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Robert Morat Galerie

Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen
Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen

Kleine Reichenstr. 1
20457 Hamburg
Tel.: 040 3287 0890
Homepage

Öffnungszeiten:

Fr+Sa 12.00-18.00 Uhr
u.n.V.

Simon Roberts: Pierdom / Christopher Anderson: Son

02.11.2013 - 11.01.2014

Wie schon in früheren Serien, vor allem „Motherland“ (2007) und „We English“ (2009), untersucht der britische Fotograf Simon Roberts mit seinen großformatigen Landschaftsaufnahmen kulturgeschichtliche Fragen nach nationaler Identität, Heimatverbundenheit und, formal, nach dem Verhältnis von Mensch und Landschaft. „Der vielleicht vielversprechendste britische Bildermacher seit Jahren“, wie ihn das fotoMagazin 2010 nannte, bereiste in den letzten drei Jahren Bade- und Küstenorte in ganz England und fertigte eine Serie über die seit viktorianischen Zeiten gebauten Seebrücken, Piers. Ursprünglich als Landestege für Freitzeitdampfer geplant, wurden die Piers selbst bald zu Ausflugszielen, mit Cafés und Rummlebuden besetzte Symbole für die Sehnsucht nach Freizeit, Frischluft und Ferienvergnügen. Und wie immer verraten die Sehnsuchtsorte auch viel über die Realität in der Zeit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts.
SIMON ROBERTS, geboren 1974, studierte Kulturgeschichte und Photographie an der Sheffield University und fand internationale Beachtung mit der Veröffentlichung seiner Publikationen "Motherland" (2007) und "We English" (2009). Seine Arbeit wurde bereits international ausgezeichnet und ausgestellt, unter anderem im Museum of Contemporary Photography in Chicago, dem Museum of Contemporary Art in Shanghai und im National Media Museum in Bradford, England. Arbeiten von Simon Roberts finden sich in wichtigen Sammlungen wie der Deutsche Börse Art Collection, dem George Eastman House und dem Wilson Centre for Photography. Simon Roberts lebt und arbeitet in Brighton.
Die international viel beachtete Serie „Son“ des amerikanischen Magnum-Fotografen Christopher Anderson wurde mit dem LEAD AWARD 2013 ausgezeichnete. Anderson, geboren 1970 in Kanada, lebt und arbeitet in New York. Er wurde bekannt mit politisch engagierten Reportagen aus Krisen- und Kriegsgebieten, seit 2005 ist er Mitglied der renommierten Fotografen-Agentur Magnum. Die Geburt seines Sohnes im Jahr 2008 wurde zum Ausgangspunkt eines sehr persönlichen Fotoprojekts: „Viele Jahre bin ich weit gereist, um die emotionalen Erfahrungen anderer zu dokumentieren. Kurz nach der Geburt unseres Sohnes wurde bei meinem Vater Lungenkrebs diagnostiziert und auf einmal war ich mit sehr persönlichen und gleichzeitig sehr universellen Fragen beschäftigt. Ich glaube, diese Serie von Fotografien sind meine wichtigste Arbeit, sie sind ein Nachdenken über die Liebe und über die Vergänglichkeit unseres Lebens.“ (Christopher Anderson)

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