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Museumsausstellungen

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Lucas Blalock

Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung
Kleve | 28.09.2019-26.01.2020
Das Museum Kurhaus Kleve bereitet für 2019 die erste große Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Lucas Blalock in Europa vor. Blalock, der hier noch nahezu unbekannt ist und in den USA gerade entdeckt wird, gilt als Vertreter einer neuen innovativen Fotografie. Mit einfachen Alltagsobjekten schafft der Künstler schräge Tableaus, die an das surrealistische Zusammentreffen von Nähmaschine und Regenschirm auf dem Seziertisch von Lautréamont erinnern. Blalock inszeniert Esswaren, Plastikflaschen und Handschuhe zu Stillleben, die er fotografiert und im Anschluss digital manipuliert. Dabei wird der Mechanismus der virtuellen Interventionen nicht vertuscht, sondern als bildnerische Komponente in die Arbeiten integriert: Stempeln, Klonen, und Retuschieren verwandeln seine Arrangements in Bilder, in denen analoge und digitale Elemente als gleichwertige Akteure auftreten und interagieren. Blalock lehnt sich in seiner Arbeit an Bertolt Brecht an, der für seine Verfremdungseffekte verschiedene Hilfsmittel entwickelte, um die theatralische Illusion zu brechen und die Aufmerksamkeit des Publikums auf die sozialen und politischen Implikationen seiner Stücke zu lenken. Blalock arbeitet mit ähnlichen Strategien, indem er die Konstruktion seiner Bilder offenlegt und damit tragisch-komische Kompositionen schafft, die sich auf die Geschichte der Kunst genauso beziehen wie auf die amerikanische Konsumkultur und Politik. Seine Stillleben zeigen Ramsch aus Billigläden, es sind Tiefpunkte der Warenwelt, mit denen die missratenen Seiten in den Fokus gerückt werden. Ein Selbstporträt als Kettenraucher, das an Philip Guston erinnert; eine braune Tür, die sich auf Ed Ruschas Schokoladenraum bezieht; ein Stillleben, das an Cézannes paradigmatische Inszenierung von Äpfeln erinnert. Nicht ohne Humor bedient sich Blalock der Kunstgeschichte, um das Scheitern neu aufzulegen und zugleich historisch zu verorten. Ein Bild muss dabei nicht notwendigerweise digital bearbeitet werden, so ist die Arbeit The Chocolate Door ein „objet trouvé“ – Blalock hat es genauso übernommen wie er es vorgefunden hat. Politische Aspekte werden subtil über diese Arbeiten geschichtet, indem Blalock zum Beispiel einen Ausstellungstitel wie „Ketchup as a Vegetable“ wählt, der auf einen absurden Skandal aus der amerikanischen Politik der Reagan-Ära verweist. Um die Ausgaben für Mittagessen an öffentlichen Schulen zu reduzieren, wurde vorgeschlagen, Ketchup als Gemüse zu definieren, womit man gleichzeitig die vorgegebenen Nahrungsstandards hätte einhalten können und dennoch Kosten gespart hätte. Damit verweist Blalock auf die ständige Ausnutzung der ärmsten Schichten Amerikas zugunsten profitabler Renditen. Eine Tatsache, welcher er nicht mit dem moralischen Zeigefinger begegnet, sondern deren Absurdität er durch eine wörtliche Auslegung und daraus resultierender tragisch-komischer Inszenierung vor Augen führt.
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Kupferstichkabinett. Kulturforum. Berlin-Tiergarten, Matthäikirchplatz. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse
Kupferstichkabinett. Kulturforum. Berlin-Tiergarten, Matthäikirchplatz. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Das Leben Raffaels - Zwölf Radierungen von Johannes Riepenhausen

