weile, manchmal ist es ein sanftes, zähes Ringen, manchmal ein wortloser Dialog, manchmal ein Erkennen“, beschreibt sie selbst ihre Arbeit am Porträt. Zu ihren Büchern und Ausstellungen veröffentlicht Herlinde Koelbl häufig themengleiche Dokumentarfilme und Videoinstallationen. Ihre einfühlsamen und oft philosophischen Interviews erscheinen regelmäßig im ZEITmagazin. Sie wurde für ihr Schaffen vielfach ausgezeichnet, ihre Fotografien sind in internationalen Ausstellungen zu sehen und in wichtigen Sammlungen vertreten....
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Suzy Parker by the Seine, Costume by Balenciaga, 1953. Photograph by Louise Dahl-Wolfe. Collection Staley Wise Gallery. © 1989 Center for Creative Photography, Arizona Board of Regents.
Suzy Parker by the Seine, Costume by Balenciaga, 1953. Photograph by Louise Dahl-Wolfe. Collection Staley Wise Gallery. © 1989 Center for Creative Photography, Arizona Board of Regents.

Louise Dahl-Wolfe: A Style of her own

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft
Düsseldorf | 16.02.2018-20.05.2018
Das NRW-Forum Düsseldorf startet in die erste Ausgabe des neuen Festivals Duesseldorf Photo mit einer Pionierin der Modefotografie: Die Ausstellung „Louise Dahl-Wolfe: A Style of her Own“ präsentiert über 100 Arbeiten der berühmten Modefotografin, die beleuchten, wie Dahl-Wolfe zu einer der wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts wurde, und mit ihrer Arbeit das Bild einer modernen, unabhängigen Frau mitprägte. Louise Dahl-Wolfe gilt als Schlüsselfigur der amerikanischen Fotografie der 30er, 40er und 50er Jahre, deren Arbeit großen Einfluss auf berühmte Fotografen wie Horst P. Host, Richard Avedon und Irving Penn hatte. Ihr moderner Zugang zum Hollywood Porträt und zur Modefotografie prägten die amerikanische visuelle Kultur. Die Ausstellung „Louise Dahl-Wolfe: A Style of her Own“ präsentiert über 100 Fotografien aus den Jahren 1931 bis 1959. Mit Porträts, Akten, Modefotografie und Dokumentarfotografie gibt sie einen umfassenden Einblick in das Schaffen einer außergewöhnlichen Fotografin, die die Modefotografie und das Hollywood-Porträt modernisierte und sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt einen Platz erkämpfte. Die Ausstellung legt einen Fokus auf die insgesamt 22 Jahre, in denen Louise Dahl-Wolfe feste Fotografin bei dem amerikanischen Modemagazin Harper’s war. Sie arbeitete eng mit der Herausgeberin Carmel Snow, der legendären Fashion Direktorin Diana Vreeland und dem Designer Alexey Brodovitch zusammen. In ihrer Schaffenszeit von 1936 bis 1958 veröffentlichte Harper’s Bazaar über 600 Farbfotografien, 86 Cover und rund 3000 Schwarzweißfotografien von ihr. In dieser Zeit bereitete Dahl-Wolfe den Weg für den Einsatz von Farbe und Tageslicht in der Modefotografie. Sie war eine der ersten, die im Freien und mit natürlichem Licht arbeitete, was in der stark formalen und europäisch geprägten Modefotografie der damaligen Zeit etwas vollkommen Neues war. Sie brachte einen modernen Blick in die Modefotografie, einen entspannten und intimen Blick, der unbestreitbar amerikanisch war. Sie zeigte Pariser Couture an durchtrainierten Körpern und etablierte eine neue Natürlichkeit und Gesundheit in der Bildsprache der Modefotografie. Sie zeigte Mode, die casual und bequem war, und die den zunehmend aktiven und abhängigen Lebensstil der damaligen Frauen wiedergab. Ihr Umgang mit Farbe wurde in der Werbung schnell sehr populär, 1939 zeichnete sie der Art Directors Club of New York sogar mit einer Medaille aus. Louise Dahl-Wolfe arbeitete während ihrer Zeit bei Harper’s Bazaar mit Models wie Suzy Parker, Jean Patchett, Barbara Mullen, Mary Jane Russell und Evelyn Tripp zusammen. Dabei half sie, deren einzigartigen Look zu kreieren, und war so maßgeblich am Aufkommen der ersten Generation von Supermodels beteiligt. Die Ausstellung thematisiert auch den Aufstieg der Modefotografie als Profession – wie Dahl-Wolfe selbst einmal sagte: ‘there weren’t really fashion photographers, just artists like Steichen who just happened to do fashion photography.’ Neben der Modefotografie umfasst die Ausstellung auch eine Reihe an Portraits, die Literaten wie W.H. Auden, Christopher Isherwood, Jean Cocteau, Edith Sitwell, Colette und Carson McCullers zeigen, Modedesigner und Hollywood Stars wie Bette Davis, Orson Welles, Vivien Leigh, James Cagney und Veronica Lake. 1938 schickte das Magazin sie nach Hollywood um Film-Stars zu porträtieren. Auch hier arbeite Dahl-Wolfe als eine der ersten im Freien. Zu den Schauspielern und Schauspielerinnen, die sie aus dem Studio herausholte und mit natürlichem Licht fotografierte, gehörten unter anderem Vivien Leigh, Marlene Dietrich, Carole Lombard, Bette Davis, Ginger Rogers und Charles Boyer. Neben der Mode- und Porträtfotografie arbeitete sie auch als Dokumentarfotografin. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl ihrer frühen Arbeiten, aufgenommen in Nashville Tennessee, die das Leben schwarzer Amerikaner zeigen, sowie ihre Dokumentation der amerikanischen Depression, die einen faszinierenden Kontrast offenbaren zwischen Dahl-Wolfes persönlichem Interesse und ihrer glamourösen Auftragsarbeit....
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Jennifer Chan: Big Sausage Pizza I, 2013
Jennifer Chan: Big Sausage Pizza I, 2013

Pizza is God: Vom Kult zum Kunstobjekt

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft
Düsseldorf | 16.02.2018-20.05.2018
Pizza ist Kult, Popkultur, seit heute Weltkulturerbe und Teil der Kunstgeschichte. Als erstes Ausstellungshaus weltweit widmet sich das NRW-Forum Düsseldorf mit der Ausstellung “Pizza is God” vom 16. Februar bis zum 20. Mai 2018 dem Pop-Phänomen Pizza. Es ist offiziell: Die Pizza ist heute in die Liste der immateriellen Güter des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Die Düsseldorfer Band Antilopen Gang hat ihr in diesem Jahr schon eine regelrechte Hymne gewidmet. Bereits 2015 gab es den ersten Pizza Pavillon auf der Biennale in Venedig. Im Netz ist die Pizza als eines der beliebtesten Memes schon längst überall. Was macht die Faszination der Pizza aus? Die internationale Gruppenausstellung „Pizza is God“ im NRW-Forum Düsseldorf untersucht die kulturelle Bedeutung und ikonische Kraft der Pizza – unter anderem mit Arbeiten von Cory Arcangel & Michael Frumin, Darren Bader, John Baldessari, Paul Barsch, Simon M. Benedict, Lars Bent Petersen, Katherine Bernhard, John Bock, Chris Bradley, Marco Bruzzone, Jennifer Chan, R. Crumb, Simon Dybroe Møller, Tom Friedman, Uffe Isolotto, Thomas Judisch, Martin Kippenberger, Jonas Lund, PIZZA PAVILION, PIZZAG8 by PCNC_BAY x BLUNT x SKENSVED, Torben Ribe, Reena Spaulings, Spencer Sweeney, Daniel van Straalen und Claude Viallat. Malerei, Fotografie, Netzkunst, Video und Performances: Künstler setzen sich seit Jahrzehnten mit dem Kultobjekt Pizza auseinander und verhandeln an ihm die gesellschaftlichen und ästhetischen Themen ihrer Zeit. „Pizza is God“ präsentiert die jüngere visuelle Geschichte der Pizza sowie aktuelle Arbeiten zeitgenössischer, junger Künstler....
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Edo Bertoglio. Jean-Michel Basquiat on the set of Downtown 81, 1980-1981, © New York Beat Film LLC. by permission of the estate of Jean-Michel Basquiat
Edo Bertoglio. Jean-Michel Basquiat on the set of Downtown 81, 1980-1981, © New York Beat Film LLC. by permission of the estate of Jean-Michel Basquiat

Basquiat. Boom for real

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 16.02.2018-27.05.2018
Blut, Base­ball, Basquiat! So eroberte ein Newco­mer ohne akade­mi­sche Ausbil­dung das New York der 1970er Jahre. Der junge Mann, der aus der Post-Punk-Under­ground-Szene von Lower Manhat­tan kam, zählt heute zu den wich­tigs­ten Künst­lern des 20. Jahr­hun­derts: Jean-Michel Basquiat. Zusam­men mit Al Diaz hinter­ließ er unter dem Pseud­onym SAMO© Graf­fiti-Botschaf­ten auf Häuser­wän­den, zeich­nete mit seinem eige­nen Blut, colla­gierte Base­ball- und Post­kar­ten, entwarf seine eigene Klei­dung, malte auf Türen, Fens­ter­rah­men und auf riesi­gen Lein­wän­den. Seine leben­dige, rohe Bilder­welt entspringt einer gera­dezu enzy­klo­pä­di­schen Bele­sen­heit, die sich in großen Schrift- und Text­frag­men­ten durch das gesamte Werk zieht. Mehr als drei­ßig Jahre nach Basqui­ats letz­ter Präsen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die SCHIRN dem US-ameri­ka­ni­schen Künst­ler eine Über­blicks­aus­stel­lung – in Koope­ra­tion mit der Barbi­can Art Gallery, London. Erst­mals wird dabei auch Basqui­ats Bezie­hung zu Musik, Text, Film und Fern­se­hen in einem über­ge­ord­ne­ten kultu­rel­len Zusam­men­hang deut­lich. Eine Ausstel­lung in Koope­ra­tion mit der Barbi­can Art Gallery, London...
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Der Brief und die Zeichnung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 23.02.2018-21.05.2018
Wer schreibt in Zeiten von WhatsApp, Twitter und Instagram eigentlich noch einen Brief und verziert ihn womöglich sogar mit einer eigenen Zeichnung, um das Gesagte zu unterstreichen? Was heute kaum mehr stattfindet, war im analogen Zeitalter noch weit verbreitet. So finden sich in der 65.000 Blatt umfassenden Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums zahlreiche Zeichnungen und Briefe, die die Wechselbeziehung zwischen beiden Medien eindrucksvoll veranschaulichen und die Frage aufwerfen: Wann wird der Brief zur Zeichnung und wann die Zeichnung zum Brief? Diese Frage rückt das Museum nun in den Mittelpunkt einer eigenen Ausstellung, in der neben persönlichen Schreiben von Peter Paul Rubens und Johann Wolfang Goethe auch außergewöhnliche Künstlerbriefe von Justinus Kerner und Johann de Peters sowie selbst bemalte Postkarten von Emil Orlik und Lovis Corinth zu sehen sein werden....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

FORUM 045: Arne Schmitt – Persönlichkeit und System

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 23.02.2018-27.05.2018
Architektur ist ein soziales Medium. Sie strukturiert den Raum und formt das Individuum, das in ihr lebt. In ihr spiegelt sich die Gesellschaft wider. Sie ist Ausdruck des Zeitgeists: nicht nur durch ihre Gestaltung – sondern auch durch die Machtstrukturen ihrer Planung, Errichtung und Rezeption. Diese komplexen Verflechtungen analysiert der Künstler Arne Schmitt (*1984) in seinen Arbeiten. In der Ausstellung wird neben seiner Fotoserie „In Neuer Pracht” auch sein Video „Mit weniger mehr schaffen. Die zeitlose Wissenschaft der Rationalisierung” gezeigt. In der Gegenüberstellung scheinen gleich mehrere der großen Ideologien des 20. Jahrhunderts auf, die teilweise überraschende Korrelationen aufweisen....
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Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung

Du bist Faust Goethes Drama in der Kunst

Kunsthalle München
München | 23.02.2018-29.07.2018
Das weltweit bekannteste Werk der deutschen Literatur inspirierte immer wieder auch bildende Künstler, Komponisten und Regisseure. Die Schau präsentiert rund 100 Kunstwerke von Delacroix über Murnau bis Nam June Paik und zeigt, dass der Faust bis heute für uns alle von größter Aktualität ist. Die innovativ inszenierte Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch das Drama und macht sie zu Weggefährten Fausts auf seiner rastlosen Suche nach Sinn und Ziel des modernen Lebens....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Elisabeth Brockmann: Freiheit, Raum und Licht

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 24.02.2018-08.04.2018
Die Düsseldorfer Künstlerin Elisabeth Brockmann ist bekannt für ihre Überraschungen im architektonischen Kontext und wird mit der Installation Freiheit, Raum und Licht auch das Publikum des Museums für Angewandte Kunst Köln – MAKK in Erstaunen versetzen. Ab dem 24. Februar wird sie die speziell für die Räume des MAKK entwickelte Installation präsentieren. Die ehemalige Schülerin von Gerhard Richter hat bereits Ende 2016 die beiden Leuchtobjekte Schnaps im Café und Louster über dem Eingang zur Designabteilung geschaffen. Permanente Installationen der Künstlerin in anderen Museen sind zum Beispiel die sechsteilige Installation Keep in View in der Fassade des Dresdner Albertinums, aber auch die Arbeit Lux, in deraus den 50 Fenstern der barocken Fassade des Museums Zeughaus in Mannheim ein überdimensionales Augenpaar auf den davorliegenden Platz schaut. In ihrem jüngsten Werk spielen die Paradoxe eine besondere Rolle, oder „…das Dispositiv der Paradoxie, das uns mit äußerster Kälte und Entschlossenheit entgegenscheint.“, wie es der Künstler Karl Hans Müller beschreibt. Im MAKK wird ein Ausstellungsraum zum Parcours leuchtender Paradoxe: Ein unscheinbarer Glaswürfel mutiert zum ominösen Objekt und leuchtet auf schwarzen Stelen wie ein goldenes Kalb. Ihnen stellt sich eine Armada aus animalisch funkelnden Auto-Augen entgegen: Gesichter, die wir aus dem Rückspiegel kennen. Sie stieren, drohen und drängeln mit surrealer Leuchtkraft, als wären sie nicht Gegenstände, sondern Lebewesen....
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Garantiert stubenrein! Möpse aus Meissener Porzellan und ihre Freunde

Deutsches Keramikmuseum Hetjens-Museum
Düsseldorf | 24.02.2018-03.06.2018
Der Mops gehört zu den zehn beliebtesten Hunderassen. Vor über 2000 Jahren wurde er in China gezüchtet und war zunächst dem Kaiser vorbehalten bis einige Vierbeiner aus der Verbotenen Stadt entführt wurden. Über Holland und England wurde der Mops im 18. Jahrhundert zum treuen Begleiter der höfischen Damen in ganz Europa. In jüngster Zeit erlebt der Mops eine Renaissance und die Liste seiner prominenten Liebhaber scheint endlos. Das Meissener Porzellan hat dem Mops Unsterblichkeit geschenkt. Im Hetjens werden mehr als 60 Variationen des Mops in Porzellan präsentiert: vom Anhänger für verspielte Armbändchen über Hunde, die auf voluminösen Reifröcken der Damen des Rokoko platzgenommen haben, bis hin zu lebensgroßen Porzellanmöpsen....
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© Architekturmuseum der TU Berlin
© Architekturmuseum der TU Berlin

Neue Gärten – Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne

Liebermann-Villa am Wannsee
Berlin | 25.02.2018-28.05.2018
Das ausgehende 19. Jahrhundert war eine Zeit der Reformideen: Das Reformkleid und das Reformhaus kommen ebenso aus diesen Jahren wie die Reformpädagogik oder das Reformspielzeug. Die unterschiedlichen Reformbewegungen reagierten auf eine tiefgreifende Unzufriedenheit der bürgerlichen Schichten mit der gesellschaftlichen und der politischen Situation im deutschen Kaiserreich. Auch in der Gartenkunst formierte sich eine Reformbewegung. In Opposition zur bisherigen, von den Ideen des englischen Landschaftsgartens geprägten Praxis, forderten Architekten, Künstler und Landschaftsplaner den Reformgarten. An die Stelle der Imitation von Landschaft mit sich schlängelnden Wegen und anmutigen Gebüschpflanzungen sollte ein streng geometrischer Garten mit durch Hecken definierten Raumeinheiten treten. Für Nutzung und Bepflanzung wurden ganz neue Konzepte entwickelt, die in ganz Europa aufgegriffen wurden. Kreative Köpfe des Reformgartens waren u.a. die Architekten Josef Maria Olbrich und Peter Behrens, der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, und der Gartenarchitekt Erwin Barth, aber auch Künstler wie Leopold von Kalckreuth und Max Liebermann, die ihre Gärten im Sinne der neuen Ideen gestalten ließen und zum Motiv ihrer Kunst machten. Die Ausstellung „Neue Gärten – Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne“ in der Liebermann-Villa zeigt die Ursprünge der Gartenreformbewegung und ihre Auswirkung auf die Gartenkunst um 1900. Mit ausgewählten Gemälden, Plänen und Dokumenten macht sie den Liebermann-Garten als herausragendes Beispiel dieser Kunst erkennbar. Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Stiftung Schloss und Park Benrath entstanden....
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Frauenmuseum Wiesbaden, Foto: fmw
Frauenmuseum Wiesbaden, Foto: fmw

