Zu den Städtischen Museen Zittau gehören das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster (Klosterstraße 3), das Freilichtmuseum Klosterhof (Klosterplatz 3), das Depositorium mit Bibliothek (Klosterplatz 1) sowie das Museum für Naturkunde des Zittauer Landes "Dr. Curt Heinke" (Kirchstraße 13), das Historische Stadtarchiv (Franz-Könitzer-Straße 7) und das Museum Kirche zum Heiligen Kreuz (Frauenstraße 23).
Basierend auf der Altertümersammlung des Zittauer Geschichtsforschers Christian Adolph Pescheck und dem Raritätenkabinett der alten Ratsbibliothek gründete man 1854 das Stadtmuseum. Zu seinem Fundus gehören inzwischen eine umfangreiche regionalgeschichtliche und volkskundliche Sammlung, sowie ein beachtlicher Bestand an Numismatik und Militaria. Ein Großteil der Ausstellung widmet sich dem Kunsthandwerk. Hier sind vor allem die reiche Sammlung Zittauer Zinn (darunter die berühmte Zittauer Maurerkanne von 1562), sächsisches und böhmisches Glas, Zittauer Fayencen, Spielzeug sowie eine bemerkenswerte Möbelsammlung hervorzuheben.
Das Kulturhistorische Museum befindet sich im Ostflügel des ehemaligen Franziskanerklosters. 1268 gegründet, liegt der besondere Reiz des Hauses in der musealen Gestaltung der weitgehend erhalten gebliebenen 22 alten Klosterräume. Diese ergeben insgesamt eine Ausstellungsfläche von rund 1000 qm. In einem Vorratskeller aus der Klosterzeit wurde eine mittelalterliche Folterkammer nachgestaltet. Hier werden unter anderem drei Zittauer Richtschwerter, ein Richtrad sowie die Armesünderglocke ausgestellt. Zur Zeit allerdings kann von dem etwa 30000 Exponate umfassenden Fundus nur ein knappes Viertel gezeigt werden. Die übrigen Sammlungsbestände befinden sich im Depositorium, in dem auch die Museumsbibliothek untergebracht ist. Der historische Klosterhof bildet mit seinem Lapidarium, den wertvollen Zeugnissen barocker Sepulkralkultur und dem reizvollen Blick auf den 1662 errichteten Hefftergiebel ein sehenswertes Ensemble. Im Sommer erfreuen sich hier Konzerte und Theateraufführungen großer Beliebtheit.
Das Museum für Naturkunde des Zittauer Landes, welches nach seinem Gründer Dr. Curt Heinke benannt wurde, informiert über die erdgeschichtliche Entwicklung der Region und besitzt eine umfangreiche Sammlung an Gesteinen, Mineralien und Fossilien. Das Historische Stadtarchiv bewahrt die Bestände des alten Zittauer Ratsarchives und verfügt heute über mehr als tausend laufende Meter Aktenmaterial. In der Kirche zum Heiligen Kreuz entstand ein einzigartiges Museum für sakrale Kunst, zu dessen besonderen Kostbarkeiten die beiden berühmten Zittauer Fastentücher von 1472 und 1573 gehören.
Nach Abschluß der Sanierungsarbeiten am Heffterbau werden die Städtischen Museen drei große Räume zur spezifischen musealen Nutzung bzw. für Sonderveranstaltungen hinzugewinnen. Die Arbeit der Städtischen Museen wird besonders durch die Forschungs- und Publikationstätigkeit des 1992 wiedergegründeten "Zittauer Geschichts- und Museumsverein e.V." unterstützt.