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Robert Morat Galerie

Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen
Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen

Kleine Reichenstr. 1
20457 Hamburg
Tel.: 040 3287 0890
Homepage

Öffnungszeiten:

Fr+Sa 12.00-18.00 Uhr
u.n.V.

vertretene Künstler

Henrik Spohler
Joachim Richau

Henrik Spohler: The Third Day / Joachim Richau: LENAS KUECHE 94/13 + STENBROTT I-2010

17.01.2014 - 08.03.2014

Nahrungsmittelproduktion im Zeitalter von industrialisierter Landwirtschaft und Gentechnik - nach „0/1 Data Flow“ (2004) und „Global Soul“ (2008) beschäftigt sich Henrik Spohler in seinem neuen fotografischen Projekt „The Third Day“ mit dem Verhältnis von Mensch und Flora. Er stellt Fragen danach, unter welchen Bedingungen Nahrung produziert wird und welche Landschaften unsere Zivilisation dabei formt. Die Bilder zeigen eine globale Sicht auf endlose Pflanzenkulturen unter freiem Himmel, Glas oder Plastik: Gebiete in Spanien, Holland, Deutschland und den USA, wo normgleiche Produkte unter industriellen Voraussetzungen gedeihen. Orte, an denen der Mensch am Ende selbst zum Schöpfer wird, wenn er Gentechnik einsetzt, um den Pflanzen noch profitablere Eigenschaften zu geben.
HENRIK SPOHLER, Jahrgang 1965, studierte an der Folkwang Schule in Essen und arbeitet seit 1994 als freier Fotograf in Hamburg. Spohlers vielfach ausgezeichnete Arbeiten finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen. Das Buch zur Serie „The Third Day“ ist im Verlag Hatje Cantz erschienen.
JOACHIM RICHAU, 1952 in Berlin geboren, ordnet seine zum großen Teil analog, schwarz-weiß fotografierten Arbeiten in umfassende, über Jahre angelegte Werk-Zyklen. So wurden zahlreiche Ausstellungsprojekte und Publikationen realisiert, u.a. „Bilder aus Beerfelde I, II und III“, „Berliner Traum“, „Schwarzer Morgen – lachender Tag“, „heim.suche“ oder „transit“. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet Richau an einem langfristig als Trilogie angelegten Werkkomplex mit dem Titel „Stammbuch“ aus dem die beiden jetzt gezeigten Farbfotografie-Projekte stammen.
„Lenas Küche“, eine Serie von 25 Polaroids, ist ein poetischer Blick auf einen unbestimmten Ort, entstanden in einer von der russischen Armee 1994 hinterlassenen Liegenschaft in Berlin. Inka Schube schrieb dazu: »„Lenas Küche“ ist eine Versicherung der Geschichte auf sehr persönliche Art, ist die Suche nach der Identität im Reich der Erinnerung.«
Die zweite gezeigte Serie „Stenbrott“ entstand, wie der Name vermuten lässt, in einem schwedischen Steinbruch. »Hier beschäftige ich mich stärker mit dem Raum, insbesondere dem landschaftlichen Raum und seiner Struktur. Dabei geht es mir nicht um die Darstellung einzelner konkreter Sachverhalte oder eine Narration, sondern um Metaphern, um die Suche nach einer poetischen Form für existentielle Fragen.«

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