Steffi Eckelmann-Heller – Sometimes me

Frauenmuseum Wiesbaden
Wiesbaden | 25.02.2018-22.07.2018
Die Fotografin Steffi Eckelmann-Heller porträtiert in ihrer Ausstellung Lebensgeschichten aus der LGBTI community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender/Transsexual and Intersexual) im gegenwärtigen Kambodscha. Im Spannungsfeld zwischen Familientraditionen und gesellschaftlichen Grenzüberschreitungen zeigen die kraftvollen Fotografien den alltäglichen Kampf, als Mensch gesehen und akzeptiert zu werden – klischeefrei und fern jedes Opferstatus. Sie legen den Fokus vielmehr auf den Prozess der Selbstbestimmung im starren Geschlechterdualismus Kambodschas....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 01.03.2018-10.06.2018
„Konstruktion des Geheimnisses“ ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung folgt Paul Klees Weg als „denkender Künstler“, der in seinem Werk systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und überwindet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die 1920er- Jahre, in denen Klee auf die Herausforderungen der neuen technisierten Welt und deren Auswirkung auf das Schaffen des modernen Künstlers reagiert. Als Meister am Bauhaus stellt Klee die Dominanz des Rationalismus in Frage und strebt nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet....
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Museum für Ostasiatische Kunst, Foto: Mike Dyna / KölnTourismus GmbH
Museum für Ostasiatische Kunst, Foto: Mike Dyna / KölnTourismus GmbH

Das gedruckte Bild - Die Blüte der Japanischen Holzschnittkultur

Museum für Ostasiatische Kunst
Köln | 01.03.2018-01.07.2018
Der japanische Farbholzschnitt zählt bis heute zu den Kunstgattungen Ostasiens, die dank des Japonismus in Europa vertraut und beliebt sind, und daher nach wie vor gesammelt und gehandelt werden. Nach mehr als 100 Jahren hat das Museum für Ostasiatische Kunst sein Holzschnittdepot durchforstet und erstmalig seine Sammlung an japanischen Farbholzschnitten und Büchern zusammenhängend gesichtet. Das Ergebnis ist eine Auswahl der ungewöhnlichsten und kostbarsten Stücke, die in einer großen Sonderausstellung präsentiert werden. Neben den primitiven, hand-kolorierten Stücken des 18. Jahrhunderts verfügt das Haus über Farbholzschnitte aus der Welt der Vergnügungsviertel und des Kabuki-Theaters (ukiyo-e) des 18. und 19. Jahrhunderts, Darstellungen von historischen Kriegern und Helden, Landschaftsdrucke aus den berühmten Serien von Hokusai und Hiroshige, Darstellungen von Blumen, Vögeln, Insekten und Fischen, kostbare privat edierte Kalenderblätter (surimono), skurrile Darstellungen von Ausländern aus Nagasaki, eine umfangreiche Sammlung von Drucken der Meiji-Zeit mit Illustrationen des Sino-japanischen Kriegs sowie des modernen „Neuen Holzdrucks“ Shin Hanga seit der Taisho-Zeit. Eine Kollektion von bedeutenden Büchern ergänzt das weite Spektrum, darunter seltene Erstausgaben der Manga von Hokusai sowie Mallehrbücher für Hobbymaler und -Malerinnen, die in die stilistischen Besonderheiten verschiedener Malschulen einführen. Die Vielfalt und der Reichtum der umfangreichen Kölner Sammlung führen dem Betrachter den hohen Stellenwert des japanischen Holzschnitts vor Augen. Die Perfektionierung des Farbholzdrucks war nicht nur eine technische und wirtschaftliche, sondern vor allem eine kulturelle und soziale Revolution, die vielleicht am ehesten vergleichbar ist mit dem Vormarsch des Computers im Informationszeitalter. Der Holzdruck war ein geniales Vehikel, um vielfältiges Wissen und alle Arten von Informationen an ein anspruchsvolles bildungs- und vergnügungshungriges bürgerliches Publikum zu liefern. Er war das Medium einer neuen, modernen Informationskultur....
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Gerhars Marcks - Der Bildhauer denkt!

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 02.03.2018-03.06.2018
Gerhard Marcks (1889–1981) ist der zentrale Bildhauer der modernen figürlichen Tradition in Deutschland zwischen 1930 und 1960. Um Formen zu finden, ist für ihn die Zeichnung das wichtigste Mittel: das Studium des Modells als wesentlicher Zwischenschritt vor der frei gestalteten Skulptur. »Gerhard Marcks – Der Bildhauer denkt! Von der Zeichnung zur Plastik« zeigt anhand von zahlreichen Zeichnungen – Entwürfen und Ideenskizzen – die Perspektive des Nachdenkens über Bildhauerei. In Gegenüberstellung mit Modellen und vollendeten Plastiken verdeutlichen die Studien aber auch ihre eigenständige Bedeutung, die über ihre Funktion als Arbeitsmaterial für bildhauerisches Schaffen hinausgeht. Zu den Exponaten zählen unter anderem das Gipsmodell der »Trauernden«, dem Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im Lichhof der romanischen Kirche St. Maria im Kapitol und zwei unterschiedliche, in Bronze gegossene Versionen des »Albertus Magnus«, dessen überlebensgroße Ausführung 1956 vor dem Haupteingang der Universität zu Köln aufgestellt wurde....
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Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch

Witterungen

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Köln | 02.03.2018-08.07.2018
Photographische Aufzeichnungen zwischen Landschaft und Lebenswelt von Laurenz Berges, Michael Collins und Paola De Pietri Die Präsentation umfasst Werke dreier Künstler einer Generation: Laurenz Berges aus Düsseldorf, Michael Collins aus London und Paola De Pietri aus Reggio Emilia. Ihre photographische Arbeit lenken alle auf die Beobachtung von Phänomenen, die mit der langsamen Veränderung von Landschaften und Lebenswelten einhergehen. So hebt Laurenz Berges (*1966) beiläufig betrachtete oder sogar missachtete, kurz vor dem Abriss stehende Orte, Bauten und Hinterlassenschaften in der Stadtlandschaft des industriell geprägten Ruhrgebiets hervor; Momente, in denen sich Jahrzehnte verdichten. Michael Collins (*1961) führt uns u. a. in die Gegend der Themsemündung unweit von London, auf die Halbinsel Hoo Peninsula. Die flache weitläufige Landschaft ist gekennzeichnet von einer wechselhaften Nutzung, es finden sich dort Spuren der Landwirtschaft wie der Industrie. Paola De Pietri (*1960) dokumentiert in ihren Bildern die verwaisten, teils verfallenen herrschaftlichen Bauernhöfe der norditalienischen Region um Reggio Emilia gleichwie den auf weiten Feldern anzutreffenden alten Baumbestand. Die von ihr aufgezeigten Bäume, aufgefasst als individuelle Typen, dokumentieren zum einen die jeweilige Art, zum anderen erweisen sie sich als souveräne Zeugen der Vergangenheit. Die künstlerischen Positionen begegnen sich in der Ausstellung zum ersten Mal. Sie eint ihr Gespür und genauer Blick für zeitbedingte sowie zeitlose Wirklichkeiten, für Fakten und allmähliche Transformationen ebenso wie ihr Empfinden für die spezifische Ästhetik, die daraus erwächst. Auf je eigene und doch verwandte Weise laden sie zum Verweilen ein und nicht zuletzt zur kritischen Betrachtung anklingender Bezüge, zu Fragen, die sich etwa mit der Wechselwirkung von Urbanität und Naturlandschaft oder mit der Bedeutung und Wertschätzung "ungenutzter" Gebiete beschäftigen, die entweder von der Natur oder vom Menschen zurückerobert werden. Raum 2: Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum Mit Photographien von Lawrence Beck, Boris Becker, Elger Esser, Lee Friedlander, Candida Höfer, Albert Renger-Patzsch und Zeichnungen von Pierre Bonnard Im Mittelpunkt dieser die Hauptausstellung begleitenden Präsentation stehen drei Werke, die als Dauerleihgaben aus dem Eigentum der Stiftung Kunst im Landesbesitz, NRW, vertreten durch die Kunstsammlung NRW, der Photographischen Sammlung 2017 übertragen wurden. Den Photographien von Boris Becker, Elger Esser und Candida Höfer werden Positionen aus den Beständen thematisch und formal in Beziehung gesetzt. Raum 3: Blick in die Sammlung: Paul Dobe. Photographische Naturstudien und Formfindung Von Paul Dobe (1880–1965) befindet sich ein umfangreicher Bestand an Abzügen, Negativen und weiteren Dokumenten in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Dauerleihgabe einer Privatsammlung. Dobe, ausgebildeter Zeichner, konzentrierte sich in seinem Werk auf das Studium der Natur. Blumen und Pflanzenstrukturen galt seine Aufmerksamkeit. Möglicherweise ist er 1905 während seines Studiums an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums Karl Blossfeldt begegnet, der dort zu dieser Zeit als Lehrer für „Pflanzenmodellieren“ tätig war. Dobe wechselt 1908 nach München, um an der Debschitzschule seine Studien weiter zu vertiefen. Es folgten Stationen in Weimar und Berlin, in beiden Städten war er selbst als Lehrer tätig, so am jüngst gegründeten Bauhaus in Weimar. In der Reihe der Blauen Bücher ist 1929 von Dobe die Publikation „Wilde Blumen der Deutschen Flora: Hundert Naturaufnahmen“ erschienen, die auch fünf Aufnahmen von Albert Renger-Patzsch enthält. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen Paul Dobes zeichnen sich durch eine große Präzision aus, die Bilder sind sorgfältig montiert und beschriftet. Mit quasi wissenschaftlichem Anspruch und vor botanischem Hintergrund suchte Dobe nach Konstruktionsprinzipien, nach einem der Natur zugrunde liegenden Formgesetz. Mit vergleichbarem Impetus hat sich Dobe der photographischen Darstellung von unterschiedlichen Wolkenformationen gewidmet....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion

Haus der Kunst München
München | 02.03.2018-19.08.2018
Harte Tatsachen verlieren zunehmend an Gewicht in einer Zeit, in der sich in heutigen Gesellschaften ein Gefühl „blinden Vertrauens“ breit macht. Die Gegenwartskunst reagiert auf diese Tendenz, indem sie sich intensiv mit Körper und Geist beschäftigt: mit dem Viszeralen und dem Kognitiven. Die Ausstellung versammelt ca. 25 international aufstrebende Künstler, die Konzepte von Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Meinung und Glauben mit den unterschiedlichsten Mitteln unter die Lupe nehmen: Ed Atkins, Kader Attia, Olga Balema, Melanie Bonajo, Mariechen Danz, Cecile B. Evans, Andrea Éva Győri, Benedikt Hipp, Nicholas Hlobo, Marguerite Humeau, Hanne Lippard, Wangechi Mutu, Otobong Nkanga, Naufus Ramírez-Figueroa, Jon Rafman, Mary Reid Kelley, Lili Reynaud-Dewar, Raphael Sbrzesny, Jeremy Shaw, Teresa Solar Abboud, Jol Thomson und David Zink Yi. Die Ausstellung wird um ein ausführliches Programm an Live-Events, Performances und Vorträgen ergänzt sowie von einer Publikation begleitet....
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Faust-Welten: Goethes Drama auf der Bühne

Deutsches Theatermuseum
München | 02.03.2018-02.09.2018
Wer - wo - was - das sind drei Grundsatzfragen, die sich jedem stellen, der Goethes Faust auf die Bühne bringen will. Wer spielt die Hauptrollen Faust – Mephisto – Gretchen? Und ist das vorhandene Ensemble groß und vielfältig genug, um all die anderen Rollen zu besetzen? Wo, an welchen Schauplätzen spielt sich das Drama ab? Auffällig an Goethes Faust sind die rasanten Ortswechsel wie etwa Himmel – Enge Studierstube – Freie Landschaft vor dem Stadttor... Wie ist das auf der Bühne zu bewerkstelligen? Die Antworten der Theatermacher sind teils der technischen Entwicklung geschuldet, sie sind vor allem aber auch verknüpft mit ästhetischen Strömungen, mit der Phantasie und der Weltanschauung von Regisseuren und ihren BühnenbildnerInnen. Was wird gespielt? Auch das ist eine Grundsatzfrage – sogar im Zusammenhang mit diesem ikonischen Text Goethes. Rollenportraits und historische Tonaufnahmen, Raumkonzepte, erfahrbar in einem Parcours mit originale Modellen, Regiebücher und Vieles mehr veranschaulichen die Vielfalt der kreativen Antworten, die im Laufe der Inszenierungsgeschichte bis heute gefunden wurden....
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Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies
Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies

Welcome to the Jungle

Kunsthalle Düsseldorf
Düsseldorf | 03.03.2018-21.05.2018
Un­ter dem Ti­tel „Wel­co­me to the Jung­le“ ver­sam­melt die Kunst­hal­le Düs­sel­dorf ei­ne Aus­wahl in­ter­na­tio­na­ler Wer­ke, die kri­tisch, re­flek­tiert und oft mit Hu­mor, aber oh­ne mo­ra­li­schen Fin­ger­zeig auf je­ne Zu­stän­de und Pa­ra­do­xi­en ver­wei­sen, in die wir uns ver­stri­cken, wäh­rend wir ver­su­chen, das Rich­ti­ge zu tun. Im Zeit­geist liegt zum Bei­spiel das Auf­be­geh­ren ge­gen Ver­hält­nis­se, in de­nen wir durch un­se­re Ent­schei­dun­gen im­pli­zit auch sol­che un­ter­neh­me­ri­schen, so­zia­len und res­sour­cen­be­zo­ge­nen Prak­ti­ken ge­wäh­ren las­sen, die wir im kon­kre­ten Fall ab­leh­nen wür­den, wenn z.B. Mensch und Na­tur dar­un­ter lei­den. Greif­bar wird dies durch be­wuss­te­re Kon­sum­entschei­dun­gen bei Er­näh­rung, Klei­dung und Rei­sen oder bei der ein­fa­chen Fra­ge, wel­chen The­men und Stim­men wir un­se­re Zeit und Auf­merk­sam­keit schen­ken. Vom Car­bon Foot­print bis zur nach­hal­ti­gen Fi­nanz­an­la­ge, von Cor­po­ra­te So­ci­al Re­s­pon­si­bi­li­ty bis zur Öko­bi­lanz der Ver­ar­bei­tungs­ket­te – in der Pra­xis nimmt die In­for­ma­ti­ons­dich­te dschun­gel­ar­ti­ge Aus­ma­ße an, wo­bei oft nicht klar ist, wel­che Aus­rich­tung den ei­ge­nen Über­zeu­gun­gen am ehes­ten ent­spricht oder wel­cher Weg rein theo­re­tisch der rich­ti­ge wä­re. Es ist der Ver­such im Lärm und Di­ckicht des Dschun­gels Ori­en­tie­rung zu ge­win­nen und aus der lo­ka­len Per­spek­ti­ve das Gro­ße-Gan­ze zu er­ken­nen. Kol­lek­ti­ve Be­we­gun­gen ent­ste­hen und ver­dich­ten sich. In­ves­ti­ga­ti­ver Jour­na­lis­mus und vi­ra­le Er­zäh­lun­gen tei­len sich die Band­brei­te mit pro­fes­sio­nel­len Ima­ge­kam­pa­gnen und di­gi­ta­len Ne­bel­ker­zen....
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Kunst im Tunnel - Düsseldorf, Foto: Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.
Kunst im Tunnel - Düsseldorf, Foto: Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.

