Zu den Colditzer Museen gehören drei inhaltlich selbständige Einheiten, welche sich in räumlicher Nachbarschaft befinden.
Das Städtische Museum gewährt einen kleinen Einblick in die ereignisreiche Geschichte der Region. Es wurde bereits 1875 gegründet und basiert auf der städtischen Altertümersammlung sowie den Sammlungen des Colditzer Handwerks und der Steingutfabrik .Ursprünglich im Renaissance-Rathaus untergebracht, fand die Ausstellung nach mehreren Umlagerungen 1988 im wohl schönsten Barockgebäude (1730) der Stadt ihr Domizil. Bemerkenswert sind das Kreuzgewölbe im Flur und die Spindeltreppe aus Rochlitzer Porphyrtuff. Das Museum informiert nicht nur über Besiedlung von Stadt und Umland in ur- und frühgeschichtlicher Zeit sondern auch über Handwerkstraditionen, das städtische Post-, Schul- und Brauereiwesen und insbesondere über die Porzellan- und Steingutproduktion.
An das Wirken von Johann David Köhler (1684-1755) - er war Mitbegründer der wissenschaftlichen Numismatik und der Bibliothekswissenschaft - erinnert eine Ausstellung in dessen Geburtshaus. Diese vermittelt zudem einen Einblick in die Geschichte der Münzstätte Colditz .
Über Stadt und Zwickauer Mulde erhebt sich das Schloß, dessen Hauptbauten unter Beibehaltung spätgotischer Teile in den Jahren 1578 bis 1591 entstanden. An dessen Ausgestaltung waren u.a. Lucas Cranach d. J. und sein Schüler Zacharias tätig. Im 2. Weltkrieg diente das Schloß als Gefangenenlager für englische Offiziere. Originale Sachzeugen und Fluchtwege erinnern an die mehrfach unternommenen Fluchtversuche der Gefangenen.