Kupferstichkabinett
Berlin | 14.01.2020-26.04.2020
Raffael – ein nahezu „göttlicher“ Künstler: Als dieser wurde er schon im 16. Jahrhundert von Giorgio Vasari gefeiert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Raffael-Boom auf seinem Höhepunkt. Die Suche nach den sterblichen Überresten des Künstlers versetzte Geistliche, Gelehrte und Künstler im 19. Jahrhundert in höchste Erregung. Die Auffindung der Gebeine des Meisters Raffael, der am Karfreitag des Jahres 1483 geboren und 37 Jahre später, am Karfreitag 1520 verstorben war, soll auf eigenen Wunsch im Römischen Pantheon begraben worden sein. Ob seine Überreste dort tatsächlich bestattet wurden und ob der in der Accademia di San Luca aufbewahrte Schädel wirklich jener des gefeierten Künstlers war, daran hatte es Zweifel gegeben. Teils zu Recht, wie sich herausstellte: Der in der Accademia verehrte Schädel war gar nicht der des Künstlers. Die Grabstelle Raffaels aber ließ sich am 14. September 1833 tatsächlich im Pantheon ausfindig machen und seine Gebeine (einschließlich Schädel) konnten exhumiert werden. Was für eine Sensation! Der Riepenhausen-Zyklus im Kabinett in der Gemäldegalerie Der aus Göttingen stammende und in Rom lebende Künstler Johannes Riepenhausen ergriff die Chance, dieses Ereignis für sich nutzbar zu machen. Schon 17 Jahre zuvor hatte er zusammen mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder Franz eine Folge von Radierungen zum Leben Raffaels herausgebracht – die erste überhaupt, denn der Reproduktionsboom nach Raffael hatte sich bis dahin vor allem auf seine Werke und weniger auf sein Leben konzentriert. Die Brüder Riepenhausen hatten 1816 zunächst die Kindheit des Genies in den Blick genommen. Nun überarbeitete Johannes Riepenhausen den Stoff, illustrierte alle wesentlichen Stationen des Künstlers und brachte 1833 in Rom einen zwölfteiligen Zyklus mit italienischen Bildunterschriften heraus. Zwei Jahre später erschien bei den Gebrüdern Rocca in Berlin und Göttingen die deutsche Ausgabe mit Erläuterungen zum Leben Raffaels nach Vasari, welche das Kupferstichkabinett nun anlässlich des Raffael-Jahres im Kabinett in der Gemäldegalerie ausbreitet.
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Foto: Nina Straßgütl
Foto: Nina Straßgütl

Alicja Kwade - In Anwesenheit der Abwesenheit

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 01.05.2020-17.08.2020
Die Arbeit von Alicja Kwade (*1979) ist inspiriert von naturwissenschaftlichen, philosophischen und gesellschaftlichen Fragestellungen. In ihren raumgreifenden Installationen verhandelt sie Modelle und Konstruktionen zur Wahrnehmung von Zeit, Raum und Materie, um die Möglichkeiten objektiver und subjektiver Erkenntnis zu hinterfragen. Eine besondere Rolle spielen für Kwade Materialien wie Gold, Kohle, Stein oder symbolisch aufgeladene Gegenstände wie Uhren und Lampen als Verweis auf Aspekte von Zeit, Energie, Materie oder auch bestimmte Wertzuschreibungen. In ihren konzeptuell-präzisen und immer auch poetisch-magischen Anordnungen gelingt es ihr, zum Beispiel über Spiegelungen, Verdoppelungen oder Transformationsprozesse das scheinbar Offensichtliche als trügerisch vorzuführen und die Wahrnehmung zu irritieren. Mit Kwades ortsspezifischer Installation in der ersten großen Ausstellungshalle setzt die Berlinische Galerie das erfolgreiche Format von in-situ-Projekten in Berlin arbeitender Gegenwartskünstler*innen fort. Kwade studierte von 1999 bis 2005 an der Universität der Künste Berlin und gehört heute international zu den gefragtesten Künstler*innen. Zuletzt stellte sie unter anderem in Tours, Helsinki, Kopenhagen, Zürich, Barcelona, Shanghai, Reykjavik, Venedig, New York und London aus.
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Wade Guy­ton

Museum Ludwig
Köln | 16.11.2019-01.03.2020
Der 1972 ge­borene US-amerikanische Kün­stler Wade Guy­ton hat über gut zwei Jahrzeh­nte ein so konzeptuell konse­quentes wie er­frischend ei­gensin­niges Werk geschaf­fen. Bekan­nt ist er vor allem für seine mit einem herkömm­lichen Tin­ten­s­trahl­druck­er hergestell­ten groß­for­mati­gen Lein­wand­bilder mit ikonischen Mo­tiv­en wie Flam­men, den Buch­staben „X“ und „U“ oder der Web­site der New York Times. Nach­dem das Mu­se­um Lud­wig bere­its mehrere Werke des Kün­stlers für die Samm­lung ankaufen kon­nte, richtet es ihm 2019 eine große Über­blick­sauss­tel­lung aus, die sein kün­st­lerisch­es Schaf­fen von den An­fän­gen bis hin zu jüng­sten Ar­beit­en vorstellt. Wade Guy­ton nimmt in Hin­blick auf die kün­st­lerische Au­sei­nan­derset­zung mit dem Bild im dig­i­tal­en Zei­tal­ter eine Sch­lüs­sel­po­si­tion ein. Durch die Aneig­nung bere­its ex­istieren­den Bild­ma­te­rials und die Kon­fron­ta­tion mit neuen re­pro­duk­tion­stech­no­lo­gien en­twick­elte Guy­ton so in den let­zten zwanzig Jahren eine ak­tu­al­isierte Form der so­ge­nan­n­ten Ap­pro­pri­a­tion Art.
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Musicalübersicht

