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Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus


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Spielplan

Biedermann und die Brandstifter

Max Frisch
08.02.2019
Kleines Haus 1
Inhalt
Er will Ruhe und Gemütlichkeit. Man lebt schließlich nur einmal und auch wenn seine Frau meint, dass er bisweilen zu gutmütig sei, so kann man doch nicht ständig überall nur Schlechtes und Böses sehen. Biedermann ist sich sicher: Die zwei armen Männer auf seinem Dachboden wollen bloß Obdach. Ihre kleinen Witzeleien über Brandstiftung sind zugegebenermaßen etwas unpassend, aber man ist doch nicht humorlos. Doch Selbstsicherheit, Bequemlichkeit und der absolute Wille zum Guten lassen Biedermann übersehen, wofür die Benzinfässer doch eindeutiger Beweis sind: er hat Brandstifter im Haus. Und er wird ihnen als aufgeschlossener, vorurteilsfreier Mensch in einem Akt des Vertrauens selbst die Streichhölzer reichen.
Max Frisch hat mit BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER ein „Lehrstück ohne Lehre“ geschrieben, in dem die Wahrheit als beste Tarnung genutzt wird und ein Mensch offenen Auges in sein Unglück läuft, weil er seine Meinung über sich selbst nicht ändern kann. Die Offenheit, mit der die Brandstifter Biedermann auf seinen Verdacht ansprechen, führt zu Scham. Die Scham lässt ihn lügen, um unangenehme Situationen zu vermeiden und nicht als Unmensch dazustehen. Und die Annahme, dass das deutlich Gesagte sicher so radikal nicht gemeint sein könne, wird zum letzten Anker vor der eigenen Ängstlichkeit und führt direkt in die Katastrophe.
Besetzung
REGIE: Nicola Bremer
BÜHNE: Jakob Ripp
KOSTÜME: Steffi Rehberg
MUSIK: Saga Björklund Jönsson
DRAMATURGIE: Katrin Schmitz

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