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Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst

Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin Ausstellungen
Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin Ausstellungen

Hagenauer Str. 7
10435 Berlin
Tel.: 0178 44 82 997
Homepage

Öffnungszeiten:

Do-Sa 15.00-20.00 Uhr

Abstrakte und gegenständliche Malerei in Berlin

10.09.2013 - 02.10.2013

Auch wenn der renommierte New Yorker Kunstkritiker Jerry Saltz die These aufstellt, dass es der Kunst an Zugkraft mangelt und die Tageszeitung TAZ in ihrem Artikel vom 26 Juli 2013 die Schließung der Galerie Klosterfelde (Gründung 1996 in der Linienstraße) erklärt, so brodelt es im Berliner Kunstmarkt und die Kunstmessen sind prall gefüllt mit Besuchern. Wie z.B. auf der Kunstmesse der „Berliner Liste“, denn diese zeigt vom 18. September bis zum 22. September 2013 internationale Kunst und gibt damit positive Signale für die Zukunft der Kunst. Die Kunstmesse findet im Kraftwerk Berlin in der Köpenicker Straße 70 in 10179 Berlin Mitte statt.
Die Achtzig-Galerie für Gegenwartskunst präsentiert im Galerienviertel folgende Künstler unter dem Titel: „Abstrakte und gegenständliche Malerei in Berlin“ zur Gruppenausstellung: Mike Wosnitzka, Heui-Seok Kim, Heike Huismann, Fabian Freese, Florian Froehlich, Ellen Wolter, Alex Bär, Isabella Siller, Karin Scheucher, Joschka Banzhaf, Miriam Streisand und Holger Debek.
Im Bereich der abstrakten Malerei finden sich die beiden Künstlerinnen Karin Scheucher und Miriam Streisand. Beide Positionen bleiben im Farbenbereich der gedeckten Farbtöne und nähren sich über sehr viele Farbschichten zu ihrer Bildfindung an, um somit ihre kulturellen Wurzeln sprechen zu lassen. Karin Scheucher lebt verlassen von der Schnelligkeit der Zivilisation auf einem Berg in Österreich in absoluter Natur und schöpft somit aus dem Ursprung ihrer Naturverbundenheit. Die deutsch kenianische Künstlerin Miriam Streisand wurde in Meißen geboren. Sie findet erst spät in einem ostafrikanischen Stamm ihre kulturellen Wurzeln. Sie sucht Identität, Imagination, Tiefe der Farbe und die Faszination der Reduktion in ihrer Bildsprache. Denn plötzlich war sie eine erstgeborene Tochter und somit Tachonie, vom Stamm der Luhya, vom Clan der Maragoli.
Holger Debek (Serie: „Ornament“) vertritt den Bereich der abstrakten Fotografie. Temporäre Gebilde aus verschwimmen Strukturen der Fluten der Berliner Spree erhalten einen starken Schöpfungsmoment, denn nach dem nächsten Windhauch sind diese flüchtigen Gebilde wieder verschwunden. Festgehalten für die Ewigkeit mit der Kamera werden diese zu einem Resonanzraum der Fantasie. Es lassen sich Bezüge zur Kunstgeschichte des Kandinskys oder Mondrians finden. Auch Heike Huismann und Florian Froehlich bleiben der abstrakten Malerei treu und stellen auf der Kunstmesse der „Berliner Liste“ 2013 aus.
Auf dem Sektor der gegenständlichen Malerei finden sich die folgenden Künstler wieder: Die Inspirationsquellen von der Position Joschka Banzhaf spiegeln sich im Bereich der Architektur und seinen kulturellen Reisen z.B. nach Russland oder den USA wieder.
Erlebte Erfahrungen vor Ort wurden von Zeichnungen, Malereien und Fotografien in einer geometrischen Grundordnung zu seiner Bildsprache verarbeitet. Es geht dem Künstler um die Tiefe des Raumes, diesen so plastisch wie möglich für den Betrachter erfahrbar zu machen.
Es erfolgt eine rasterartige Aufteilungen von Erfahrungsräumen, die einem abstrakten Muster sehr nahe kommen, diese werden erst wieder durch ihre Zusammensetzung zu einer realistischen Szenerie erkennbar. Realismus als Beschreibung wird seiner Arbeit jedoch nicht gerecht, da Sie weit über die dargestellten Motive hinausragt und eine zweite Ebene der Vieldeutigkeit beinhaltet, wie er es selbst schreibt.
Fabian Freese transformiert Gegenstände des Alltags der modernen Zeit in „Surreale Elemente“. Beispielsweise schwebt ein Fisch frei im Raum durch ein Stilllebenoder eine stehengelassene Kohlezeichnung eines IPods. Freese malte Stillleben mit spannenden Reflexionen und Oberflächen, er erhöht die Sättigung der Farbe und bringt somit eine eigene Sicht auf die Wirklichkeit in seiner Bildsprache empor. Er stellt in Europa, Amerikas und Asiens aus.
Heui-Seok Kim präsentiert den wilden Westen und die damit verbundenen Träume der Freiheit. Mike Wosnitzka und Heui-Seok Kim zeigen den weiblichen Akt als gekonnte Themenstellung in historischen Farben. Auch die Positionen von Ellen Wolter und Alex Bär (Leipziger Schule) sowie Isabella Siller bleiben beim Thema der sinnlichen Weiblichkeit und somit bei der gegenständlichen Malerei dieser Vernissage.

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