Meeting the Universe Halfway

Kunst im Tunnel
Düsseldorf | 03.03.2018-03.06.2018
Mit Yeşim Akdeniz, François Dey, Jen Liu, Kubilay Mert Ural, Ceel Mogami de Haas, Christoph Westermeier, Müge Yılmaz. Der Ausstellung „Dem Universum auf halbem Weg begegnen“ liegt ein Essay von Karen Barad (*1956) zu Grunde, in dem sich die theoretische Physikerin und feministische Theoretikerin den verschiedensten Themenfeldern der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften widmet und einen Bericht über die Welt als Ganzes liefert. Karen Barads Rahmenkonzeption ist der agentielle Realismus, in dem es um die Untrennbarkeit vonSeinundWissen geht. Sie stellt damit die wissenschaftlich-disziplinäre Unterscheidung zwischen derErkenntnistheorie (Epistemologie) und derLehre vom Sein(Ontologie) in Frage. Barad entwickelt auf wissenschaftlicher Basis eine neue Sprache für die Idee eines Austausches zwischen Objekten unter posthumanistischen Gesichtspunkten. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht der Mensch das Maß aller Dinge ist, sondern eine Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet: „Die Welt wird nicht von Dingen bevölkert, die sich mehr oder weniger voneinander unterscheiden. Beziehungen hängen nicht von ihren Relata ab, sondern umgekehrt. Die Materie ist weder fest und gegeben noch das bloße Endergebnis verschiedener Prozesse. Materie wird produziert und ist produktiv, sie wird erzeugt und ist zeugungsfähig.“ Während aus humanistischer Sicht der Mensch den Anfang und das Ende bestimmt, ergibt sich aus der Sicht der Objekte eine ganz andere Narration. Sie überdauern ein Menschenleben und werden von jeder Gegenwart neu definiert. Jede Gesellschaft eignet sie sich auf ihre Weise an. Aus der Sicht des Menschen kann es zu einer Verschmelzung kommen, aus der Sicht der Dinge nur zu einer vorübergehenden Okkupierung. Langfristig gesehen, lassen sich Dinge nicht dauerhaft beherrschen, da sie selber einem natürlichen Wandlungsprozess unterworfen sind. Sie sind Materie und „Materie ist kein ein für allemal bestimmtes Wesen; vielmehr ist sie Substanz in ihrem interaktiven Werden – kein Ding, sondern eine Tätigkeit, geronnenes Tätigsein.“ Doch ist der Mensch in der Lage, „geronnenes Tätigsein“ nachhaltig zu verändern. Er kann das Erscheinungsbild derartig manipulieren, dass die Objekte ihrer Identität beraubt werden und sich in neuen Realitäten zurechtfinden müssen. Für den Soziologen Siegfried Kracauer wurden beispielsweise Brücken in die Vergangenheit abgebrochen, als man 1932 Häusern auf dem Berliner Kurfürstendamm die Ornamente abschlug: „Jetzt stehen die beraubten Fassaden ohne Halt in der Zeit und sind das Sinnbild des geschichtslosen Wandels, der sich hinter ihnen vollzieht.“ Aber die Lehre vom Sein ist längst nicht mehr nur Inhalt wissenschaftlicher Forschung, sondern hat auf Grund ihrer Aktualität Einzug in die bildende Kunst gefunden. So setzen sich neben der Düsseldorfer Akademieprofessorin Yesim Akdeniz (*1978) fünf weitere KünsterlerInnen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, der Türkei und den USA mit der Thematik auseinander....
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Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne

Japanische Plakate: Ikko Tanaka - Faces

Die Neue Sammlung - Design in der Pinakothek der Moderne München
München | 03.03.2018-17.06.2018
Inspiriert von Bauhaus, amerikanischem Jazz und der ästhetischen Tradition Japans, ist Ikko Tanaka (1930-2002) bis heute einer der einflußreichsten japanischen Grafikdesigner. Die Präsentation widmet sich dem Motiv des Gesichts im Plakatschaffen dieses Vermittlers zwischen japanischer Kultur und dem Westen. Wie in einer Schönheitengalerie passieren die Gesichter Revue: in radikaler geometrischer Abstraktion, kalligrafischer Expressivität oder gebannt durch Fotografie, zeichenhaft, verfremdet, als undurchdringliche Maske, surreal, verspielt. Mit sublimer Verführung oder theatralischer Anmache wollen diese Gesichter die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen, sei es für ein No- und Kabuki-Theater, sei es für Ausstellungen, Kommunikationsunternehmen oder eine Kollektion des Modedesigners Issey Miyake. In kühner Abstraktion und Balance des Gegensätzlichen, ausdrucksstark, elegant und kraftvoll – so könnte man den Stil von Ikko Tanaka skizzieren. Ivan Chermayeff, sein amerikanischer Kollege, nannte ihn "distiller of visual truth"....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Gün­ter Peter Straschek. Emi­gra­tion - Film - Pol­i­tik

Museum Ludwig
Köln | 03.03.2018-01.07.2018
Ein­er der beein­druck­end­sten Doku­men­tar­filme der deutschen Fernse­hgeschichte sch­lum­merte über Jahrzeh­nte im Archiv des WDR, jet­zt rückt das Mu­se­um Lud­wig ihn er­st­mals ins Zen­trum ein­er Auss­tel­lung: Gün­ter Peter Strascheks Filme­mi­gra­tion aus Nazideutsch­land (1975). Straschek (1942–2009) war ein­er der er­sten und ist noch im­mer ein­er der größten Er­forsch­er der eu­ropäischen Filme­mi­gra­tion, deren Be­deu­tung et­wa für Hol­ly­wood kaum zu über­schätzen ist. Über 2.000 Film­leute waren vor den Nazis ge­flo­hen, viele von ih­nen kom­men in dem fünf­stün­di­gen Film zu Wort....
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Foto: Barbara Steingießer
Foto: Barbara Steingießer

Taten des Lichts: Mack & Goethe

Goethe Museum Düsseldorf - Schloss Jägerhof
Düsseldorf | 04.03.2018-27.05.2018
„Des echten Künstlers Lehre schließt den Sinn auf; denn wo die Worte fehlen, spricht die That.“ (Goethe) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Von März bis Mai 2018 zeigt das Goethe-Museum Düsseldorf eine von Dr. Barbara Steingießer kuratierte repräsentative Sonderausstellung, die das Werk Heinz Macks mit Ideen und Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe in Beziehung setzt. Die zentralen künstlerischen Themen des Malers und Bildhauers Heinz Mack sind Licht und Farbe sowie deren Wechselwirkungen. Auch Goethe hat sich vier Jahrzehnte lang immer wieder mit diesen Phänomenen befasst. Seine Schrift „Zur Farbenlehre“ ist nicht nur sein umfangreichstes Werk, vielmehr hielt er es auch für sein wichtigstes. Was liegt da näher, als die beiden Künstler, deren Interesse an Licht und Farbe niemals erlosch, in einer Zusammenschau einander gegenüberzustellen und dabei genauer zu beleuchten, was die scheinbar gegensätzlichen Persönlichkeiten miteinander verbindet: den Klassiker und den Avantgardisten des ZERO-Aufbruchs, den malenden Dichter und den dichtenden Maler? Die gattungsübergreifende Ausstellung präsentiert zahlreiche selten oder noch nie gezeigte Werke Heinz Macks sowie vielfältige Exponate aus dem Bestand des Goethe-Museums, ferner rare Leihgaben aus Weimar, Dresden und Wien. Außer der Vorliebe für die Farben des Lichts und die Leuchtkraft der Farbe untersucht die Schau weitere Parallelen der beiden Künstlerpersönlichkeiten, etwa das gemeinsame Interesse an Formen und Strukturen der Natur oder die Inspiration, die beide in der Kunst des Orients fanden. Das, worauf die Ausstellung abzielt, hätte Goethe mit einem Begriff seiner optischen Experimente wohl „wiederholte Spiegelungen“ genannt. Und er hätte darauf hingewiesen, dass sie „das Vergangene nicht allein lebendig erhalten, sondern sogar zu einem höheren Leben empor steigern“, wie bei den von ihm selbst durchgeführten Versuchen, bei denen die Erscheinungen „von Spiegel zu Spiegel nicht etwa verbleichen, sondern sich erst recht entzünden“. Oder wie Mack es im Angesicht seiner spiegelnden Werke ausdrückte: „Dann entsteht eine sich ausstrahlende, vibrierende, pulsierende Lichterscheinung auf den Skulpturen, welche unser Auge ohne Schmerzen ertragen kann … Da ist die Natur – die visuelle Energie – einfach stärker als die Technik....
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Foto: DAV/Alpines Museum
Foto: DAV/Alpines Museum

Hoch hinaus! Wege und Hütten in den Alpen

Alpines Museum des Deutschen Alpenvereins
München | 09.03.2018-08.04.2018
Vom Hüttenaufenthalt und Bergtouren erzählen kann jede und jeder. Vom Essen, dem Hüttenwirt, dem Matratzenlager, der Kälte, dem Wetter und der Schwierigkeit des Wegs dorthin. Die Ausstellung fragt, was das Besondere an den alpinen Wegen und Hütten ist. Sie zeichnet die Entstehung der bergtouristischen Infrastruktur nach und schlägt einen Bogen von den frühen Unterkünften Anfang der 1870er Jahre zu den „Berg-Hotels“ der Jahrhundertwende. Sie geht zudem ein auf die bewusste Reduzierung des Komforts in den 1920er Jahren und zeigt aktuelle Lösungen für einen zeitgemäßen Hüttenbau heute. Thematisiert wird, welche Ziele die Mitglieder der Alpenvereine mit dem Bau der Hütten und Wege verbanden, wie sie sich in den Bergen bewegten und welchen Grundhaltungen sie sich verpflichtet sahen. Zu sehen sind unter anderem Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände von den Hütten sowie Dokumente, Gemälde, Fotografien und Modelle aus den Sektionen der Alpenvereine....
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NS-Dokumentationszentrum Köln, Foto: Jürgen-Seidel
NS-Dokumentationszentrum Köln, Foto: Jürgen-Seidel

Der Warschauer Aufstand. 1944

NS-Dokumentationszentrum Köln
Köln | 09.03.2018-29.04.2018
Der Warschauer Aufstand vom 1. August bis 3. Oktober 1944 ist für Polen ein Schlüsselereignis seiner Geschichte. Der Kampf gegen die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg ist bis heute von größter Bedeutung für die nationale Identität. In Deutschland hingegen ist das Ereignis viel weniger bekannt als der Aufstand im jüdischen Ghetto von Warschau 1943. Die brutale Niederschlagung des Aufstandes 1944 durch SS und Polizeieinheiten, die rund 180.000 Menschen in Warschau ermordeten, war eines der größten deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Das Rembrandt-Experiment

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 09.03.2018-24.06.2018
Heute ist Rembrandt als Maler weithin bekannt, doch auch für seine Radierungen galt er in seiner Zeit als Superstar. Er gestaltete nahezu alle Gattungen und Themen in der Radiertechnik: Porträts, Landschaften, Genreszenen wie auch religiöse Sujets. Rembrandt schuf insgesamt über 360 Radierungen, von denen die Graphische Sammlung des Museum Kunstpalast über 230 Blätter verfügt, die überwiegend aus dem Bestand der Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf stammen. Die Ausstellung „Das Rembrandt-Experiment“ ist eine Kooperation zwischen dem Museum Kunstpalast und der Kunstakademie. Eine Auswahl der druckgrafischen Arbeiten Rembrandts dient Vertretern der Akademie als Folie und Referenzrahmen für die künstlerische Auseinandersetzung mit Rembrandts Œuvre. Von Seiten des Museums wird das Projekt von der zuständigen wissenschaftlichen Mitarbeiterin für die Sammlung der Kunstakademie betreut, Dr. Sonja Brink. Ziel des Projektes ist es, die Aktualität Rembrandts für nachfolgende Künstlergenerationen bis heute aufzuzeigen....
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Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne

Jablonec '68 1. Internationales Silberschmuck-Symposium

Die Neue Sammlung - Design in der Pinakothek der Moderne München
München | 10.03.2018-03.06.2018
Im Jahr 2018 jährt sich zum 50. Mal der Jahrestag des 1. Internationalen Silberschmuck-Symposiums Jablonec ’68. Die Neue Sammlung widmet diesem einzigartigen historischen Moment in der Geschichte des Autorenschmucks eine Ausstellung aus Anlass seines 50-jährigen Jubiläums, in der die damals entstandenen Schmuckarbeiten erstmals wieder zu sehen sind. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt Jablonec nad Nisou mit seiner Nähe zu den böhmischen Glaszentren Libereč und Železný Brod als Mekka der Schmuckindustrie. Glasperlen und -schmuck wurden bis nach Afrika exportiert und Industrieausstellungen fanden statt. Ende der 1960er-Jahre traf die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation auch die tschechoslowakische Schmuckindustrie. Das Schmucksymposium sollte mit Hilfe einer modernen Formsprache und dem internationalen Austausch einen Ausweg aus diesem Dilemma schaffen und an die Erfolge des tschechoslowakischen Schmucks auf den Weltausstellungen in Brüssel 1958 und Montreal 1967 anschließen....
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Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Der Wilde schlägt zurück: Kolonialzeitliche Europäerdarstellungen der Sammlung Lips

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 16.03.2018-03.06.2018
„The Savage Hits Back“, das erste kolonialkritische Buch über die Kunst der „Anderen“ von Julius Lips schlug in den 1930er-Jahren hohe Wellen. Der ehemalige Kölner Museumsdirektor zeigt darin, wie Künstler aus den Kolonien Europäer darstellten. Erstmals werden die Objekte und Fotografien aus der Lips-Sammlung des Museums nun der Öffentlichkeit präsentiert....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

#alleskönner. Peter Behrens zum 150. Geburtstag

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 17.03.2018-01.07.2018
Das umfängliche und vielfältige Œuvre Peter Behrens‘ hat die Kunst-, Architektur- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem künstlerischen Wandel vom Jugendstil zur frühen Sachlichkeit. In acht Themenräumen vereint die Schau rund 220 Objekte, darunter auch Exponate, die lange als verschollen galten, wie der Salonflügel aus der Sammlung des MAKK, sowie Werke, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Collumina - Internationales Licht Kunst Projekt Köln

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 22.03.2018-24.03.2018
COLLUMINA ist ein Ausstellungsprojekt an ausgewählten Orten im öffentlichen Raum und in Museen der Stadt Köln. Für vier Abende zieht sich der Ausstellungsparcours entlang der Via Culturalis durch die Kölner Innenstadt. Mit Einbruch der Dunkelheit sind Installationen und kontextspezifische Interventionen von Künstler_innen zu sehen, die Licht als Material oder Medium nutzen. Ausgangspunkt ist das MAKK mit einer Präsentation unterschiedlicher künstlerischer Positionen....
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Hans Op de Beeck, The Collector's House, 2016, (The Collector's House), Skulpturale Installation, Mixed Media, 40 × 20 × 12,5 m, Foto: © Studio Hans Op de Beeck
Hans Op de Beeck, The Collector's House, 2016, (The Collector's House), Skulpturale Installation, Mixed Media, 40 × 20 × 12,5 m, Foto: © Studio Hans Op de Beeck

Black & White. Von Dürer bis Eliasson

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 22.03.2018-15.07.2018
Im Frühjahr 2018 zeigt das Museum Kunstpalast eine umfassende Themenausstellung, die sich der jahrhundertelangen Tradition der Schwarz-Weiß-Malerei widmet. Die monochrome Malerei ist ein wichtiges über die Jahrhunderte immer wiederkehrendes Thema, das dem breiten Publikum jedoch noch weitgehend unbekannt ist. Ausgehend von mittelalterlicher Grisaille-Glasmalerei geht die Ausstellung in fünf Themenschwerpunkten den Fragen nach, warum sich Künstler verschiedenster Epochen für eine reduzierte Farbpalette entschieden haben und welche Faszination diese Kunst bis heute ausübt. Die mit Leihgaben aus internationalen Museen und privaten Sammlungen bestückte Schau präsentiert Gemälde u.a. von Andrea Mantegna, Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn, Giovanni Battista Tiepolo und Edgar Degas. Zu sehen sind ebenfalls Werke moderner und zeitgenössischer Künstler wie Josef Albers, Heinz Mack, Jackson Pollock und Gerhard Richter sowie zwei begehbare Installationen von Ólafur Elíasson und Hans Op de Beeck....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Wallrafs Erbe: Ein Bürger rettet Köln

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 23.03.2018-08.07.2018
Am 9. Mai 1818 unterzeichnet der Theologe, Universalgelehrte, Universitätsrektor und Sammler ­Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) sein Testament zugunsten der Stadt Köln. Sein letzter Wille besagt, dass seine umfangreiche und vielfältige Sammlung „zu ewigen Tagen“ in seiner Heimatstadt „zum Nutzen der Kunst und Wissenschaft“ verbleibt. Heute, 200 Jahre später, ist es an der Zeit, diesen außergewöhnlichen Menschen zu feiern. Das Wallraf-Richartz-Museum widmet ihm deshalb eine eigene Ausstellung über Leben und Werk seines ersten Stifters und Namensgebers. Gemeinsam mit der Universität zu Köln und dem Kölnischen Stadtmuseum würdigt das Haus nicht nur Wallrafs Leistung für die Stadt, sondern fragt auch nach seiner Bedeutung heute. Ohne seinen leidenschaftlichen Einsatz in bewegten Zeiten unter französischer und später preußischer Herrschaft würde die vielfältige Kölner Museumslandschaft heute so nicht existieren. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung den Sammler aus politischer wie kulturpolitischer Perspektive, um eine Neubewertung seiner Person zu erreichen. Um die vielen Facetten von Ferdinand Franz Wallraf präsentieren zu können, hat Kölns ältestes Museum alle Institutionen, die mit der ursprünglichen Wallraf-Sammlung verbunden sind, eingeladen, sich an „Wallrafs Erbe“ zu beteiligen: dazu gehören die Universitäts- und Stadtbibliothek, das Historische Archiv der Stadt Köln, das Römisch-Germanische Museum, das Museum Schnütgen und das Museum für Angewandte Kunst. Dank dieser großangelegten Kooperation zeigt die Ausstellung eine Vielzahl von Gemälden, Zeichnungen, antiken Werken, naturwissenschaftlichen Geräten und Apparaturen, kostbaren Büchern und Handschriften, Skulpturen und kunstgewerblichen Gegenständen. Zudem dienen zeitgenössische Darstellungen und Besucherberichte als Leitfaden, dem Sammler Wallraf einen „Hausbesuch“ abzustatten....
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Foto: Nina Straßgütl
Foto: Nina Straßgütl