Musicalübersichtalle
Disneys Aladdin - Das neue Musical vom Broadway
Disneys Aladdin - Das neue Musical vom Broadway

Disneys Aladdin

Das neue Musical vom Broadway
Apollo Theater Stuttgart
Stuttgart | nächster Termin 17.01.2020 19:30 Uhr
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The Sound of Hans Zimmer & John Williams

The Sound of Hollywood Symphony Orchestra & Choir
Haus Auensee
Leipzig | nächster Termin 18.01.2020 20:00 Uhr
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The Bar at Buena Vista Show (Foto: Christian Kleiner)
The Bar at Buena Vista Show (Foto: Christian Kleiner)

The Bar at Buena Vista

Grandfathers of Cuban Music
congress center rosengarten mannheim
Mannheim | nächster Termin 15.03.2020 19:00 Uhr
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Ballet Revolucion (Foto: Nilz Böhme)
Ballet Revolucion (Foto: Nilz Böhme)

Ballet Revolucion

Die Tanzsensation mit neuer Show
Admiralspalast
Berlin | nächster Termin 28.01.2020 20:00 Uhr
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Comedyübersicht

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Foto: Storno, Funke, Philipzen, Rüther
Foto: Storno, Funke, Philipzen, Rüther

Storno

Die Sonderinventur
PaderHalle
Paderborn | nächster Termin 02.05.2020 20:00 Uhr
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Foto: Peter Vollmer
Foto: Peter Vollmer

Peter Vollmer

Er hat die Hosen an, Sie sagt ihm, welche!
Kabarett Flin
Düsseldorf | nächster Termin 05.03.2020 20:00 Uhr
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Gernot Hassknecht (Foto: lostview - Marc Pettersson)
Gernot Hassknecht (Foto: lostview - Marc Pettersson)

Gernot Hassknecht

Jetzt wirds persönlich
Savoy Theater Düsseldorf
Düsseldorf | nächster Termin 17.01.2020 20:00 Uhr
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Foto: Oliver Haas
Foto: Oliver Haas

Jens Neutag

Mit Volldampf
Alma Hoppes Lustspielhaus
Hamburg | nächster Termin 13.02.2020 20:00 Uhr
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Konzertübersicht

Konzertübersichtalle
Foto: Semmel Concerts
Foto: Semmel Concerts

Harry Potter Film Concert Series

Harry Potter und der Stein der Weisen In Concert
König-Pilsener-ARENA Oberhausen
Oberhausen | nächster Termin 17.01.2020 19:30 Uhr
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Foto: Marcel Brell
Foto: Marcel Brell

Alex Christensen

Classical 90s Dance
barclaycard arena
Hamburg | nächster Termin 22.04.2020 20:00 Uhr
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Foto: City
Foto: City

City

unplugged
Theater Nordhausen
Nordhausen | nächster Termin 17.01.2020 20:00 Uhr
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Udo Lindenberg, Foto: Tine Acke
Udo Lindenberg, Foto: Tine Acke

Udo Lindenberg

Live 2020
Sparkassen Arena Kiel
Kiel | nächster Termin 21.05.2020 20:00 Uhr
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Premieren

Premierenalle
Hans-Otto-Theater Potsdam, Foto: Prof. Dieter Leistner
Hans-Otto-Theater Potsdam, Foto: Prof. Dieter Leistner

Wir sind auch nur ein Volk

Hans-Otto-Theater Potsdam

Potsdam | nächster Termin
17.01.2020 01:00 Uhr
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Foto: Stefan Koch
Foto: Stefan Koch

Eugen Onegin

Staatstheater Braunschweig

Braunschweig | nächster Termin
17.01.2020 19:30 Uhr
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Schauspielhaus Bochum, Foto: Jürgen Landes
Schauspielhaus Bochum, Foto: Jürgen Landes

Iwanow

Schauspielhaus Bochum

Bochum | nächster Termin
18.01.2020 19:30 Uhr
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Foto: Carl Brunn
Foto: Carl Brunn

Lazarus

Theater Aachen

Aachen | nächster Termin
18.01.2020 19:30 Uhr
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