Staatstheater Nürnberg, Foto: Ludwig Olah
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Staatstheater Nürnberg

Foto: Marion Bührle
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Spielplan

Lazarus

David Bowie und Enda Walsh
02.02.2019
19:30 Uhr
Schauspielhaus
Inhalt
„Look up here, I’m in heaven, I’ve got scars that can’t be seen …“

„David Bowie [ist] der Teiresias des Pop, ein blinder Seher. Aus seiner Matratzengruft schwebend, halluziniert er wie in der Zeitschmelze sein jüngeres Ich, reist fort zum ‚Black Star‘ und exorziert den eigenen Tod, um eine andere Form von Ewigkeit zu erlangen“, beschreibt der „Spiegel“ Bowies letztes Musikvideo, zum Song „Lazarus“. Verewigt hat Bowie sich auch in seinem gleichnamigen Musical, dessen New Yorker Uraufführung er kurz vor seinem Tod im Januar 2016 noch erlebte. Auch hier geht es um Tod, Vergehen und Auferstehen, und wiederum spielt er mit Facetten seiner Persönlichkeit und der Kultfigur Bowie.

Gemeinsam mit dem irischen Dramatiker Enda Walsh und entlang von eineinhalb Dutzend Songs (darunter Welthits wie „Absolute Beginners“, „Heroes“ oder „This is not America“) erzählt er eine Geschichte, die sich lose an Nicolas Roegs „Der Mann, der vom Himmel fiel“ orientiert. In dem kühlen Science-Fiction-Film spielte Bowie 1976 in all seiner entrückten, alters- und geschlechtslosen Extravaganz den Außerirdischen Thomas Jerome Newton, der auf die Erde kommt, um seinen verdurstenden Heimatplaneten zu retten. Mit Patenten zur Energiegewinnung entwickelt er sich zunächst zum Gatsby-esk weltfremden Millionär, um schließlich Opfer von Intrigen und medizinischen Experimenten zu werden, die ihn erblinden lassen und seine Hoffnung auf eine Rückkehr endgültig zerstören. Er erlebt Verrat, Liebe und Verlust, kommt sich selbst abhanden in einer Welt, deren Regeln er – auch emotional – nicht begreift.

Hier setzt die Handlung von „Lazarus“ ein. Gefangen auf der Erde wird ein verbitterter Newton von Dämonen seiner Vergangenheit gequält und betäubt sich mit Gin. Seine Unsterblichkeit ist ihm lästig und er sehnt sich nach Erlösung. Als ein Mädchen auftaucht, eine Verlorene wie er, schöpft er neue Hoffnung: Wird er mit ihrer Hilfe die Welt doch noch verlassen können?

Eine abgründig verrätselte Meditation über den Tod als ungelebtes Leben, randvoll mit Bowie-Klassikern.
Besetzung
Regie: Tilo Nest
Bühne: Stefan Heyne
Kostüme: Anne Buffetrille
Dramaturgie: Katharina Gerschler

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