Carsten Nicolai: Tele

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 23.03.2018-20.08.2018
Die Arbeiten von Carsten Nicolai (* 1965) oszillieren an den Schnittstellen von visueller Kunst und elektronischem Sound. Für die erste Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie wird er eine raumgreifende Licht-Objekt-Installation entwickeln. Nicolai ist künstlerischer Autodidakt. Er studierte Landschaftsarchitektur und widmete sich zu Beginn seiner künstlerischen Karriere der Malerei, bis er sich Mitte der 1990er-Jahre zunehmend installativen und objektbasierten Arbeiten zuwandte. Parallel dazu ist er als Musiker unter dem Pseudonym Alva Noto aktiv. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Nicolai mit Wahrnehmungsprozessen und macht die Mechanismen optischer wie akustischer Sinneseindrücke erlebbar. Von besonderem Interesse für sein Arbeiten ist die Frage nach den Möglichkeiten von subjektiver bzw. objektiver Erkenntnis. Er untersucht exemplarisch immaterielle Phänomene, die zu den grundlegenden Fragen nach dem Bewusstsein des Menschen führen – etwa danach, zu welchem Teil das Wahrgenommene außerhalb dieser Wahrnehmung faktisch existiert und zu welchem Teil es auf neuronaler Ebene durch unser Gehirn konstruiert wird....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Roni Horn. Pi

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 23.03.2018-23.09.2018
Die 45-teilige, in Island entstandene Arbeit „PI“ von Roni Horn (*1955) zählt zu den fotografischen Hauptwerken der Künstlerin. Einer Feldforscherin vergleichbar veranschaulicht sie die vielfältigen Facetten dieses spezifischen Ortes, dem sie auch eine Reihe von Künstlerbüchern wie Skulpturen gewidmet hat....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Bilder ohne Schatten

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 25.03.2018-15.07.2018
Die Präsentation von Werken aus der Stiftung Sammlung Kemp richtet den Blick auf Gemälde, deren Eigengesetzlichkeit und Präsenz von entscheidender Bedeutung sind. Sie haben keine Schatten, weil sie keine Abbilder der Welt zeigen, sondern ihre eigene Wirklichkeit repräsentieren. Besonders augenfällig wird dies bei den zahlreichen farbintensiven Werken aus der Sammlung. Dazu zählen Arbeiten von Nicholas Krushenick, Al Held oder Winfred Gaul oder auch Werke von Karl Otto Götz oder Walter Stöhrer, in denen die künstlerische Geste im Vordergrund steht. Die Ausstellung verdeutlicht mit ihrer Auswahl gleichermaßen die Präzision und die Vielfalt der Sammlung. Es werden 27 Gemälde und eine Skulptur aus der Sammlung Kemp gezeigt. Der Kunstsammler Willi Kemp hat 2011 seine über Jahrzehnte aufgebaute, umfangreiche Kollektion zeitgenössischer Kunst dem Museum Kunstpalast gestiftet....
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Römisch-Germanisches Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Römisch-Germanisches Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Vorzeitgeschichte(n)

Römisch-Germanisches Museum
Köln | 04.04.2018-01.10.2018
‚Leben am Fluss‘ ist seit der mittleren Steinzeit das Motto für Jäger und Sammler, für die ersten Ackerbauern und Viehzüchter, für die Siedler der Bronze- und Eisenzeit im Rheinland. Beiderseits des wilden mächtigen Stromes nutzen Menschen verschiedener vorgeschichtlicher Kulturen die vielfältige Siedlungsgunst auch im Kölner Raum. Das Römisch-Germanische Museum zeigt im Foyer des Hauses eine kostbare Auswahl größtenteils noch nie gezeigter Funde aus der reichen Sammlung zur Kölner Vorzeit....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Stephan Dillemuth

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 17.04.2018-09.09.2018
Stephan Dillemuth verkörpert unterschiedliche Rollen: den Fernsehmoderator, der ein Video von Stephan Dillemuth ankündigt; den Maler, der rauchend der Inspiration harrt; Friedrich Nietzsche, der gegen Richard Wagner ätzt und – in seiner dauerhaften Rolle – den Professor für Kunstpädagogik an der Münchener Akademie der Bildenden Künste. Die Rollen, die Künstler und Künstlerinnen gesellschaftlich und innerhalb des Kunstsystems übernehmen, sind ein Dreh- und Angelpunkt der Arbeit des in München und Bad Wiessee lebenden Künstlers und Lehrenden. Unter Verwendung einer ergebnisoffenen und häufig kollektiven Forschungsmethode, die er als 'bohemistisch' bezeichnet, nimmt er Formen möglicher künstlerischer Lebens- und Arbeitsweisen wie die Lebensreformbewegung, die Münchner Boheme, das Arbeitertheater oder die Kunstakademie unter die Lupe. Spielerisch, also mit den Mitteln der Kunst und Lehre, untersucht Dillemuth die aktuelle Wandlung des Öffentlichkeitsbegriffs: was bedeuten Kunst und Künstlersein in einer von aggressiver globaler Wirtschaft geprägten Zeit, die Dillemuth auch als 'Corporate Rokoko' bezeichnet? Was heißt es, heute in dieser Öffentlichkeit zu stehen oder stehen zu wollen? Bayern, als biografische wie historische Reibungsfläche, tritt in seinen Arbeiten über die Jahrzehnte wiederholt in Erscheinung. Dillemuths frühe Gemälde basierten auf regional spezifischem Kitsch: Postkartenmotive von Paaren und Kindern in Tracht, die Schönheitengalerie aus dem Schloss Nymphenburg und Südtiroler Engel. Am Lenbachhaus treffen diese frühen Bilder auf Installationen der 2000er-Jahre. Dillemuths Installation »Erfolg« aus dem Jahr 2007 lehnt sich an den gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger von 1930 an. Feuchtwanger beschrieb in seinem Buch über die frühen Jahre der Weimarer Republik und den Aufstieg der Nationalsozialisten eine staatliche Mechanik, die der gescheiterten kommunistischen Revolution den 'Ausnahmezustand' eines bürokratischen Apparats entgegensetzt. In »Erfolg« führt Dillemuth das Zahnrad als zeitlose Metapher für ein gut geöltes System in sein Formenrepertoire ein. Kreaturen aus Zahnrädern und Körperabgüssen bevölkern auch seine aktuellen Installationen, deren glänzenden Oberflächen in Anlehnung an die Prachtkabinette des Barock und Rokoko, Werke und Betrachter in ein narzisstisches Spiel unendlicher Spiegelung verwickeln....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Wolf­gang-Hahn-Preis 2018: Haegue Yang

Museum Ludwig
Köln | 18.04.2018-12.08.2018
2018 zeich­net die Ge­sellschaft für mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig Haegue Yang mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis aus. Mit der weltweit er­sten Über­blick­sauss­tel­lung der Kün­st­lerin präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig die Viel­falt ihres ge­samten Schaf­fens von ak­tions­ge­bun­de­nen, an Fluxus erin­n­ern­den Ob­jek­ten der 1990er Jahre über Lack­bilder, Fo­to­gra­fien, Pa­pi­er- und Videoar­beit­en, an­thro­po­mor­phe Skulp­turen und per­for­ma­tive Werke bis hin zu raum­greifen­d­en In­s­tal­la­tio­nen der Ge­gen­wart....
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Demonstration auf dem Hamburger Heiligengeistfeld am 24.11.1918
Demonstration auf dem Hamburger Heiligengeistfeld am 24.11.1918

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

Museum für Hamburgische Geschichte
Hamburg | 25.04.2018-25.02.2019
Die Revolution von 1918/19 markiert eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Hamburgs. Sie steht nicht nur am Anfang der modernen demokratischen Ordnung des Stadtstaates, sondern ist zugleich einer der frühen historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Hamburg. Das Museum für Hamburgische Geschichte hat sich mit seinem Ausstellungsvorhaben zum Ziel gesetzt, der Ort zu sein, an dem erstmals ein umfassender Beitrag zur Kenntnis, zum Verständnis und zur Bedeutung dieser komplexen Zeit in der Freien und Hansestadt vermittelt wird. Darüber hinaus will die Ausstellung aufgrund der überregionalen Bedeutung Hamburgs auch den nationalen wie internationalen politischen Kontext der hiesigen Umbrüche in den Blick nehmen und zu Vergleichen anregen. Der Ausstellung kommt als Beitrag zum Verständnis der Demokratiegeschichte eine grundsätzliche gesellschaftliche Relevanz für Hamburg zu, denn sie bietet die thematische Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen demokratischen Konfliktlösungsstrategien....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Ehem. jüdischer Besitz - Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 27.04.2018-23.09.2018
Die systematische Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungensbeständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Erstmals sollen nun die Ergebnisse dieser Provenienzforschung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und dabei auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit näher beleuchtet werden. Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung und zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Kunstgegenständen aus den verschiedenartigen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Werke aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Zum ersten Mal wird damit ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit der ganzen Bandbreite seiner Sammlungsbestände diesem wichtigen Thema eine Ausstellung widmen....
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"Allegorie auf Gerechtigkeit und Frieden", Theodor van Thulden, 1659, Foto: LWL/Rudolf Wakonigg
"Allegorie auf Gerechtigkeit und Frieden", Theodor van Thulden, 1659, Foto: LWL/Rudolf Wakonigg

Frieden. Von der Antike bis heute

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Münster | 28.04.2018-02.09.2018
In der geplanten Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ (28. April – 2. September 2018) beleuchten das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das Archäologische Museum der Universität Münster, das Bistum Münster sowie das Stadtmuseum Münster das Ringen um Frieden in seinen vielfältigen Ausprägungen. Mit hochrangigen Exponaten aus internationalen Sammlungen wird das Thema aus kunst- und kulturhistorischer sowie stadtgeschichtlicher und christlicher Perspektive präsentiert. Anlass für die interdisziplinäre Ausstellung an fünf Orten sind zwei historische Daten: die Schließung des Westfälischen Friedens vor 370 Jahren in Münster und Osnabrück sowie das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Das Exzellenzcluster „Politik und Religion“ der Universität Münster hat bei der Ideenfindung und Konzeption beraten und begleitet die Ausstellung mit einem wissenschaftlichen Symposium im Mai 2018....
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Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv
Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv

Bretter, die die Welt bedeuten: Kölner Geschichte im Spiel

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 05.05.2018-26.08.2018
Spielen: Seit jeher ein menschliches Bedürfnis. Spielen ist Vergnügen, kann die Sinne anregen, das Gedächtnis schulen und die Fantasie beflügeln. Zunächst dem Adel vorbehalten, wurden Brett-, Würfel- und Kartenspiele im 19. Jahrhundert immer populärer und durch neue Drucktechniken für eine breitere Bevölkerungsschicht bezahlbar. Mit Beginn der Industrialisierung und dem einhergehenden neuen Familienbild kamen schließlich auch für Kinder Gesellschaftsspiele auf den Markt, die sowohl der Unterhaltung dienten als auch belehren sollten. Im Blickpunkt der Ausstellung steht das historische Gesellschaftsspiel als kulturgeschichtliches Phänomen und künstlerisches Dokument. Reich illustrierte Spielbretter, Spielkarten und Verkaufskartons dokumentieren den wandelnden Zeitgeist: Geographische Entdeckungen, technische Errungenschaften oder politische Ereignisse bringen eigene Bildwelten im Spiel hervor. Bis heute ist die Welt der Spiele vielfältig, spannend und lehrreich zugleich: Die Ausstellung führt die Besucher nicht nur zurück in vergangene Zeiten, sondern wirft mit einem digitalen Ausstellungsbereich auch einen Blick in die Spiele der Gegenwart. Besucherinnen und Besucher jeden Alters sind eingeladen, die vielfältigen Spielwelten selbst zu erkunden....
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Raster-Noton: White Circle

Kunstbau München
München | 10.05.2018-08.07.2018
»White Circle« ist eine Licht- und Sound-Installation, die 2016 zum zwanzigjährigen Jubiläum des Labels für elektronische Musik raster-noton entstanden ist. Sie besteht aus einem begehbaren Ring aus Leuchtstoffröhren, die einzeln auf musikalische Impulse reagieren und den Raum illuminieren. Für die Installation entstanden eigens Kompositionen von raster-noton-Künstlern. Fünf Stücke von alva noto, byetone, Kangding Ray und Frank Bretschneider laufen im Loop und definieren auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Sound, Licht und Architektur....
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Caspar David Friedrich (1774 – 1840), Wanderer über dem Nebelmeer, um 1817 © SHK/Hamburger Kunsthalle/bpk / Foto: Elke Walford
Caspar David Friedrich (1774 – 1840), Wanderer über dem Nebelmeer, um 1817 © SHK/Hamburger Kunsthalle/bpk / Foto: Elke Walford

Wanderlust - Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

Alte Nationalgalerie
Berlin | 10.05.2018-16.09.2018
Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde "Wanderer über dem Nebelmeer" von ca. 1817 vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Hodler und Gauguin nachspürt. Mit Rousseaus Parole "Zurück zur Natur!" und Goethes Sturm und Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt. Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung. Die in der Ausstellung präsentierten Werke von Meistern wie Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel und Johan Christian Dahl über Gustave Courbet bis hin zu Ferdinand Hodler, Auguste Renoir und Paul Gauguin verdeutlichen, wie wirkmächtig und fruchtbar das Motiv des Wanderns für die Kunst des gesamten 19. Jahrhunderts nicht nur in Deutschland, sondern von Frankreich bis Norwegen und von Russland bis in die USA war. Die Ausstellung wird thematisch in verschiedene Kapitel gegliedert sein: "Entdeckung der Natur", "Lebensreise", "Künstlerwanderung", "Spaziergänge", "Wanderlandschaften diesseits und jenseits der Alpen". Bedeutende Leihgaben aus wichtigen internationalen Museumssammlungen bereichern die ausgewählten Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie zu einer um die 100 Werke umfassenden Großausstellung....
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Alicia Framis, “Cinema Solo”, 1997, S/W Fotografien
Alicia Framis, “Cinema Solo”, 1997, S/W Fotografien

In the Cut – Sexualität in der Feministischen Kunst

Stadtgalerie Saarbrücken
Saarbrücken | 18.05.2018-28.09.2018
Bilder von Sexualität spielen in der Kunstgeschichte seit jeher eine entscheidende Rolle. Doch bis in die 1970er Jahre war es der männliche Blick, der die Politik dieser Bilder geprägt hat – mit der Frau als ihrem sinnlichen Objekt. So konzentrierten sich Künstlerinnen in ihrer feministischen Auseinandersetzung mit erotischen Themen zunächst auf die Erkundung des eigenen weiblichen Körpers, während der (hetero-)erotische Blick auf den Mann bis heute in der Kunst eine Ausnahme darstellt. Beide Perspektiven setzen eine eigenständige künstlerische Position und eine selbstbestimmte Sexualität voraus, die heute keineswegs selbstverständlich ist und wie nie zuvor von den sozialen Medien zensiert wird. Künstlerinnen, wie Louise Bourgeois (USA), Herlinde Koelbl (D), Eunice Golden (USA), Betty Tompkins (USA) oder Jana Sterbak (CAN) haben diese Entwicklung vorbereitet. Ihre Werke werden diese international besetzte Themenausstellung ebenso bestimmen, wie Verteterinnen der jüngeren Generation mit Tracey Emin (GB), Alicia Framis (E), Pipilotti Rist (CH), Anna Jermolaewa (RUS) u.a....
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Foto: Museum Brandhorst
Foto: Museum Brandhorst

Jutta Koether - Tour de Madame

Museum Brandhorst
München | 18.05.2018-21.10.2018
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Die Dächer Münchens - Modelle zur historischen Ingenieursbaukunst

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 25.05.2018-09.09.2018
Dachkonstruktionen sind versteckte Meisterwerke der Architektur. Die Baumeister konnten nur das planen, was von den Zimmerleuten auch zu überdachen war. So sind die Dächer ein Spiegelbild der technischen Leistungsfähigkeit und ein stadtgeschichtliches Zeugnis von erstaunlicher Aussagekraft. Fast alle historischen Dächer wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege der TU München werden die Arbeiten von Clemens Knobling zur Rekonstruktion bedeutender Dachwerke, von der Frauenkirche bis hin zum historischen Zeughaus, gezeigt....
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Japan beginnt an der Ostsee: Jan Kollwitz - 30 Jahre japanische Keramik

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 07.06.2018-17.06.2018
Jan Kollwitz zählt zu den herausragenden Keramikern unserer Zeit. Seit drei Jahrzehnten fertigt der Urenkel von Käthe Kollwitz ausdrucksstarke Gefäße in traditionell japanischer Technik, abseits aller künstlerischen Moden und Strömungen. Im Jahr 1988 konnte er den japanischen Ofenbauer Watanabe Tatsuo dazu gewinnen, für seine Werkstatt im ostholsteinischen Klosterdorf Cismar einen originalen Anagama-Ofen zu errichten. In dessen Holzfeuer zeichnen Rauch, Flammen und Glutkohle lebendige Farben auf den Oberflächen. Flugasche, die zu einer natürlichen Glasur verschmilzt, verleiht den Gefäßen einen besonderen Glanz. Im Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert der Künstler rund 80 Einzelstücke – von zarten Schalen für die Teezeremonie bis hin zu kraftvollen Bodenvasen....
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Olafur Eliasson - Wasserfarben

