Opernhaus Dortmund, Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund
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Theater Dortmund

Foto: Sascha Rutzen
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Spielplan

Fin de Partie (Endspiel)

György Kurtág
18.04.2019
19:30 Uhr
Opernhaus
Inhalt
Vier Menschen, die aufeinander angewiesen sind. Vier Menschen, die einander nicht ausstehen können und dennoch beieinanderbleiben. Samuel Beckett hat sein einaktiges Drama Endspiel zu einem Zeitpunkt nach einer Katastrophe angesiedelt, in einem Raum, in dem scheinbar die letzten vier Überlebenden zusammen sind: Der blinde und gelähmte Hamm, sein Diener Clov, der nicht mehr sitzen kann, sowie Hamms Eltern Nagg und Nell, die ihre Beine verloren haben. Clov möchte Hamm verlassen, doch er weiß, dass das den Tod der drei gehunfähigen Menschen bedeuten würde. Und auch seinen eigenen, denn Hamm hatte zeitig vor der Katastrophe Lebensmittel beiseitegeschafft, die bis jetzt ihrer aller Überleben gesichert haben. Vier Menschen in einer Grenzsituation zwischen Leben und Tod.

György Kurtág gehört zu den international erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten, aber erst in hohem Alter schrieb er ein Werk für die Opernbühne. In seiner Arbeit bezieht Kurtág sich auf musikalische Traditionen der verschiedenen Jahrhunderte, wobei sein eigenes Werk ein Konzentrat darstellt. Fin de Partie sollte bereits 2013 bei den Salzburger Festspielen und dann 2016 an der Mailänder Scala uraufgeführt werden, musste jedoch wiederholt verschoben werden. Die Uraufführung findet nun am 15.11.2018 statt. Die Oper Dortmund bringt fünf Monate später die Deutsche Erstaufführung dieses musikhistorischen Ausnahmewerkes heraus, in einer eigenen Inszenierung, aber – von einer einzigen Ausnahme abgesehen – mit der Originalbesetzung der Mailänder Scala.

Die szenische Umsetzung übernimmt Ingo Kerkhof, ein ursprünglich aus dem Schauspiel stammender Regisseur, der bekannt ist für sein feinsinnig durchdringendes Ausloten von Partituren. Insbesondere hat er sich um Unbekanntes und Neues verdient gemacht: an der Staatsoper Berlin (Amor vien dal destino von Agostino Steffani, Lohengrin von Salvatore Sciarrino) oder am Theater Heidelberg (die Zweitinszenierungen von Wolfgang Rihms Dionysos oder Georg Friedrich Haas' Morgen und Abend).
 

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