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Robert Morat Galerie

Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen
Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen

Kleine Reichenstr. 1
20457 Hamburg
Tel.: 040 3287 0890
Homepage

Öffnungszeiten:

Fr+Sa 12.00-18.00 Uhr
u.n.V.

Ute Mahler und Werner Mahler: Die seltsamen Tage / Enver Hirsch: Bangkok Curbside

24.05.2014 - 12.07.2014

Mit einer großen, „Werkschau“ betitelten Retrospektive ehrt das Haus der Photographie in den Deichtorhallen in Hamburg in diesem Frühjahr das Fotografen-Ehepaar Ute und Werner Mahler. Ute und Werner Mahler (geb. 1949 und 1950) waren Schlüsselfiguren der Fotografie in der DDR und haben nach der Wende die renommierte Fotografenagentur Ostkreuz und die Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin mitbegründet. Bereits im Frühjahr 2012 zeigte die Galerie mit „Monalisen der Vorstädte“ die erste gemeinsame Arbeit des Ehepaares und freut sich sehr, nun die große institutionelle Ausstellung in den Deichtorhallen mit der Präsentation der zweiten gemeinsamen Arbeit „Die seltsamen Tage“ begleiten zu können. „Die seltsamen Tage“, eine Serie großformatiger Landschaftsstudien, ist eine Expedition in bekanntes Gebiet. Ute und Werner Mahler waren in Brandenburg unterwegs, in Thüringen und Niedersachen, auf der Suche nach Versatzstücken, nach Augenblicken, die eine Situation mehrdeutig werden lassen, „es ging uns um das Auffinden des Unerwarteten“. „Uns ist aufgefallen, dass uns über die Jahre Bilder begegnet sind, die merkwürdig waren, deren Rätsel sich nicht lösen ließ.“ „Ganz simpel erklärt“, sagen Ute und Werner Mahler, „handelt es sich um jene Art von Momenten, von denen man abends seinem Partner erzählen will!"
Ute und Werner Mahler leben und arbeiten in Hamburg und Berlin. Ute Mahler ist Professorin für Fotografie an der HAW in Hamburg, Werner Mahler leitet die Fotografenagentur Ostkreuz und unterrichtet an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin.
Enver Hirsch, der schon immer ein Betrachter der absurden Spuren war, die die Menschen am Rande ihren Alltags zurück lassen, hielt sich zwischen 2010 und 2011 insgesamt 14 Monate in Bangkok auf. „Mich interessieren Dinge, die ursprünglich ohne eine künstlerische Absicht entstanden sind und die durch das fotografiert-werden eine eigene skulpturale Kraft entwickeln“, beschriebt Enver Hirsch seine Arbeit. Wie ein urbaner Ethnologe präsentiert Hirsch die Ergebnisse seiner Feldforschung, denn die merkwürdigen Spuren, die die Menschen hinerlassen, erzählen viel von ihnen selbst und von ihrem Alltag in Thailands Hauptstadt. „Das Provisorisch-pargmantische der Fundstücke wirkt zunächst chaotisch, folgt aber bei näherer Betrachtung einem eigenen System. Die Objekte spiegeln so etwas wie die gemeinsame DNA der Stadtbewohner. Ich präsentiere sie als Ready-Mades, die von Flexibilität und Witz aber auch von Korruption und Armut zeugen und eine Gesellschaft beschreiben, die vielleicht weniger zielgerichtet handelt also die deutsche, sich dafür aber deutlich stärker auf die Gegenwart konzentriert“.
Enver Hirsch, geboren 1969 in Hamburg, studierte am Bournemouth and Poole College of Art and Design. Die Beobachtungskraft seiner Reportagen und der Humor seiner Portraits haben ihn früh zu einem der gefragtesten Photographen seiner Generation gemacht. Seit 1994 wird seine Arbeit international ausgestellt und veröffentlicht in Publikationen wie Tempo, SZ-Magazin, Wallpaper oder Stern. Enver Hirsch lebt und arbeitet in Hamburg.

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