Staatliche Graphische Sammlung
München | 08.06.2018-02.09.2019
Zweifellos zählt der dänische Installationskünstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. Wie kein zweiter begeistert er mit seinen künstlerischen Großprojekten weltweit Menschen auch außerhalb der Museen. Weniger bekannt ist, dass Olafur Eliasson an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen während seiner Studienjahre von 1989 bis 1995 auch als Zeichner ausgebildet wurde. Bis heute nimmt die Zeichenkunst einen zentralen Stellenwert in seinem alle Medien umfassenden Werk ein. Erste Ideen werden zuerst in der Zeichnung formuliert und immer wieder während des Fortlaufs des Projekts vom Künstler zu Rate gezogen. Man gewinnt geradezu den Eindruck, dass Eliasson in der Zeichnung denkt. Die großangelegte Ausstellung „WASSERfarben“ der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist eine Weltpremiere, mit der erstmalig Olafur Eliassons Zeichenkunst in ihren Facetten umfassend vorgestellt wird. Die kuratorische Idee ist es, die enge emotionale und intellektuelle Kongruenz zwischen seiner Zeichnung und seiner installativen Kunst für den Betrachter zu erschließen und sinnlich nacherlebbar zu machen....
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K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW
K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW

Anni Albers. Retrospektive

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 09.06.2018-09.09.2018
Anni Albers (1899−1994), wohl anerkannteste Textilkünstlerin im 20. Jahrhundert, stellte die alte Technik des Webens ins Zentrum ihres Schaffens. Sie webte Bilder und Wandbehänge, entwarf Teppiche und Textilien für die maschinelle Produktion. Zeitlebens war sie eine begeisternde Lehrerin und Autorin. Die Ausstellung – eine Kooperation mit Tate Modern – wird alle Facetten des vielseitigen Werks der wohl bedeutendsten Bauhaus-Künstlerin und ihren geistigen wie visuellen Kosmos beleuchten....
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James Turrell, Ganzfeld APANI (Venice Biennial 2011), 2011, Installation, LED, 16 x 12 x 6m, Foto: Florian Holzherr ; Courtesy Häusler Contemporary München | Zürich
James Turrell, Ganzfeld APANI (Venice Biennial 2011), 2011, Installation, LED, 16 x 12 x 6m, Foto: Florian Holzherr ; Courtesy Häusler Contemporary München | Zürich

James Turrell

Museum Frieder Burda
Baden-Baden | 09.06.2018-28.10.2018
James Turrell (*1943, Los Angeles) zählt zu den wichtigsten Künstlern unserer Zeit. Seit mehr als fünfzig Jahren widmet er sein gesamtes Schaffen der Auseinandersetzung mit der (Im-)Materialität und Wahrnehmung von Licht. Wie keinem anderen gelingt es ihm, Licht als künstlerisches Medium sinnlich und geistig erlebbar zu machen. Turrell flutet begehbare Räume mit Licht, welches sich in sanfte Farbenmeere ergießt oder in intensiv glühenden, manchmal diffus sphärischen Lichtnebeln seine Materialisierung findet und den Betrachter an seine Wahrnehmungsgrenzen bringt. Die Möglichkeit, sich anhand eines Gegenstands oder räumlicher Grenzen visuell zu verorten, hebelt Turrell aus, was ein Gefühl der Unendlichkeit vermittelt. Zurückgeworfen auf das Wahrnehmen selbst, wendet sich der Blick wie selbstverständlich auch nach innen, eröffnet die Möglichkeit zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion, zum meditativen Beobachten des eigenen Sehens. Der Künstler betont stets, dass seine Kunst am besten als «Perceptual Art», also als «Kunst der Wahrnehmung» zu bezeichnen sei. In großformatigen, atmosphärischen Installationen wird Licht scheinbar materialisiert und der Besucher in Grenzbereiche der Wahrnehmung geführt. Die umfangreiche Ausstellung im Museum Frieder Burda vereint bedeutende Schlüsselwerke aus verschiedenen Schaffensphasen von James Turrell. Mit «Sloan Red» zum Beispiel wird exklusiv eine seiner wegweisenden frühen Projektionen präsentiert, bei denen geometrische Lichtkörper im Raum zu schweben scheinen. Ein Werk von 2016 aus der wichtigen Reihe der «Wedgeworks» zeigt, wie der Künstler mittels Licht illusionistische Raumsituationen gestaltet. Das «Ganzfeld»-Werk «Apani», das bereits auf der Biennale von Venedig 2011 für viel Aufmerksamkeit sorgte, ermöglicht es den Besuchern zu erleben, wie sich jegliche räumliche Kontur vermeintlich ganz in Licht und Farbe auflöst. Auch wird James Turrells Langzeitprojekt «Roden Crater» vorgestellt: Ein erloschener Vulkan in der Wüste Arizonas, den der Künstler seit den 1970er-Jahren fortlaufend zu einer Art Himmelsobservatorium umbaut. Die Ausstellung im Museum Frieder Burda gewährt einen eindrücklichen Einblick in das Schaffen von James Turrell, der wie kaum ein anderer Künstler die Menschen weltweit bewegt und zeigt Arbeiten, die der Künstler speziell für das Museum Frieder Burda entwickelt hat....
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Foto: Peter Groth
Foto: Peter Groth

Max Liebermann und Paul Klee: Bilder von Gärten

Liebermann-Villa am Wannsee
Berlin | 10.06.2018-17.09.2018
Max Liebermann schuf über 200 Gemälde nach Motiven aus seinem eigenen Garten. Die mit pastosem, impressionistischem Strich gemalten Werke prägen das Spätwerk des Künstlers. Anders als der langjährige Präsident der Berliner Secession glaubte, stellte der Impressionismus allerdings keineswegs den Endpunkt der künstlerischen Entwicklung dar. Zeitgleich zu seinem Spätwerkdefinierten moderne Künstler das Thema Garten neu. Insbesondere für Paul Klee war die Natur ein entscheidender Ausgangspunkt seiner Kunst. Schon der elterliche Garten war für ihn Inspirationsquelle und Rückzugsort. Hier beobachtete er als Jugendlicher die Pflanzen und zeichnete sie. Auf Wanderungen skizzierte er Blumen und parkähnliche Landschaften. Doch schon bald genügte ihm die Darstellung ihrer optischen Erscheinungsformen nicht mehr und er wandte sich, um ihr Inneres zu erfassen, der abstrakten Bildkomposition zu, in der das Gegenständliche nur noch zeichenhaft aufscheint. Klees Garten-Bilder werden zu abstrakt gebauten Bildkompositionen, in denen geometrische Formen mit zeichenhaften Setzungen verbunden sind, die als schematische Wiedergabe von Pflanzen und Gartenarchitektur zu lesen sind: eine bogenförmige Linie, die ein Gartentor evoziert; parallele Linien, die an Beete oder Wege erinnern, oder stilisierte Baumsilhouetten, die für üppige Vegetation stehen. Zwischen Liebermanns und Klees Gartenbildern liegen Welten: hier Abstraktion, dort impressionistische Form. Umso überraschender ist es, dass beider Werke aus ein und derselben Zeit stammen, aus der Zeit zwischen 1915 und 1935. Die Ausstellung „Max Liebermann und Paul Klee – Bilder von Gärten“ stellt die Gartenbilder der beiden Künstler gegenüber und macht die spezifischen Formensprachen der beiden Künstler in ihrer Auseinandersetzung mit ihren Gärten erkennbar. Beide Künstler stehen sich über das bloße Thema hinaus bei den gegenständlichen Bildelementen und in der Fundierung ihrer ästhetischen Überlegungen nahe. So definieren beide das Thema Garten durch dieselben gegenständlichen Bildelemente (Beete, Tore, Bäume, Mauern) und verstehenden ihn als architektonisch gestaltete Natur. Beide Künstler beziehen sich darüber hinaus bei der Erläuterung ihrer künstlerischen Form auf die Schriften Goethes und gehen durchaus von einem ähnlichen Naturbegriff aus....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Rubens, Jordaens & Co - Zeichnende Meister aus Flandern

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 15.06.2018-09.09.2018
Von vielen flämischen Künstlern besitzt das Wallraf-Richartz-Museum neben wunderbaren Gemälden auch großartige Zeichnungen und oft stehen beide in einer engen Beziehung zueinander. Wer wissen möchte, wie zum Beispiel das wunderbare ­Rubensgemälde „Juno und Argus“ entstand, der sollte sich mit den Zeichnungen des Meisters beschäftigen, denn sie verraten sehr viel über den kreativen Schaffensprozess. Um neben Rubens auch noch andere flämische Meister des 17. und 18. Jahrhunderts besser kennenlernen zu können, präsentiert das Wallraf seinen Besuchern im Sommer 2018 eine große Auswahl an Zeichnungen von Jacob Jordaens, Caspar de Crayer, Gerard Seghers und David Teniers. In der Ausstellung sind alle Zeichnungstypen vertreten: von der spontan aufs Papier geworfenen Skizze über die mit großer Akribie ausgeführte Kopie, der minutiösen Detail- oder Portraitstudie bis hin zum fertigen Kompositionsentwurf. Höhepunkt dieser Grafikschau sind zwei im Jahre 2007 entdeckte Kreidezeichnungen von Peter Paul Rubens....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Fotografie Heute II

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 15.06.2018-07.10.2018
Wie erleben wir Öffentlichkeit in einer globalen, chaotischen und digitalisierten Welt und was für eine Rolle kommt der Fotografie dabei zu? Mit „Fotografie heute II“ setzt die Sammlung Moderne Kunst die 2016 begonnene Ausstellungsreihe zu innovativen Positionen in der zeitgenössischen Fotografie fort. Mit dem Aufkommen der sozialen Medien und vor dem Hintergrund eines sich radikalisierenden politischen Klimas ist das Bedürfnis nach Deutung des fragmentierten, globalen sozialen Raumes in dem wir gegenwärtig leben, groß. Die Ausstellung thematisiert das Verhältnis des fotografischen Bildes zum öffentlichen Raum im Zeitalter des Digitalen....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Name der Fo­to­grafin: Aenne Bier­mann

Museum Ludwig
Köln | 16.06.2018-23.09.2018
Aenne Bi­er­mann schuf zwischen 1925 und ihrem frühen Tod 1933 Fo­to­gra­fien von ihr­er näch­sten Umge­bung und prägte in ih­nen die fo­to­gra­fische Mod­erne mit. Ihr Nach­lass gilt bis heute als ver­s­chollen und nur wenige In­sti­tu­tio­nen ver­wahren Orig­i­nal­abzüge Aenne Bi­er­manns. Das Mu­se­um Lud­wig wird sei­nen Be­s­tand von über 20 Auf­nah­men er­st­mals voll­ständig präsen­tieren....
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Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst
Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst

Josef Albers. Interaction

Villa Hügel
Essen | 16.06.2018-07.10.2018
Essen/Bottrop. Die Wirkung der Farbe in den Werken von Josef Albers ist kraftvoll und unverwechselbar. Linie, Farbe, Fläche und Raum interagieren miteinander, fordern die Wahrnehmung des Betrachters heraus. Albers‘ Serie „Homage to the Square“, die mehr als 2.000 Bilder umfasst, wurde zum Markenzeichen des wegweisenden Künstlers, Lehrers, Kunsttheoretikers und Impulsgebers. In einer großangelegten Retrospektive wollen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop Hauptwerke seines facettenreichen Schaffens in der Villa Hügel, Essen zusammenführen. Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 7.10.2018 wird erstmals seit 30 Jahren wieder eine große Werkschau des in Bottrop geborenen Künstlers zu sehen sein. Gut 130 Arbeiten – der Hauptteil davon aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen und dem Josef Albers Museum – werden im einstigen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp gezeigt. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung – die 1968 ihre gemeinnützige Arbeit aufnahm – nimmt ihr 50-jähriges Bestehen zum Anlass, diese außergewöhnliche Ausstellung zu ermöglichen. Kurator ist Dr. Heinz Liesbrock, der Direktor des Josef Albers Museum Quadrat Bottrop. Josef Albers erforschte die Farbe in ihrer künstlerischen Dimension. Er wollte Farbe denken, suchte nach ihrem Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Albers steht für eine Kunst, die neu zu sehen lehrt. Die Ausstellung beginnt mit seiner Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwer­punkten der amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Gezeigt werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen. Eine Gegenüberstellung von Renaissance-Skulpturen und Ikonen mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er Jahre, die sogenannte Minimal Art. Josef Albers (1888-1976) – geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet – war zunächst Volksschul­lehrer, besuchte später die Kunstgewerbeschule Essen und kam über die Kunstakademie in München an das neugegründete Bauhaus, wo er zum Meister und stellvertretenden Direktor wurde. Lehre und künstlerisches Arbeiten waren für ihn untrennbar miteinander verknüpft. Als das Bauhaus unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde, gingen Albers und seine Frau Anni Albers 1933, auf Einladung des legendären Black Mountain College, in die USA. Ab 1950 leitete er die Design Abteilung an der Yale University in New Haven. Er gilt als einfluss­reichster Kunstpädagoge seiner Zeit. Mit seiner Lehre hat er u. a. John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd und Merce Cunningham beeinflusst....
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Aber einmal wird ein neues Ideal erstehen: Zeitenwende(n)

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 19.06.2018-16.09.2018
Kaiserzeit, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, National-sozialismus, Zweiter Weltkrieg – das Leben von Käthe Kollwitz ist geprägt von großen Zeitenwenden. Wie kaum ein anderer Künstler kommentiert sie diese Ereignisse in ihrem Œuvre, stets getragen von der Sehnsucht nach einer Bruderschaft der Menschen. Im 100. Gedenkjahr zum Ende des Ersten Weltkrieges dokumentiert eine Neupräsentation der Kölner Kollwitz Sammlung das spannungsgeladene Feld zwischen Umbrüchen und Aufbrüchen, das die Künstlerin in ihrer Zeit durchlebt hat und von dem ihre eindringlichen Tagebuchaufzeichnungen und ihr tiefgründiges Werk beredtes Zeugnis geben....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

FORUM 046: Claudius Schulze – Naturzustand

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 22.06.2018-16.09.2018
Wie sehr der Schutz vor Naturkatastrophen das europäische Landschaftsbild prägt, zeigt die Arbeit „Naturzustand“ von Claudius Schulze. Der Künstler reiste dafür rund 50.000 km quer durch Europa und fotografierte mit seiner Großformatkamera von einem Kranwagen herab scheinbar malerische Landschaften. Die Fotografien entstanden an Nordsee und Atlantik, in den Alpen, Pyrenäen und Mittelgebirgen sowie entlang der großen europäischen Flussläufe. Die Landschaften wirken auf den ersten Blick fast idyllisch. Doch zum Schutz vor natürlichen Gefahren hat der Mensch massiv in die Naturräume eingegriffen. Die Kräfte von Stürmen, Lawinen und Überschwemmungen werden durch Bauwerke und Technologien reguliert. Schulzes Fotoserie untersucht den „Naturzustand“ im Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch durch die Auswirkungen seines Handelns auf Klima und Biosphäre letztlich selbst zur Naturgewalt wurde....
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Foto: Nina Straßgütl
Foto: Nina Straßgütl

Loredana Nemes: Fotografien 2008-2017

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 22.06.2018-15.10.2018
Für Loredana Nemes (*1972) ist die Ausstellung in der Berlinischen Galerie der erste große Einzelauftritt in einem Museum. In vier Räumen werden drei Arbeiten aus den letzten 10 Jahren und eine jüngst fertig gestellte Werkgruppe gezeigt. „Gier“ (2014–2017), so der Titel der neuen und bisher unveröffentlichten Serie, bildet den Auftakt. Die Dramatik der ungezügelten Begierde wird in Bildern von miteinander verknäulten Möwenleibern sichtbar gemacht. Es ist die erste Arbeit im Oeuvre der Künstlerin, für die sie eine abstrakte Bildsprache wählte. Im Zentrum der drei anderen Räume steht die Serie „beyond“ (2008–2010). Sie thematisiert die für Außenstehende geheimnisvolle Männerwelt in türkischen und arabischen Cafés in Berlin. Aufnahmen von den Fassaden dieser Lokalitäten werden kombiniert mit schemenhaften Porträts hinter verblendeten Glastüren und verhangenen Fenstern. In der Gruppenporträt-Serie „Blütezeit“ (2012) befasst sich Loredana Nemes mit dem besonderen Lebensabschnitt der Adoleszenz. Bei den aus Einzelaufnahmen zusammengefügten Gruppenbildern überlagert sich das große Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit mit dem unvermeidlichen Reifen der eigenen Identität. Als vierte Werkgruppe ist „Der Auftritt“ (2014) zu sehen. Die Arbeit entstand am Rande des Kölner Karnevals. Hier wird das interessante Spannungsverhältnis zwischen dem Erscheinungsbild kostümierter Menschen und den dahinter verborgenen Persönlichkeiten thematisiert....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Vivan Sundaram: Disjunctures

