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Theater Nordhausen


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Spielplan

Aschenputtel

Jules Massenet
25.01.2019
Großes Haus
Inhalt
Die 1899 in Paris uraufgeführte Märchenoper hat alles, woran Kinder Gefallen finden können: Lucette, das fleißige Mädchen, das nach dem Tod seiner Mutter durch die zweite Ehe ihres Vaters in der neuen Familie nur noch ein Aschenputteldasein fristen darf, wird von einer guten Fee belohnt. In Lucette verliebt sich der von allen begehrte Prinz. Er heiratet sie, nachdem er sie anhand eines gläsernen Pantoffels identifiziert hat, aus ihrem tristen Leben heraus.
Auch die Musik bedient das Märchen. Barocke und galante Musik entführt in die höfische Welt, und üppige spätromantische Orchesterfarben lassen die übernatürliche Feenwelt entstehen, in der wie selbstverständlich die gute Fee mit Koloraturen glänzt. Darüber hinaus charakterisiert die Musik aber auch Wesenszüge von Personen wie Cendrillon, dem Aschenbrödel.
Doch Massenets „Aschenbrödel“ ist genauso – wie alle guten Märchen – nicht nur der ansprechenden Musik wegen ein Werk für Erwachsene. Jeder wird sich freuen, dass Lucette ihren Weg aus der Asche an die Seite des Prinzen nehmen kann. Doch wie meinen Massenet und Cain das? Appellieren sie aufklärerisch an die Gerechtigkeit? Wird braves Erfüllen gestellter Anforderungen je belohnt? Oder doch nur von Feen? Wo wäre heute die Feenwelt zu suchen? Sollte man sein Glück anders verfolgen?

Übrigens: Die Schauspielerin Uta Haase, die sich mit dem Solo „Was macht eigentlich Dornröschen?“ in den Rentenstand verabschiedet hat, wäre beinahe mit dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ weit über die nationalen Grenzen berühmt geworden. Regisseur Vorlíček hatte sie für die Rolle der Schwester Aschenbrödels vorgesehen. Doch das Nationaltheater Weimar, an dessen Studio sie ihr letztes Studienjahr absolvierte, gab sie im Winter nicht frei; sie spielte – im Weihnachtsmärchen.
Besetzung
Musikalische Leitung Michael Helmrath
Inszenierung Anette Leistenschneider
Ausstattung Andreas Becker
Mit Zinzi Frohwein Cendrillon, Kyounghan Seo Der Prinz und
weiteren Solisten, Opernchor, Mitglieder des Tanzstudios Radeva
und Loh-Orchester Sondershausen

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