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Robert Morat Galerie

Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen
Robert Morat Galerie Hamburg Ausstellungen

Kleine Reichenstr. 1
20457 Hamburg
Tel.: 040 3287 0890
Homepage

Öffnungszeiten:

Fr+Sa 12.00-18.00 Uhr
u.n.V.

vertretene Künstler

Nina Poppe
Cara Phillips

Cara Phillips: ON BEAUTY / Nina Poppe: AMA

01.06.2013 - 31.07.2013

Die Ausstellung "On Beauty" besteht aus zwei fotografischen Serien der amerikanischen Künstlerin Cara Phillips, die sich mit der Frage nach Schönheit, idealisierten Schönheitsbegriffen und Narzissmus beschäftigen. Für die Portraitserie "Ultraviolet Beauties" nutzt Cara Phillips die Technik der UV-Licht-Fotografie, die von Hautärzten und Schönheitsmedizinern genutzt wird, um die unterhalb der Epidermis liegende zweite Hautschicht sichtbar zu machen. Die Bilder legen Sommersprossen, Pigmentstörungen und Flecken frei, die normalerweise nicht sichtbar sind; sie zeigen unsere Mangelhaftigkeit angesichts geltender Schönheitsideale.
Die zweite Serie, "Singular Beauty", ist eine typologische Untersuchung von Innenräumen. Sie zeigt Behandlungsräume und Instrumente in Schönheitskliniken und Arztpraxen und dokumentiert den erschreckenden medizinischen Aufwand, der betrieben wird, um die empfundene Unzulänglichkeit der äußeren Erscheinung zu beheben.
Cara Phillips, geboren in Detroit, studierte am Sarah Laurence College. Sie ist Mitbegründerin und Redakteurin der einflussreichen Fotografie-Website "Women in Photography" (wipnyc.org). Für ihre eigene fotografische Arbeit wurde Cara Phillips mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, die Publikation zur Serie "Singular Beauty" (Fw: Publishing, Amsterdam) war nominiert für den PARIS PHOTO Book Award 2012. Cara Phillips lebt und arbeitet in Brooklyn, New York.
Die Ama, „Frauen der Meere“, werden in der japanischen Kultur als mutige und unabhängige Frauen verehrt. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt mit der Jagd nach Abalone, Seeschnecken, die besonders in Ostasien als Delikatesse gelten. Wie in die Jahre gekommene Meerjungfrauen, die schon längst ihr Rentnerdasein genießen sollten, sehen die Ama aus, wenn sie mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren mehrmals täglich bis zu 20 Meter tief hinab tauchen. Eigentlich ist die Jagd ja seit Urzeiten eine mit dem Begriff "Männlichkeit" assoziierte Angelegenheit; aufgrund der Erfahrung, dass Männer im Wasser schneller frieren, ist das Jagen nach Abalone in Japan aber traditionell eine Frauendomäne. Die Kölner Fotografin Nina Poppe führt den Betrachter ihrer Serie „ama“ an einen Ort, an dem Frauen ein besonderes Leben führen und Männer scheinbar keinen Platz haben.Mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren bestreiten sie ihren Lebensunterhalt mit der Jagd nach Abalone (Meerschnecken, die besonders in Ostasien als Delikatesse gelten).
Nina Poppe, geboren 1979, studierte zunächst Fotografie an der Kunsthochschule in Utrecht und seit 2005 an der Kunsthochschule in Köln bei Boris Becker. Die Serie „AMA“ wurde zuletzt im FOAM, dem Fotografiemuseum Amsterdam gezeigt und von der Galerie bereits im September auf der Fotokunstmesse UNSEEN, ebenfalls in Amsterdam, präsentiert. Das Buch zur Serie ist im Kehrer Verlag, Heidelberg, erschienen.

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