Haus der Kunst München
München | 29.06.2018-07.10.2018
Das Haus der Kunst würdigt den indischen Künstler Vivan Sundaram (*1943 in Shimla, Indien), dessen Karriere fast fünf Jahrzehnte umfasst, mit der europaweit bislang umfangreichsten Ausstellung seiner Multimedia-Arbeiten. Sundaram war zunächst als Maler tätig und blieb diesem Medium die ersten zwanzig Jahre treu; Anfang der 1990er-Jahre wandte er sich einer ausgedehnteren Konzeption zu, was mit seinem Interesse an der Stofflichkeit einer Vielzahl von Materialien handwerklicher und industrieller Herkunft zusammenfiel. Die Auswahl an Materialien spiegelt sich in den verschiedenen Werkgruppen, die Sundaram in den letzten zwanzig Jahren geschaffen hat. Das Geschichtsbewusstsein Sundarams, dessen Werk mit aktuellen und historischen Bezügen durchsetzt ist, zeigt sich besonders in seiner raumfüllenden Multimedia-Installation Memorial (1993/2014), mit der er eines namenlosen Opfers gedenkt. Als Reaktion auf die Zerstörung einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert im nordindischen Ayodhya durch militante rechtsradikale Hindus kam es 1992/93 zu Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslims. Das gefundene Zeitungsfoto eines auf der Straße liegenden Toten ist der Ausgangspunkt für Sundarams melancholische Trauerarbeit. Geschichte, Erinnerung und Archiv sind übergreifende Anliegen des Künstlers und dienen auch als Wegweiser durch die Ausstellung. Ebenso sind Trostlosigkeit und Zerstörung wiederkehrende Motive in Sundarams Werk, der als Künstler nie davor zurückgeschreckt ist, Zeitzeuge zu sein. Die Präsentation ist konzipiert als Sequenz von Gegenüber-stellungen, die erkennen lassen, wie formale und thematische Anliegen von einer Arbeit auf die nächste übergehen. Unabhängig von Methode und Materialien – handwerklich, industriell oder 'hightech' – zeugt Vivan Sundarams Kunst immer von Empathie....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Sonntag des Lebens: Lifestyle im Barock

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 13.07.2018-30.06.2019
Rauschende Roben, vornehme Kulissen, exotische Früchte und edle Accessoires - Porträts und Stillleben der Barockzeit spielen meist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch verbergen sich hinter den dargestellten Personen und dekorativen Arrangements nicht selten abenteuerliche Schicksale und doppelbödige Geschichten. In seiner neuen Sammlungspräsentation „Sonntag des Lebens“ bietet das Wallraf besonders reizvollen, selten gezeigten oder frisch restaurierten Gemälden eine eigene Bühne. Auf ihr treten ausnahmslos schillernde Persönlichkeiten auf, die sich von Meistern wie Tintoretto, Nicolaes de Largillière, Jan Mijtens und Nicolaes Verkolje malen ließen. Ein besonderes Ausstellungshighlight bildet die „gemalte Biografie“ von Everhard Jabach. Vier Porträts präsentieren den berühmten Kölner Bankier und Sammler in verschiedenen Lebensphasen. Besonders prunkvoll erscheint dabei eine Leihgabe aus belgischem Privatbesitz, die den jugendlichen Jabach zeigt, so wie ihn der flämische Starporträtist Anthonis van Dyck einst sah....
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Untitled For Ksenija

Kunstbau München
München | 14.07.2018-30.09.2018
Dan Flavin (1933 – 1996) entwickelte seine raumgreifende Lichtinstallation UNTITLED (FOR KSENIJA) 1994 zur Eröffnung des Kunstbaus, den der Architekt Uwe Kiessler zum Ausstellungsraum gestaltet hatte. Heiner und Philippa Friedrich, New York, schenkten dem Lenbachhaus die Arbeit im Andenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil. Flavin gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf die objektiven Gegebenheiten einfacher Formstrukturen. Diese werden unter Ausschaltung aller handschriftlichen Gestaltungsmerkmale nach industriellen Normen gefertigt. In den vier Lichtlinien greift Flavin die spezifischen architektonischen Gegebenheiten des Kunstbaus auf und betont die charakteristische Krümmung des langgestreckten, ca. 110 m langen Raumes. Das farbige Licht erzeugt intensive Farbreflexionen und geht mit dem Raum eine atmosphärische Verbindung ein....
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Ehrenhof während der Ausstellung_Entartete Kunst_1938, © Stadtmuseum Düsseldorf F7108
Ehrenhof während der Ausstellung_Entartete Kunst_1938, © Stadtmuseum Düsseldorf F7108

1937. Die Aktion 'Entartete Kunst' in Düsseldorf

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 14.07.2018-07.10.2018
In den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf wurden 1937 über 1.000 Kunstwerke beschlagnahmt - nur Museen in Berlin und Essen waren stärker betroffen. Wenige Werke sind heute wieder im Bestand des Museum Kunstpalast, der weitaus größere Teil ist verschollen oder zerstört, einige Werke befinden sich in anderen Sammlungen. Achtzig Jahre nach den - auf verschiedenste Weise - folgenreichen kunstpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten wird mit dieser Präsentation ein aktueller Blick auf das Thema geworfen. Sie bezieht die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Jahres 2013 mit ein, in dem detailliert rekonstruiert wurde, welche Werke damals auf staatliche Order aus den Düsseldorfer Depots entfernt wurden. Die Ausstellung verdeutlicht das Thema in einem Raum anhand von 14 Gemälden, Skulpturen und Arbeiten auf Papier, u.a. von Otto Dix und Paula Modersohn-Becker...
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Constantijn Daniel van Renesse, Landschaft mit zwei Hütten unter Bäumen, um 1653, Feder in Braun, braun laviert (Ausschnitt) © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett
Constantijn Daniel van Renesse, Landschaft mit zwei Hütten unter Bäumen, um 1653, Feder in Braun, braun laviert (Ausschnitt) © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett

Zeichnungen der Rembrandtschule

Kupferstichkabinett
Berlin | 24.08.2018-18.11.2018
Rembrandt oder nicht Rembrandt? Zeichnungen des holländischen Meisters wurden schon von Beginn an mit Zeichnungen seiner Schüler und Mitarbeiter, die im selben Stil arbeiteten, verwechselt. Forschungen der wenigen Kenner auf diesem Gebiet führten in den letzten Jahren zu umwälzenden Neubewertungen von Rembrandts zeichnerischem Werk. Das gilt auch für den sehr bedeutenden Bestand im Berliner Kupferstichkabinett, das nach dem 2006 erschienenen kritischen Katalog der eigenhändigen Zeichnungen des holländischen Meisters nun die rembrandtartigen Arbeiten seiner Schule und seines Umfeldes in einem Bestandskatalog publizieren wird. Das Erscheinen dieses Kataloges wird von einer Ausstellung mit ungefähr 110 der besten Zeichnungen begleitet. Es werden auch einige Originale Rembrandts gezeigt, um dem Publikum die Gemeinsamkeiten als auch die bisweilen subtilen Unterschiede von Arbeiten des Meisters und seiner Schule zu verdeutlichen....
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Historisches Museum Frankfurt/Main, Sammler und Stifter, Foto: HMF Petra Welzel.jpg
Historisches Museum Frankfurt/Main, Sammler und Stifter, Foto: HMF Petra Welzel.jpg

Ab in die Politik 1918 1919: 100 Jahre Frauenwahlrecht

Historisches Museum Frankfurt/Main
Frankfurt/Main | 30.08.2018-20.01.2019
Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung 2018/2019 erstmals die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen. Mit der ersten großen Sonderausstellung auf rund 1.000 Quadratmetern im 2017 eröffnenden Ausstellungshaus präsentiert das HMF die historischen Ereignisse und die mit ihnen verbundenen Protagonistinnen um die Jubiläumsjahre 1918/1919. Am 19. Januar 1919 war es soweit! Frauen durften in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen: Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Wilhelminischen Kaiserreichs setzte der Beschluss des Rates der Volksbeauftragten am 12. November 1918 die volle Beteiligung von Frauen am politischen Leben durch. Alle Frauen und Männer ab 20 Jahre konnten nun mit Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts durch gleiche, geheime und direkte Wahl ihre Politiker/innen in die Weimarer Nationalversammlung wählen. Die Jahreswende 1918/1919 markiert einen bedeutenden Einschnitt in der deutschen Geschichte: Mit der Novemberrevolution wurde der Weg frei für die deutsche Demokratie und – damit eng verbunden – für die politische Gleichstellung von Frauen und Männern. 1918 und 1919 sind somit Jahre, deren Erinnerung und Würdigung lohnt – zum 100. Geburtstag parlamentarischer Demokratie und zum 100. Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland. Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit dieser großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung erstmals die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen. Mit der zweiten großen Sonderausstellung im 2017 neu eröffneten Ausstelungshaus auf rund 1.000 Quadratmetern präsentiert das Historische Museum Frankfurt die historischen Ereignisse und die mit ihnen verbundenen Protagonistinnen um die Jubiläumsjahre 1918/1919. Frauen machten sich damals an allen Orten auf, sich politisch zu engagieren, um ihre Erwartungen, -forderungen und Visionen umzusetzen. Frauen verschiedenster Parteien und Schichten kämpften 1918/1919 für eine demokratische Republik und damit für das Recht, an dieser vollumfänglich teilhaben zu können. Das Museum würdigt mit der Ausstellung diese Frauen und zeigt zugleich, dass das historische Thema an aktuelle Diskussionen anknüpft: Es geht in der Ausstellung um Gleichberechtigung, Selbstbestimmungsrechte von Frauen sowie Freiheits- und Gleichheitsrechte im Allgemeinen. Angesprochen werden aktuelle Fragen nach gleichberechtigter politischer Mitbestimmung Aller, der Schaffung gleicher Zugänge zu Bildung, Arbeit und Kultur sowie um Diskussionen über das Recht auf Selbstentfaltung und um Forderungen nach einer gerechteren, friedlicheren und freiheitlicheren Gesellschaft. Die Ausstellung ist im Hinblick auf aktuelle Gleichstellungsdebatten und Emanzipationsbewegungen relevant: Heute stellen Frauen im deutschen Parlament 36% aller Parlamentarier/innen, Frauen verdienen heute in Deutschland durchschnittlich 18% weniger als Männer und sind wesentlich stärker von Altersarmut und sexualisierter Gewalt bedroht. Die Ausstellung setzt die Forderungen und Themen der Ersten Deutschen Frauenbewegung mit aktuellen Debatten in Verbindung. Dafür werden unter anderem aktuelle künstlerische Installationen und Positionen ausgewählt. Ein vielfältiges Begleitprogramm mit Filmen, Diskussionsveranstaltungen und künstlerischen wie partizipativen Projekten wird ebenfalls diesen aktuellen Bezug herstellen und zur Diskussion anregen. Die Schau richtet damit eine ganz besondere Perspektive auf die Jahre 1918/1919 – die Perspektive der Frauen am Beginn des 20. Jahrhunderts und ihre Forderungen, Erwartungen und Visionen. Ihr Engagement für das Recht auf Mitbestimmung in der Politik wird in der Ausstellung anhand der topografischen Zentren der Ersten Deutschen Frauenbewegung München, Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt, Braunschweig, Leipzig und Köln aufgezeigt. Auch die internationalen Netzwerke der Frauen der Ersten Deutschen Frauenbewegung, die sich in europa- und weltweiten Kongressteilnahmen und Treffen widerspiegelt, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Mit einem zweiten, modularen Ausstellungsteil wird zudem der regionalen Geschichte und ihrer Akteurinnen gedacht. Geplant ist für die Frankfurter Schau die Präsentation der Ersten Frauenbewegung im Rhein-Main-Gebiet sowie der hessischen Politikerinnen, die auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene in die Politik einstiegen und die Revolution 1918/1919 mitbestimmten. Das Museum wird in einem Verbund mit zentralen Archiv- und Bibliotheksstellen sowie Museen einen wichtigen Beitrag für die museale Vermittlung und weitere wissenschaftliche Erforschung der Geschichte der Ersten Deutschen Frauenbewegung leisten. Konzeption und Kuration: Dorothee Linnemann...
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Do­ing the Doc­u­ment: Fo­to­gra­fien von Diane Ar­bus bis Pi­et Zwart - Die Schenkung Barten­bach

Museum Ludwig
Köln | 31.08.2018-06.01.2019
Diane Ar­bus, Walk­er Evans, Lee Fried­lan­der, Au­gust San­der, Ta­ta Ronkholz, Al­bert Renger-Patzsch, Pi­et Zwart und zwölf weitere Po­si­tio­nen – all diese Fo­to­graf*in­nen eint ein doku­men­tarisch-kün­st­lerisch­er An­satz, der mit Do­ing the Doc­u­ment vorgestellt und zu­gleich be­fragt wird. Der Auss­tel­lungsti­tel löst be­wusst die vermeintlichen Ge­gen­sätze von „her­stellen (do­ing)“ und „doku­men­tieren“ auf, um die im­mer wied­er besch­worene „Krise der Repräsen­ta­tion“ im Werk von 20 Fo­to­graf*in­nen und deren Rezep­tion auszu­loten. Zu ver­danken ist diese Auss­tel­lung ein­er Schenkung von über 200 Werken deutsch­er und amerikanisch­er Fo­to­graf*in­nen durch die Köl­n­er Fam­i­lie Barten­bach, die die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig kür­zlich sub­s­tanziell er­weit­ert hat....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Andy Warhol: Pop goes Art

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 01.09.2018-24.03.2019
Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) präsentiert erstmals eine bislang unveröffentlichte Privatsammlung, die nahezu lückenlos alle von Andy Warhol konzipierten Plattencover sowie zahlreiche Skizzen und Entwürfe umfasst. Zusammen mit Filmen und Hörbeispielen dokumentiert die Ausstellung - getreu dem Titel „Pop goes Art“ - das Zusammenspiel der Medien Kunst und Musik. Andy Warhol (1928-1987) setzte sich seit 1949 immer wieder mit dem Medium Schallplatte auseinander. Als Werbegrafiker gestaltete er zunächst vor allem Jazz-LPs, bevor er sich in den 1960er Jahren – dann bereits als international etablierter Künstler – der Gesamtkonzeption für Cover der unterschiedlichsten Musikgenres widmete. Durch Zeichnungen, Siebdrucke, Fotografien und eigenwillige kalligraphische Elemente prägte er die Gestaltung und Ästhetik zahlreicher Plattencover der Zeit. Hierzu zählen das legendäre und skandalöse Album der Rolling Stones „Sticky Fingers“ oder Cover für Diana Ross, John Lennon, Paul Anka, Miquel Bosé oder das NBC Symphony Orchestra. Absoluten Kultstatus hat mittlerweile das Album „The Velvet Underground & Nico“. Dieses Debütalbum der experimentellen Rockband The Velvet Underground mit der Sängerin Nico wurde von Andy Warhol produziert und im März 1967 veröffentlicht. Das ebenfalls von ihm konzipierte Plattencover zeigt eine Banane, deren gelbe Schale in Form eines Aufklebers gemäß des Slogans „Peel Slowly and See“ abgezogen werden kann, so dass das rosa Fruchtfleisch erscheint. 2018 jährt sich der 90ste Geburtstag Andy Warhols sowie der 80ste Geburtstag bzw. 30ste Todestag der aus Köln stammenden Musik- und Modeikone Nico, die als Warhols Muse Teil der Factory war und in zahlreichen Filmen Warhols wie beispielsweise „The Chelsea Girls“ mitspielte. Aktueller Anlass der Ausstellung „Andy Warhol – Pop goes Art“ ist zudem das 15-jährige Jubiläum des Kölner Musikfestivals c/o pop und das 20-jährige Jubiläum des Kölner Plattenlabels für elektronische Musik KOMPAKT....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Jörg Immendorff

Haus der Kunst München
München | 14.09.2018-27.01.2019
Erst Ende der 1970er-Jahre fasste Immendorff (1945-2007) den Entschluss, seine Dreifach-Existenz als politischer Aktivist, Lehrer und Maler ganz auf die Seite der Kunst zu verlagern. Dabei markiert das Jahr 1976 in mancher Hinsicht ein Schlüsseljahr: Immendorff beteiligte sich an der Biennale in Venedig mit einer Flugblattaktion, die die „Freiheitsberaubung“ in der DDR attackiert und internationale künstlerische Kooperation als Vehikel zu ihrer Überwindung fordert; daran anschließend folgte 1978 der Einstieg in den Café Deutschland-Zyklus, angeregt durch Renato Guttusos Café Greco, das Immendorff in einer Ausstellung in Köln gesehen hatte. Mit der Arbeit am Café Deutschland-Zyklus gewinnt Immendorffs Malerei in Duktus und Farbigkeit an Expressivität, mit der er sich gleichzeitig von der ideologisch gefärbten Emblematik befreit. Der hier eingeleitete Veränderungsprozess mit seiner formalen und inhaltlichen Öffnung entwickelte sich in den letzten Werkphase zu einer bildsprachlichen „Lichtung“ im Sinne einer neuen malerischen Kraft und Leichtigkeit, die Immendorff selbst einmal als „Befreiungsschlag“ bezeichnet hat: „Ich bin froh, dass sie auf Grund ihrer radikalen Konzentration nicht mehr selbstverständlich die Frage nach der Fabel provozieren. Ich habe in ihnen Schritt für Schritt das erzählende Lametta hinweggerafft, so dass die Faktur von Form und Farbe wie von selbst im Mittelpunkt steht.“ Die Retrospektive wird ca.100 Werke umfassen. Sie folgt keiner strengen Chronologie der Werke, vielmehr wird sie entscheidende Schwerpunkte der Werkentwickelung in Kapitel darstellen....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Gabriele Mün­ter: Malen ohne Um­sch­weife

Museum Ludwig
Köln | 15.09.2018-13.01.2019
Gabriele Mün­ter (1877–1962) war eine zen­trale Kün­stler­fig­ur des deutschen Ex­pres­sion­is­mus und der Kün­st­ler­gruppe „Der Blaue Re­it­er“, deren Grün­dung in Mün­ters Haus in Mur­nau statt­fand. Über ihre Rolle als en­gagierte Per­sön­lichkeit, Ver­mitt­lerin und langjährige Lebens­ge­fährtin Wass­i­ly Kandin­skys hi­naus, zeigt diese Auss­tel­lung er­st­mals wie wichtig und ei­gen­ständig Gabriele Mün­ter als Ma­lerin war: Mit über hun­dert Gemäl­den, darun­ter er­st­mals der Öf­fentlichkeit präsen­tierte Werke aus dem Nach­lass, er­laubt sie ei­nen neuen Blick auf diese starke Kün­st­lerin. Mün­ter ge­hört zu den weni­gen frühen Frauen der Mod­erne. Ihre Of­fen­heit und Ex­per­i­men­ti­er­freudigkeit als Ma­lerin, Fo­to­grafin und Gra­fik­erin wird nun er­st­mals aus­führ­lich präsen­tiert....
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Eva Besnyö: Photographien

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 21.09.2018-09.12.2018
Anlässlich des Festivals der Internationalen Photoszene Köln und der photokina 2018 setzt das Käthe Kollwitz Museum Köln seine Reihe von Photographie-Ausstellungen fort und präsentiert Arbeiten von Eva Besnyö (1910 Budapest – 2003 Amsterdam). Eva Besnyö war eine begnadete Photographin und politisch engagierte Zeitgenossin. Im Budapester Atelier von József Pésci erwarb sie ihr photographisches Rüstzeug. Berlin öffnete ihr zu Beginn der 1930er Jahre die Augen für die Ästhetik der modernen Photographie. In Amsterdam erfuhr sie das Ansehen einer Meister-photographin, noch bevor ihr nach der Verfolgung als Jüdin und dem Überleben im Versteck in den 1950erJahren ein beruflicher Neustart gelang....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Migration bewegt die Stadt. Neue Perspektiven auf 'Typisch München!'

