Städtische Bühnen Osnabrück, Foto: Marius Maasewerd
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Städtische Bühnen Osnabrück

Foto: Marius Maasewerd
Foto: Marius Maasewerd
Willy Astor (Foto: Hagen Schnauss)
Willy Astor (Foto: Hagen Schnauss)

Domhof 10-11
49074 Osnabrück
Tel.: 0541 76 00 00
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Spielplan

Wilhelm Tell

Tickets
Friedrich Schiller
04.04.2019
19:30 Uhr
Theater am Domhof
Inhalt
In den Schweizer Kantonen herrscht Verzweiflung. Allzu tyrannisch und rechtsverletzend gebärden sich die Landvogte, die als Statthalter von der Habsburger Krone eingesetzt wurden. Ohnmächtig nehmen die Bewohner*innen hin, wie ihre uralten verbürgten Rechte und Freiheiten außer Kraft gesetzt werden und stattdessen willkürlicher Despotismus herrscht. Als das Maß des Erträglichen durch den Landvogt Gessler überschritten wird,  formiert sich eine Opposition: Die Schweizer Kantone bekräftigen mit einem Schwur ihre Einheit und den Willen zum Widerstand. Doch die Initialzündung zum Aufbegehren bleibt aus. Erst mit dem eigentlich unpolitischen Einzelgänger Tell, dem schweres Unrecht durch Gessler widerfährt, findet sich der Mann der Stunde und der Tat. In der gewaltsamen Revolte stellt sich allerdings auch die Frage, wie ein künftiges Gemeinwesen auszusehen hat. Ist die Vision der Schweizer allein rückwärts gewandt?

Über 500 Jahre geht Friedrich Schiller in seinem letzten zu Lebzeiten veröffentlichten Drama WILHELM TELL in die Vergangenheit zurück. Dort fand er den geeigneten Stoff, um die Suche nach Antwort auf historisch-politische Kernfragen der Menschheit poetisch zu gestalten. Anhand von Prozessen, die von der Geburt einer Nation  erzählen, berührt Schiller das Problem einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Pendelnd zwischen den Extremen (Gewalt-)Herrschaft und freiheitliche Vereinbarung, werden im TELL unterschiedliche staatspolitische Entwurfe ausgelotet.

Mit seinen Regiearbeiten OREST und UNTERWERFUNG hat Robert Teufel dem Osnabrücker Publikum bereits gezeigt, wie präzise er zum wesentlichen Kern eines Stückes vordringen kann und dadurch anschlussfähige Lesarten für unsere Zeit auf die Bühne bringt.
 
Besetzung
Inszenierung: Robert Teufel
Bühne: Friederike Meisel
Kostüme: Rebekka Zimlich
Dramaturgie: Sven Kleine

Wilhelm Tell: Andreas Möckel
Gertrud, Hedwig: Juliane Böttger
Gessler: Oliver Meskendahl
Berta von Bruneck: Denise Matthey
Stauffacher:  Thomas Kienast
Walther Fürst, Kuoni, u. a.: Ronald Funke
Rudenz, Landenbergischer Reiter, Fronvogt, Ausrufer: Julius Janosch Schulte
Attinghausen / Der alte Mann: Matthias Unruh
Rösselmann, Werni, Konrad Hunn, Zweiter Gesell: Philippe Thelen
Melchthal, Baumgarten, Erster Gesell: Mick Riesbeck
Walther Tell: Sascha Albrecht / Greta Kemper

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