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Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst

Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin Ausstellungen
Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin Ausstellungen

Hagenauer Str. 7
10435 Berlin
Tel.: 0178 44 82 997
Homepage

Öffnungszeiten:

Do-Sa 15.00-20.00 Uhr

vertretene Künstler

Ellen Wolter
Christoph Slu

Geliebte Verführung mit Christoph Slu und Ellen Wolter

19.04.2013 - 15.05.2013

In Berlin Mitte sprießen die ersten grünen Blätter dem Frühling freudig entgegen und die Sonne strahlt durch das Astwerk empor.
Die Natur verführt die menschliche Seele zum Frühling der Sinne und zur Ausschweifung in die Fantasie. So wie die Kunstwerke der Vernissage: »Geliebte Verführung« in der Achtzig-Galerie.
In dieser Doppelausstellung werden die hervorragenden tiefgründigen Acrylbilder der Künstlerin Ellen Wolter mit der Frage nach den heutigen Rollenbildern der Frau präsentiert.
Ellen Wolter weicht konsequent das Denkmuster vom Patriarchat auf, denn darin wird die Frau nur als Objekt betrachtet, die sexualisierte Frau wird als verfügbares Lustobjekt angesehen, als erotisch passiv, Männer als aktiv und aggressiv. Ellen Wolter fegt das kirchliche und mittelalterliche Bild der Mutter und Hure als Rollenbild vom Tisch. In Ihrer Bildwelt bestimmt die Frau Ihr Schicksal selbst und reißt den Mann aus seinen Traditionen heraus, empor zu neuen aktuellen Konzepten.
Ellen Wolter verführt den Besucher über neue Ansätze nachzudenken und die Betrachtung des Themas nicht leichtfertig zu übergegen. Somit geht von der Geschichte der Verführung schon immer eine gnadenlose Faszination für den Menschen aus.
Die zweite Position der Doppelausstellung bildet Christoph Slu mit seinen leichten filigranen Kohle- und Bleistiftfiguren die sich bis hin zur Formenauflösung begeben, denn die Verführung trägt die Idee der totalen Auflösung in sich und gipfelt in der wilden Extase dieser Vernissage unter dem Titel: »Geliebte Verführung«.
Die Installation von Christoph Slu aus Treibholzbooten holt den Betrachter aus seinem Alltag und trägt ihn weit fort in die Ferne an südliche Strände zum Urlaubsgefühl seiner Kindheit zurück.
Er verführt den Besucher seinen Alltag zu verlassen und sich ganz auf den Fad der Kunst zu begeben, einzutauchen in eine neue Welt des Künstlers zum unerreichten Fernweh dieser fulminanten Installation. Die Treibholzboote sind geschichtlich betrachte auch die Fähre vom Leben zum Tod und möglicherweise zu einer uns stets verborgen bleibenden Zwischenwelt. Denn den Pharaonen wurden kleine Bootsmodelle als Grabbeigabe für die letzte Reise in die andere Welt mitgegeben.
Das Symbol vom Boot steht ferner für die Stärke sich aus eigener Kraft empor zurück in das Licht der Zukunft zu kämpfen.

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Ellen Wolter
Christoph Slu

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