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 21.09.2018-31.12.2018
Migration hat München in allen Bereichen geprägt. „Stadtgeschichten sind auch immer Migrationsgeschichten“ (Erol Yıldız). Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München arbeiten seit 2015 gemeinsam daran, die Gegenwart und Geschichte Münchens aus dieser Perspektive zu erforschen. Die beiden Münchner Institutionen präsentieren mit ihren ersten Forschungsergebnissen neue Lesarten und Ergänzungen in der Dauerausstellung „Typisch München!“....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Schatten im Blick

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 28.09.2018-13.01.2019
Im Herbst 2018 begibt sich das Wallraf auf Spurensuche nach einem besonders flüchtigen und schwierig darzustellenden Phänomen: dem Schatten. Die Besucher werden auf eine (kunst-)historische Entdeckungsreise eingeladen, die in der frühen Neuzeit startet. Künstler wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer widmen sich als Erste der geometrischen Konstruktion von Schatten. Die bei genauer Betrachtung „konfusen“ Schattenränder und Schlagschatten stellen viele andere Künstler vor eine große Herausforderung. Wie die Graphikschau zeigt, entwickelt sich erst im 17. Jahrhundert ein eigenes Verständnis für das Phänomen des Schattens, das die besonderen Projektionsverhältnisse im Sonnenlicht berücksichtigt. Anhand von dreißig druckgraphischen Blättern aus dieser Zeit wird die Entwicklung der Schattendarstellung anschaulich nachgezeichnet. Die Ausstellung wird kuratiert von Tim Otto Roth, Konzeptkünstler, Kunst- und Wissenschaftshistoriker sowie Experte auf dem Gebiet der Schattendarstellungen....
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K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter
K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter

Cao Fei

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 06.10.2018-10.02.2019
Das K21 präsentiert im Herbst 2018 die erste große Ausstellung der in Peking lebenden Künstlerin Cao Fei in Deutschland seit 2008. Die in Zusammenarbeit mit dem MoMA PS1 gezeigten Multimedia-Installationen, Videos, Fotografien und Skulpturen nehmen zwischen Traumwelt und möglicher Katastrophe Bezug auf die sich stark ändernde gesellschaftliche und urbane Situation Chinas. Im Zusammen­spiel von Fantasie und Realität verleiht die Pionierin der Post-Internet-Generation (*1978) diesen Umbrüchen mit unterschiedlichsten Quellen und Referenzen ein Gesicht....
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Foto: Peter Groth
Foto: Peter Groth

London 1938: Mit Kandinsky, Liebermann und Nolde gegen Hitler

Liebermann-Villa am Wannsee
Berlin | 07.10.2018-14.01.2019
1938 fand in London die Ausstellung Twentieth Century German Art statt: nicht nur die bis heute größte Ausstellung deutscher Moderne in England, sondern auch die größte internationale Antwort auf die Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“. Die Ausstellung fand zwischen Juli und August 1938 statt und enthielt mehr als 300 Meisterwerke der deutschen Moderne. Sie war auch eines der bemerkenswertesten Projekte, mit denen sich deutsche Emigranten und die verfemten Künstler selbst zu Wort meldeten. Mehr als 100 Ausstellungsstücke kamen von deutsch-jüdischen Unternehmern, Linkspolitikern und Künstlern, die Deutschland bereits verlassen hatten, unter ihnen Max Beckmann und Paul Klee. Der Maler Max Liebermann war in der Londoner Ausstellung sehr gut vertreten, mit mindestens 22 ausgestellten Werken. Seine Witwe Martha Liebermann gehörte auch zu den Leihgebern der Ausstellung. Sie schickte ein Liebermann Porträt Albert Einsteins nach London mit der Absicht, es dort zu verkaufen, um Geld für die geplante Emigration zu sammeln. Im Jahr 2018 jährt sich dieses einmalige Ausstellungs-Ereignis zum 80. Mal – Anlass für die Liebermann-Villa diesem „Statement für die deutsche Kunst“ eine Ausstellung und einen wissenschaftlichen Katalog zu widmen. Die Ausstellung London 1938. Ein Statement für die deutsche Kunst rekonstruiert die Kunstausstellung aus dem Jahr 1938 mit einer großen Auswahl an Original-Ausstellungsstücken. Die Werke werden zusammen mit Informationen zu den Leihgebern des Jahres 1938 und der Resonanz der Ausstellung in Großbritannien und in Deutschland präsentiert. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Wiener Library in London, einem der weltweit bedeutensten Archive zum Holocaust und der Zeit des Nationasozialismus und wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Phantastisch!

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 09.10.2018-17.02.2019
Häufig wird der österreichische Zeichner Alfred Kubin (1877-1959) als ein Gründungsmitglied des »Blauen Reiter« genannt, seine konkreten Beziehungen zu diesem Künstlerkreis sind jedoch so gut wie unbekannt. Die Ausstellung zeichnet erstmals mit einer Fülle von Werken, Dokumenten und Fotografien die komplexen persönlichen und künstlerischen Verflechtungen nach: Es ist fast völlig in Vergessenheit geraten, dass Kubins erste Ausstellung in München und sein berühmtes, aufsehenerregendes Frühwerk mit den drastischen Visionen von Trieb- und Zwangsvorstellungen, die Einblicke »in die Dunkelkammer der modernen Seele« erlaubten, 1904 von Wassily Kandinsky in der Künstlervereinigung »Phalanx« präsentiert wurde. Fünf Jahre später – Kubin hatte eine Phase des Umbruchs hinter sich, seinen Roman »Die andere Seite« niedergeschrieben und war von München nach Zwickledt in Oberösterreich gezogen – wurde er 1909 zur »Neuen Künstlervereinigung München« um Kandinsky, Münter, Jawlensky und Werfekin hinzugezogen. Auch nach der Abspaltung des »Blauen Reiter« 1911 wurde Kubin umgehend in einem Brief von Gabriele Münter zum Mitmachen aufgefordert. Jetzt waren es die seelischen, phantastischen und traumhaften Dimensionen, die die Künstlerfreunde an Kubins neuartigen, kalligraphisch flüssigen Tuschfederzeichnungen faszinierten. Bei der 2. Blauer Reiter-Ausstellung präsentierte er vielfigurige Szenen, die in beunruhigend irrationaler Weise einen Teppich des Lebens ausbreiten, wobei oft ein geheimnisvolles »Zwischenreich« aufscheint. Es ist diese geistige Dimension, der sich etwa auch Kandinsky, Franz Marc oder Paul Klee in ihren Werken verbunden fühlten....
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Grande Decorazione. Italienische Monumentalmalerei in der Druckgraphik

Staatliche Graphische Sammlung
München | 11.10.2018-06.01.2019
Die italienische Kunst erreichte in der Monumentalmalerei einen ihrer Höhepunkte. Michelangelos „Sixtinische Decke“, das „Jüngste Gericht“, Fresken Raffaels, Pietro da Cortonas und Tiepolos zählen zu den einprägsamsten Werken menschlicher Erfindungskraft. Am Beginn dieses Erfolgs steht Andrea Mantegna. Für eines seiner Hauptwerke, den „Triumphzug Cäsars“, der aus zehn großformatigen ursprünglich an eine Wand montierten Tafeln bestand, präsentierte er um 1500 als Novum auch eine Fassung im Kupferstich (Abb.). Seit dieser Zeit finden sich in der Druckgraphik unterschiedlichste Wand- und Deckenbilder widergespiegelt. Aus Kunst entstand neue Kunst unter der Voraussetzung, Komplexes und Großes ins leicht Lesbare und Handliche der Graphik zu überführen. Die Blätter konnten allerorts bewundert werden und prägten die Vorstellung von den Urbildern nachhaltiger als diese selbst. Die Ausstellung überrascht mit rund 120 Werken, die in Größe und Form ungewöhnlich markant, attraktiv und künstlerisch ausgereift sind....
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Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 12.10.2018-24.02.2019
Eine Ausstellung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg im Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt Die Ausstellung beleuchtet die Hintergründe einer globalisierten Textilwirtschaft. Sie befasst sich mit den Produktionsmechanismen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten, aber auch mit Umweltfragen. In einem zweiten Teil widmet sich die Ausstellung Beispielen eher nachhaltiger Herstellungstechniken aus verschiedenen Kulturen der Welt, die oftmals auf traditionellem Wissen basieren und mitunter – oftmals als bewusste Gegenbewegungen – wieder zunehmend populär werden. Ermöglicht durch: Karin Stilke Stiftung und DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Wunderkammer - Frank Soehnles Figurentheater im Dialog mit der Sammlung Puppentheater

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 18.10.2018-06.01.2019
Eine Gegenüberstellung, ein Familientreffen, eine Audienz bei den Idolen. Der Figurenspieler Frank Soehnle hat in der Sammlung Puppentheater des Münchner Stadtmuseums jede Menge Inspirationsquellen wiedergefunden, aber auch Verwandte, Urahnen und Doppelgänger seiner eigenen Figuren. Zu Themen wie Himmel & Hölle, Abnormitäten, Schatten, Auflösung, Totentanz und Totenkonferenz, die auch immer wieder auf Soehnles Bühne zu sehen sind, entstehen auf 200 Quadratmetern sinnliche Dialogräume zwischen Exponaten der Sammlung und Figuren aus verschiedenen Inszenierungen Frank Soehnles von 1991 bis heute....
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Florenz und seine Maler: Von Giotto bis Leonardo da Vinci

Alte Pinakothek
München | 18.10.2018-27.01.2019
Mit rund hundert Meisterwerken des 14. und 15. Jahrhunderts widmet sich die Ausstellung den bahnbrechenden Neuerungen der Malerei am Geburtsort der Renaissance. Ludwig I. konnte zu Beginn des 19. Jahrhunderts einige spektakuläre Schlüsselwerke der Florentiner Maler für München erwerben. Gemeinsam mit zahlreichen hochkarätigen Leihgaben treten diese Tafelbilder in einen beziehungsreichen Dialog, der ihre spezifischen Qualitäten erfahrbar macht. Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen – darunter herausragende Arbeiten von Giotto, Lorenzo Monaco, Donatello, Fra Angelico, Filippo Lippi, Verrocchio, Botticelli und Leonardo – eröffnen auf diese Weise ein umfassendes Panorama der Tradition und Entwicklung der neuzeitlichen Kunst im Florenz der Medici. Eine begleitende Präsentation in der Galerie zeigt erstmals in der Geschichte der Alten Pinakothek nahezu den gesamten Münchner Bestand an Florentiner Malerei des 14. bis 16. Jahrhunderts. Die Ausstellung präsentiert zudem die Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und macht somit die Arbeitsprozesse und maltechnischen Errungenschaften der Florentiner Meister nachvollziehbar....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Kölner Design Preis - Toby E. Rodes Award

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 26.10.2018-18.11.2018
Der „Kölner Design Preis“ wird 2018 zum 11. Mal vergeben und erstmals von der Estate Toby E. Rodes ausgelobt. Der Preis gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen für junge Designabsolventen und würdigt das Leben des deutsch-amerikanischen Gestalters Toby E. Rodes. Prämiert werden herausragende Abschlussarbeiten von Designstudiengängen an Kölner Hochschulen. Die Ausstellung umfasst die Arbeiten der Preisträger und aller Nominierten....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Weltempfänger

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 06.11.2018-10.03.2019
Die Ausstellung »Weltempfänger. Georgiana Houghton – Hilma af Klint – Emma Kunz« gibt Einblick in eine außergewöhnliche und weitgehend unbekannte Episode der Moderne: Völlig unabhängig voneinander entwickelten Georgiana Houghton (1814–1884) in England, Hilma af Klint (1862–1944) in Schweden und Emma Kunz (1892–1963) in der Schweiz eine jeweils eigene abstrakte, mit Bedeutung hochaufgeladene Bildsprache. Mit großer Ausdauer und Durchsetzungsvermögen folgten sie ihren Überzeugungen; gemeinsam war ihnen der Wunsch, Naturgesetze, Geistiges und Übersinnliches sichtbar zu machen. Zum ersten Mal werden wir ihre äußerst selten gezeigten Werke gemeinsam im Kunstbau des Lenbachhauses präsentieren....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Joan Jonas

Haus der Kunst München
München | 09.11.2018-03.03.2019
Joan Jonas (*1936 in New York) wurde Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre als Pionierin der Video- und Performancekunst bekannt und ist eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Mit ihren experimentellen Installationen verfolgt sie einen originellen und interdisziplinären Ansatz. Sie vereinte Projektionen, Videos, Zeichnungen, Soundscapes, Objekte, Requisiten und Masken. Im Zentrum ihrer Arbeit steht oft eine erzählende Komponente. Jonas findet ihre Inspiration u.a. in der Literatur, im Noh-Theater und in Ritualen, die sie auf zahlreichen Reisen über die Jahre miterlebt hat. Joan Jonas hat ihre Arbeit international und umfangreich ausgestellt und zur Aufführung gebracht. So nahm sie (zwischen 1972 und 2012) sechsmal an der documenta in Kassel teil und war im amerikanischen Pavillon der 56. Biennale von Venedig vertreten. Die Ausstellung im Haus der Kunst zeigt bahnbrechende Installationen aus den 1970er-Jahren sowie jüngere Arbeiten aus den letzten fünfzehn Jahren. Hinzu kommen Live-Performances, ein umfangreiches Filmprogramm sowie ein Katalog mit mehreren Interviews mit der Künstlerin....
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Otto Möller, Straßenlärm, 1920,  © Christoph Möller, Diessen/Ammersee, Repro: Kai-Annett Becker
Otto Möller, Straßenlärm, 1920, © Christoph Möller, Diessen/Ammersee, Repro: Kai-Annett Becker

