Stadttheater Bielefeld (Foto: Sarah Jonek)
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Stadttheater Bielefeld

Foto: Stadttheater Bielefeld
Foto: Stadttheater Bielefeld
Axel Hacke (Foto: Thomas Dashuber)
Axel Hacke (Foto: Thomas Dashuber)

Niederwall 27
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 515454
Homepage

Spielplan

How to Date a Feminist

Samantha Ellis
19.01.2019
19:30 Uhr
TAM2
Inhalt
Steve und Kate, beide frisch verlassen, lernen sich bei einem Kostümball als Robin Hood und Wonder Woman kennen. Im wirklichen Leben sind sie Bäcker und Journalistin. Steve hat die Wochenenden seiner Kindheit bei der Mutter im Friedenscamp Greenham Common verbracht, umgeben von selbstbestimmten, politisch engagierten Frauen am Rande der Legalität. Kate ist nach dem Weggang der Mutter bei ihrem Vater geblieben, der sie gemäß seinen unverrückbaren Vorstellungen von Ehe und Weiblichkeit erzogen hat. Wie kommen ein überzeugter Feminist und eine Frau, die immer wieder auf Machos hereinfällt, zusammen? Nachdem die ersten Hürden der Annäherung überwunden sind, macht Steve seiner Liebsten einen Heiratsantrag – nicht ohne sich vorher für sämtliche patriarchalischen Entgleisungen der Menschheitsgeschichte zu entschuldigen – und Kate sagt »ja« zu diesem Abenteuer! Die Vorbereitungen für die Hochzeit, mit den jeweiligen Elternhäusern im Hintergrund, erweisen sich als hochkomplizierte diplomatische Verhandlungen. Als es endlich geschafft ist, führt ausgerechnet die Annäherung von Steves Mutter und Kates Vater zum Abbruch der Feierlichkeiten nach nur 90 Minuten. Ein Happy End scheint erst einmal nicht in Sicht.
Die englische Autorin Samantha Ellis dekliniert in ihrer 2016 in London uraufgeführten Komödie How to Date a Feminist lustvoll Geschlechterklischees und ihre Umkehrungen durch und treibt das Vexierspiel auch formal auf die Spitze, indem sie sämtliche Rollen für eine Schauspielerin und einen Schauspieler konzipiert. Ein besonderer Clou, der beweist, dass intelligentes Spiel nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern auch debattentauglich ist.
Besetzung
INSZENIERUNG: Christian Schlüter

KULTURpur empfehlen