Die Novembergruppe: Von Höch bis Taut, von Klee bis Dix

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 09.11.2018-11.03.2019
In den Revolutionswirren von 1918 gründeten Maler*innen, Bildhauer*innen und Architekt*innen in Berlin die Novembergruppe als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“. Ihr Ziel war die „engste Vermischung von Volk und Kunst“. Bis 1932 präsentierte die Gruppe an die 3.000 Werke von über 470 Kunstschaffenden, darunter viele Größen der Klassischen Moderne, aber auch Künstler*innen, die bis heute auf eine Wiederentdeckung warten. Die Mitglieder der Novembergruppe waren nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches davon überzeugt, mit ihrer Kunst am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft und an der Formung eines Neuen Menschen mitwirken zu können. Offen für alle Stilrichtungen, von Kubismus, Futurismus und Expressionismus über Dada bis hin zu Abstraktion und Neuer Sachlichkeit, forderten sie die Sehgewohnheiten heraus. Diese liberale Haltung gegenüber den unterschiedlichen künstlerischen Positionen entsprach den demokratischen Grundsätzen der jungen Republik, mit deren Niedergang auch das Ende der Novembergruppe einherging. Die Schau präsentiert rund 120 Exponate, die allesamt in Ausstellungen der Novembergruppe zu sehen waren. Sie vermittelt einen neuen Blick auf die avantgardistische Kunst während der Weimarer Republik und auf deren gesellschaftsutopischen Gehalt. Künstler*innen (Auswahl): Rudolf Belling, Hans Brass, Otto Dix, Max Dungert, Theo van Doesburg, Max Ernst, Otto Freundlich, Paul Goesch, Walter Gropius, George Grosz, Hannah Höch, Raoul Hausmann, Issai Kulvianski, Paul Klee, El Lissitzky, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Laszlo Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Otto Möller, Moriz Melzer, Oswald Herzog, Max Pechstein, Iwan Puni, Emy Roeder, Georg Scholz, Fritz Stuckenberg, Max und Bruno Taut, Georg Tappert...
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K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW
K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW

museum global

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 10.11.2018-10.03.2019
Mit der Ausstellung zu dem Forschungsprojekt museum global hinterfragt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen den bisherigen Blick auf die westliche Moderne und erkundet zugleich die eigene Sammlungsgeschichte. Gezeigt werden Beispiele künstlerischer Praxis, die außerhalb Europas und Nord-Amerikas im Austausch mit oder unabhängig von der "Klassischen Moderne" entstanden, von der traditionellen westlichen Kunstgeschichts­schreibung jedoch kaum berücksichtigt wurden....
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Ernst Ludwig Kirchner, Artistin – Marcella, 1910, Öl auf Leinwand, 101 x 76 cm, Brücke-Museum Berlin
Ernst Ludwig Kirchner, Artistin – Marcella, 1910, Öl auf Leinwand, 101 x 76 cm, Brücke-Museum Berlin

Die Brücke

Museum Frieder Burda
Baden-Baden | 17.11.2018-24.03.2019
Die farbenfrohen Werke des Deutschen Expressionismus sind ein wichtiger Schwerpunkt der Sammlung Frieder Burda. Daher soll nach der Ausstellung zum Blauen Reiter im Jahr 2009 nun auch der zweiten einflussreichen Künstlervereinigung des Deutschen Expressionismus, der „Brücke“, in Baden-Baden eine Schau gewidmet werden. Zu ihren Mitgliedern zählten unter anderem die Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Emil Nolde und Otto Mueller. Die Mehrzahl der in der großen Sonderausstellung ausgestellten Werke kommt aus dem Brücke Museum Berlin, das eine hochkarätige und äußerst umfangreiche Sammlung mit Arbeiten der Künstlergruppe besitzt. Sie werden ergänzt durch bedeutende Leihgaben aus internationalen Sammlungen, darunter auch Werke aus der Sammlung Frieder Burda. Die Schau präsentiert Gemälde der prominenten Künstlergruppe von deren Gründung 1905 bis 1914, dem Jahr nach der offiziellen Auflösung. Kuratorin der Ausstellung ist die Brücke-Spezialistin Magdalena M. Moeller, langjährige Direktorin des Brücke Museum Berlin....
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Sammlung Schack, Foto: Sammlung Schack
Sammlung Schack, Foto: Sammlung Schack

Erzählen in Bildern Leopold Bode und Edward von Steinle

Sammlung Schack
München | 22.11.2018-10.03.2019
Zu den reizvollsten, heute aber kaum mehr bekannten Facetten der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts gehören die erzählenden mehrteiligen Bilderfolgen, die Maler der Spätromantik wie Moritz von Schwind, Edward von Steinle und Leopold Bode nach Stoffen aus Sage, Mythos und Literatur geschaffen haben. Während Schwind auch heutigen Museumsbesuchern ein Begriff ist, sind Steinle und Bode nahezu vergessen. Mittelalterliche Sagen, die Komödien von Shakespeare, Schillers Balladen, die Märchen von Brentano lieferten die Vorlagen für sorgfältig komponierte und ausgearbeitete Bilderzyklen, die als kostbare Sammlerstücke in Öl auf Leinwand, in Deckfarbenmalerei oder als Aquarelle ausgeführt und in reich verzierten Rahmen präsentiert wurden. Ausgehend vom Bestand der Sammlung Schack und wesentlich bereichert durch Leihgaben aus Museen und Privatbesitz zeigt die Ausstellung rund dreißig Gemälde und Zyklen Leopold von Bodes und Edward von Steinles....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Es war einmal in Amerika: 300 Jahre US-amerikanische Kunst

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 23.11.2018-24.03.2019
Im Winter 2018/19 widmet sich das Wallraf-Richartz-Museum mit einer großen Überblicksausstellung der US-amerikanischen Kunst zwischen 1650 und 1950. Die Schau beginnt mit Werken aus der Kolonialzeit bis hin zu den Meistern des amerikanischen Realismus und endet mit Beispielen des Abstrakten Expressionismus. Mehr als 120 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlungen und Museen der Vereinigten Staaten und Europa holt das Wallraf für „Es war einmal in Amerika“ nach Köln. Die meisten davon waren bisher nur selten oder noch nie in Deutschland zu sehen. Dank der herausragenden Qualität der Exponate erhalten die Besucher einen einzigartigen Einblick in die faszinierende Vielfalt von drei Jahrhunderten US-amerikanischer Kunst. Wie lebendig, innovationsbereit und experimentierfreudig diese war, veranschaulichen sowohl weltberühmte wie auch hierzulande kaum bekannte Gemälde, Skulpturen und Fotografien sowie Beispiele der Native American Art. Aufgeteilt in acht Ausstellungskapitel spiegeln die Exponate in chronologischer Abfolge grundlegende künstlerische Entwicklungen und Strömungen. Die Schau beweist eindrucksvoll, dass es nicht „die eine“ US-amerikanische Kunstgeschichte gibt, sondern eine Vielzahl derer. „Es war einmal in Amerika“ bietet einem breiten Publikum die einmalige Chance, der US-amerikanischen Kunst mit einem aktuellen Blick zu begegnen und nicht zuletzt auch das jeweils eigene Amerikabild zu erweitern. Nach Inhalt und Umfang wird die Sonderschau im Wallraf die erste ihrer Art in Deutschland sein....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Die Weite des Horizonts. Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung der DZ-Bank

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 30.11.2018-31.03.2019
In der Ausstellung geht es um das Phänomen Landschaft in der zeitgenössischen Fotografie. Ausgehend von den Vorstellungen, die in der Kunst der Romantik zur idyllischen Naturdarstellung formuliert wurden, werden die Veränderung von Natur- und Nutzlandschaft sowie die Auswirkun­gen von Verstädterung und Industrialisierung auf die Natur thematisiert. Die circa 120 Kunstwerke stammen von, Axel Hütte, Olivo Barbieri, Lothar Baumgarten, William Eggleston, Jochen Gerz, Luigi Ghirri, Rodney Graham, Beate Gütschow, David Hockney, Walter Niedermayr, Simone Nieweg, Detlef Orlopp, Jorma Purannen, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Adrian Sauer und James Turrell....
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François Boucher, Chinesischer Würdenträger, von zwei Dienern getragen, um 1740, Rötel über dünner Graphitvorzeichnung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders
François Boucher, Chinesischer Würdenträger, von zwei Dienern getragen, um 1740, Rötel über dünner Graphitvorzeichnung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Rendezvous. Die französischen Meisterzeichnungen des Kupferstichkabinetts

Kupferstichkabinett
Berlin | 07.12.2018-03.03.2019
Das Berliner Kupferstichkabinett besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen französischer Zeichnungen außerhalb Frankreichs. Erstmals lädt das Museum nun zum Rendezvous mit seinen „schönsten Franzosen" und zeigt die wichtigsten und hinreißendsten Blätter, die sich vor dem Auge des Betrachters auffächern zu einem reichen Panorama französischer Zeichenkunst vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, von der Renaissance bis zur französischen Revolution. Werkgruppen der bedeutendsten Künstler dieser Epochen (u. a. Watteau, Boucher, Fragonard) werden ergänzt durch einzelne, noch nie gezeigte Blätter von herausragender Qualität. In der hochkarätigen Auswahl von etwa 100 Werken entfaltet die Zeichenkunst ihren ganz besonderen Charme, dem sich der Betrachter kaum entziehen kann....
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Vase, Louis Comfort Tiffany, New York, um 1900, Bild: Jürgen Spiler
Vase, Louis Comfort Tiffany, New York, um 1900, Bild: Jürgen Spiler

Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 08.12.2018-23.06.2019
Mit dem Jugendstil verbindet man heute eine der Schönheit verpflichtete Kunst um 1900. Der Jugendstil (im Französischen „Art Nouveau“, im Englischen „Modern Style“) war jedoch weit mehr: eine umfassende Reformbewegung, die alle Lebensbereiche durchdrang. Die Künstler des Jugendstils verstanden sich als Gestalter des gesamten Lebens – mit Arbeiten zwischen üppiger Ornamentik und schlichten Formen, zwischen luxuriösem, von Hand gearbeitetem Einzelstück und in Serie gefertigten Produkten. Der gemeinsame Nenner: Die Forderung nach einer bewusst gestalteten Einheit des gesamten Lebens. Für die Verbreitung der neuen Kunst spielten die gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Kunstgewerbemuseen eine wichtige Rolle – auch das 1883 gegründete Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Dort läuft vom 8. Dezember 2018 bis 23. Juni 2019 die Ausstellung „Im Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“. Ausgehend von der eigenen Sammlung will die Ausstellung den Jugendstil in seiner Vielfalt präsentieren, aber auch die Umbrüche der Zeit aufzeigen und die Frage nach der heutigen Bedeutung stellen. Dabei geht es auch im die Spuren, die der Jugendstil im Dortmunder Stadtbild hinterlassen hat. Mit der großen Ausstellung feiern drei Institutionen Geburtstag, die die Schau planen, organisieren und hauptsächlich finanzieren: Das MKK selbst wird 135 Jahre alt, die „Museumsgesellschaft zur Pflege der bildenden Kunst“ 110 Jahre und die „Stiftung für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte“ 20 Jahre....
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Franz von Pocci - Phantasie und Spott

Staatliche Graphische Sammlung
München | 11.01.2019-27.01.2019
Franz Graf von Pocci (1807-1876) war nicht nur Zeremonienmeister, Hofmusikintendant und Erfinder des Kasperl Larifari, sondern ein geradezu besessener Zeichner. „Und hättʼ ich wohl an hundert Händʼ / mit Burgen kämʼ ich nie zu Endʼ!“, dichtete er selbst über seine Leidenschaft, ständig die Bildphantasie spielen zu lassen. Sie kreiste um erfundene Landschaften oder illustrierte seine Texte, konnte aber auch genauso gut in unbestechlicher Boshaftigkeit seine Kollegen in Verwaltung und Künstlerschaft als Karikaturen aufspießen. Eine bedeutende Zustiftung von 82 Zeichnungen Poccis an die Museumsstiftung zur Förderung der Staatlichen Bayerischen Museen bereicherte jüngst die historischen Bestände der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Sie ist der Anlass, in einer kleinen Ausstellung zu dokumentieren, wie wichtig derartiges privates Engagement für die Weiterentwicklung der Bestände ist....
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Franz von Pocci - Phantasie und Spott

Staatliche Graphische Sammlung
München | 11.01.2019-27.01.2019
Franz Graf von Pocci (1807-1876) war nicht nur Zeremonienmeister, Hofmusikintendant und Erfinder des Kasperl Larifari, sondern ein geradezu besessener Zeichner. „Und hättʼ ich wohl an hundert Händʼ / mit Burgen kämʼ ich nie zu Endʼ!“, dichtete er selbst über seine Leidenschaft, ständig die Bildphantasie spielen zu lassen. Sie kreiste um erfundene Landschaften oder illustrierte seine Texte, konnte aber auch genauso gut in unbestechlicher Boshaftigkeit seine Kollegen in Verwaltung und Künstlerschaft als Karikaturen aufspießen. Eine bedeutende Zustiftung von 82 Zeichnungen Poccis an die Museumsstiftung zur Förderung der Staatlichen Bayerischen Museen bereicherte jüngst die historischen Bestände der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Sie ist der Anlass, in einer kleinen Ausstellung zu dokumentieren, wie wichtig derartiges privates Engagement für die Weiterentwicklung der Bestände ist....
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Kiki Smith

Staatliche Graphische Sammlung
München | 14.02.2019-26.05.2019
Anlass der Ausstellung ist eine außerordentlich großzügige Schenkung der New Yorker Künstlerin Kiki Smith (geb. 1954 in Nürnberg) an die Staatliche Graphische Sammlung München: Kiki Smith hat ihr druckgraphisches Lebenswerk – Hunderte von Einzelblättern, Portfolios sowie illustrierte Bücher, die seit Ende der achtziger Jahre bis heute entstanden – der Graphischen Sammlung zukommen lassen. Das druckgraphische OEuvre der Künstlerin ist somit europaweit einzig in München umfassend vertreten. Das thematisch breit gefächerte Werk der Künstlerin befasst sich mit dem menschlichen Körper, der Tier- und Pflanzenwelt sowie mit Naturphänomenen und Märchen, wobei sie die Identität der Frau, die Unschuld der Kindheit oder das Verhältnis zwischen Mann und Frau hinterfragt....
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Andrea Mantegna: Darbringung im Tempel © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt
Andrea Mantegna: Darbringung im Tempel © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 01.03.2019-30.06.2019
Erstmals präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin das eng miteinander verwobene Schaffen der beiden verschwägerten Künstler Andrea Mantegna (1431-1506) und Giovanni Bellini (um 1435-1516). Es handelt sich um die erste umfassende Ausstellung, die das Oeuvre dieser Renaissancemaler vergleichend gegenüberstellt. Als Andrea Mantegna 1452/53 in die Künstlerfamilie Bellini einheiratete, begann ein intensiver künstlerischer Austausch mit seinem Schwager Giovanni Bellini, der beide Künstler Zeit ihres Lebens prägte. Mantegnas spektakuläre Bilderfindungen und sein intensives Interesse an der Antike hinterließen einen tiefen Eindruck bei Giovanni Bellini. Umgekehrt entfaltete mit der Zeit aber auch Bellinis völlig andersartiger Malstil seine unverkennbare Wirkung auf Mantegnas Schaffen. Die Ausstellung bietet erstmals die Möglichkeit, eine Vielzahl von Gemälden und Zeichnungen der beiden Renaissancemeister vergleichend nebeneinander betrachten zu können....
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Utrecht, Caravaggio und Europa. 1600-1630

Alte Pinakothek
München | 17.04.2019-21.07.2019
Welch ein Schock muss es für die drei jungen Utrechter Maler Hendrick ter Brugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen gewesen sein, als sie in Rom erstmals auf die atemberaubenden und unkonventionellen Gemälde Caravaggios trafen. Beschrieben als 'wunderliche Dinge' waren dessen Werke von einem neuartigen Rea­lismus, eindrucksvollem Drama und mysteriösem Licht gekennzeichnet und stilprägend für viele Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Die gemeinsam mit dem Centraal Museum in Utrecht entwickelte Ausstellung zeigt rund 70 der schönsten und wichtigsten Werke der bedeutendsten 'Caravaggisten', darunter Gemälde von Bartolomeo Manfredi, Jusepe de Ribera und Valentin de Boulogne. Erst in der Gegenüberstellung mit den Kompositionen ihrer Malerkollegen wird begreifbar, warum die signifikanten Bilder der Utrechter so typisch holländisch sind und sowohl in Italien als auch in ihrer Heimat großen Erfolg hatten....
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Von der Zeichnung zum Entwurf

Staatliche Graphische Sammlung
München | 27.09.2019-20.10.2019
In der konzentrierten Schau werden Beispiele vorbereitender Entwürfe und Vorzeichnungen für Kupferstiche unterschiedlicher Künstler präsentiert. Derartige Zeichnungen geben Einblick in die je eigene Art und Weise, sich mit dieser Aufgabe zu befassen. Unter anderem spielt dabei eine Rolle, ob der Entwerfer das Werk selbst in die Kupferplatte übertrug oder seine Zeichnung einer anderen Person, dem Stecher, als Vorlage dienen sollte....
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Hermann Glöckner. Das frühe Tafelwerk

Staatliche Graphische Sammlung
München | 24.10.2019-19.01.2020
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Anthonis van Dyck

Alte Pinakothek
München | 25.10.2019-02.02.2020
Die Alte Pinakothek besitzt einen umfangreichen Bestand von Werken des flämischen Meisters Anthonis van Dyck. Neben seinen berühmten Porträts, für die er in ganz Europa gefeiert wurde und die mit prominenten Beispielen vertreten sind, entstanden in der Frühzeit Historien mit religiösen Szenen. Die bereits begonnene wissenschaftliche Untersuchung der Münchner Werke, die der Ausstellung vorausgeht, offenbart einen jungen, ambitionierten Künstler, der sich intensiv mit Fragen der Komposition und des Ausdrucks beschäftigte. Die zum Teil komplexe Werkgenese belegen auch zahlreiche Studien, die zur Vielfalt des Bestandes beitragen. In Verbindung mit Leihgaben aus internationalen Museen zeichnet die Ausstellung ein vielschichtiges Bild Van Dycks, der gerade in seinen jungen Jahren in Auseinandersetzung mit der fast übermächtigen Künstlerpersönlichkeit Peter Paul Rubens seinen eigenen Weg fand....
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